Sicheres Fahrradschloss: So schützen Sie Ihr Rad vor Diebstahl
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Ob hochwertiges Bügelschloss, robustes Kettenschloss oder flexibles Faltschloss – ein gutes Fahrradschloss erschwert Langfingern das Stehlen erheblich oder verhindert es sogar. Hundertprozentig diebstahlsichere Fahrradschlösser gibt es allerdings nicht. Deshalb lohnt es sich, zusätzlich vorzusorgen: Mit dem Fahrradschutz bzw. der Fahrrad-Kasko als Zusatzbaustein zur Hausratversicherung sichern Sie Ihr Rad – egal, ob Citybike, Rennrad, E-Bike oder Lastenrad – bereits zu geringen Kosten umfangreich ab. Mit dem Allianz Gegenstandsschutz können Sie Ihre Fahrräder auch ohne Hausratversicherung gegen Diebstahl und Beschädigung versichern.
Welches Fahrradschloss schützt Ihr Rad am besten?
Ein gestohlenes Fahrrad ist mehr als ärgerlich – gerade bei hochwertigen E-Bikes oder Mountainbikes bedeutet es schnell einen Verlust von mehreren hundert bis tausend Euro. Ein gutes Fahrradschloss verlängert die Zeit, die Dieb:innen benötigen, und erhöht ihr Risiko, entdeckt zu werden. Die Fahrradversicherung sichert Sie ab, wenn Ihr Fahrrad, obwohl es angeschlossen war, geklaut wird. Hier ein Überblick der empfohlenen und sicheren Fahrradschlossmodelle:
Fahrrad richtig anschließen – so nutzen Sie Ihr Schloss optimal
Anschließen statt nur abschließen: Sperren Sie Ihr Fahrrad nie nur zwischen Sattel und Speiche ab – so kann es einfach weggetragen werden. Schließen Sie es immer an einem fest verankerten Gegenstand an, z. B. an einem Fahrradständer, Baum oder Laternenpfosten. Achten Sie darauf, dass das Rad nicht über den Gegenstand gehoben werden kann und keine Durchgänge blockiert.
Fahrrad-Diebstahlschutz: Weitere Maßnahmen über das Schloss hinaus
- Machen Sie Ihr Fahrrad zum Unikat: Ein individuell gestaltetes Rad – etwa mit auffälligen Farben oder Mustern – ist auf dem Schwarzmarkt schwer zu verkaufen und schreckt Dieb:innen ab. Je einzigartiger Ihr Fahrrad aussieht, desto unattraktiver wird es als Diebesgut.
- Codierung als zusätzliche Abschreckung: Der ADFC empfiehlt, Ihr Fahrrad mit einer Eigentümer-Identifizierungs-Nummer (EIN) codieren zu lassen. Diese Zahlen-Buchstaben-Kombination identifiziert Sie als Besitzer:in und erschwert den illegalen Weiterverkauf. Die Codierung erhalten Sie bei Fahrradgeschäften oder der Polizei – für ca. 15 Euro.
- GPS-Tracker: Ein am Rad versteckt montierter GPS-Tracker ermöglicht es, ein gestohlenes Fahrrad in Echtzeit zu orten. Per App sehen Sie jederzeit den Standort und werden bei unbefugter Bewegung sofort benachrichtigt. GPS-Tracker gibt es ab ca. 20 Euro – als SIM-basierte Variante mit präziser Ortung oder als günstigere Bluetooth-Lösung (z. B. AirTag). Viele E-Bikes haben GPS-Tracking bereits ab Werk integriert.
- Tipp: Gut sichtbare Warnaufkleber wie "GPS-gesichert" am Rahmen schrecken zusätzlich ab.
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Muss mein Fahrrad abgeschlossen sein, damit die Versicherung zahlt?
Ja. Sowohl bei der Allianz Hausratversicherung als auch beim Allianz Gegenstandsschutz gilt: Ihr Fahrrad muss zum Zeitpunkt des Diebstahls mit einem Schloss gesichert gewesen sein. Ohne Schloss – die Art des Schlosses ist nicht relevant – besteht kein Versicherungsschutz. Ein Fahrradschloss ist also nicht nur Diebstahlprävention, sondern auch Voraussetzung dafür, dass Sie im Falle eines Diebstahls, Ihre volle Entschädigung von der Versicherung erhalten.
Fahrraddiebstahl in Deutschland: Die Zahlen für 2025
Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden 2025 rund 214.300 Fahrräder gestohlen – ein Rückgang von etwa 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da viele Diebstähle nie angezeigt werden, liegt die tatsächliche Zahl vermutlich deutlich höher. Von den gemeldeten Fällen waren rund 115.000 Räder versichert. Das sind ungefähr 15.000 weniger als 2024.
Auffällig: Dieb:innen haben es zunehmend auf hochwertige Räder abgesehen. Der durchschnittliche Schadenwert pro gestohlenem Fahrrad erreichte 2025 mit 1.270 Euro einen neuen Höchststand – mehr als dreimal so viel wie noch 2005. Besonders im Fokus stehen E-Bikes, Rennräder und Mountainbikes, die sich auf dem Schwarzmarkt gewinnbringend weiterverkaufen lassen.
Setzt man die Diebstahlzahlen ins Verhältnis zur Einwohnerzahl, sind die Hotspots für Fahrraddiebstahl nicht etwa die Großstädte, sondern Göttingen, Münster und Magdeburg – gefolgt von Cottbus und Leipzig. Berlin, das in absoluten Zahlen die meisten Fälle verzeichnet, landet bei der Diebstahlhäufigkeit pro Kopf nur auf Platz 15.