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Kinderfreundlich, verspielt, energiegeladen

Familienhunde – was macht sie aus?

Allianz - Ein kleines Mädchen liegt mit ihrem Hund auf dem Bett.

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Der passende Hund für unsere Familie: Wie finden und richtig halten?

Er wäre der beste Freund Ihrer Kinder, ein treuer Gefährte und einfach ein perfektes Mitglied für Ihr Zuhause: ein familienfreundlicher Hund. Golden Retriever, Mops, Labrador, Französische Bulldogge, Dackel, Australian Shepherd und Co. - die Auswahl empfohlener Rassen und Charaktere ist groß. Wer blickt da schon noch durch, welcher Hund am besten in eine Familie passt? Wir geben Ihnen Tipps, was Familienhunde ausmacht, was Sie bei Ihrer Wahl beachten sollten und zeigen Ihnen fünf geeignete Kandidaten.

› Welche Charakterzüge sollten Familienhunde mitbringen?

› Welpe oder älterer Hund - wer passt besser in eine Familie?

› Wie integrieren wir den Hund in unsere Familie?

› Fünf Hunde, die gerne in Familien leben

Wenig Zeit? Das Wichtigste in 30 Sekunden

Allianz - Stoppuhr mit Allianz Logo im Hintergrund
  • Machen Sie sich zunächst klar, welche Bedürfnisse Ihre Familie hat und vor allem, wie aktiv sie ist, damit Sie Ihrem Hund im Alltag gerecht werden und anders herum.
  • Informieren Sie sich gut über die Charaktereigenschaften der für sie interessanten Hunderassen.
  • Sprechen Sie ausführlich mit den Betreuern über das Wesen des Hundes, wenn Sie ihn aus dem Tierheim aufnehmen wollen.

Welche Charakterzüge sollten Familienhunde mitbringen?

Allianz - Ein Mädchen hält im Garten seinen kleinen Welpen auf dem Arm.

Aktiv oder eher gelassen, verspielt oder doch lieber wachsam, in jedem Fall aber kinderlieb und folgsam – jede Familie hat ihre eigenen Vorstellungen vom „perfekt passenden Hund“. Die Vielzahl an geeigneten Hunderassen heutzutage bietet zum Glück viele Möglichkeiten.

Sollten Sie als Familie in Erwägung ziehen, sich einen Vierbeiner anzuschaffen, ist es wichtig, dass sie sich zunächst darüber im Klaren sind, welche Bedürfnisse und Alltagsvorstellungen Sie an ein Leben mit ihm haben. „Sind Sie reiselustig? Und machen Sie gerne Ausflüge oder Sport?“, sind laut Jörg Bartscherer, dem Geschäftsführer des Verbands für das deutsche Hundewesen (VDH), zentrale Fragen in der Entscheidung.

„Wenn Sie Ihre eigenen Bedürfnisse und Alltagsabläufe kennen, können Sie eine passende Rasse auswählen, deren Eigenschaften so weit wie möglich mit denen Ihrer Familie übereinstimmen”, so der Experte.

Es gibt keine perfekte "Familienrasse"

„So weit wie möglich“ verdeutlicht es bereits: Die eine perfekte „Familienrasse“ gibt es nicht. Zu unterschiedlich sind sowohl die verschiedenen Charakterzüge der Hunde als auch die familiären Ansprüche. So sei ein Jagdhund, der Wildschärfe hat, also schnell angreift und kräftig zubeißt, Bartscherer zufolge für die meisten Familien eher ungeeignet.

Auch zu viel Schutz- und Wachtrieb sowie Temperament beim Vierbeiner können den Familienfrieden ins Ungleichgewicht bringen. Vor allem im Umgang mit Kindern kann es bei Hunden mit niedriger Reizschwelle und Schmerzempfindlichkeit schnell heikel werden.

Empfehlenswert sind daher für viele Familien vor allem sanfte und gelassene Hunderassen, die von Haus aus ein ruhiges und geduldiges Gemüt mitbringen.

Eine angemessene Haltung ist am wichtigsten

Rassen, die man grundsätzlich meiden solle, gibt es laut dem VDH-Experten allerdings auch nicht. Andere Fachleute sind da strenger – sie raten zumindest vom Terrier als Familienhund ab, da dieser rassetypisch beuteorientiert ist und gerne zupackt. Dieser Wesenszug kann schon einmal kritisch werden, vor allem im Umgang mit kleinen Kindern.

Vorsicht sei auch geboten bei Rassen, die mittlerweile für starke Überzüchtung bekannt sind. Ihre genetisch bedingten Charaktereigenschaften sind häufig zum Negativen manipuliert.

Hundeexperten zufolge ist generell aber die angemessene Haltung das wichtigste: „Egal, was Sie für einen Hund haben: Wenn Sie ihn nicht richtig auslasten, wird das über kurz oder lang zu Problemen führen. Familien, die sich einen Hund anschaffen wollen, sollten sich daher unbedingt über die jeweiligen Eigenschaften informieren.”

Wichtig ist auch bei Familien, dass geklärt ist wer sich wann um den Hund kümmert. Denn nicht selten ist die Freude am Anfang groß, aber nach ein paar Monaten will keiner mehr mit dem Hund Gassi gehen. Ein Hund bedeutet immer auch Verantwortung.

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Welpe oder älterer Hund - wer passt besser in eine Familie?

Allianz - Ein kleiner Junge steht im Park, neben ihm sitzt ein ausgewachsener Hund und sieht ihn an.

Nehmen Sie einen Hund aus dem Tierheim auf, sollten Sie sich genauestens darüber informieren, ob das Tier bereits schlechte Erfahrungen mit Kindern oder allgemein im Umgang mit Menschen gesammelt hat.

Es ist möglich, dass er vorher von Kindern als Spielzeug benutzt wurde, das gerne mal beworfen oder geschlagen wurde. Nach solchen Erfahrungen ist es durchaus wahrscheinlich, dass der Vierbeiner unter einer Art Trauma leidet und sehr empfindlich auf Kinder reagieren wird.

Um ganz sicher zu gehen, ob der Hund mit Ihren Liebsten zurechtkommt und andersrum, können sie oftmals auch mit dem Tierheim vereinbaren, seine Familientauglichkeit zunächst unverbindlich zu testen. Dazu starten Sie mit ein paar ersten Spaziergängen, und nehmen ihn dann für ein paar Tage probeweise bei sich auf – immer mit der Option der Rückgabe, falls die Familien-Erweiterung nicht gelingt.

Ebenfalls empfehlenswert: Halten Sie Ausschau nach einem Hund in einer Pflegefamilie, die der Ihren sehr ähnlich ist. So kann sich der vierbeinige Schützling schneller eingliedern, und Sie können sich zudem hilfreiche Tipps vom bisherigen Halter holen.  

Die Alternative ist, sich bei einem Züchter nach einem geeigneten Familienhund umzusehen: Kaufen Sie dort einen Rassehund als Welpen, kann er bestimmte Eigenschaften bereits voraussagen, und Sie können somit nach Ihren Bedürfnissen auswählen. Eine Garantie auf Familientauglichkeit gibt es aber natürlich auch hier nicht – schließlich sind auch Hunde Individuen.

Wie integrieren wir den Hund in unsere Familie?

Allianz - Eine Familie mit Kind geht mit ihrem Hund auf einem Feld Gassi.

Der VDH-Geschäftsführer empfiehlt aus eigener Erfahrung, den Hund so viel wie möglich von Beginn an am Alltag teilhaben zu lassen. „Nehmen Sie ihn mit zum Fußballplatz zum Spiel Ihres Sohnes, in die Stadt zum Shoppen und zum Kaffeetrinken mit Freunden.“ Der Vierbeiner sollte so früh wie möglich bereits mit allem in Kontakt kommen, damit er keine Angst vor Alltagsdingen wie Zugfahren entwickelt.

Hundewelpen dürfen Sie allerdings nicht überlasten. Sie brauchen ausreichend Ruhe, Schlaf und Fressen. Das sollten Sie auch unbedingt Ihren Kindern erklären. Am einfachsten ist es wohl, geregelte Ruhezeiten für den neuen tierischen Freund festzulegen, an die sich auch die Kinder halten müssen.

So lernen sie, das Tier zu respektieren und zu verstehen, dass dies ein echtes Lebewesen ist. Das Hundekörbchen sollte in jedem Fall ausschließlich für den Vierbeiner da sein und ihm seinen ganz eigenen Rückzugsort bieten.

Bei der Frage, ab welchem Alter Kinder alleine mit dem Hund bleiben oder sogar spazieren gehen können, scheiden sich die Geister. Jörg Bartscherer meint: „Ein Elfjähriger ist weder körperlich noch geistig in der Lage, einen Hund zu führen. 14 ist auch noch ein kritisches Alter. Mit 16 Jahren haben die meisten Teenager aber bereits das nötige Verantwortungsbewusstsein.“

Wichtig ist auch im Vorhinein abzuklären, ob ein Familienmitglied eine Tierhaarallergie hat.  Wenn Allergiker Hunde im Haus halten und täglichem Kontakt ausgesetzt sind, kann das insbesondere bei Kindern schwere Folgen nach sich ziehen.

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