Pflegekosten

Wer frühzeitig vorsorgt, kann Kosten im Pflegefall reduzieren.
Eine Frau und ein Mann schauen am Schreibtisch gemeinsam auf einen Tablet. Die Frau zeigt stehend auf den Bildschirm. Vor dem sitzenden Mann liegt auf dem Tisch liegt ein aufgeschlagenes Notizbuch..
  • Wie hoch sind Pflegekosten? Die Höhe Ihrer Pflege­kosten hängt von der Art der Pflege ab: Ob Sie ambulant durch Angehörige bzw. einen Pflegedienst oder stationär im Pflegeheim gepflegt werden, wirkt sich unmittelbar auf die Kosten aus. Zudem spielen regionale Unterschiede und der Pflegegrad eine große Rolle. Je höher Ihr Pflegegrad, desto höher fallen die Kosten in der Regel aus.
  • Wie hoch ist der Eigenanteil? Das richtet sich nach dem Pflegegrad der Art der Pflege sowie Ihrer privaten Vorsorge. Die Pflege­versicherung bezahlt – abhängig von Pflegegrad und Pflegeart (ambulant oder stationär) – eine Grund­absicherung.
  • Eigenanteil reduzieren: Eine private Pflege­zusatz­versicherung kann hier weitaus mehr Kosten übernehmen. Und senkt somit Ihren Eigen­anteil an den Pflege­kosten. Tipp: Schauen Sie sich dazu unsere Fallbeispiele an.
  • Pflegekosten selbst berechnen: Wieviel Pflege kosten kann, zeigt Ihnen der Pflege­vorsorge­rechner. Auf Basis von Pflegegrad, Pflegeart und Region erhalten Sie im Handum­drehen eine individuelle Prognose. Zudem erfahren Sie, wie Sie Ihre Vorsorge schon jetzt gestalten können – für finanzielle Unab­hängig­keit im Pflegefall.
  • Warum ist das wichtig? Die Wahrscheinlich­keit ist hoch, im Laufe des Lebens durch einen Unfall, eine Erkrankung oder altersbedingt pflegebedürftig zu werden. Umso besser, wenn Sie sich frühzeitig damit auseinandersetzen, welche Kosten im Pflegefall auf Sie und Ihre Angehörigen zukommen können und wie hoch die gesetzlichen Leistungen sind. So senken Sie sowohl die mentale als auch die finanzielle Belastung für diejenigen, die sich im Ernstfall um Sie kümmern.
Pflegeversicherung bezeichnet sowohl die soziale Pflegeversicherung, in der gesetzlich Krankenversicherte automatisch mitversichert sind, als auch die Pflegepflichtversicherung, die für privat Krankenversicherte gesetzlich vorgeschrieben ist.

Ambulante Pflege bezeichnet die Pflege zu Hause, entweder durch nahestehende Personen oder durch einen ambulanten Pflegedienst. Für die ambulante Pflege zu Hause können Pflege­bedürftige bei ihrer Pflege­versicherung verschiedene Hilfen beantragen: Die Leistungen der Pflege­versicherung für häusliche Pflege reichen von finanzieller Unter­stützung (Pflege­geld), über Pflege­sach­leistungen (Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst) bis hin zu einer Kombination aus beidem.

Die durchschnittlichen Kosten für häusliche Pflege durch Angehörige liegen im Pflegegrad 1 bei 490 Euro. Bei Pflegegrad 5 können die Kosten bis zu 3.568 Euro steigen. Ein professioneller Pflegedienst kann sogar zwischen 857 und 5.966 Euro monatlich kosten. Allerdings befinden sich die meisten Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 5 in stationärer Pflege.

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Monatliche Kosten
je Pflegegrad (PG)
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
Durchschnittliche Kosten:
Pflege durch Angehörige
490 € 1.169 € 1.941 € 3.248 € 3.568 €
Durchschnittliche Kosten:
Pflege durch ambulanten
Pflegedienst
857 € 1.961 € 3.553 € 5.117 € 5.966 €

Stationäre Pflege bedeutet die Pflege im Pflegeheim. Je nach Schweregrad bleiben Pflegebedürftige unter Umständen rund um die Uhr in der Pflegeeinrichtung. Die abgeschwächte Form ist eine teilstationäre Pflege: Je nach Zustand und Betreuungsmöglichkeit durch Angehörige können sich Pflegebedürftige für eine Tages- oder Nachtpflege entscheiden.

Stationäre Pflegekosten sind in der Regel höher als ambulante. Bei Pflegegrad 1 betragen die durchschnittlichen Kosten 2.507 Euro, während sie bei Pflegegrad 5 auf 5.535 Euro steigen können. Diese Kosten umfassen Unterkunft, Verpflegung und Pflegeleistungen, wobei der Eigenanteil oft erheblich ist.

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Pflegegrad (PG) von 1 bis 5
PG 1
PG 2
PG 3
PG 4
PG 5
Durchschnittliche Kosten pro Monat 2.507 € 4.245 € 4.759 € 5.295 € 5.535 €

Neben der Art der Pflege (ambulant oder stationär) hängt die Höhe der Pflegekosten insbesondere von Ihrem Pflegegrad ab sowie der Region, in der Sie gepflegt werden. Mit dem Pflegevorsorgerechner können Sie Ihre individuellen Kosten im Pflegefall unter Berücksichtigung dieser Faktoren bestimmen. Wir zeigen Ihnen in übersichtlicher Form die gesetzliche Leistung und Ihren verbleibenden Eigenanteil. Zudem sehen Sie, wieviel Sie mit einer privaten Pflegezusatzversicherung sparen können.

In der Grafik sehen Sie, wie hoch die durch­schnitt­lichen Kosten für die Pflege­ver­sorgung sind. Diese sind abhängig vom Pflege­grad und der Art der Pflege (ambulant oder stationär). Sie sehen auch die gesetz­lichen Leistungen (hellblau). Diese decken die monat­lichen Kosten nur zum Teil ab, weshalb ein hoher Eigen­anteil bzw. eine Versorgungs­lücke verbleibt. Dies sind die ent­sprechenden offenen Kosten (lila). Nähere Infor­mationen zu den Pflege­graden 4 und 5 bei stationärer Pflege (1) finden Sie im Info­button.

 

1) In der Grafik ist die gesetz­liche Leistung für stationäre Pflege für Pflege­grad 4 und 5 im ersten Jahr ausge­wiesen. Im Rahmen der Pflege­reform 2022 zahlen gesetzliche Pflege­kassen oder die private Pflege­pflicht­versicherung seit 1.1.2022 zusätzlich zu pauschalen Leistungs­beträgen einen von der Dauer der voll­station­ären Pflege abhängigen Leistungs­zuschlag.

Dieser Leistungs­zuschlag ist bezogen auf den pflege­bedingten Eigen­anteil bei voll­stationärer Pflege in den Pflege­graden 2 bis 5. Der Leistungs­zuschlag beträgt im ersten Jahr 15 Prozent. Im zweiten Jahr beträgt dieser 30 Prozent, im dritten Jahr 50 Prozent und ab dem vierten Jahr 75 Prozent.

Quellen für bundes­weit durch­schnitt­liche Pflege­kosten: Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO 09/24) sowie Gesundheitsberichterstattung (GBE) des Bundes.

Pflegegrad 1

Herr Meyer ist vor kurzem an Parkinson erkrankt und hat den Pflegegrad 1. Seine Tochter wendet sich an die Allianz PflegeHotline. Hier bekommt sie nützliche Tipps, was bei der Pflege von Angehörigen zu beachten ist. Die Tochter möchte sich selbst um ihren Vater kümmern und reduziert deshalb Ihre Arbeitszeit. Die Verringerung des Gehalts in Höhe von 359 Euro möchte Herr Meyer seiner Tochter bezahlen.

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Merkmale
Monatliche Beiträge & Tagessatz
Monatliche Kosten 490 €
Monatliche gesetzliche Leistung 131 €
Monatlicher Eigenanteil 359 € = in 5 Jahren 21.540 € gesamt (359 € x 12 Monate x 5 Jahre)
Wie hoch sollte der versicherte Tagessatz sein?
Die Allianz empfiehlt einen Tagessatz von mindestens 105 €.
Was zahlt die Pflegezusatz im Tarif PflegetagegeldBest? 
 

630 €

Bei einem Tagessatz von 105 € erhalten Sie im Pflegegrad 1 20% der versicherten Höchstleistung bei ambulanter Pflege (20% von 105 € * 30 Tage).

Offener Betrag Kein offener Betrag
Wie können Sie sich noch besser absichern? Mit dem Zusatztarif "Erhöhung ambulant" können Sie im ambulanten Bereich die Leistungen ab Pflegegrad 2 auf 100% erhöhen.
  • Online abschließen bis zum 60. Lebensjahr.
  • Sind Sie älter als 60? Dann klicken Sie hier.
Pflegegrad 2
Herr Meiller hat vor einigen Monaten die Diagnose Demenz bekommen und braucht zunehmend Hilfe, wie beispielsweise bei der Körperpflege, der Einnahme von Medikamenten und Arztbesuchen. Er hat Pflegegrad 2. Sein Sohn besucht ihn regelmäßig und unterstützt ihn in seinem Alltag. Herr Meiller benötigt noch keine Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst, da die Versorgung über den Sohn ausreichend ist.

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Merkmale
Monatliche Beiträge & Tagessatz
Monatliche Kosten 1.169 €
Monatliche gesetzliche Leistung 347 €
Monatlicher Eigenanteil 822 € = in 5 Jahren 49.320 € gesamt (822 € x 12 Monate x 5 Jahre)
Wie hoch sollte der versicherte Tagessatz sein? Die Allianz empfiehlt einen Tagessatz von mindestens 105 €.
Was zahlt die Pflegezusatz im Tarif PflegetagegeldBest?

945 €

Bei einem Tagssatz von 105 € erhalten Sie im Pflegegrad 2 30% der versicherten Höchstleistung bei ambulanter Pflege (30% von 105 € * 30 Tage).

Offener Betrag Kein offener Betrag
Wie können Sie sich noch besser absichern? Mit dem Zusatztarif "Erhöhung ambulant" können Sie im ambulanten Bereich die Leistungen ab Pflegegrad 2 auf 100% erhöhen.
  • Online abschließen bis zum 60. Lebensjahr.
  • Sind Sie älter als 60? Dann klicken Sie hier.
Pflegegrad 3
Herr Yilmaz leidet an Multipler Sklerose sowie an beginnender Demenz und hat den Pflegegrad 3. Zu Hause wird er viermal täglich von einem ambulanten Pflegedienst betreut. Zusätzlich geht er zweimal wöchentlich in eine Bewegungsgruppe.

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Merkmale
Monatliche Beiträge & Tagessatz
Monatliche Kosten 3.553 €
Monatliche gesetzliche Leistung 1.497 €
Monatlicher Eigenanteil 2.056 € = in 5 Jahren 123.360 € gesamt 2.056 € x 12 Monate x 5 Jahre)
Wie hoch sollte der versicherte Tagessatz sein? Die Allianz empfiehlt einen Tagessatz von mindestens 105 €.
Was zahlt die Pflegezusatz im Tarif PflegetagegeldBest?

1.575 €

Bei einem Tagssatz von 105 € erhalten Sie im Pflegegrad 3 50% der versicherten Höchstleistung bei ambulanter Pflege (50% von 105 € * 30 Tage).

Offener Betrag 481 €
Wie können Sie sich noch besser absichern? Mit dem Zusatztarif "Erhöhung ambulant" können Sie im ambulanten Bereich die Leistungen ab Pflegegrad 2 auf 100% erhöhen.
  • Online abschließen bis zum 60. Lebensjahr.
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Pflegegrad 4

Herr Nielsen hatte vor 1 Jahr einen Schlaganfall. Die linke Körperhälfte ist gelähmt und das Sprechen ist mühsam. Herr Nielsen ist täglich auf Hilfe angewiesen. Er ist ins Pflegeheim gezogen, um seinen Alltag zu bewältigen. Die Gesamtkosten von 5.295 Euro im Monat basieren auf bundesweiten, durchschnittlichen Pflegekosten. Diese können regional abweichen.

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Merkmale
Monatliche Beiträge & Tagessatz
Monatliche Kosten für stationäre Pflege 5.295 €
Monatliche gesetzliche Leistung 2.140 €
Monatlicher Eigenanteil 3.155 € = in 5 Jahren 189.300 € gesamt (3.155 € x 12 Monate x 5 Jahre)
Wie hoch sollte der versicherte Tagessatz sein? Die Allianz empfiehlt einen Tagessatz von mindestens 105 €.
Was zahlt die Pflegezusatz im Tarif PflegetagegeldBest?

3.150 €

Bei einem Tagssatz von 105 € erhalten Sie im Pflegegrad 4 100% der versicherten Höchstleistung bei stationärer Pflege (105 € * 30 Tage).

Offener Betrag 5 €
Wie können Sie sich noch besser absichern? Sie können den Tagessatz mit der entsprechenden monatlichen Absicherung frei wählen (maximal 150 Euro). Der Tagessatz ist abhängig von Ihrem Absicherungsbedarf.
  • Online abschließen bis zum 60. Lebensjahr.
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Pflegegrad 5

Herr Chén stürzte unglücklich bei Glatteis. Eine starke Hirnblutung führte zu irreversiblen Schäden. Seitdem hat er Pflegegrad 5 und wird in einem nahegelegenen Pflegeheim gepflegt. Die Gesamtkosten von 5.535 Euro im Monat basieren auf bundesweiten, durchschnittlichen Pflegekosten. Diese können regional abweichen.

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Merkmale
Monatliche Beiträge & Tagessatz
Monatliche Kosten für stationäre Pflege
5.535 €
Monatliche gesetzliche Leistung 2.380 €
Monatlicher Eigenanteil 3.155 € = in 5 Jahren 189.300 € gesamt (3.155 € x 12 Monate x 5 Jahre)
Wie hoch sollte der versicherte Tagessatz sein? Die Allianz empfiehlt einen Tagessatz von mindestens 105 €.
Was zahlt die Pflegezusatz im Tarif PflegetagegeldBest?

3.150 €

Bei einem Tagessatz von 105 € erhalten Sie im Pflegegrad 5 100% der versicherten Höchstleistung bei stationärer und ambulanter Pflege (105 € x 30 Tage).

Offener Betrag 5 €
Beitragsbefreiung Im Pflegegrad 5 zahlen Sie keine Beiträge für die Pflegezusatzversicherung.
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Nach Abzug der Leistungen der Pflegeversicherung bleibt ein Eigenanteil, den Sie oder Ihre Angehörigen selbst aufwenden müssen. Das kann für viele Familien eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen.

Um Überraschungen zu vermeiden, lohnt es sich, frühzeitig für den Pflegefall vorzusorgen. Eine private Pflegezusatz­versicherung kann Leistungslücken der GKV ausgleichen und Ihren Eigenanteil erheblich verringern.

  • Gesetzliche Leistung in Anspruch nehmen: Pflegegeld bzw. Pflegesachleistungen entlasten Ihre pflegenden Angehörigen.
  • Entlastungsbetrag beantragen: Alle pflegebedürftigen Menschen, die zuhause versorgt werden und einen Pflegegrad haben, können den Entlastungsbetrag von monatlich bis zu 131 Euro beanspruchen.
  • Frühzeitig vorsorgen: Kümmern Sie sich um Ihre private Pflegevorsorge, um Überraschungen im Ernstfall abzufedern. Wenn Sie bereits pflegebedürftig sind, ist es meist zu spät, um eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

Reichen Ihre Vermögenswerte und die Leistung der Pflegeversicherung nicht aus, haben Sie die Möglichkeit, einen Antrag auf "Hilfe zur Pflege" zu stellen. Dann springt der Sozialhilfeträger ein und übernimmt die verbleibenden Pflegekosten bis zur vollen Höhe. Vorher prüft das Sozialamt aber, ob Angehörige zum sogenannten Elternunterhalt verpflichtet sind (ab einem Bruttojahreseinkommen von 100.000 Euro). Besteht eine Unterhaltspflicht, müssen Ihre Angehörigen einen Beitrag zu Ihren Pflegekosten leisten, bevor das Sozialamt die Restkosten übernimmt.

Unsere Empfehlung: Sichern Sie sich frühzeitig ab, um Versorgungslücken gar nicht erst entstehen zu lassen und Ihren Liebsten die finanzielle und mentale Belastung zu ersparen.

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