Eigentumswohnung kaufen
Gründe für den Wohnungskauf
Eigennutzung
Kapitalanlage
Altersvorsorge
Steuervorteile
Neubau oder Altbau kaufen?
Vorteile einer Neubauwohnung
Individualität
Energieeffizienz
Komfort
Geringe Instandhaltungskosten
Nachteile eines Neubaus
Preis
Baumaßnahmen
Baumängel
Vorteile einer Altbauwohnung
Sofortige Verfügbarkeit
Gewachsene Infrastruktur
Großzügige Bebauung
Fördermöglichkeiten
Nachteile einer Altbauwohnung (Bestandsimmobilie)
Alte Bausubstanz
Unsichtbare Schäden
Begrenzte Umbaumöglichkeiten
Hohe Nebenkosten
Bewertung einer Eigentumswohnung: Marktwert & Verkehrswert
Vergleichswertverfahren
- Lage: ländlich oder stadtnah, Grundstücksausrichtung und Belichtung (Himmelsrichtungen) sowie Verkehrslage
- Größe: Grundriss, Anzahl und Schnitt der Zimmer
- Bodenbeschaffenheit: Art und Tragfähigkeit des Untergrunds
- Erschließungsgrad: Anschlüsse für Zu- und Abwasser, Strom, Internet, Fernwärme oder Gasleitungen
- Umwelteinflüsse: Belästigungen durch Lärm (Verkehrsknotenpunkt), Gerüche (z. B. Nähe zu einer Brauerei), Rauch oder Bedrohungen durch Hochwasser
- Bauliche Nutzung und -möglichkeiten: Mischnutzung von Gewerbe und Privat, Ausnutzung von Flächen- und Bebauungsplan hinsichtlich möglicher Anbauten
Sachwertverfahren
Bodenrichtwert und Bodenwert
Herstellungskosten und Gebäudesachwert
Marktanpassungsfaktor
Ertragswertverfahren
- Bodenwert: Wert des Grundstückanteils Ihrer Wohnung (Multiplikation von Bodenrichtwert pro Quadratmeter und Grundstücksfläche)
- Gebäudeertragswert: Restnutzungsdauer des Wohngebäudes
- Liegenschaftszins: Prozentsatz, mit dem Immobilienvermögen – im Ertragswertverfahren nur der Bodenwert – marktüblich verzinst wird (etwa 5 % bei Wohnobjekten)
- Reinertrag: Rohertrag (marktübliche Jahresmiete der Wohnung) abzüglich Bewirtschaftungskosten (Betrieb, Instandhaltung, Verwaltung)
- Vervielfältiger: zentrale Größe, mit der der Ertragswert eines Gebäudes/einer Wohnung ohne den Bodenwert berechnet werden kann
- Wertbeeinflussende Faktoren: wertsteigernde oder wertmindernde Umstände, wie z. B. notwendige anstehende Sanierungsmaßnahmen
Wohnungsbesichtigung: Worauf achten?
Der Grundriss: Größe, Schnitt und Raumaufteilung
Größe der Wohnung
Raumschnitt und Raumaufteilung
Lichteinfall und Ausrichtung
Barrierefreiheit
Lage: Infrastruktur und Umgebung
Verkehrsanbindung
Ärzte und Ärztinnen, Schulen und Bildungsmöglichkeiten
Einkaufsmöglichkeiten
Grünanlagen und Freizeitmöglichkeiten
Zustand: Beurteilung der Bausubstanz
Erster Eindruck
Boden und Bodenbeläge
Fenster und Türen
Dach und Leitungen/Rohre
Bäder und Küche
Heizungsanlage
Balkone und Terrassen
Keller und Dachboden
Außenanlagen
Historie: Wichtige Vorgeschichte
Grundbuch einsehen
Kontakt mit Eigentümer:innen/Mieter:innen
Protokolle von Eigentümerversammlungen
Tipps
Energieausweis
Giftige Baustoffe
Historische Gebäude
Mitgliedschaft und Aufgaben: Eigentümergemeinschaft
Wie entsteht eine Eigentümergemeinschaft?
Wer vertritt die Eigentümergemeinschaft?
Welche Aufgaben hat der Verwaltungsbeirat?
Kaufvertrag: Bestandteile und Teilungserklärung
Hauptbestandteile
- Name, Adresse und Güterstand von Verkäufer:in und Käufer:in
- Kaufpreis und dessen Fälligkeitsdatum
- Beschreibung und Lage der Immobilie
- Eingetragene Belastungen (Grundbuch), etwaige Mängel
- Ausstattung der Eigentumswohnung
- Zeitpunkt der Schlüsselübergabe
Gemeinschaftseigentum
- Sondereigentum: zur Wohnung gehörende Räume wie Keller oder Garage
- Sondernutzungsrechte: Alleinige Nutzung von Gemeinschaftseigentum wie Gärten
- Gemeinschaftseigentum und Ihre Nutzungsrechte daran
- Gemeinschaftsordnung: Regelwerk zum Gemeinschaftseigentum
- Höhe des Hausgeldes, Anteil der Instandhaltungsrücklagen
- Bei Neubauten: Aktuelle Baupläne und Baubeschreibung (Bauakte)
- Grundbuchauszug: Prüfung auf Vorbelastungen (mehr Informationen hier bzw. Wissenswertes zu Grundschuld und Grundbucheintrag)
- Verweisungs- oder Bezugsurkunde
- Teilungserklärung.
Verweisungs- oder Bezugsurkunde
Gemeinschaftsordnung und Hausordnung
Die Gemeinschaftsordnung (kurz: GemO) bildet einen Leitfaden bzw. eine Beschlusssammlung aller Rechte und Pflichten der Eigentümer:innen untereinander. Ihre Gültigkeit bleibt nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) auch beim Verkauf einer Wohnung bestehen, Änderungen sind nur mit dem notariellen Einverständnis aller Eigentümer:in möglich.
Im Gegensatz zur Gemeinschaftsordnung regelt die Hausordnung das alltägliche Zusammenleben aller Parteien der Wohnanlage – Mieter:innen eingeschlossen. Die Hausordnung wird von der Eigentümerversammlung beschlossen und umfasst Vorgaben zur Nutzung der Grünflächen, der Haltung von Tieren, dem Verbot von Musik oder der Reinigung von Fluren und Treppenhaus.
Die sogenannte Teilungserklärung einer Eigentumswohnung wird in die Wohnungsgrundbücher eingetragen und ist für alle Eigentümer:innen eines Wohnhauses verbindlich. Die Teilungserklärung enthält einen Aufteilungsplan zur Lage, Größe und Aufteilung der Immobilie, d. h. Angaben zu sämtlichen Flächen an Wohneigentum, Teileigentum, Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum, das der betreffenden Wohnung zugeordnet ist.
Um die Richtigkeit des Aufteilungsplans sicherzustellen, prüft die Bauaufsichtsbehörde, ob die genannten Miteigentumsanteile bzw. Nutzungseinheiten baulich hinreichend voneinander abgegrenzt sind. Ist das der Fall und verfügen sie über eigene, abschließbare Zugänge (z. B. bei Tiefgarage, Kellerräumen, Gartenanlage), stellt die Bauaufsichtsbehörde für die Immobilie zudem eine sogenannte Abgeschlossenheitsbescheinigung aus. Sie ist ebenfalls Bestandteil des Kaufvertrags.
Teilungserklärung
Wann ist ein Wohnungskauf abgeschlossen?
Kosten: Nebenkosten und Hausgeld
Kaufnebenkosten
Die Kaufnebenkosten beim Wohnungskauf setzen sich aus festen und flexiblen Kosten zusammen. Zu den festen Kosten gehören:
- Notarkosten: Die Notarkosten beim Immobilienkauf werden meist von den Käufer:innen übernommen und liegen bei rund einem Prozent des Kaufpreises.
- Grunderwerbsteuer: Je nach Bundesland und Vereinbarung mit den Verkäufer:innen können Sie hier mit ca. 3,5 % bis 6,5 % des Kaufpreises rechnen.
- Kosten Grundbuchamt: Für die Auflassungsvormerkung sowie die finale Eigentümerübertragung im Grundbuch fallen etwa 0,5 % des Kaufpreises an.
Zu den flexiblen Kosten zählen z. B. die Maklercourtage beim Wohnungsverkauf über einen Immobilienmakler (je nach Bundesland zwischen 3 % und 7 % des Kaufpreises).
TIPP: Wer beim Wohnungskauf Kosten sparen will, kann beispielsweise die Grunderwerbsteuer steuerlich absetzen. Das gilt dann, wenn Käufer:in und Verkäufer:in der Eigentumswohnung verheiratet sind bzw. in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, oder wenn die Wohnung an direkte Verwandte (Kinder, Enkel, Enkelinnen) verkauft wird. Gleiches gilt für Schenkungen und Erbschaften.
Baufinanzierung
Hausgeld & Rücklagen
Das Hausgeld ist vergleichbar mit den Nebenkosten, die in einer Mietwohnung anfallen. Es deckt bei einer Eigentumswohnung alle laufenden Nebenkosten und Investitionen für die Verwaltung, Pflege und Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums. Das Hausgeld wird nach einem speziellen Verteilungsschlüssel auf die Eigentümer:innen einer Wohneigentümergemeinschaft umgelegt, monatlich an den zuständigen Hausverwalter entrichtet und am Ende eines Jahres mit der Jahresabrechnung verrechnet.
Das Hausgeld umfasst folgende Bestandteile:
- Instandhaltungsrücklagen: Diese werden zur Zahlung zukünftiger Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen gebildet.
- Reparatur- oder Instandhaltungskosten, die nicht mit durch die Rücklagen abgedeckt sind, z. B. kleinere laufende Reparaturen im Haus.
- Verwaltungskosten: Kosten für Kontoführung, Hausverwaltung, Post/Porto etc.
- Wasser: Versorgung und Entsorgung, Verbrauchskosten gemeinschaftlich/individuell, Grund- und Berechnungsgebühren sowie Zählerkosten.
- Heizkosten: inkl. Warmwasserverbrauch gemeinschaftlich/individuell, Grundgebühren, Wartung und Schornsteinfeger:innen.
- Reinigung & Pflege: Gebäudereinigung, Straßenreinigung, Gartenpflege, Winterdienst und Müllgebühren.
- Versicherungskosten: z. B. Beiträge Haftpflichtversicherung.
- Hausmeistervergütung: inkl. Steuern und Sozialabgaben.
- Sonstige Kosten: Strom, Beleuchtung, Aufzug, Wasch- und Hobbyräume, Schwimmbad, Sauna.
TIPP: Wohnungseigentümer:innen, die ihre Eigentumswohnung vermieten, können die Kosten für Instandhaltung, Reparaturen und Verwaltung auf ihre Mieter:innen umlegen.
Sonderumlagen
Finanzierung:
Entscheiden Sie sich für einen Hauskredit bzw. eine von mehreren Darlehensvarianten, wie Volltilgerdarlehen, Annuitätendarlehen oder endfälliges Darlehen und profitieren Sie mit der Allianz Baufinanzierung von
Möchten Sie sich vorab einen Überblick über die Kosten der Finanzierung eines Wohnungskaufs verschaffen, hilft Ihnen der Allianz Zinsrechner. Je nach beruflicher und finanzieller Ausgangssituation und Form des gewünschten Darlehens sehen Sie hier sofort, mit welchen Zinssätzen und monatlichen Raten sich Ihre Traumwohnung finanzieren lässt.
Versicherung
Wer eine Eigentumswohnung kauft, sollte sich am besten direkt beim Kauf bereits Gedanken über eine mögliche Absicherung der neuerworbenen Immobilie machen. Denn der richtige Versicherungsschutz einer Eigentumswohnung ist etwas umfassender als der einer Mietwohnung, für deren Nutzung meist eine Hausratversicherung ausreichend ist.
Diese Versicherungen sind für Wohnungseigentümer:innen und Grundbesitzer:innen empfehlenswert:
- Haus-Haftpflichtversicherung
- Wohngebäudeversicherung
- Rechtschutzversicherung
- Mietausfallversicherung (Mietkaution)
- Restschuldversicherung