Bauzinsen
Was sind Bauzinsen?
Bauzinsen sind die Kosten, die Sie als Kreditnehmer:in für einen Immobilienkredit an den Kreditgeber zahlen müssen. Sehr oft sind mit dem Begriff Bauzinsen die Standardzinsen für Immobilienkredite gemeint und nicht der individuelle Zinssatz. Wie hoch die Bauzinsen sind, hängt ab vom allgemeinen Zinsniveau auf dem Kapitalmarkt und individuellen Faktoren (Eigenkapital, Bonität, Zustand der Immobilie). Bauzinsen werden als durchschnittlicher Zinssatz in Prozent pro Jahr angegeben. Es wird dabei zwischen Sollzins und Effektivzins unterschieden. Der Sollzins (oder Nominalzins) ist der vereinbarte Zinssatz für den Kredit. Im Effektivzins sind zusätzlich auch alle Zusatzkosten, zum Beispiel Gebühren, enthalten. Der Effektivzins wird auch "effektiver Jahreszins" genannt. Bauzinsen sind Darlehenszinsen. Die Begriffe Hypothekenzinsen, Immobilienzinsen und Bauzinsen werden synonym verwendet.
Bauzinsen
Die Bauzinsen (Hypothekenzinsen) für ein privates Immobiliendarlehen mit 10 und 20 Jahren Zinsbindung lagen im Mai 2025 bei 3,57 % und 4,00 % Sollzinssatz (Quelle: FMH-Finanzberatung).
Bauzinsen-Tabelle
Historisch: Bauzinsen Entwicklung seit 1970
Entwicklung der Bauzinsen seit 1967
Quelle: Deutsche Bundesbank, Lange Zeitreihen (Zeiträume mit unterschiedlichen Messverfahren), Stand: 2024
Was beeinflusst die Bauzinsen?
Bauzinsen und Pfandbriefzinsen
Bauzinsen und der EZB-Leitzins
Bauzinsen, Bundesanleihe und EZB-Leitzins
Die Grafik zeigt eine Zusammenschau von Bauzinsen (Effektivzins) mit 10 Jahren Zinsbindung, Bundesanleihen mit 10-jähriger Rendite und den EZB-Leitzins.
Quellen: Bauzinsen (nur Neugeschäft, nur an private Haushalte, besichert und unbesichert, alle Laufzeiten): Deutsche Bundesbank (Reihe: SUD131Z), Federal Reserve Bank of St. Louis, EZB-Leitzins Einlagensatz, Stand: Oktober 2025
Bauzinsen und der US-Leitzins (Federal Funds Rate)
Darlehensnehmer:in, Immobilie & Finanzierung
Neben der Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt wird die schlussendliche Höhe der Bauzinsen auch davon bestimmt, wie hoch oder niedrig der Darlehensgeber das individuelle Risiko Ihrer Immobilienfinanzierung einschätzt. Ist sich der Darlehensgeber sicher, dass Sie das Darlehen abbezahlen können, bietet er Ihnen möglicherweise einen günstigeren Zinssatz an. Sieht der Darlehensgeber für Ihre Baufinanzierung ein erhöhtes Risiko (Ausfallrisiko), wird er das möglicherweise durch Zinsaufschläge ausgleichen. Die Kriterien zur Risikobewertung unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Sie lassen sich grob einteilen in sehr persönliche Faktoren (z. B. Alter, Einkommenssituation und Bonität), die Bewertung der Immobilie und Faktoren, die sich aus den Rahmendaten Ihres Darlehens ergeben (z. B. Höhe des Eigenkapitals, Höhe der Tilgung, Zinsbindungsdauer, Darlehenshöhe). Häufige Faktoren mit Einfluss auf die Höhe der Bauzinsen sind:
- Kreditwürdigkeit (Bonität): Je höher, desto niedriger ist der Bauzins.
- Eigenkapital: Je mehr, desto niedriger ist der Bauzins (20 bis 40 % Eigenkapital sind ein guter Wert).
- Verwendungszweck der Immobilie: bei Eigennutzung ist der Bauzins oft niedriger.
- Tilgungsrate: Je höher, desto niedriger ist der Bauzins.
Allianz Bauzinsen
Die Bauzinsen der Allianz Baufinanzierung finden Sie in dieser Zinstabelle. Mit dem Allianz Zins-Abonnement werden Sie immer dann benachrichtigt, wenn sich die Zinsen ändern. Mit dem Bauzinsrechner können Sie Ihren Bauzins und Ihre monatliche Rate für Ihre Allianz Baufinanzierung berechnen. Ihr:e Allianz Vermittler:in berät Sie gerne bei allen Fragen rund um die Immobilienfinanzierung.
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