Allianz - Katzenversicherung - Verstopfung: Rot weisse Katze streckt sich
Rechtzeitig erkennen und behandeln

Was tun, wenn die Katze Verstopfung hat?

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Frühzeitiges Handeln beugt Komplikationen vor
  • Verstopfung ist bei der Katze keine Seltenheit. Typische Symptome sind ein verminderter Kotabsatz und kleinere Kotmengen.
  • Ursache für eine Verstopfung ist oft die Ernährung. Es kann aber auch an Haarballen im Magen, Übergewicht, Stress, zu geringer Flüssigkeitsaufnahme oder einer Krankheit liegen.
  • Bei einer leichten Verstopfung können Hausmittel wie zum Beispiel Milch hilfreich sein. Darüber hinaus sollte jedoch die Ursache der Verstopfung ermittelt werden.
  • Schwere oder regelmäßig auftretende Verstopfungen müssen frühzeitig von einem Tierarzt begutachtet und behandelt werden, um Folgeschäden zu vermeiden.
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Typische Kennzeichen

Eine Verstopfung zu erkennen, ist nicht immer einfach, denn im Gegensatz zu Durchfall oder Erbrechen ist sie nicht offensichtlich. Besonders schwierig gestaltet sich die Beurteilung bei Freigängerkatzen, die selten die Katzentoilette benutzen. Bei ihnen bleiben Verstopfungen oft unbemerkt. Treten diese regelmäßig auf und werden nicht behandelt, kann es zu lebenslang anhaltenden Folgeschäden in Form eines erweiterten Dickdarms kommen. Daher sollten Sie auf folgende Symptome achten, die im Zusammenhang mit einer Verstopfung stehen könnten:

  • Der Bauch der Katze ist angespannt. Sie möchte dort nicht berührt werden und scheint Schmerzen zu haben.
  • Bei Wohnungskatzen lässt sich ein verminderter Kotabsatz feststellen. Häufig verbunden mit längeren Aufenthalten im Katzenklo und verstärktem Scharren.
  • Während der Kot normalerweise länglich ist und eine durchschnittliche Festigkeit aufweist, ist er bei einer Verstopfung zumeist rund und hart.
  • Die Katze wirkt unruhig und miaut häufiger.
  • Gelegentlich ist eine Verstopfung mit Erbrechen und Mattigkeit verbunden.
  • Appetitlosigkeit kann ebenfalls ein Symptom sein und zu Gewichtsverlust führen. Darüber hinaus kann eine verminderte Flüssigkeitsaufnahme eine Austrocknung und Kreislaufschwäche zur Folge haben.
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Wenn es bei der Verdauung Probleme gibt

1. Futterzusammenstellung und Wassermangel

Es gibt eine Reihe von Ursachen, die für eine Verstopfung bei der Katze in Frage kommen. Am häufigsten hängen die Probleme mit der Ernährung zusammen. Achten Sie bei der Wahl des Katzenfutters darauf, dass es sich um ein hochwertiges Produkt mit hohem Fleischanteil handelt. Zwar gibt es auch gutes Trockenfutter, die Ernährung mit Nassfutter entspricht aber eher den Ernährungsgewohnheiten einer Katze. Diese ist es gewohnt, einen relativ hohen Anteil an Flüssigkeit über das Futter aufzunehmen, was bei Trockenfutter nicht möglich ist. Sollten Sie dennoch diese Form der Fütterung bevorzugen, stellen Sie in der Wohnung mehrere Wasserschalen und einen Trinkbrunnen auf. Dadurch wird die Katze zum Trinken animiert.

  • Verschluckte Katzenhaare

Katzen sind äußerst reinlich. Beim Putzen des Fells verschlucken sie aufgrund ihrer aufgerauten Zunge ständig Haare. Gerade bei Katzen mit langem Fell sammeln sich sehr viele Haare im Magen-Darm-Trakt an. Zum Teil werden sie ausgeschieden, zum Teil hervorgewürgt. Das funktioniert jedoch nicht immer in ausreichendem Maß, weshalb die Katze vor allem in Zeiten des Fellwechsels regelmäßig gebürstet werden sollte. Das erleichtert und beschleunigt nicht nur die Prozedur, sondern verringert auch deutlich die Anzahl verschluckter Haare.

  • Übergewicht und Trägheit

Junge Katzen leiden selten an Verstopfung. Hauptsächlich betroffen sind mittelalte und alte Katzen. Verstärkt sind auch übergewichtige Tiere betroffen, die sich weniger bewegen, was Auswirkungen auf die Darmtätigkeit hat. Achten Sie daher stets auf das Gewicht Ihrer Katze. Eine angepasste Ernährung und genügend Bewegung sind der Schlüssel zum Idealgewicht und zu einem intakten Darm.

  • Verschluckte Fremdkörper

Zwar sind Hunde häufiger davon betroffen, aber auch bei Katzen kommt es vor, dass sie etwas Hartes, wie Spielzeug oder einen Knochen verschlucken und daraufhin an Verstopfung leiden. Mögliche Ursache kann auch verschlucktes Katzenstreu sein, welches im Magen aufquillt.

2. Die Katze ist krank

Verstopfung kann die Folgeerscheinung einer Erkrankung sein. In Frage kommen unter anderem:

  • Tumor
  • Beckenbruch
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Fehlbildung der Rückenwirbel
  • Zuckerkrankheit
  • Knochen- oder Nervenverletzung
  • Nebenwirkungen eines Medikaments
  • Psychischer Stress
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Allianz - Katzenversicherung - Verstopfung: Rotgetigerte Katze riecht an Kamille
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Wenn Ihre Katze gelegentlich zu leichter Verstopfung neigt, müssen Sie nicht zwingend sofort einen Tierarzt aufsuchen. Möglicherweise können Sie das Problem selbst in den Griff bekommen. Häufig genügt es bereits, eine Futteranpassung vorzunehmen: Nassfutter kommt der natürlichen Ernährung einer Katze näher als Trockenfutter. Helfen kann auch, wenn Sie der Nahrung etwas untermischen, das leicht abführend wirkt. Zu den typischen Hausmitteln zählen unter anderem Milch, Pflanzenöl, eingeweichte Flohsamenschalen, Malzpaste, Butter, Lactulose-Sirup und Kondensmilch. Seien Sie aber vorsichtig mit der Dosierung, sonst kann aus der Verstopfung schnell Durchfall werden.

Aber auch folgende Maßnahmen im Haushalt können Abhilfe bei Verstopfung schaffen:

  • Jede Katze benötigt eine eigene Katzentoilette, die täglich gereinigt werden sollte. 
  • Während des Fellwechsels empfiehlt sich vor allem bei langhaarigen Katzen, diese regelmäßig zu bürsten, um das Verschlucken von Haaren zu minimieren.
  • Vermeiden Sie Stresssituationen für die Katze, zum Beispiel durch Artgenossen, Kinder, Lärmbelästigung oder fehlende Rückzugsmöglichkeiten.
  • Achten Sie darauf, dass die Energiezufuhr durch Futter nicht höher ist als der Energieverbrauch der Katze – ansonsten droht Übergewicht und Verstopfung.
  • Stellen Sie an verschiedenen Stellen im Haushalt Wassernäpfe auf – nicht jedoch direkt neben dem Futternapf. Katzen trinken instinktiv eher ungern dort, wo sie fressen.
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Diagnose und Therapie einer Verstopfung

Was untersucht der Tierarzt bei einer Verstopfung?

Wenn es sich um eine ausgeprägte oder wiederholt auftretende Verstopfung bei der Katze handelt, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Da vielerlei Gründe für eine Verstopfung in Frage kommen, erleichtern Sie dem Tierarzt die Diagnose, wenn Sie ihm möglichst viele Informationen zur Verfügung stellen. Diese beinhalten unter anderem die Häufigkeit und Dauer einer Verstopfung, Fressgewohnheiten, Pflegeumfang und die häusliche Gesamtsituation der Katze. Der Tierarzt wird anschließend einige Untersuchungen durchführen; das kann das Abtasten des Bauchraums, eine Blutanalyse, das Anfertigen von Röntgenbildern oder eine endoskopische Untersuchung sein. Damit kann er unter anderem feststellen, wie viel Kot sich im Enddarm befindet, ob Organprobleme vorliegen oder es bereits zu krankhaften Veränderungen des Darms gekommen ist.

Wie behandelt der Tierarzt eine Verstopfung?

Liegt aktuell eine Verstopfung vor, wird der Tierarzt erst einmal Maßnahmen ergreifen, um den Kotabsatz zu ermöglichen und dadurch den Darm zu entleeren. Dies kann mithilfe eines leichten Abführmittels, eines Einlaufs oder einer Darmspülung erfolgen. Darüber hinaus richtet sich die Therapie nach der Diagnose. Konnte keine ernsthafte Erkrankung festgestellt werden, kann bereits eine Ernährungsanpassung das Verstopfungsproblem lösen. Doch Vorsicht: Die Zusammensetzung des Futters sollte sich danach richten, ob bei der Katze ein Megakolon festgestellt wurde. Liegt bereits eine krankhafte Erweiterung des Dickdarms vor, sollte die Katze ein leichtes, hochverdauliches Futter erhalten. Andernfalls kann es von Vorteil sein, auf eine ballaststoffreichere Fütterung zu setzen. Denn Ballaststoffe sorgen in Form von quellfähigen Pflanzen dafür, dass Wasser im Kot gebunden wird und er somit weicher bleibt. Fragen Sie Ihren Tierarzt, zu welchem Futter er für Ihre Katze er rät.

Nicht immer ist eine Futteranpassung ausreichend. Wurde ein Megakolon festgestellt, kann es notwendig sein, geschädigte Darmteile operativ zu entfernen. Eine Operation kann auch notwendig sein, wenn ein verschluckter Fremdkörper diagnostiziert wurde, eine Verengung des Beckenkanals vorliegt, ein Tumor festgestellt wurde oder der Darm manuell geleert werden muss. Je nach Behandlungsumfang muss mit Tierarztkosten von über 1000 Euro gerechnet werden.

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Das leistet die Allianz
Im Falle einer Erkrankung Ihrer Katze werden von der Katzenkrankenversicherung der Allianz unter anderem die Kosten für Arzneimittel und Medikamente übernommen. Mitversichert sind alternative Heilmethoden, wenn deren Wirksamkeit bestätigt ist. Für Heilbehandlungen erstattet Ihnen die Allianz 2.000 Euro pro Jahr (im Tarif Premium Krankenschutz). Die Tierarzt- und Tierklinikwahl steht Ihnen dabei selbstverständlich frei. 
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