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Ein Traum vieler:

Rente mit 63 – Kann auch ich früher in den Ruhestand?

Allianz - Rente mit 63: Ältere Leute im Badeanzug bereit für den Sprung ins Wasser

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Früh den Absprung schaffen

Die Rente mit 63: Ein Traum vieler – nur die wenigsten möchten bis zum gesetzlich festge­legten Renteneintrittsalter arbeiten. Doch um den frühen Ruhestand auch genießen zu können, gilt es, rechtzeitig die Grundlagen dafür zu schaffen. Wir verraten, was Sie jetzt wissen sollten und wie Sie den Traum von der Rente mit 63 am besten wahr werden lassen.

› Wie früh kann ich in Rente gehen? Und muss ich mit Abschlägen rechnen?

› Rente mit 63: Welche Zeiten zählen als Beitragsjahre oder Wartezeit?

› Wie viel gesetzliche Rente bekomme ich voraussichtlich?

› Rentenrechner: So nah bin ich meinem Rentenziel

› Reicht die gesetzliche Rente in Zukunft noch?

› Welche Möglichkeiten gibt es, finanziell vorzusorgen?

› Einkommen sichern heißt Rente sichern

› Häufige Fragen rund um das Thema Rente mit 63 bzw. Frührente

› Das könnte Sie auch interessieren

Wie früh kann ich in Rente gehen? Und muss ich mit Abschlägen rechnen?

Allianz - Gesetzliche Regelaltersrente

Mindestens 5 Beitragsjahre: Gesetzliche Regelaltersrente
 

Mindestens fünf Jahre Wartezeit müssen für den Anspruch auf diese Rente nachge­wiesen werden. Der Anspruch besteht für alle Versicherten, die vor 1947 geboren sind, ab einem Alter von 65 Jahren.

Für Versicherte, die in den Jahren von 1947 bis 1963 geboren sind, wird die Regelaltersgrenze stufenweise angehoben. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 liegt sie bei 67 Jahren.

Die Regelaltersrente kann nicht vorgezogen in Anspruch genommen werden.

Allianz - Altersrente für langjährig Versicherte

Mindestens 35 Beitragsjahre: Altersrente für langjährig Versicherte  

Voraussetzung für diese Rente ist unter anderem eine Wartezeit von mindes­tens 35 Jahren. Für die vor 1949 Geborenen lag der Rentenbeginn bei 65 Jahren.

Für die Geburtsjahrgänge 1949 bis 1964 wird die Altersgrenze vom Gesetzgeber stufenweise angepasst. Für Versicher­te, die 1964 oder später geboren sind, liegt sie bei 67 Jahren.

Diese Rente kann vorzeitig in Anspruch genommen werden – frühestens mit 63 Jahren – allerdings nur mit Abschlägen von bis zu 14,4%.

Allianz - Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Mindestens 45 Beitragsjahre: Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Seit dem 01.07.2014 können Versicherte mit einer Wartezeit von mindestens 45 Jahren bereits ab 63 statt wie zuvor mit 65 Jahren abschlagfrei in Rente gehen.

Ab Jahrgang 1953 steigt die Alters­grenze für die abschlagsfreie Rente allerdings schrittweise an, je Jahrgang um zwei Monate. Für alle 1964 oder später Geborenen liegt sie wieder bei 65 Jahren.

Wichtig: Diese Rente kann nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden. Wer 45 Jahre Wartezeit vorweisen kann und vor der Altersgrenze für diese Rente in Ruhestand gehen möchte, muss auf die Regelungen für langjährig Versicherte ausweichen.

  • Stufenweise Anhebung der Altersgrenzen
  • Gesetzliche Regelaltersrente
  • Altersrente für langjährig Versicherte
  • Altersrente für besonders langjährig Versicherte
Stufenweise Anhebung der Altersgrenzen

  Übersichten zur stufenweise Anhebung der Altersgrenzen

Welche Altersvorgaben gelten für einen Rentenversicherten, wenn er beispielsweise 1955 oder 1961 geboren ist? Für welchen Jahrgang ergibt sich aus der Anhebung zum Beispiel die Regelaltersgrenze von 66 Jahren?

Beispielhafte Werte für jeweils gut ein Dutzend unterschiedliche Jahrgänge finden Sie in unseren drei Übersichtstabellen.

Wählen Sie links einfach die Art, die Sie interessiert.

Gesetzliche Regelaltersrente

  Gesetzliche Regelaltersrente:
  Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67

So erfolgte die stufenweise Anpassung für die Geburtsjahrgänge 1950 bis 1964.

GeburtsjahrAnhebung
in Monaten
Regelaltersgrenze
1950465 Jahre, 4 Monate
1951565 Jahre, 5 Monate
1952665 Jahre, 6 Monate
1953765 Jahre, 7 Monate
1954865 Jahre, 8 Monate
1955965 Jahre, 9 Monate
19561065 Jahre, 10 Monate
19571165 Jahre, 11 Monate
19581266 Jahre
19591466 Jahre, 2 Monate
19601666 Jahre, 4 Monate
19611866 Jahre, 6 Monate
19622066 Jahre, 8 Monate
19632266 Jahre, 10 Monate
ab 19642467 Jahre

Stand: 01.04.2017

Altersrente für langjährig Versicherte

  Altersrente für langjährig Versicherte:
  Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre

So erfolgte die stufenweise Anpassung von 65 Jahre auf 67 Jahre.

GeburtsjahrRentenbeginnAbschlag für einen
Renten­eintritt mit 63
195065 Jahre, 4 Monate8,4%
195165 Jahre, 5 Monate8,7%
195265 Jahre, 6 Monate9,0%
195365 Jahre, 7 Monate9,3%
195465 Jahre, 8 Monate9,6%
195565 Jahre, 9 Monate9,9%
195665 Jahre, 10 Monate10,2%
195765 Jahre, 11 Monate10,5%
195866 Jahre10,8%
195966 Jahre, 2 Monate11,4%
196066 Jahre, 4 Monate12,0%
196166 Jahre, 6 Monate12,6%
196266 Jahre, 8 Monate13,2%
196366 Jahre, 10 Monate13,8%
ab 196467 Jahre14,4%

Stand: 01.04.2017

Altersrente für besonders langjährig Versicherte

  Altersrente für besonders langjährig Versicherte:
  Anhebung der Altersgrenze auf 65 Jahre

So erfolgte die stufenweise Anpassung auf 65 Jahre.

GeburtsjahrAnhebung
in Monaten
Rentenbeginn
1953263 Jahre, 2 Monate
1954463 Jahre, 4 Monate
1955663 Jahre, 6 Monate
1956863 Jahre, 8 Monate
19571063 Jahre, 10 Monate
19581264 Jahre
19591464 Jahre, 2 Monate
19601664 Jahre, 4 Monate
19611864 Jahre, 6 Monate
19622064 Jahre, 8 Monate
19632264 Jahre, 10 Monate
ab 19642465 Jahre

Stand: 01.04.2017

Rente mit 63: Welche Zeiten zählen als Beitragsjahre oder Wartezeit?

Allianz - Beitragszeiten: Rentnerehepaar pflückt Blumen

Anrechenbar auf die Wartezeit von 45 Jahren sind folgende Zeiten:

  • Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus Beschäftigung,
  • Zeiten der geringfügigen, nicht versicherungspflichtigen Beschäftigung (anteilige Berücksichtigung),
  • Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus selbstständiger Tätigkeit,
  • Zeiten mit freiwilligen Beiträgen, wenn mindestens 18 Jahre mit Pflichtbeiträgen aus einer Beschäftigung bzw. selbstständigen Tätigkeit vorhanden sind,
  • Zeiten der Wehr- oder Zivildienstpflicht,
  • Zeiten der nicht erwerbsmäßigen Pflege von Angehörigen,
  • Zeiten der Kindererziehung bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes,
  • Zeiten, in denen Arbeitslosengeld, Teilarbeitslosengeld, Leistungen bei Krankheit (wie etwa Krankengeld oder Verletztengeld) oder Übergangsgeld bezogen wurden,
  • Zeiten des Bezugs von Leistungen bei beruflicher Weiterbildung, Zeiten des Bezugs von Kurzarbeitergeld, Schlechtwettergeld und Winterausfallgeld,
  • Zeiten des Bezugs von Insolvenzgeld und Konkursausfallgeld (Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers),
  • Ersatzzeiten (zum Beispiel politische Haft in der ehemaligen DDR).

Nicht berücksichtigt werden allerdings unter anderem Zeiten, in denen der Versicherte Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld II bezogen hat, sowie Zeiten aufgrund eines Versorgungsausgleiches oder Rentensplittings. Eine detaillierte Prüfung ist im Einzelfall unerlässlich.

Wie viel gesetzliche Rente bekomme ich voraussichtlich?

Die Frage nach der voraussichtlichen Höhe der Altersrente beantwortet die Renteninformation. Jedes Jahr wird sie von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) an all ihre Versicherten verschickt, die mindestens 27 Jahre alt sind und fünf Jahre lang Beiträge gezahlt haben. Das Schreiben gibt Auskunft, mit welchen Leistungen man voraussichtlich im Alter oder bei voller Erwerbsminderung rechnen kann.

Rechts in der Mitte der Renteninformation finden sich drei Zahlen. Die oberste nennt den aktuellen Rentenanspruch für den Fall, dass man voll erwerbsgemindert ist. Die zweite nennt die derzeit erworbenen Ansprüche auf die Regelaltersrente, wenn man keine weiteren Beiträge mehr bezahlen würde. Der dritte Wert beziffert die hochgerechnete Rente, basierend auf weiteren Einzahlungen wie in den vergangenen fünf Jahren.

Darunter rechnet die DRV in einem Absatz vor, auf welchen Betrag sich die Regelaltersrente erhöhen könnte, wenn sie jährlich um ein beziehungsweise zwei Prozent erhöht würde – allerdings ist diese Entwicklung nicht wirklich vorherzusehen, wie die DRV selbst schreibt.

Wie wirken sich Steuern, Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung und der Kaufkraftverlust auf die Rente aus? Das lässt sich mit den Werten aus der Renteninformation online schnell und einfach abschätzen, um eine erste Basis für seine private Vorsorge­planung zu haben.

Allianz - Renteninformation: Voransicht der Hauptseite

Rentenrechner: So nah bin ich meinem Rentenziel

Viele Menschen haben nur einen ungefähren Überblick darüber, wie viel Geld sie später brauchen und wie hoch ihre Rente sein wird. Dazu kommt, dass der Wert des Geldes mit der Zeit weniger wird. In manchen skandinavischen Ländern bekommen die Bürger deshalb mit der gesetzlichen Renteninformation zusätzlich Angaben zum Stand ihrer betrieblichen und privaten Vorsorge. In Deutschland kann unter anderem der Rentenscore der Allianz helfen. Er gibt innerhalb weniger Minuten eine erste Orientierung, wie es um die persönliche Vorsorgesituation steht und wie Ihre finanziellen Perspektiven für eine Frührente sind.

Reicht die gesetzliche Rente in Zukunft noch?

Lange Jahre konnten Rentner in Deutschland gut von ihrer gesetzlichen Rente leben. Doch aufgrund des demografischen Wandels eignet sie sich nur noch als ein Grundstock für die zukünftige Altersvorsorge. Was ist passiert?

Das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern kippt: Ein Beitragszahler muss für immer mehr Leistungsempfänger aufkommen. Der Grund dafür ist vor allem der starke Anstieg der Rentenempfänger.

Langfristig ist das Rentenniveau gesunken. Mit Zuschüssen und Steuererleichterungen wurden und werden Bürger motiviert, zusätzlich selbst vorzusorgen, etwa durch eine private Rentenversicherung, eine Riester- oder Rürup-Rente sowie durch eine betriebliche Altersvorsorge. Besonders wichtig ist eine zusätzliche Vorsorge dabei für Selbstständige, da sie normalerweise nicht in der gesetzlichen Rente eingeschlossen sind.

Die Rentenlast

Allianz - Rentenlast: Änderungen der Verteilung der Rentenlast über die JahrzehnteDas Glas füllt sich nach und nach mit Münzen

Welche Möglichkeiten gibt es, finanziell vorzusorgen?

Auch im Alter kommt es darauf an, ein regelmäßiges Einkommen mit Renditepotenzial zu haben – und das am besten lebenslang. Neben der verbleibenden Zeit bis zum Renteneintritt ist dies bei der Auswahl Ihrer Vorsorge ein wichtiges Kriterium.
  • Lebens-/ Rentenversicherung
  • Immobilie
  • Aktien
  • Gold/Edelmetalle
Lebens-/ Rentenversicherung

Lebens-/ Rentenversicherung – lebenslange Vorsorge

Allianz - Lebens-/Rentenversicherung: Älteres Paar in der Natur
  • Robuste Rendite abhängig von der gewählten Kapitalanlage. Gleichzeitig sind lebenslange Rentenzahlungen sichergestellt und Risiken wie Berufsunfähigkeit oder Pflege­bedürftig­keit abgesichert.
  • Sicherheit und Chance können individuell gewichtet werden, je nach persönlichem Bedürfnis. Lebens-/Rentenversicherungen bieten wesentliche Garantien, zum Beispiel den Beitragserhalt. Immer garantiert ist die Zahlung einer lebenslangen Rente ab Rentenbeginn.
  • Mittlere Flexibilität: Eine Aufstockung der Beiträge ist ebenso möglich wie Stundungen. Bei vielen Verträgen sind Entnahmen aus dem Vertragsguthaben möglich.
  • Geeignet für Planer, für Menschen, die eine lebenslange Rente bekommen möchten, egal wie alt sie werden, und die Möglichkeit haben möchten, das Kapitalanlage­management für ihre Vorsorge an Experten abzugeben. Auch Mitentscheiden ist möglich.
Immobilie

Immobilie

Allianz - Immobilie: Haus im Grünen
  • Renditepotenzial schwierig – abhängig von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel geografische Lage, Bausubstanz, Selbstnutzung oder Vermietung des Objekts.
  • Mittlere Sicherheit: Nur gute Lagen erweisen sich als wertbeständig. Für Vermieter gilt: Ohne Mietzahlung gibt es keine Rendite – dann droht das Scheitern der Fremdfinanzierung und somit die Zwangsversteigerung.
  • Geringe Flexibilität: Der Verkauf einer Immobilie erfordert Zeit. Sie ist nur durch Preiszugeständnisse zu verkürzen.
  • Geeignet für bodenständige Anleger, die eine langfristige Kapitalbindung nicht abschreckt. Wer zusätzlich steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen will, wird ein vermietetes Objekt wählen.
Aktien

Aktien

Allianz - Aktien: Bildschirme mit Kursangaben
  • Chance auf besonders hohe Rendite. Eine gute Wahl der Aktien ist dabei entscheidend. Die Alternative zu riskanten Einzeltiteln sind Aktienfonds.
  • Geringe Sicherheit: Der Depotwert ist abhängig vom Tageskurs – es besteht jederzeit ein hohes Verlustrisiko durch mögliche Einbrüche am Aktienmarkt. Mögliche Verluste können durch längere Anlagehorizonte ausgeglichen werden.
  • Hohe Flexibilität: Aktien werden in Deutschland montags bis freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 20 Uhr an den Börsen gehandelt. Teilverkäufe sind möglich.
  • Geeignet für Nervenstarke: Kursentwicklungen hängen von vielen nicht beeinflussbaren Faktoren ab.
Gold/Edelmetalle

Gold/Edelmetalle

Allianz - Goldbarren und -münzen
  • Hohe Rendite möglich in Abhängigkeit von den Tagespreisen. Einnahmen sind allerdings nur durch Verkäufe möglich. Edelmetalle werfen keinen Ertrag ab.
  • Mittlere Sicherheit: Gold wird immer einen Wert besitzen, der aber Preisschwankungen unterliegen kann.
  • Hohe Flexibilität: An- und Verkauf ist bei Banken oder spezialisierten Anbietern kurzfristig möglich.
  • Geeignet für traditionelle Anleger, die einen Zusammenbruch des Papiergeldsystems für möglich halten.

Einkommen sichern heißt Rente sichern

Hier starten Sie das Video zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die finanzielle Planung für den Ruhestand ist wichtig – ebenso wichtig ist aber, sein Einkommen während des Arbeitslebens abzusichern. Jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland wird berufsunfähig. Durch den Wegfall des Einkommens entsteht eine Versorgungslücke, die man durch eine private Berufsunfähigkeitsrente schließen kann.

Diese Versorgungslücke betrifft auch die Bezüge im Alter, nicht nur die Zeit während des Erwerbslebens. In der Regel finanziert man die Altersvorsorge durch sein regelmäßiges Einkommen. Bleibt dieses Geld aus, betrifft das auch die Rente, weil man die Beiträge für die Rentenversicherung nicht mehr im vollen Umfang bezahlen kann.

Um trotz Berufsunfähigkeit im Ruhestand sorgenfrei zu leben, kann die Berufsunfähig­keitsversicherung so gestaltet sein, dass die Beiträge für eine private Altersvorsorge von der Versicherung weiterbezahlt werden.

Mehr über die Berufsunfähigkeitsversicherung erfahren Sie in diesem Video.

Häufige Fragen rund um das Thema Rente mit 63

  • Gibt es für Beamte etwas Vergleichbares zur Rente mit 63?
  • Ist Altersteilzeit eine Alternative zur Rente mit 63?
  • Muss ich mit 63 in Rente gehen, wenn ich die Voraussetzungen dafür erfülle?
  • Darf ich über die gesetzliche Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten?
  • Darf ich – sobald ich mit 63 in Rente bin – noch etwas dazuverdienen?
  • Fallen auf die gesetzliche Rente Steuern an?
  • Was ist die Altersrente für Frauen?
  • Was steckt hinter dem Begriff „Eckrentner“?
Gibt es für Beamte etwas Vergleichbares zur Rente mit 63?

Auch bei Beamten ist die Regelaltersgrenze mit Vollendung des 67. Lebensjahrs erreicht. Dann treten sie in den Ruhestand. Bei vorzeitiger Versetzung in den Ruhestand wegen Inanspruchnahme einer Antrags-Altersgrenze vermindert sich das Ruhegehalt um einen Versorgungsabschlag.

Aber auch für Beamte gibt es eine Ruhestandsregelung, die vergleichbar ist mit der Altersrente für besonders langjährig Versicherte in der DRV: Wenn ein Beamter zum Zeitpunkt des Eintritts in den Ruhestand das 65. Lebensjahr vollendet hat und mindestens 45 Jahre anrechenbare Dienstzeiten aufweisen kann, kann er ohne Versorgungsabschlag in den vorgezogenen Ruhestand gehen.

Zu beachten ist, dass es bei der Beamtenversorgung eine Vielzahl von Übergangs- und Sonderregelungen gibt und unterschiedliche landesrechtliche Regelungen bestehen.

Ist Altersteilzeit eine Alternative zur Rente mit 63?

Statt in Frührente zu gehen, können Sie auch über eine Altersteilzeit nachdenken, soweit Ihr Arbeitgeber diese Möglichkeit anbietet.

Wenn Sie sich etwa für das sogenannte Blockmodell entscheiden, können Sie früher aus dem aktiven Arbeitsleben ausscheiden. Beim Blockmodell folgt auf eine Arbeitsphase mit voller Stundenzahl eine gleich lange vollständig arbeitsfreie Freistellungsphase. In beiden Phasen bekommen Sie Ihr früheres Regelarbeitsentgelt deshalb halbiert ausgezahlt. Im Idealfall stockt Ihr Arbeitgeber dieses Altersteilzeitarbeitsentgelt sowie die Rentenversicherungsbeiträge auf.

Wichtig ist, dass Sie auch in der Freistellungsphase weiterhin versicherungspflichtig beschäftigt sind.

Um zu klären, ob und wann eine Altersteilzeit für Sie in Frage kommt und um Ihren Ruhestand zu planen, wenden Sie sich bitte an die Deutsche Rentenversicherung (DRV). Klären Sie verbindlich mit der DRV, wann Sie welche Voraussetzungen erfüllen und mit welchen Abschlägen zu rechnen sein könnte.

Anschließend können Sie sich an Ihren Arbeitgeber wenden, um die Modalitäten der Altersteilzeitvereinbarung zu klären. Dabei sind neben gesetzlichen möglicherweise auch tarifvertragliche Regelungen oder Betriebsvereinbarungen zu beachten, weshalb eine rechtliche Beratung sinnvoll sein kann.

Muss ich mit 63 in Rente gehen, wenn ich die Voraussetzungen dafür erfülle?

Nein. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, um vorzeitig die Altersrente für langjährig Versicherte in Anspruch zu nehmen, kann ein Rentenantrag gestellt werden. Auch die Altersrente für besonders langjährig Versicherte muss nicht in Anspruch genommen werden, wenn man alle Voraussetzungen erfüllt. Wer will, kann in beiden Fällen auch weiterarbeiten.

Anders sieht das für Empfänger von Hartz IV aus: Wer mit 63 Jahren Hartz IV erhält, kann unter Umständen verpflichtet werden, vorzeitig gegen Abschläge eine Altersrente in Anspruch zu nehmen. Diese „Zwangsverrentung“ erfolgt nicht, wenn der Leidtragende dadurch besonders hart betroffen ist. Was hierunter zu verstehen ist, ist in der Unbilligkeitsverordnung geregelt.

Darf ich über die gesetzliche Regelaltersgrenze hinaus weiterarbeiten?

Ja, der Eintritt in die Altersrente ist freiwillig. Wer will, darf weiterarbeiten. Das lohnt sich finanziell: Die in dieser Zeit gezahlten Beiträge steigern die Rente, wenn der Betroffene gegenüber seinem Arbeitgeber schriftlich auf seine Rentenversicherungsfreiheit verzichtet. Für jeden Monat, den man trotz erfüllter Wartezeit nach Erreichen der Regelaltersgrenze länger arbeitet, erhält man 0,5% Aufschlag auf die reguläre Rente.

Allerdings muss auch der Arbeitgeber mitspielen. Oft endet das Arbeitsverhältnis vertraglich automatisch, wenn die Regelaltersgrenze erreicht ist. Dann ist eine Änderung oder Verlängerung des Arbeitsvertrags notwendig, damit man länger arbeiten kann.

Darf ich – sobald ich mit 63 in Rente bin – noch etwas dazuverdienen?

Seit dem 01.07.2017 gelten im Rahmen des Flexirentengesetzes neue Hinzuverdienstgrenzen.

Wer sich etwas hinzuverdienen möchte und die gesetzliche Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat, muss auf die Obergrenze von 6.300 Euro im Kalenderjahr achten. Die monatliche Grenze von 450 Euro gibt es dagegen seit dem 01.07.2017 nicht mehr. Ist der Verdienst eines Rentners, der die Regelaltersgrenze nicht erreicht hat, 6.300 Euro oder geringer, so ist er seit dem 01.07.2017 anrechnungsfrei. Alles, was den Maximalbetrag von 6.300 Euro übersteigt, wird dagegen zu 40% auf die Rente angerechnet, also von der Rentenzahlung abgezogen.

Außerdem ist noch ein individueller Hinzuverdienstdeckel zu beachten. Wird er überschritten, wird der darüber liegende Verdienst zu 100% auf die verbleibende Teilrente angerechnet. Lassen Sie sich über die Folgen Ihres Hinzuverdienstes bitte von der Deutschen Rentenversicherung individuell und verbindlich beraten.

Fallen auf die gesetzliche Rente Steuern an?

Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind nachgelagert mit steigendem Anteil zu versteuern. Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2040 und später sind 100% der gesetzlichen Rente zu versteuern.

Was ist die Altersrente für Frauen?

Die speziell geregelte Altersrente für Frauen gab es nur noch für die Geburtsjahrgänge vor 1952. Diese Rente konnten nur weibliche Versicherte bekommen, die mindestens eine Wartezeit von 15 Jahren erfüllt und nach vollendetem 40. Lebensjahr mehr als zehn Jahre Pflichtbeitragszeiten gesammelt hatten. Die Altersgrenze für die abschlagsfreie Inanspruchnahme dieser Rente lag anfangs bei 60 Jahren.

Das erforderliche Alter wurde im Jahr 2000 angehoben auf 65 Jahre. Für die Geburtsjahrgänge 1940 bis 1944 erfolgte die Umstellung stufenweise. Berechtigte konnten diese Rente auch vorzeitig – mit einem Abschlag von 0,3% für jeden Monat des vorzeitigen Rentenbezugs – in Anspruch nehmen.

Was steckt hinter dem Begriff „Eckrentner“?

Der "Eckrentner" ist ausschließlich eine abstrakte Orientierungsgröße in der Rentenversicherung, um das Standard-Rentenniveau zu verdeutlichen. Es wird angenommen, dass der Eckrentner als Durchschnittsverdiener je Kalenderjahr einen Entgeltpunkt und insgesamt 45 Entgeltpunkte erzielt hat.

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