Symptome, Ursachen und Behandlung

Chip / OCD beim Pferd: Das sollten Sie wissen

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Wenn Knorpelschäden zu Lahmheit führen
  • Unter dem lateinischen Begriff Osteochondrose (OC) beziehungsweise Osteochondrosis dissecans (OCD) versteht man eine Gelenkerkrankung des heranwachsenden Pferdes im Zuge der Skelettentwicklung.
  • Zum Krankheitsbild der OCD gehören die sogenannten Chips. Das sind abgesplitterte Knorpelteilchen, die sich frei im Gelenk bewegen und beim Pferd zu Schmerzen, Schwellungen, Knorpelschäden und sogar Lahmheit führen können.
  • Gelenk-Chips lassen sich nur durch eine Arthroskopie unter Vollnarkose operativ entfernen.
  • Obwohl die Krankheit vererbt wird, lässt sich das OCD-Risiko durch eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung verringern.
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Allianz - Chip Pferd Fesselgelenk - Illustration: Reiterin auf einem Pferd
Gut zu wissen
Allianz - Chip Pferd Fesselgelenk - Illustration: Reiterin auf einem Pferd

Mögliche Folgen von frei schwimmenden Chips im Gelenk sind Schmerzen beim Laufen und eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit. Die Leistungsbereitschaft des Pferdes muss zwar nicht immer beeinträchtigt sein, doch allein das Vorhandensein von Gelenkchips reicht aus, den Wert des Pferdes und sein Zuchtpotenzial zu mindern.

Beim Verkauf eines Pferdes gibt nahezu jeder Käufer eine röntgenologische Ankaufsuntersuchung (AKU) in Auftrag – unter anderem, um auszuschließen, ein Pferd mit Chip zu erwerben. Ein solches Tier wird bestenfalls in Röntgenklasse II bis III eingestuft, je nach betroffenem Gelenk sowie Form und Größe des Chips kann es auch in Röntgenklasse III bis IV landen. Für viele Kaufinteressenten ist dieser Befund bereits ein Ausschlusskriterium. Demnach kann Osteochondrose die gewinnbringende Vermarktung eines Pferdes stark beeinflussen.

Da Osteochondrosis dissecans beim Pferd durch Vererbung weitergegeben wird, sollten Züchter Stuten mit OCD nur von sehr gut ausgesuchten Hengsten decken lassen und bei der Aufzucht besonders auf die Ernährung der Jungtiere achten.

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Typische Anzeichen
Allianz - Chip / OCD beim Pferd: Mann begutachtet das Gelenk eines Schimmels

Eine Osteochondrose-Erkrankung kann über Jahre hinweg unbemerkt bleiben. Oft wird sie erst beim ausgewachsenen Pferd und nur zufällig bei einer Röntgenuntersuchung festgestellt, zum Beispiel im Rahmen einer Ankaufsuntersuchung. Typische Symptome für Chips beim Pferd sind:

  • Schwellungen am Gelenk
  • Füllung des Gelenks („Galle“)
  • Entzündungen der Gelenke
  • Schmerzen
  • Steifheit
  • Lahmheit

Besonders auffällige Symptome treten bei erkrankten Pferden auf, die intensiv im Renn- und Reitsport genutzt werden. Ihre Gelenke werden von Haus aus stärker belastet und unterliegen einer permanenten Reizung.

Allianz - Chip / OCD beim Pferd: Mann begutachtet das Gelenk eines Schimmels
Allianz - Chip Pferd Fesselgelenk - Illustration: Tierärzte stehen neben einem Pferd in der Box
Gut zu wissen
Allianz - Chip Pferd Fesselgelenk - Illustration: Tierärzte stehen neben einem Pferd in der Box

Wenn Ihr Pferd lahmt oder Schwellungen im Gelenkbereich hat, sollten Sie es von einem Tierarzt untersuchen lassen. Insbesondere eine plötzlich vermehrte Füllung des Sprung- oder Fesselgelenkes („Galle“) sollte in jedem Fall durch eine Röntgenuntersuchung abgeklärt werden.

Vorbeugende Röntgenaufnahmen bei jungen Pferden können Chips frühzeitig sichtbar machen und verhindern, dass die Befunde erst beim ausgewachsenen Tier entdeckt werden, wenn es schon zu spät ist. Daher ist es sinnvoll, Pferde ab einem Alter von zwei Jahren auf Gelenkchips untersuchen zu lassen.

Bei vielen Züchtern und Pferdebesitzern ist dies bereits eine Routinemaßnahme. Nur so erhalten sie wertvolle Informationen über den Gesundheitszustand des Vierbeiners, seine Leistung und den daraus resultierenden Marktwert. Beispielsweise kann ein an OCD erkranktes Pferd beim späteren Verkauf Probleme machen oder nicht als Zuchtpferd infrage kommen.

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Das kommt finanziell auf Sie zu
Allianz - Chip Pferd Fesselgelenk - Illustration: Frau mit Geldmünzen in der Hand
Die Kosten für eine Arthroskopie können sich schnell auf mehrere tausend Euro belaufen – je nach Art und Anzahl der zu operierenden Gelenke und der Lage des Chips zwischen 1.000 und 3.500 Euro. Von Vorteil ist deshalb eine geeignete Operationskostenversicherung für Pferde, die nicht nur für den Eingriff selbst, sondern auch für die Nachbehandlung aufkommt. Einige Anbieter versichern Gelenkoperationen bei OCD in ihren Tarifen bis zu 10.000 Euro und inkludieren die ambulante und stationäre Nachbehandlung sowie den Aufenthalt in einer Tierklinik.
Allianz - Chip Pferd Fesselgelenk - Illustration: Frau mit Geldmünzen in der Hand
Gut zu wissen

Bei Krankheit oder nach einem Unfall werden für versicherte Operationen unter Vollnarkose 100 Prozent der Kosten erstattet.

Die Allianz übernimmt daher auch 100 Prozent der Kosten der Gelenk-OP bei Vorliegen von OCD, Chips oder freien Gelenkskörpern, die zu Lahmheit geführt haben – ohne weiteres Kostenlimit. Das sind je nach Tarif bis zu 10.000 Euro bzw. 25.000 Euro.  

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Die passende Versicherung
Optimal abgesichert mit der Allianz Pferde-OP-Versicherung
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