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So geht’s: Holen Sie sich Steuern und Gebühren bei einem verpassten Flug zurück

Ratgeber für Flugreisende

Allianz - Zwei als Flugzeuge gefaltete Geldscheine sind über zwei Boarding-Passes zu sehen

Aus der Traum von den Cocktails am Sandstrand... Einen Flug in den Urlaub zu verpassen oder wegen Krankheit oder anderer Umstände nicht antreten zu können, ist ärgerlich genug. Hier zumindest ein kleiner Trost für alle, denen es passiert: Einen Teil der Flugkosten - und oft sogar den Gesamtpreis - können Sie sich wiederholen. Sogar bei Billig-Airlines oder Spartarifen, die sich nicht im Vorfeld stornieren lassen. Wie das geht, wissen jedoch nur die wenigsten.

Das sind die versteckten Gebühren

Die Kosten, die zum reinen Flugpreis dazukommen, sind Steuern, Flughafen- und Sicherheitsgebühren, Treibstoffzuschlag und eventuell zusätzliche Gepäck-Gebühren. Auch Buchungskosten wie Service-Entgelte sind in den Gesamtpreis einzurechnen. Ein Beispiel: Ein Hin- und Rückflug München - Barcelona einer deutschen Airline (gefunden am 18.11.2016, Anm. d. Red.) kostet 163,60 Euro. Schaut man genauer hin, fällt auf, dass der reine Ticketpreis gerade mal 30 Euro beträgt und der Rest Steuern, Gebühren und Treibstoff- und Sicherheitszuschläge sind.

Rückerstattung von personenbezogenen Gebühren

Rechtlich gesehen, muss die Airline viele Gebühren erst dann an Dritte weitergeben, nachdem der Passagier den Flug auch tatsächlich angetreten hat. Da Sie nicht geflogen sind, hat sie diese Gebühren nicht zahlen müssen.

Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. erklärt: „Rückerstattet bekommen Sie personenbezogene Gebühren wie Passagierentgelte, welche die Airline an den Flughafen zahlt und Luftsicherheitsgebühren, die sie an die Bundespolizei überweist.  Wenn die Airline zu dem Gesamtflugpreis auch einen Kerosin- oder Gepäckgebührenzuschlag verlangt, bekommen Sie auch diesen zurück.“

Dass die Airline Ihnen freiwillig das Geld zurückzahlt, ist utopisch. Obwohl sie es müsste, weil sie sich nach § 812 BGB Abs. 1 ansonsten ungerechtfertigt bereichert. Im Gesetz steht:

„Wer durch die Leistung eines anderen oder in sonstiger Weise auf dessen Kosten etwas ohne rechtlichen Grund erlangt, ist ihm zur Herausgabe verpflichtet. Diese Verpflichtung besteht auch dann, wenn der rechtliche Grund später wegfällt oder der mit einer Leistung nach dem Inhalt des Rechtsgeschäfts bezweckte Erfolg nicht eintritt.“

Wichtig ist: Die Regelung gilt, wenn entweder Abflug- oder Ankunftsort in Deutschland liegen oder die Fluggesellschaft ihren Hauptsitz im Bundesgebiet hat. Denn nur dann kann man deutsches Recht geltend machen.

Airlines schrecken Kunden mit Bürokratie und Bearbeitungsgebühren ab

Allein zu wissen, dass Sie im Recht sind, hilft im Zweifelsfall leider nicht wirklich weiter. Von alleine zahlen die Airlines nämlich nichts und nachdem Sie sich beschwert haben, versuchen sie häufig mit sehr viel Bürokratie und „Bearbeitungsgebühren“ dem Fluggast das Leben schwer zu machen. Ein Urteil des Landgerichts Köln gab einem Kläger Recht, der sich von umständlichen Erstattungsformularen von Germanwings schikaniert fühlte. Das Berliner Kammergericht entschied in einem Fall 2014 außerdem, dass bei Stornierung von Flügen keine Bearbeitungsgebühren erhoben werden dürfen.

Nach deutschem Recht handelt es sich bei einem „Luftbeförderungsvertrag“, wie Juristen die Buchung eines Flugtickets bezeichnen, um einen Werkvertrag. Diesen können Sie jederzeit kündigen und müssen nur zahlen, wenn der Airline durch Ihr Fehlen Kosten entstanden sind. „Wenn die Airline nicht beweisen kann, dass sie den Flug nicht weiterverkaufen konnte, was sie oft zu noch teureren Preisen tut, dann können Sie sogar den vollen Flugpreis zurückverlangen“, so Fischer-Volk.

So bekommen Sie Ihr Geld zurück

Wichtig ist, dass Sie hartnäckig bleiben und sich nicht abschrecken lassen. Schreiben Sie einen Erstattungsantrag am besten per E-Mail und Brief und geben Sie Ihren Namen an, die Buchungs- und Flugnummer, Flug-Datum und -Zeit und die Summe der Gebühren, die Sie einfordern. Am besten nutzen Sie keine teuren Hotlines, sonst „vertelefonieren“ Sie am Ende womöglich mehr, als Sie später erstattet bekommen.

„Ratsam ist außerdem, dass Sie sich direkt an die Fluggesellschaft wenden und nicht an ein Reisebüro, bei dem Sie den Flug eventuell gebucht haben. Das ist nämlich nur ein Vermittler – Ihr Vertragspartner ist die Airline“, erklärt Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale.

Wenn die Antwort der Airline nicht zufriedenstellend ausfällt oder Sie gar keine Antwort erhalten, ist es sinnvoll, sich an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr zu wenden.  Hier finden Sie eine Liste der Fluggesellschaften, die bei der Schlichtung mitwirken – das Verfahren ist für Reisende kostenfrei.

Wenn sich die Fluggesellschaft trotzdem quer stellt, sind Sie mit einer Rechtsschutzversicherung, etwa von der Allianz, gut bedient. Die Stiftung Warentest rät, sich gerade bei teuren Flügen einen Anwalt zu nehmen.

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