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Lebensretter in der Wohnung

Rauchmelder – Kleines Gerät mit großem Nutzen

Allianz - Rauchmelder im weißen Wohnzimmer

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Rauchmelder – Die Themen im Überblick

Rauchmelder – Das Wichtigste in 30 Sekunden

Allianz - Stoppuhr vor Allianz Logo

Rauchmelder alarmieren die Bewohner einer Wohnung oder eines Hauses schon lange, bevor es brenzlig wird – nämlich bereits bei der ersten Rauchentwicklung.

  • Rauchmelderpflicht: In Neubauten ist der Einbau von Rauchmeldern in allen Bundesländern Pflicht. Verantwortlich für die Installation ist der Eigentümer der Wohnung oder des Hauses.
  • Auf Qualität setzen: In Deutschland dürfen nur Rauchmelder verkauft werden, die der DIN-Norm EN 14604 entsprechen. Noch höhere Qualitätsstandards hinsichtlich Batterielaufzeit und Zuverlässigkeit erfüllen Geräte mit dem „Q“-Siegel.
  • Regelmäßige Wartung: Rauchmelder müssen einmal im Jahr einer Funktionsprüfung unterzogen werden. Wenn nicht anders vereinbart, führt der Mieter diese durch. Anweisungen dazu findet er in der Bedienungsanleitung des Rauchmelders.
  • Besonders wichtig: Ein Brandmelder alarmiert nicht automatisch die Feuerwehr!

Rauchmelder retten Leben

Lebensretter –
Nicht nur im Kinderzimmer

Hier wird die Horrorvorstellung jeder Familie und der Feuerwehr Realität: ein Brand im Kinderzimmer. Das Video "Rauchmelder retten Leben", einer Kampagne des Forums Brandrauchprävention e.V., dem zahlreiche Dachverbände, Unternehmen und Dienstleister angehören.

Der Film macht deutlich: Dass bei diesem Unglück niemand zu Schaden kommt, hat die Familie ihrem Lebensretter zu verdanken, dem vorsorglich installierten Feuermelder.

Rauchmelderpflicht – So ist die Rechtslage in Deutschland

Rauchmelder warnen bereits vor einem Brand, bevor dieser richtig ausbricht. Schon bei geringer Rauchentwicklung alarmiert der Brandmelder Bewohner und Nachbarn der betroffenen Wohnung oder des Hauses mit einem lauten, durchdringenden Signalton.

In nahezu allen Bundesländern ist der Einbau von Rauchmeldern in Neu- und Umbauten bereits jetzt schon Pflicht. Einzige Ausnahme: In Berlin tritt die Rauchmelderpflicht erst am 1. Januar 2017 in Kraft. Die meisten Bundesländer haben die Rauchmelderpflicht auch auf Bestandsgebäude ausgedehnt oder führen diese in Kürze ein. Vorgeschrieben ist der Einbau eines Rauchmelders gewöhnlich in allen Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Fluchtweg dienen. Informieren Sie sich hier über die Rechtslage in den einzelnen Bundesländern.

Die Verantwortlichkeiten für Einbau und Wartung sind in allen Bundesländern ähnlich geregelt: Für die Installation der Rauchmelder ist der Eigentümer der Wohnung oder des Gebäudes zuständig. Mieter oder Pächter sind für die Betriebsbereitschaft verantwortlich, sie müssen also beispielsweise die Batterien auswechseln und die regelmäßige Funktionsprüfung vornehmen ­– es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Aufgaben ausdrücklich selbst.

Allianz - Deutschlandkarte mit Paragraphen Icon – So sieht die Rechtslage zur Rauchmelderpflicht in Deutschland aus

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

In Wohn- und Schlafräumen kommen optische Rauchmelder zum Einsatz. Vereinfacht ausgedrückt, funktionieren diese folgendermaßen: Im Inneren sendet eine kleine Lichtquelle in kurzen zeitlichen Abständen ein Lichtsignal. Enthält die Raumluft Rauchpartikel, lenken diese die Lichtimpulse auf einen speziell platzierten Sensor, der einen Alarm auslöst.

In der Küche oder im Badezimmer funktioniert diese Methode nicht, denn der dort auftretende Dampf würde zu viele Fehlalarme auslösen. Deswegen werden in solchen Räumen Hitze- oder Wärmemelder verwendet. Diese messen schlicht die Raumtemperatur und lösen einen Alarm aus, wenn ein bestimmter Grenzwert überschritten wird – üblicherweise bei etwa 60 Grad. Wärmemelder mit sogenannter Thermodifferenzialauswertung registrieren sogar ungewöhnlich schnelle Temperaturanstiege und schlagen dann Alarm.

Darauf sollten Sie beim Kauf von Rauchmeldern achten

In Deutschland dürfen ausschließlich Rauchmelder verkauft werden, die der DIN EN 14604 entsprechen. Diese Norm regelt einige Mindestanforderungen an die Geräte:

  • Die Lautstärke des Alarmtons muss 85 dB (A) betragen.
  • Ab 30 Tage vor einem nötigen Batteriewechsel ertönt ein Warnsignal.
  • Es gibt einen Testknopf für die Funktionsprüfung.
  • Die Öffnungen des Rauchmelders sind so konstruiert, dass der Rauch von allen Seiten in die Messkammer eindringen kann.

Wer besonderen Wert auf Qualität legt, sollte auf das „Q“-Siegel achten. Solche Rauchmelder wurden von unabhängigen Prüfinstituten getestet und erfüllen folgende Kriterien:

  • Sie haben eine fest eingebaute Batterie mit einer Lebensdauer von mindestens zehn Jahren.
  • Die Wahrscheinlichkeit von Fehlalarmen ist reduziert.
  • Die Rauchmelder weisen eine höhere Stabilität gegen äußere Einflüsse wie Stöße oder Erschütterungen auf.

Eine Übersicht aller Geräte mit dem „Q“-Siegel finden Sie auf der Website der Qualitätsrauchmelder

Allianz - Verpackung Rauchmelder mit DIN und Q-Siegel

Rauchmelder installieren – So geht es richtig

Die gesetzlichen Bestimmungen schreiben Rauchmelder in Kinder- und Schlafzimmern vor, außerdem in Fluren und Durchgangszimmern, die als Fluchtwege dienen. In offenen Gebäuden muss mindestens in der oberen Ebene ein Melder montiert werden. Ein einzelner Rauchwarnmelder reicht für eine Raumfläche von maximal 60 Quadratmetern, in größeren Räumen bringen Sie mehrere Rauchmelder an.  

Allianz - Gelbes Haus mit Rauchmeldern

Tipps für Mieter und Hausbauer

Hinweis für Mieter: Rauchmelder müssen Sie nicht anbohren. Es gibt passgenaue doppelseitige Klebesets, die an Putz und Tapeten zuverlässig halten.

Das sollten Sie als Hausbauer beachten: In Neubauten lohnt es sich, die Platzierung von Rauchmeldern vorab einzuplanen und eine 230-Volt-Stromversorgung an den entsprechenden Stellen vorzusehen – stromversorgte Rauchmelder sind nur unwesentlich teurer als die batteriebetriebenen Geräte und amortisieren sich schnell. Bei großen Gebäuden sollten Sie über vernetzte Lösungen nachdenken, bei denen der Alarm nicht nur im betroffenen Raum ausgelöst wird, sondern auch in weiter entfernten.

Wie sind Rauchmelder zu warten?

Allianz - Icon für Service Rauchmelder warten

Ob der Rauchmelder noch einwandfrei funktioniert, überprüfen Sie etwa einmal im Jahr. Für optische Rauchmelder gibt es ein Prüfspray, das Rauchpartikel in der Luft simuliert und beim Einsatz Alarm auslöst. Ebenfalls wichtig: Rauchmelder verfügen über eine Kontroll-LED, die etwa einmal in der Minute kurz blinkt und so signalisiert, dass der Rauchmelder ordnungsgemäß arbeitet. Neben diesen Punkten arbeiten Sie einfach unsere Checkliste ab, um sicherzustellen, dass der Rauchmelder fehlerfrei arbeitet:

  1. Kontrollieren Sie, ob die Eindringöffnungen für den Rauch frei sind. Entfernen Sie Staub oder Flusen, die das Einströmen des Rauchs in die Rauchkammer verhindern könnten.
  2. Stellen Sie sicher, dass der Rauchmelder mindestens einen halben Meter von Möbelstücken oder Nischen entfernt angebracht ist – sie können das Eindringen von Rauch behindern.
  3. Wechseln Sie die Batterie, wenn durch einen probehalber ausgelösten Alarm kein Signal ausgelöst wird – und wiederholen Sie dann den Test. Bleibt auch dieser erfolglos, tauschen Sie den Rauchmelder aus.
  4. Überprüfen Sie die Notwendigkeit eines Rauchmelders, wenn sich die Nutzung des Raumes verändert. Ist zum Beispiel aus dem Büro ein Kinderzimmer geworden, dann installieren Sie unbedingt einen Rauchmelder. In anderen Fällen entfernen Sie ihn dort, wo er nicht benötigt wird.
  5. Kontrollieren Sie die Herstellerangabe zur Haltbarkeit der Batterie und tauschen Sie diese aus, wenn das auf der Batterie angegebene Datum überschritten ist – auch, wenn das Warnsystem des Rauchmelders noch nicht angeschlagen hat.
  6. Tauschen Sie Rauchmelder nach etwa 10 Jahren aus. Beachten Sie in jedem Fall die Hinweise in der Installationsanleitung und bewahren Sie diese gut auf.

Brandschutztipps – So vermeiden Sie Wohnungsbrände

Allianz - Feuer unterm Bügeleisen – So verhindern Sie einen Wohnungsbrand
  • Lassen Sie Elektrogeräte nie unbeaufsichtigt und schalten Sie sie ganz ab, sobald Sie sie nicht mehr benötigen.

    Jeder vierte Brand in Privathaushalten wird von Elektrogeräten wie einem vergessenen Bügeleisen, von Heizdecken oder durch defekte Leitungen ausgelöst. Auch Geräte im Standby-Betrieb wie Fernseher, Stereoanlage oder Computer können eine Brandquelle sein.
Allianz - trennstrich_950x3
  • Schließen Sie nicht zu viele Geräte an eine Steckerleiste an und verteilen Sie Elektrogeräte mit hohem Stromverbrauch auf mehrere Steckdosen.

    Mehrfachsteckdosen, an denen zu viele Geräte angeschlossen sind, werden leicht zum Brandherd. Im Dauerbetrieb kann es zu Hitzeentwicklung und einem Schwelbrand kommen.
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  • Schalten Sie den Herd ab, wenn Sie nicht in der Nähe sind.

    Vergessene Töpfe auf dem Herd sind ebenfalls eine häufige Brandursache, genauso entzündbare Gegenstände direkt neben dem Kochfeld, die an den glühenden Herdplatten Feuer fangen.
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  • Lassen Sie Kerzen nicht unbeaufsichtigt brennen und verzichten Sie besser auf die Zigarette im Bett.

    Auch offenes Feuer ist als Brandursache nicht zu unterschätzen: Brennende Kerzen, die umfallen, oder Zigaretten, die die Bettdecke entzünden, bergen ein hohes Gefahrenpotenzial.

Welche Versicherung bezahlt einen Brandschaden?

Bricht ein Feuer aus und wird dabei ein Teil Ihrer Einrichtung zerstört, ist der Schaden über die Hausratversicherung abgedeckt. Schäden durch Unvorsichtigkeit können zur Kürzung der Entschädigung führen. Zum Beispiel dann, wenn eine unbeaufsichtigte Kerze den Wohnungsbrand verursacht hat.

Hausratversicherung

Der perfekte Schutz für alles, was Ihnen lieb und teuer ist.

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