Die Fahrradregistrierung und -codierung schützen vor Diebstahl, indem sie die Identifizierung des Besitzers oder der Besitzerin erleichtern und den Weiterverkauf gestohlener Räder erschweren. Bei der Registrierung werden Fahrradmerkmale und persönliche Daten in einer Datenbank erfasst. Die Codierung bringt eine sichtbare Eigentümer-Identifikationsnummer (EIN) am Rahmen an, die Langfinger abschreckt. Falls das Rad gefunden wird, kann die Polizei es dem oder der Besitzer:in schnell zuordnen. Eine Registrierung ist in der Regel kostenlos, die Codierung kostet je nach Anbieter bis zu 20 Euro. Mit einer passenden Fahrradversicherung sichern Sie sich ab, falls Ihr Fahrrad dennoch gestohlen wird und es ersetzt werden muss.
Unterschied Fahrradcodierung und Fahrradregistrierung
Registrieren und Codieren eines Fahrrads sind beides wirksame, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen gegen Diebstahl. Es handelt sich um zwei Methoden, die vor Diebstahl schützen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, das Rad nach einem Diebstahl zurückzubekommen.
- Beim Codieren erhält Ihr Fahrrad einen eingravierten Code: die EIN. Durch das Codieren Ihres Zweirads erhöhen Sie den Diebstahlschutz zusätzlich: Der Code ist im Gegensatz zur Fahrrad-Rahmennummer einzigartig und erleichtert die Identifizierung des Bikes als Ihren Besitz. Das erschwert auch den Weiterverkauf nach einem Diebstahl – und kann so Diebinnen und Diebe abschrecken, das Rad überhaupt mitzunehmen.
- Beim Registrieren hinterlegen Sie Daten zu Ihrem Fahrrad gemeinsam mit Ihren persönlichen Daten in einer Datenbank, auf die die Polizei Zugriff hat. So lässt sich das Rad leichter als Ihr Eigentum identifizieren. Wird das registrierte Fahrrad nach einem Diebstahl wiedergefunden, stehen die Chancen gut, dass Sie es zurückbekommen. Das Fahrrad können Sie über die Rahmennummer oder, falls Sie es codiert haben, über Ihre EIN registrieren lassen.
Wie funktioniert die Fahrradcodierung?
Bei der Fahrradcodierung erhält Ihr Zweirad eine Rahmenprägung mit einer einzigartiger Nummer, der sogenannten "EIN" ("Eigentümer-Identifizierungs-Nummer"). Der EIN-Code setzt sich in der Regel aus Stadt- bzw. Landkreis, einem Straßenschlüssel, der Hausnummer sowie den Initialen des Besitzers und der Jahreszahl der Codierung zusammen. Manche Bundesländer nutzen andere Codierungsverfahren, da in manchen Orten nicht alle Straßen eine entsprechende Verschlüsselung erhalten.
Der EIN-Code wird per Nadelgravur oder als Aufkleber sichtbar an den Fahrradrahmen angebracht – meist knapp unterhalb des Sattels. Der Prozess dauert je nach Anbieter fünf bis 20 Minuten.
Welche Fahrräder können codiert werden?
Grundsätzlich lassen sich sämtliche Fahrradtypen, einschließlich Lastenfahrräder, E‑Bikes und Pedelecs, codieren. Modelle aus Titan oder Carbon können allerdings nicht graviert werden – diese werden stattdessen mit einem Etikett oder auch einer "Klebecodierung" versehen. Dabei kommt ein spezielles Sicherheitsetikett zum Einsatz, das sich nur mit hohem Aufwand entfernen lässt. Angebracht werden in der Regel zwei Stück: ein Etikett gut sichtbar in Sattelnähe, ein anderes etwas versteckt an einer anderen Stelle des Rahmens. Somit ist auch die Klebecodierung eine sichere Option.
Wer codiert Fahrräder?
Örtliche Polizeidienststellen oder Verkehrswachten organisieren übers Jahr meist mehrere Codieraktionen. Im Zuge des Codierens kann die Polizei das Rad auch gleich registrieren. Auch über Fahrradclubs, wie den ADFC, kann man Termine vereinbaren, um sein Fahrrad codieren zu lassen.
Welche Angaben benötige ich für die Codierung des Fahrrads?
Neben dem Fahrrad benötigen Sie folgende Unterlagen für die Codierung:
- Identitätsnachweis (z. B. Personalausweis)
- Eigentumsnachweis des Fahrrads (Kaufvertrag, Rechnung oder Quittung). Für günstigere Modelle (in der Regel bis zu einem Wert von 500 Euro) kann es Ausnahmen geben.
Wie viel kostet eine Fahrradcodierung?
Beim ADFC kostet das Codieren je nach regionaler Geschäftsstelle zwischen 10 und 20 Euro für Nichtmitglieder. Die Klebecodierung ist in der Regel günstiger als eine Rahmenprägung (Nadelcodierung). Mitglieder zahlen weniger, die Klebecodierung kann für ADFC-Mitglieder sogar gratis sein.
ADFC Essen: 20 Euro
ADFC Hamburg: 15 Euro
ADFC Berlin: 10 Euro
Stand: Februar 2025
Wie kann ich mein Fahrrad registrieren?
Eine Fahrradregistrierung bedeutet, dass wichtige Daten eines Fahrrads zusammen mit persönlichen Kontaktdaten des Besitzers oder der Besitzerin in einer Datenbank erfasst werden. Ziel ist es, das Fahrrad eindeutig dem Eigentümer zuzuordnen.
Hier können Sie Ihr Fahrrad registrieren lassen:
- Örtliche Polizeidienststelle
- Verkehrswacht (meist auch online)
- Fahrradhandel
- Fahrradclubs
- Online-Anbieter, wie fahrradpass.info
Welche Angaben benötige ich, um ein Fahrrad zu registrieren?
Je genauer Sie Ihr Fahrrad beim Registrieren beschreiben und je mehr Merkmale Sie hinterlegen, desto einfacher ist die Identifizierung. Lesen Sie die Rahmennummer immer vom Fahrradrahmen ab. Auf Rechnungen oder Kaufverträgen stimmt die Nummer manchmal nicht überein.
Folgende Angaben und Unterlagen benötigen Sie:
- Rahmennummer des Fahrrads, E-Bikes oder Pedelecs
- falls vorhanden: EIN-Registrierungscode
- Hersteller
- Modell
- Eigentumsnachweis (z. B. Kaufbeleg, Rechnung)
- Persönliche Daten (Name, Adresse, Kontaktdaten)
- Identitätsnachweis (z. B. Personalausweis)
- Bei der Online-Registrierung: E-Mail und Mobilfonnummer
- Optional: Fotos, zusätzliche Angaben wie besondere Merkmale, Gangschaltung oder Beschädigungen
Wie viel kostet die Registrierung?
Die Registrierung Ihres Fahrrads ist in der Regel kostenlos.
Welche Vorteile haben Registrierung und Codierung?
Das Registrieren und Codieren eines Fahrrads sind wirksame, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen gegen Diebstahl. Beide Methoden schützen aber nicht nur vor Diebstahl, sondern erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit, das Rad nach einem Diebstahl zurückzubekommen. Dabei bieten sie unterschiedliche Vorteile.
Vorteil der Fahrradregistrierung:
- Falls das Fahrrad nach einem Diebstahl wieder auftaucht, können Polizei oder Finder die Rahmennummer in der Datenbank abgleichen, in der das Fahrrad registriert ist. So können sie rechtmäßige Besitzer:innen schnell ermitteln.
Vorteile der Fahrradcodierung:
- Durch die Codierung lässt sich der oder die rechtmäßige:r Eigentümer:in anhand des Codes feststellen. Der EIN-Code ist im Gegensatz zur Rahmennummer eindeutig und dem oder der Besitzer:in zugeordnet.
- Zusätzlich wirkt die sichtbare Codierung abschreckend auf Diebe, da sich codierte Fahrräder schwerer weiterverkaufen lassen.
Fazit: Die beste Methode ist eine Kombination von Registrierung und Codierung. Die Registrierung hilft bei der Wiederbeschaffung, die Codierung macht Diebstahl von vornherein weniger attraktiver.
Registriertes und codiertes Fahrrad: Verkauf und Umzug
Möchten Sie Ihr registriertes und codiertes Fahrrad verkaufen, ist das mit einem Eigentumsnachweis möglich. Für den oder die Käufer:in sollten Sie einen Kaufvertrag erstellen, auf dem Sie die Codierungsnummer vermerken. Der oder die neue Eigentümer:in kann selbst entscheiden, ob er oder sie im Zuge der Registrierung den Code behält oder einen neuen anbringen lässt.
Auch bei einem Umzug können Sie die Codierung behalten. Zwar besteht der Code aus verschlüsselten Informationen zu Ihrer Wohnadresse, die Polizei kann aber über das Einwohnermeldeamt Ihre neue Adresse ausfindig machen.
Ist eine Codierung Voraussetzung für die Fahrradversicherung?
Bei der Allianz besteht für Ihr Fahrrad auch ohne Registrierung und Codierung voller Versicherungsschutz – sowohl über die Hausratversicherung, mit oder ohne den Zusatzbaustein Fahrradschutz, als auch über den Gegenstandsschutz.
Manche Versicherer setzen die Fahrradregistrierung und -codierung voraus, um Versicherungsschutz zu gewährleisten. Die meisten Anbieter erkennen die zusätzliche Schutzmaßnahme an und leisten im Schadenfall, wenn Sie die notwendigen Maßnahmen ergriffen haben, das Fahrrad zusätzlich zu sichern.
Die Fahrradregistrierung und -codierung ist unabhängig vom Versicherungsschutz dennoch eine sinnvolle Maßnahme, um Ihr Rad zusätzlich vor Diebstahl zu schützen und es im Fall der Fälle zurückzuerhalten. Wir von der Allianz empfehlen daher eine Registrierung oder Codierung Ihres Fahrrads.
Das leistet die Allianz Fahrradversicherung
Die Fahrradregistrierung und -codierung ist sinnvoll, um Ihr Zweirad vor Diebstahl zu schützen und nach einem Fund zuzuordnen. Bleibt es verschwunden, erhalten Sie von der Fahrradversicherung eine finanzielle Entschädigung – bis zur Höhe des Neuwerts. Die Registrierung und Codierung sind bei der Allianz keine Voraussetzung, um eine Versicherung abzuschließen.
- Bei der Allianz versichern Sie Ihr Fahrrad mit der Hausratversicherung oder dem Gegenstandsschutz.
- Die Hausratversicherung leistet in allen Tarifen bei Einbruchdiebstahl und Raub.
- Mit dem Zusatzbaustein "Fahrradschutz" erweitern Sie die Absicherung um einfachen Diebstahl. Damit ist Ihr Fahrrad auch geschützt, wenn Diebinnen oder Diebe trotz Sicherung durch ein Fahrradschloss auf offener Straße stehlen.
- Der Allianz Gegenstandsschutz, mit dem Sie jedes Ihrer Räder einzeln versichern können, deckt jede Art von Diebstahl ab und ist besonders bei hochwertigen E-Bikes oder Rennrädern sinnvoll.
Was tun, wenn das Fahrrad geklaut wurde?
Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen ist Ihr Fahrrad verschwunden? Dann sollten Sie den Diebstahl bei der Polizei anzeigen und anschließend Ihrer Versicherung melden.
Tipp: Hilfreich ist es, wenn Sie von Ihrem Fahrrad alle relevanten Daten (Rahmennummer, Codiernummer etc.) bereits in einem Fahrradpass notiert haben. Einen Fahrradpass gibt es beispielsweise im Faltblatt "Räder richtig sichern" unter polizei-beratung.de zum Download.
Anzeige bei der Polizei erstatten
Folgende Angaben werden in der Regel benötigt:
- Wo das Fahrrad abgestellt war
- Wie Sie es gesichert haben (z. B. Art des Schlosses)
- Ob das Fahrrad versichert ist
- Registrierungsdaten des Fahrrads:
- Wenn registriert: Registrierungsnummer
- Wenn codiert: Codiernummer
- Wenn beides: sowohl Registrierungs- als auch Codiernummer
Diebstahl der Versicherung melden
Folgende Unterlagen sollten Sie hierfür bereithalten:
- Anzeigennummer der Polizei
- Eigentumsnachweis (z. B. Kaufbeleg des Fahrrads)
- Registrierungsdaten des Fahrrads
- Nachweis der Sicherung (z. B. Fotos des aufgebrochenen Schlosses, Kaufbeleg des Fahrradschlosses)
Wir freuen uns, Ihnen weiterhelfen zu können, %agencyName%