So schützen Sie sich und Ihre Familie

Zeckenschutz: Sicher durch die Zeckensaison

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Zecken sind in Deutschland weit verbreitet
  • In Deutschland ist von April bis Oktober Zeckensaison. Denn das warme Wetter lockt nicht nur uns Menschen ins Freie, sondern auch die blutsaugenden Spinnentiere: Zecken.
  • Zecken sind in ganz Deutschland weit verbreitet und finden sich in fast allen Gärten.
  • Sie können gefährliche Krankheiten übertragen. Stellen Sie also einen ausreichenden Zeckenschutz für sich und Ihre Familie sicher. Tragen Sie bei Spaziergängen im Wald oder bei der Gartenarbeit am besten lange, helle Kleidung.
  • Wenn Sie Haustiere haben, sollten Sie diese regelmäßig kontrollieren und ebenfalls mit einem Zeckenschutzmittel behandeln.
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Verbreitung

Endlich Sommer, endlich im Garten sitzen und die Sonne genießen. Die warmen Temperaturen locken aber leider nicht nur uns nach draußen, sondern auch blutsaugende Parasiten. Wer glaubt, dass Zecken nur auf Weiden und in Wäldern lauern, der hat sich getäuscht. Eine Studie der Universität Hohenheim belegt, dass die kleinen Blutsauger auch im gepflegtesten Garten zu finden sind. Wir sagen Ihnen, wie Sie sich schützen.

Die Parasitologin Ute Mackenstedt und ihr Wissenschaftler-Team suchten in rund 60 Gärten nach Zecken und testeten diese auf Krankheitserreger. „Was uns überraschte: In allen Gärten konnten wir Zecken finden. Manchmal ist auch nur ein einzelner Busch betroffen. Dafür sind aber selbst Gärten betroffen, die sehr gepflegt und mehrere 100 Meter vom Wald entfernt sind“, so die Wissenschaftlerin zu den Ergebnissen.

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Ansteckungsgefahr
Allianz - Ein Junge bekommt eine Zeckenschutz-Impfung gegen FSME

1. FSME

Warum sollten Sie für sich und Ihre Familienmitglieder mit einem Zeckenschutz vorbeugen? Sie übertragen die verschiedensten Erreger, die zu schweren Krankheiten führen. Unter ihnen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die häufig zu Hirnhaut- oder Gehirnentzündung führt und mitunter tödlich enden kann. Der einzig zuverlässige Schutz gegen eine Erkrankung bietet eine Impfung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Personen, die in Risikogebieten wohnen, eine FSME-Schutzimpfung. Zur Grundimmunisierung sind drei Impfungen nötig, die im Abstand von drei bis zwölf Monaten gegeben werden. Danach sollte man je nach Alter alle drei bis fünf Jahre den Zeckenschutz auffrischen lassen. Wenn Sie in einem Risikogebiet wohnen, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, der die Impfung ganzjährig durchführen kann.

Sowohl bei Personen mit Wohnort in Risikogebieten, als auch bei einer Reise in ein solches, übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für die Impfung. Am häufigsten kommt es zur Infektion in Bayern und Baden-Württemberg. Auf  dieser Zeckengebiete-Karte können Sie prüfen, ob Ihr Ort von der FSME-Verbreitung betroffen ist.

Allianz - Die typische Hautveränderung bei der von Zecken übertragenen Borreliose

2. Borreliose

Zecken übertragen auch die spiralförmigen Bakterien, die zu einer Borreliose-Erkrankung führen können. Diese greifen das Nervensystem, Gewebe und die Organe an. Jährlich erkranken laut Schätzungen vom Zecken Infoportal zehntausend Menschen in Deutschland an der Borreliose, für die es bislang keine Impfung gibt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie bei einem Zeckenbiss die Einstichstelle gut beobachten und bei einer kreisförmigen, großflächigen Rötung, Wanderröte genannt, einen Arzt aufsuchen.

Achtung: Die kreisförmigen Rötungen treten nicht zwingend auf und nicht nur an der Bissstelle. Andere Symptome sind Fieber, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen. Suchen Sie also am besten mindestens einen Monat lang nach einem Zeckenbiss Ihren Körper auf Hautveränderungen ab. Denn wenn Sie die Borreliose früh genug erkennen, lässt sie sich gut mit Antibiotika behandeln. Zu späterem Zeitpunkt kann es zu Gesichtslähmungen, Hirnhaut- oder Gelenkentzündungen oder Herzproblemen kommen.

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Vorsichtsmaßnahmen
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Es ist ratsam, seinen Garten so zu gestalten, dass er möglichst unattraktiv für Zecken ist: also möglichst feuchte Stellen vermeiden, den Rasen regelmäßig mähen und Falllaub entfernen. Diese sicherlich guten Vorbeugungs-Strategien sind jedoch leider keine Garantie für eine zeckenfreie Zone, wie die Studienergebnisse zeigen. 

Der Grund für die weite Verbreitung der Blutsauger sind vermutlich Wild- und Haustiere, die die Parasiten auch über weite Strecken transportieren. Die von den Forschern gefundenen Zeckenarten werden hauptsächlich von Vögeln, Rehen und Füchsen verbreitet. Aber auch Ihre Haustiere sollten Sie nicht außer Acht lassen, wenn es um Zeckenschutz geht: Behandeln Sie Ihren Hund oder Ihre Katze ganzjährig mit Zeckenschutzmitteln. Das schützt nicht nur die Tiere selbst. Es verhindert auch, so das Robert Koch-Institut, dass sich die Zeckenweibchen vollsaugen und sich vermehren.

Für Hunde gibt es auch eine Impfung gegen Borreliose. Sollten Sie mit Ihrem Hund also in einem Risikogebiet wohnen, können Sie Ihren Welpen ab einem Alter von zwölf Wochen impfen lassen. Zur Grundimmunisierung gehören zwei Impfungen im Abstand von drei bis fünf Wochen. Danach sollte man jährlich auffrischen. Untersuchen Sie Ihren Hund sofort nach einem Spaziergang und entfernen Sie Zecken sobald wie möglich. So verringern Sie das Infektionsrisiko.

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Richtig schützen
  1. Tragen Sie im Garten lange Hosen und Shirts mit langen Ärmeln in hellen Farben. So haben die Zecken keine Chance eine freie Hautstelle zu finden und auf der hellen Kleidung können Sie krabbelnde Tiere besser erkennen.
  2. Zusätzlich sollten Sie die lange Hose in die Socken stecken, damit die Tierchen nicht am Knöchel hochkrabbeln.
  3. Im Wald nutzen Sie am besten nur die vorhandenen Wege und laufen nicht querfeldein in die Gräser und Büsche, auf denen die Zecken lauern. Wenn Sie doch einmal abseits spazieren möchten, raten wir zum Tragen von Gummistiefeln.
  4. Viele Anti-Mücken-Sprays sind auch als Zeckenschutz wirksam. Achten Sie hier besonders auf verträgliche Inhaltsstoffe. Wenn das Mittel nicht abfärbt, dann sollten Sie es auch großflächig auf Ihrer Kleidung verteilen.
  5. Nach dem Aufenthalt im Freien sollten Sie Ihren Körper sehr sorgfältig kontrollieren. Zecken stechen nämlich nicht sofort zu, sondern laufen zunächst umher und suchen nach einer geeigneten Stelle. Viele Menschen vergessen beim Absuchen Hautfalten wie die in der Kniekehle oder die Kopfhaut.
  6. Das Robert Koch-Institut rät auch zu einer zusätzlichen Dusche: Diese kann natürlich keine Zecke entfernen, die bereits zugestochen hat, aber herumlaufende Tierchen könnten vom Wasser abgewaschen werden.
  7. Getragene Kleidung sollten Sie sofort bei mindestens 60 Grad waschen, denn erst bei höheren Temperaturen sterben Zecken ab.
  8. Haben Sie für die optimale Zeckenentfernung am besten auch unterwegs immer eine Zeckenzange (bekommen Sie bei der Apotheke), Desinfektionsmittel und Pflaster dabei. Wenn Sie eine Zecke entfernen, ist es wichtig, dass Sie diese möglichst hautnah greifen und langsam herausziehen. Die Zecke sollte dabei nicht gedreht oder gequetscht werden.

Achten Sie besonders bei kleinen Kindern auf die Schutzmaßnahmen gegen Zecken. Leider kann es trotz größter Vorsicht immer zu Zeckenstichen kommen – behalten Sie steht die Einstichstelle im Auge und kontaktieren Sie einen Arzt. Bei der Allianz Unfallversicherung sind Infektionen infolge eines Zeckenstiches übrigens mitversichert

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Der richtige Versicherungsschutz
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