Soll ich meinen Hund impfen lassen?

Impfung beim Hund

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Das Wichtigste zur Impfung beim Hund
  •  Viele Infektionskrankheiten können durch einen geeigneten Impfschutz deutlich minimiert bzw. verhindert werden.
  • Welpen haben in den ersten Lebensmonaten ein erhöhtes Infektionsrisiko, weshalb rechtzeitig eine Grundimmunisierung erfolgen sollte.
  • Es gibt Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin für alle Hunde empfohlen werden und Impfungen, deren Notwendigkeit individuell abzuklären ist.
  • Wer seinen Hund nicht impft, muss im Falle einer Erkrankung mit hohen Tierarztkosten rechnen.
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Die große Impffrage:
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Hund impfen lassen - ja oder nein?
Diskussionen über das Für und Wider von Impfungen gibt es nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Hunden. Dabei treffen Meinungen von strikten Impfgegnern auf die Aussagen von eingefleischten Befürwortern. Entsprechend unterschiedlich sind die Informationen, auf die man im Internet stößt. Bedenkt man, wie viele Infektionskrankheiten auf der Welt durch Impfungen eingedämmt werden konnten, erübrigt sich eigentlich die Frage, ob Impfungen grundsätzlich nützlich und notwendig sind. 
Berechtigt ist jedoch die Frage, welche Impfung in welchen Zeitabständen empfehlenswert ist. Einen guten Anhaltspunkt bietet die „Ständige Impfkommission Veterinärmedizin“ am Friedrich-Loeffler-Institut. Der Zusammenschluss von angesehenen Tiermedizinern bewertet den Einsatz von Impfstoffen in der Tiermedizin. Die Kommission spricht Empfehlungen zur Verwendung von Impfstoffen aus und berät die Bundesregierung. Viele Tierärzte orientieren sich an diesen Impfempfehlungen.
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Hundewelpen frühzeitig impfen

Welpen sind in den ersten Lebenswochen über Antikörper in der Muttermilch gegen die verschiedensten Krankheitserreger geschützt. Mit der Zeit verliert sich dieser Schutz jedoch. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet), in der 8. Lebenswoche mit der Grundimmunisierung der Welpen zu beginnen. Problem ist, dass auf der einen Seite der natürliche Schutz langsam zu schwinden beginnt, auf der anderen Seite die noch vorhandenen Antikörper verhindern, dass ein einwandfreier neuer Impfschutz aufgebaut werden kann. Problematisch ist zudem, dass dieser Übergangsprozess nicht bei jedem Welpen exakt zur selben Zeit stattfindet. Daher rät die Kommission zu einer weiteren Impfung in der 12. und 16. Lebenswoche. Das mag manchem Hundehalter überzogen erscheinen, jedoch ist eine sicher gestellte Grundimmunisierung nach Meinung vieler Tierärzte der wichtigste Punkt zum Schutz vor Infektionskrankheiten. Mit einer weiteren Impfung im 15. Lebensmonat ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. 

Handelt es sich um einen erwachsenen oder auch schon alten Hund, der bislang keine Impfung erhalten hat, hängt es vom jeweiligen Impfstoff ab, ob eine Grundimmunisierung notwendig ist. Grundsätzlich gilt, dass bei Verwendung von Lebendimpfstoffen (z.B. gegen Parvovirose) eine einmalige Impfung ausreichend ist. Werden dagegen inaktive Impfstoffe eingesetzt (z.B. gegen Leptospirose), muss der Hund zweimal im Abstand von zirka 4 Wochen geimpft werden.

Bevor es zum Tierarzt geht
Ob Welpe oder bereits erwachsener Hund – um den bestmöglichen Impfschutz zu erhalten, muss das Tier gesund und frei von Parasiten sein. Bei einem geschwächtes Immunsystem erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Impfschutz nicht optimal aufgebaut wird. Informieren Sie daher Ihren Tierarzt, falls eine Impfung ansteht und der Hund sich nicht wohl zu fühlen scheint.
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Auffrischung
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Neben unterschiedlichen Ansichten über Sinn und Unsinn mancher Schutzimpfung, gibt es vor allem auch bezüglich Impfauffrischungen immer wieder Diskussionen. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen ist es verständlich, dass kein Hundehalter sein Tier mehr als notwendig impfen lassen möchte. Doch sollte man immer im Hinterkopf behalten, welche Risiken für den Hund und welche finanziellen Belastungen auf einen zukommen können, wenn eine der oben genannten Krankheiten ausbricht. Einigkeit herrscht darüber, dass es für eine erfolgversprechende Grundimmunisierung wichtig ist, Welpen ausreichend oft hintereinander zu impfen. Im Anschluss daran sind in regelmäßigen Abständen Wiederholungsimpfungen durchzuführen. Abhängig sind diese unter anderem vom jeweiligen Impfstoff und der Krankheit. Eine jährliche Wiederholungsimpfung empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin nur noch für Leptospirose. Bei Parvovirose, Staupe, HCC und Tollwut wird ein Zeitraum von drei Jahren angegeben.

Wer impfkritisch ist oder einen Hund zuhause hat, der eine Impfung schlecht vertragen hat, kann nach der Grundimmunisierung zu den jeweils vorgesehenen Impfintervallen einen Titertest durchführen lassen. Er zeigt an, ob der Hund noch genügend Antikörper besitzt und auf eine Wiederholungsimpfung vorläufig verzichtet werden kann. Dadurch ist es möglich, die Impfintervalle zu vergrößern.

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Risikofaktor
Nebenwirkungen treten bei modernen Impfstoffen sehr selten auf, sind jedoch bei keiner Impfung auszuschließen. Bemerkbar machen sie sich zum Beispiel durch Abgeschlagenheit, Fressunlust oder leichtes Fieber. Solche Symptome können sich nach ein paar Stunden für zirka ein bis drei Tage zeigen und vergehen ganz von selbst. Nicht unüblich ist auch eine kleine Schwellung an der Impfstelle, die unter Umständen mehrere Wochen lang zu beobachten ist. Ebenso kann es zu abgeschwächten Symptomen der jeweiligen Krankheit kommen. Auch eine Überempfindlichkeit des Immunsystems, die einen anaphylaktischen Schock zur Folge haben kann, ist nicht auszuschließen. Dazu kann es bereits wenige Minuten oder auch erst Stunden nach einer vorgenommenen Impfung kommen. Er macht sich häufig durch Erbrechen, Durchfall und Atemprobleme bemerkbar und muss sofort behandelt werden. Möglicherweise sind dafür bestimmte Zusatzstoffe in den Impfstoffen verantwortlich. Unter Verdacht stehen auch die üblicherweise durchgeführten Mehrfachimpfungen. In solchen Fällen sollte zukünftig auf Kombinationsimpfstoffe verzichtet werden. Zudem kann ein Wechsel des Impfstoffherstellers hilfreich sein.
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Interview mit Tierärztin Frau Gentzen
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Wieviel kostet die Grundimmunisierung eines Hundes?

Laut Gebührenordnung für Tierärzte gehört zur Abrechnung einer Impfung nicht nur die Durchführung, sondern auch eine allgemeine Untersuchung des Hundes. Dazu kommen noch die Kosten des Impfstoffes und der Verbrauchsmaterialien.

Eine Kombi-Impfung gegen die gängigen impfbaren Hunde-Infektionskrankheiten kostet ca. 50-70 Euro. Da bei einer Grundimmunisierung aber mehrmals im Abstand von einigen Wochen geimpft werden muss, sind die Kosten im ersten Jahr entsprechend höher.

Was kostet eine Impfauffrischung?

In den Folgejahren kommt es dann auf den Impfstoff an, da es je nach Hersteller und Komponenten unterschiedliche Impfintervalle gibt.

Was kostet die Behandlung einer Parvovirose?

Die Parvovirose ist eine hochansteckende Viruserkrankungen, die vor allem junge und geschwächte Tiere befällt. Die häufigsten Verlaufsfälle zeichnen sich durch massive Entzündungen des Darms aus. Es kommt zu blutigem Durchfall, Fieber, Apathie und Fressunlust. Eine Therapie sollte in einer Tierklinik oder größeren Praxis stattfinden, da nur dort eine ausreichende Quarantäne und dauerhafte Versorgung gewährleistet werden kann. Ein Medikament direkt gegen Parvovirose gibt es nicht – es kann nur symptomatisch behandelt und weiteren Infektionen vorgebeugt werden.

Die Therapie ist sehr zeitintensiv und langwierig. Dementsprechend sind die Behandlungskosten sehr hoch. Eine Impfung gegen Parvovirose kann eine Infektion verhindern oder eine Erkrankung zumindest abmildern.

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Auffrischung
Aufgrund möglicher Nebenwirkungen ist es verständlich, dass kein Katzenhalter sein Tier mehr als notwendig impfen lassen möchte. Für eine erfolgversprechende Grundimmunisierung ist es jedoch wichtig, die Kitten ausreichend oft zu impfen. Im Anschluss daran sind in regelmäßigen Abständen Wiederholungsimpfungen durchzuführen. Abhängig sind diese unter anderem vom jeweiligen Impfstoff und der Krankheit. Bei Tollwut kann ein Intervall von zwei bis drei Jahren genügen, jedoch ist bei Reisen ins Ausland zu beachten, ob dort strengere Vorgaben gelten. 
Bei der Katzenseuche rät die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin zu einer Wiederholungsimpfung im Abstand von drei Jahren, bei Katzenschnupfen alle ein bis drei Jahre. Dann lässt der Impfschutz üblicherweise nach. Er kann aber auch durchaus noch ausreichend sein, was sich mit Hilfe eines Impftitertests relativ zuverlässig herausfinden lässt. Ist der Schutz noch vorhanden, kann die Impfung auf die nächste jährliche Titerkontrolle verschoben werden. 
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Die passende Versicherung
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