Lebensretter in der Wohnung

Rauchmelder – kleines Gerät, großer Nutzen

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Achten Sie beim Kauf auf Qualität
  • In Deutschland ist der Einbau von Rauchmeldern in Neu- und Umbauten Pflicht. Verantwortlich für die Installation ist der Eigentümer der Wohnung oder des Gebäudes. Mieter oder Pächter sind verantwortlich für die Betriebsbereitschaft.
  • Achten Sie beim Kauf der Geräte auf Qualität: Erlaubt sind deutschlandweit nur Rauchmelder, die der DIN-Norm EN 14604 entsprechen. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist das "Q"-Siegel.
  • Einmal im Jahr sollten Rauchmelder einer Funktionsprüfung unterzogen werden. Durch die regelmäßige Wartung wird das einwandfreie Arbeiten des Rauchmelders sichergestellt.
  • Bricht dennoch ein Feuer in Ihrer Wohnung aus und wird ein Teil Ihrer Einrichtung zerstört, kommt die Hausratversicherung für den Schaden auf.
Video

Eine Horrorvorstellung jeder Familie und der Feuerwehr wird Realität: ein Brand im Kinderzimmer. Doch zu Schaden kommt in dem Film der Kampagne "Rauchmelder retten Leben" niemand bei diesem Unglück - dank dem vorsorglich installierten Rauchmelder. Lebensretter der Familie im Film.

"Rauchmelder retten Leben" ist eine Kampagne des Forums Brandrauchprävention e.V., dem zahlreiche Dachverbände, Unternehmen und Dienstleister angehören. Und veranschaulicht die Notwendigkeit dieser kleinen technischen Einrichtung sehr deutlich.

YouTube-Video zu Allianz Hausratversicherung Rauchmelder: Feuerwehrmann in Schutzausrüstung sucht in ausgebranntem Kinderzimmer nach Überlebenden
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Allianz - Deutschlandkarte mit Paragraphen Icon – So sieht die Rechtslage zur Rauchmelderpflicht in Deutschland aus
Rechtslage in Deutschland
Allianz - Deutschlandkarte mit Paragraphen Icon – So sieht die Rechtslage zur Rauchmelderpflicht in Deutschland aus

In ganz Deutschland ist der Einbau von Rauchmeldern in Neu- und Umbauten Pflicht. Denn sie warnen bereits vor einem Brand, bevor dieser richtig ausbricht. Schon bei geringer Rauchentwicklung alarmiert der Brandmelder Bewohner und Nachbarn der betroffenen Wohnung oder des Hauses mit einem lauten, durchdringenden Signalton.

Vorgeschrieben ist der Einbau gewöhnlich in allen Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Fluchtweg dienen. Informieren Sie sich hier über die Rechtslage in den einzelnen Bundesländern.

Die Verantwortlichkeiten für Einbau und Wartung sind in allen Bundesländern ähnlich geregelt: Für die Installation der Rauchmelder ist der Eigentümer der Wohnung oder des Gebäudes zuständig. Mieter oder Pächter sind für die Betriebsbereitschaft verantwortlich, sie müssen also beispielsweise die Batterien auswechseln und die regelmäßige Funktionsprüfung vornehmen. ­Es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Aufgaben ausdrücklich selbst.

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Lautstärke, Batterielaufzeit und mehr
Allianz - Verpackung Rauchmelder mit DIN und Q-Siegel

In Deutschland dürfen ausschließlich Rauchmelder verkauft werden, die der DIN EN 14604 entsprechen. Diese Norm regelt einige Mindestanforderungen an die Geräte. Wer besonderen Wert auf Qualität legt, sollte auf das „Q“-Siegel achten. Solche Rauchmelder wurden von unabhängigen Prüfinstituten getestet und erfüllen weitere, besondere Kriterien.

Mindestanforderungen gemäß DIN EN 14604:

  • Die Lautstärke des Alarmtons muss 85 dB (A) betragen.
  • Ab 30 Tage vor einem nötigen Batteriewechsel ertönt ein Warnsignal.
  • Es gibt einen Testknopf für die Funktionsprüfung.
  • Die Öffnungen des Rauchmelders sind so konstruiert, dass der Rauch von allen Seiten in die Messkammer eindringen kann.

Kriterien, die das „Q“-Siegel erfüllt:

  • Sie haben eine fest eingebaute Batterie mit einer Lebensdauer von mindestens zehn Jahren.
  • Die Wahrscheinlichkeit von Fehlalarmen ist reduziert.
  • Die Rauchmelder weisen eine höhere Stabilität gegen äußere Einflüsse wie Stöße oder Erschütterungen auf.

Eine Übersicht aller Geräte mit dem „Q“-Siegel finden Sie auf der Website der Qualitätsrauchmelder.

Allianz - Verpackung Rauchmelder mit DIN und Q-Siegel
Gut zu wissen

In Wohn- und Schlafräumen kommen optische Rauchmelder zum Einsatz. Bei dieser Variante sendet eine kleine Lichtquelle in kurzen zeitlichen Abständen ein Lichtsignal. Enthält die Raumluft Rauchpartikel, lenken diese die Lichtimpulse auf einen Sensor, der einen Alarm auslöst.

In der Küche oder im Badezimmer funktioniert diese Methode nicht, denn der dort auftretende Dampf würde zu viele Fehlalarme auslösen. Deswegen werden in solchen Räumen Hitze- oder Wärmemelder verwendet. Diese messen schlicht die Raumtemperatur und lösen einen Alarm aus, wenn ein bestimmter Grenzwert überschritten wird – üblicherweise bei etwa 60 Grad.

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Montage im Haus
Allianz - Illustration Haus mit Rauchmeldern

Die gesetzlichen Bestimmungen schreiben Rauchmelder in Kinder- und Schlafzimmern vor, außerdem in Fluren und Durchgangszimmern, die als Fluchtwege dienen. In offenen Gebäuden muss mindestens in der oberen Ebene ein Melder montiert werden. Ein einzelner Rauchwarnmelder reicht für eine Raumfläche von maximal 60 Quadratmetern.

Tipps für Mieter und Hausbauer

Hinweis für Mieter:

  • Rauchmelder müssen Sie nicht anbohren. Es gibt passgenaue doppelseitige Klebesets, die an Putz und Tapeten zuverlässig halten.

Das sollten Sie als Hausbauer beachten:

  • In Neubauten lohnt es sich, die Platzierung von Rauchmeldern vorab einzuplanen und eine 230-Volt-Stromversorgung an den entsprechenden Stellen vorzusehen – stromversorgte Rauchmelder sind nur unwesentlich teurer als die batteriebetriebenen Geräte und amortisieren sich schnell.
  • Bei großen Gebäuden sollten Sie über vernetzte Lösungen nachdenken, bei denen der Alarm nicht nur im betroffenen Raum ausgelöst wird, sondern auch in weiter entfernten.
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Brandschutz-Maßnahmen
Allianz - Rauchmelder: Rauch- und Feuerentwicklung unter einem Bügeleisen
  • Lassen Sie Elektrogeräte nie unbeaufsichtigt und schalten Sie sie ganz ab, sobald Sie sie nicht mehr benötigen.

    Jeder vierte Brand in Privathaushalten wird von Elektrogeräten wie einem vergessenen Bügeleisen, von Heizdecken oder durch defekte Leitungen ausgelöst. Auch Geräte im Standby-Betrieb wie Fernseher, Stereoanlage oder Computer können eine Brandquelle sein.
  • Schließen Sie nicht zu viele Geräte an eine Steckerleiste an und verteilen Sie Elektrogeräte mit hohem Stromverbrauch auf mehrere Steckdosen.

    Mehrfachsteckdosen, an denen zu viele Geräte angeschlossen sind, werden leicht zum Brandherd. Im Dauerbetrieb kann es zu Hitzeentwicklung und einem Schwelbrand kommen.
  • Schalten Sie den Herd ab, wenn Sie nicht in der Nähe sind.

    Vergessene Töpfe auf dem Herd sind ebenfalls eine häufige Brandursache, genauso entzündbare Gegenstände direkt neben dem Kochfeld, die an den glühenden Herdplatten Feuer fangen.
  • Lassen Sie Kerzen nicht unbeaufsichtigt brennen und verzichten Sie besser auf die Zigarette im Bett.

    Auch offenes Feuer ist als Brandursache nicht zu unterschätzen: Brennende Kerzen, die umfallen, oder Zigaretten, die die Bettdecke entzünden, bergen ein hohes Gefahrenpotenzial.
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Die passende Versicherung
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