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Ein kleiner Mops bekommt eine Physiotherapie im Schwimmbecken und balanciert auf Schwimmatten
Hilfe bei Problemen mit dem Bewegungsapparat

Physiotherapie für Hunde

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Bei der Physiotherapie handelt es sich um die moderne Form der Krankengymnastik. Sie hat sich zu einer etablierten Heilmethode bei Bewegungsproblemen entwickelt.
  • Physiotherapie kommt vor allem bei Skeletterkrankungen, Muskelerkrankungen und als begleitende Behandlung nach Operationen zum Einsatz.
  • Die Therapie beim Hund unterteilt sich in einen aktiven Part, der aus Bewegungsübungen besteht und einen passiven Teil, zum Beispiel mit Kälte- oder Wärmebehandlungen oder Massagen.
  • Das Behandlungsziel ist eine Wiederherstellung der Beweglichkeit, Schmerzlinderung, Aufbau der Muskulatur und Optimierung von Heilungsprozessen.
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Natürliche Unterstützung bei Bewegungs­einschränkungen
Die Physiotherapie ist eine gängige Behandlungsform, die bei einer Vielzahl von Erkrankungen des Skeletts und der Muskulatur angewendet wird. 

Entstanden ist die Physiotherapie aus der Krankengymnastik, die heute nur noch einen Teilbereich der modernen Physiotherapie darstellt. Darüber hinaus zählen dazu unter anderem Massagen, Wärme- und Kältebehandlungen, Elektro- und Magnetfeldtherapie, sowie Laufbandtraining und Koordinationsübungen. Diese Anwendungen gibt es nicht nur für Menschen, sondern sie werden immer häufiger auch bei Hunden erfolgreich durchgeführt. 

Eine Unterteilung findet bezüglich aktiver und passiver Physiotherapie statt. Bei der aktiven arbeitet der Hund selbst mit, indem er beispielsweise auf einem Unterwasserlaufband geht oder spezielle Übungen machen darf. Beim passiven Part liegt er am Boden oder auf einem Behandlungstisch und erhält eine speziell auf seine Bedürfnisse abgestimmte Therapie, zum Beispiel eine Massage. Diese individuelle Therapie soll möglichst sanft und schmerzfrei erfolgen.

Optimal abgesichert
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Abrechnung
Es gibt bislang keine staatlich anerkannte Ausbildung zum Hunde-Physiotherapeuten bzw. zum Tier-Physiotherapeuten. Wer kein Tierarzt ist, kann die Preise nach eigenem Ermessen festlegen.
Da die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, empfiehlt es sich, den Werdegang des jeweiligen Therapeuten zu begutachten. Häufig handelt es sich um Tierärzte oder Tierarzthelferinnen, die eine Zusatzausbildung absolviert haben. Es kann sich jedoch auch um einen engagierten Tierliebhaber handeln, der ein Fernstudium zum Hundemasseur gemacht hat. Dementsprechend unterschiedlich kann das Honorar ausfallen. Die Kosten für eine Einheit von 30 bis 60 Minuten liegen grob zwischen 25 und 50 Euro. Möglicherweise gibt es einen Pauschalpreis oder Rabatte bei einer gewissen Anzahl von Stunden.

Ist der Therapeut gleichzeitig Tierarzt, rechnet er entsprechend der Gebührenordnung für Tierärzte ab. Für eine Erstbehandlung von gut einer Stunde muss mit etwa 80 bis 90 Euro gerechnet werden. Die weiteren Kosten hängen vom jeweiligen Zeitaufwand und der speziellen Therapieformen ab. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, um eine Übersicht der finanziellen Aufwendungen zu bekommen.
Hundekrankenversicherung

Die Allianz Hundekrankenversicherung übernimmt die Kosten für die Physiotherapie, wenn sie ärztlich angeordnet wurde: zum Beispiel zum Aufbau der Muskulatur nach einer OP oder zum Erhalt der Beweglichkeit bei Arthrose.

Die Allianz übernimmt bis zu 500 Euro pro Jahr für therapeutische Maßnahmen wie Training auf dem Unterwasserlauf, Lymphdrainage oder Massagen für Ihren Hund. 

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Anwendungsbeispiele
 
Die meisten Erkrankungen betreffen Gelenke, Knochen und Muskeln. Ausschlaggebend hierfür können Alterserscheinungen, ein Unfall oder eine Krankheit sein. Häufig leidet der Hund an Schmerzen oder ist zumindest bereits in seinem Bewegungsablauf beeinträchtigt. Eine Physiotherapie kann sowohl für einen Genesungsprozess als auch prophylaktisch hilfreich sein. Anwendung findet die Hundephysiotherapie unter anderem in folgenden Situationen:
Arthrose der Gelenke und der Wirbelsäule, Ellbogen- und Hüftgelenksdysplasie, Schulterprobleme, Wirbelsäulenerkrankung
Erhöhter Muskelabbau, Muskelriss, Sehnenerkrankungen, schmerzhafte Verspannungen, Muskelverkürzung
Kreuzbandriss, Patellaluxation, Knochenbruch, künstliches Hüftgelenk, Meniskusschaden
Lähmungen, Traumata, Spondylose, Schädigung des Nervensystems, Bandscheibenvorfall, Cauda-equina-Syndrom, Probleme mit der Koordination
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Beobachtungen im Alltag
Leider machen es Hunde dem Besitzer nicht immer einfach, eine Erkrankung zu erkennen, denn sie wollen keine Schwäche zeigen. Es gilt daher, den Hund im Bewegungsablauf zu beobachten und mögliche Schmerzzustände frühzeitig zu erkennen.

Zumeist wird ein Hund von einer Tierarztpraxis bzw. Klinik überwiesen, wenn diese eine Physiotherapie in der Nachbehandlung bzw. zur Begleitung einer Erkrankung als sinnvoll erachten. Es ist jedoch auch möglich, einen Hundephysiotherapeuten direkt zu konsultieren. Sinnvoll kann dies zum Beispiel bei Hunderassen sein, die bekannt sind für Gelenkserkrankungen.

Die Physiotherapie hilft nicht nur bei akuten Problemen, sondern kann auch zur Prävention eingesetzt werden. In den meisten Fällen wird ein Hundephysiotherapeut jedoch konsultiert, wenn eine akute Erkrankung vorliegt. Dabei spielt der Hundehalter eine wichtige Rolle. Wenn Sie merken, dass Ihr Hund Schmerzen hat, sollten Sie das Tier deshalb so schnell wie möglich vom Tierarzt untersuchen lassen.

Anzeichen von Schmerzen beim Hund:

  • Gekrümmter Rücken
  • Probleme beim Aufstehen, Treppensteigen
  • Allgemeine Bewegungsunlust
  • Seitlicher Gang
  • Ungleich abgenutzte Krallen
  • Plötzliches Winseln
  • Koordinationsschwierigkeiten
  • Leistungsabfall bei sportlicher Betätigung
  • Häufiges Strecken
  • Aufjaulen bei bestimmten Berührungen
  • Ungewöhnliche Verhaltensänderungen
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Behandlungsvorbereitung
Wenn Sie bei Ihrem Hund eine Erkrankung vermuten, sollten Sie als erstes einen Tierarzt konsultieren. Denn Tierarzt und Hundetherapeut sollten eng zusammenarbeiten.
 

Lassen Sie am besten in jedem Fall einen Tierarzt zuerst eine Diagnose stellen. Denn nur selten stellt sich heraus, dass der Hund ohne weitere Behandlung direkt an einen Physiotherapeuten überwiesen werden kann. Möglicherweise ist eine Operation oder sofortige Schmerzbehandlung notwendig, bevor eine Therapie beginnen sollte.

Wie diese Therapie auszusehen hat, dazu stimmen sich Tierarzt und Therapeut optimaler Weise ab. Nichtsdestotrotz wird sich der Hundephysiologe den Hund bei seinem ersten Besuch erst einmal genau ansehen. Je nach Befund wird er seinen Patienten im Stand wie auch in der Bewegung begutachten. Darüber hinaus findet eine äußere Untersuchung des Körpers statt.

Dabei kann ein tierärztlicher Befund bestätigt werden, es kann aber unter Umständen auch zu neuen Erkenntnissen kommen. Hierbei hilfreich sind auch weitere Informationen, die der Hundehalter möglicherweise liefern kann. So kann ein ausführliches Gespräch zu weiteren Erkenntnissen führen, die den Ablauf der Therapie beeinflussen.

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Behandlungsformen

Die meisten Patienten eines Physiotherapeuten sind alte Hunde, chronisch kranke Tiere und Hunde, die eine Operation hinter sich haben. In der Praxis unterscheidet man zwischen aktiver und passiver Physiotherapie.

Je nach Krankheitsbefund des Hundes ist das Ziel einer physiotherapeutischen Behandlung eine Schmerzlinderung, Muskelaufbau, Wiederherstellung der Beweglichkeit, Verbesserung des Heilungsprozesses oder ein Hinauszögern bestimmter Alterungsprozesse. Um dies zu erreichen, bietet die Physiotherapie zahlreiche Möglichkeiten:

Durch gezielte Bewegungen und Muskelaufbau ist es möglich, Hunden ihre Beweglichkeit zurückzugeben. Ein wichtiges Hilfsmittel kann hierbei ein Unterwasserlaufband darstellen. Viele Hunde scheuen bei Schmerzen das Auftreten. Dadurch wird ein Bein zwar entlastet, jedoch kommt es dadurch zu einem Muskelschwund und die inaktiven Gelenke werden „nicht geschmiert“. Im Wasser wird der Körper entlastet, wodurch die Hunde zu einer natürlichen Bewegung wesentlich eher bereit sind. Ebenso wie beim Schwimmen kann so eine Regeneration in Gang gesetzt werden.

Weitere Hilfsmittel, die ein Hundephysiotherapeut regelmäßig einsetzt, sind unter anderem Sitzbälle, Slalomstangen, kleine Hürden, Wackelbretter, Trampoline und Schaumstoffblöcke. Je nach Vorfall dienen sie dazu, bestimmte Koordinations- oder Beweglichkeitsübungen umzusetzen. Da es in den meisten Fällen nicht genügt, wenn der Hund diese lediglich in den Therapiestunden umsetzt, zeigt der Physiotherapeut dem Hundehalter Übungen für Zuhause. Sie können für den Heilungsprozess von entscheidender Bedeutung sein.

Die meisten waren schon einmal beim Physiotherapeuten und wissen, dass es dort eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten gibt. Nicht anders ist die Situation bei Hunden. Hier gibt es ebenso Massagen, Dehnungsübungen und Fangopackungen. Darüber hinaus Kälteanwendungen bei Prellungen und Verstauchungen oder Wärmebehandlungen zur Entspannung und Förderung der Durchblutung. Hierzu beitragen kann auch eine Magnetfeldtherapie, die manche Therapeuten anbieten. Außerdem kann im Zuge einer Behandlung eine Elektro-, Ultraschall- oder Lasertherapie durchgeführt werden. Nicht immer führt die zuerst gewählte Methode zum erwünschten Erfolg, während eine andere möglicherweise zu einer Verbesserung führt. Die Dauer einer Behandlung ist daher nicht leicht vorherzusehen und hängt unter anderem von der Bereitschaft des Hundes ab. Manche brauchen nur ein paar Stunden, bei anderen kann sich die Therapie über Monate hinziehen.
Hund liegt mitten in Watte auf dem Boden
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