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Chronische Entzündung der Gelenke

Bringt die Arthrose Pferd und Reiter auseinander?

Allianz - Arthrose: Ein schwarzes Pferd kniet sich auf eine Wiese.

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Eine nicht auskurierte Arthritis kann zur Arthrose werden

Die degenerative Erkrankung der Gelenke heißt Arthrose. Pferd und Reiter müssen dann erst einmal auf gemeinsame Ausritte verzichten. Futterzugaben, Injektionen oder Operationen können dem Pferd helfen, seine gewohnte Beweglichkeit zurückzugewinnen. Lesen Sie jetzt, wie Sie Arthrose beim Pferd vorbeugen und richtig behandeln.

› Was ist eine Arthrose beim Pferd? + Video: Tierarzt Lepiorz über Arthrose

› Das sind die Ursachen von Arthrose bei Pferden

› Schmerzhafte Arthrose: Pferd muss kürzer treten

› Diagnose und Therapie von Arthrose beim Pferd

› Einfluss des Aufbaus des Sprunggelenks

› Arthrose beim Pferd richtig vorbeugen

Wenig Zeit? Das Wichtigste in 30 Sekunden

Allianz - Stoppuhr mit Allianz Logo im Hintergrund
  • Bei einer Arthrose ist das Gelenk degenerativ geschädigt. Am häufigsten sind bei einem Pferd die Beine betroffen.
  • Die Ursachen einer Arthrose sind sehr vielfältig: zum Beispiel durch Fehlstellungen oder nicht artgerechte Haltung bereits als Fohlen oder durch Verletzungen beziehungsweise Knochenbrüche.
  • Führt die Arthrose dazu, dass das Pferd lahmt, darf es nicht geritten werden.
  • Je gesünder und artgerechter ein Fohlen aufwachsen kann, desto besser sind seine Chancen, nicht an Arthrose zu erkranken. Übrigens ist Bewegung in jedem Alter eine sehr gute Prophylaxe vor einer Gelenkerkrankung.

Was ist eine Arthrose beim Pferd?

Die Arthrose ist eine degenerative Veränderung der Gelenke. Sie entsteht in der Regel aus einer nicht ausgeheilten Gelenkerkrankung, einer so genannten Arthritis. Die Arthrose lässt sich nicht rückgängig machen. Das Bewegen des betroffenen Gelenks verursacht Schmerzen.

Bei einem Pferd können grundsätzlich alle Gelenke betroffen sein. „Am häufigsten sind es aber die straffen Sprunggelenkabteilungen, also die unteren drei Gelenke des Sprunggelenks“, sagt Dr. Bettina Wollanke von der Klinik für Pferde der Ludwig-Maximilians-Universität  München (LMU). „Die Arthrose an dieser Stelle nennt man beim Pferd Spat.“ Weiter sind häufig auch das Fesselgelenk betroffen, das Hufgelenk und – besonders bei älteren Pferden –  das Knie. Weil diese Gelenke bei jedem Schritt, den das Pferd tut, im Einsatz sind, versucht es, die Belastung zu vermeiden und beginnt zu hinken oder zu lahmen.

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Allianz - Eine Grafik von den am häufigsten von Arthrose betroffenen Gelenken beim Pferd.
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Das sind die Ursachen von Arthrose bei Pferden

Allianz - Arthrose Pferd: Ein bandagiertes, abgedecktes Pferd steht auf einer Koppel.

Wie beim Menschen ist auch beim Pferd die Hauptursache für eine Arthrose der Mangel an Bewegung. Was beim Menschen das viele Sitzen im Büro beziehungsweise vor dem heimischen Fernseher ist, sind bei den Pferden die viel zu langen Standzeiten in der Box und die viel zu seltene „Freizeit“ im Auslauf.

Chronische Gelenkerkrankungen können verschiedene Ursachen haben. „Dispositionen durch Fehlstellungen oder eine Überbelastung durch Arbeiten wie Reiten oder Ziehen können Gründe für eine Arthrose sein“, erklärt Dr. Wollanke.

Als weitere Ursachen gibt sie chronischen Gelenkverschleiß bei älteren Pferden an. „Genauso können sich Verletzungen oder gar Frakturen mit Gelenkbeteiligung zu einer Arthrose entwickeln.“ Auch Infektionen der Gelenke können zu einer Arthrose führen. Bei Fohlen werden sie durch eine Septikämie hervorgerufen, also einer Infektion des Organismus durch Bakterien oder Toxine im Blut. Bei einem erwachsenen Tier dagegen führt eher eine Verletzung zu einer Infektion des Gelenkes.

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Schmerzhafte Arthrose: Pferd muss kürzer treten

„Auch chronisch entzündliche Veränderungen in den Gelenken, zum Beispiel in Verbindung mit der Osteochondrosis dissecans, können zu einer Arthrose führen“, gibt die Tierärztin ein weiteres Beispiel. Bei der Osteochondrosis dissecans, kurz OCD genannt, stößt der Knochen den darüber liegenden Gelenkknorpel ab.

Im gesunden Zustand ist dieser Knorpel ein Puffer vor der schmerzhaften Reibung mit einem weiteren Knochen. Jetzt geht der Reibungsschutz verloren: Der Gelenkknorpel löst sich zunehmend auf, verbunden mit Veränderungen des Knochens und dem Weichteilgewebe des Gelenks. Die dabei absplitternden Knorpelstücke, sogenannte Gelenkchips, erzeugen bei Bewegung durch Druck oder Reibung Schmerzen.

Außerdem führt die fehlende Knorpelpufferung dazu, dass sich das Gelenk entzündet und der unter dem Knorpel liegende Knochen angegriffen wird und wuchert. Oft entzündet sich durch die veränderte Belastung an den Gelenkrändern die Synovialmembran.

Das ist die innere Schicht der Gelenkkapsel, welche die Synovialflüssigkeit, die Gelenkschmiere bildet. Eigentlich sorgt sie dafür, dass die Bewegung des Gelenks einwandfrei und ohne Schmerzen möglich ist. Wenn sie jedoch ihre Produktion der Gelenkschmiere einstellt, wird jede Bewegung sehr schmerzhaft.

Schematische Zeichnung eines gesunden Pferdegelenks

Allianz - Eine Grafik des schematischen Aufbaus eines gesunden Pferdegelenks.

Diagnose und Therapie von Arthrose beim Pferd

Allianz - Arthrose Pferd: Ein Mann untersucht das Knie eines Pferdes.
  • „Eine Umstellung der Fütterung ist normalerweise nicht hilfreich, erklärt die Tierärztin der LMU, „man kann jedoch versuchen, durch Zusatzfutter, bestehend aus Glucosaminoglykanen, Teufelskralle- oder Hyaluronsäure-Produkten, die Symptome zu mildern.“ Über einen längeren Zeitraum von mehreren Monaten könne sich in manchen Fällen die Lahmheit bessern.
  • Neben der Gabe von Futterzusatzstoffen gibt es aber noch andere Möglichkeiten, dem Pferd wieder auf die Sprünge zu helfen. „Ein orthopädischer Beschlag kann helfen, gegebenenfalls eine vorübergehende geringere Belastung“, zählt die Pferdeexpertin einige Hilfen auf.
  • Längeres Warmreiten vor der Arbeit im Schritt oder Cortison-Injektionen können ebenfalls hilfreich sein.

„Abhängig davon, welches Gelenk betroffen ist und wie erheblich die Röntgenveränderungen sind, also die Abweichung vom Normalfall beziehungsweise Normalzustand, können wir manchmal eine gute Prognose stellen“, sagt sie weiter, „aber oft muss ich auch eine infauste, also sehr ungünstige Prognose geben. Wenn ich zum Beispiel Hufgelenk- oder Fesselgelenkarthrosen mit fortgeschrittenen Röntgenbefunden habe, wird eine Belastung wie in früheren Zeiten nicht wieder möglich sein.“

Manchmal sei zumindest eine vorübergehende Besserung unter Behandlung möglich, manchmal lasse die Lahmheit auch nach, verschwinde aber nicht ganz. „Grundsätzlich gehen einmal vorhandene Veränderungen der Gelenke jedoch nicht wieder weg. Und wenn sie sich in Verbindungen befinden, in denen viel Bewegung abläuft, ist die Prognose immer ungünstig“, erklärt die Tiermedizinerin.

Einfluss des Aufbaus des Sprunggelenks

Das Sprunggelenk des Pferdes setzt sich beispielsweise aus 15 unterschiedlichen Knochen zusammen. Durch deren Anordnung in Reihen ergeben sich vier horizontale Gelenkspalten. Wobei sich die oberste zwischen Unterschenkel und Sprungbein durch eine hohe Beweglichkeit auszeichnet. Die anderen Gelenke sind durch Bänder straff verbunden und dienen so als Puffer, um die Stoß- und Drehbewegungen der Beine aufzufangen.

Kommt es dort zu einer schmerzhaften Arthrose, dem sogenannten Spat, helfe häufig nur eine “Stilllegung“ dieses Bereichs. „Die ohnehin kaum beweglichen straffen Abteilungen des Sprunggelenks werden durch eine Operation versteift“, beschreibt die Pferdeexpertin der LMU, „und danach sind sie nicht mehr schmerzhaft.“ Produziert ein Pferd zu wenig Gelenkschmiere, lässt sich dieser Mangel durch eine Injektion oder das Zufüttern von Hyaluronsäure-Präparaten ausgleichen.

Arthrose beim Pferd richtig vorbeugen

  • Artgerechte Aufzucht
  • Regelmäßige Hufpflege
  • Ausreichend Bewegung
  • Schonende Reitweise
Artgerechte Aufzucht
Allianz - Arthrose Pferd: Ein Pferd ist hinter einem Büschel Heu zu sehen.

Idealerweise hält man bereits die Fohlen in der Aufzucht konsequent artgerecht: Das bedeutet ständige Bewegungsmöglichkeiten in abwechslungsreichem Gelände mit gleichaltrigen Spielgefährten. Dadurch erfahren sie eine gesunde Gymnastizierung, wie Experten ein ausreichendes Maß an Beweglichkeit nennen, und können ihren Bewegungsapparat einschließlich der Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder gesund entwickeln.

Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung mit Nährstoffen, Mineralien und Spurenelementen – und kein Überfüttern mit Kraftfutter! Denn zu schnelles Wachstum kann dem Bewegungsapparat schaden. Eine ausgewogene Ernährung sorgt dafür, dass der Körper die Stoffe erhält, die er beispielsweise für den Aufbau der Gelenkschmiere benötigt.

Regelmäßige Hufpflege
Allianz - Arthrose Pferd: Ein Reiter reinigt den Huf seines Pferdes.

Wichtig ist eine regelmäßige und sachgerechte Hufpflege. Außerdem sollte man Fehlstellungen so früh und so behutsam wie möglich korrigieren. Ziehen Sie dabei unbedingt immer einen Experten zu Rate. Alle sechs bis acht Wochen ist zudem eine Korrektur der Hufe notwendig. Denn wenn die Hufe zu lang sind, werden Sehnen, Bänder und Gelenke unnötig strapaziert.

„Wer auf die korrekte Gliedmaßen- und Hufstellung schon im Fohlenalter achtet“, sagt die Tierexpertin, „der beugt schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt einer Arthrose vor.“ Um Fehlstellungen der Gelenke zu vermeiden, sollten Pferdekrankheiten wie beispielsweise die Hufrehe rechtzeitig behandelt werden. Denn wenn sich das Tier erst einmal wegen der Schmerzen eine ausweichende Bewegung angeeignet hat, ist sie später nur schwer wieder zu korrigieren.

Ausreichend Bewegung
Allianz - Arthrose Pferd: Ein Reiter beobachtet sein Pferd beim Traben.

Ausreichend Bewegung ist ein aktiver Schutz vor Arthrose: nur kurze Stallzeiten und stattdessen reichlich Freilauf sind eine ideale Prophylaxe. Bei einer Belastung sollte man unbedingt den Trainingszustand des Pferdes im Blick behalten. Achten Sie darauf, es nicht zu überfordern. Genauso wichtig ist es, das Pferd vor einer Belastung mit einer ausreichend langen Aufwärmphase vorzubereiten und ihm bei längeren Ritten auch Pausen zu gönnen. Weiter sollte der Reiter in sehr schwierigen Abschnitten vom Pferd absteigen und er sollte vermeiden, das Tier zu übermüden.

Schonende Reitweise

Achten Sie darauf, die Gelenke Ihres Pferdes zu schonen, indem Sie auf beanspruchende Reitweisen wie abruptes Halten oder enge Wendungen auf der Stelle verzichten. Außerdem sollte der Pferdefreund stets sein Tier sorgfältig beobachten, um Symptome wie Lahmheit oder Verletzungen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend behandeln zu können.

Erst wenn eine Erkrankung wieder vollständig ausgeheilt ist, sollten Sie Ihr Tier wieder belasten. „Ein Pferd darf nur geritten werden, wenn keine Lahmheit besteht. Außerdem sollten die Gelenkchips einer OCD frühzeitig entfernt werden, bevor irreversible Veränderungen und Knorpelverluste entstehen“, empfiehlt die Tierärztin. Allerdings sagt sie auch, dass die Entstehung einer Arthrose nie sicher zu verhindern sei.

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