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Mauke beim Pferd behandeln

So geht es Ihrem Pferd bald besser

Kurz erklärt in 30 Sekunden

Mauke bei Pferden: Alles, was Sie wissen müssen

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  • Mauke ist ein Hautekzem an der Fesselbeuge. Die Entzündung ist nicht ansteckend.
  • Sie sollten die Entzündung schnellstmöglich behandeln lassen, da sie extrem jucken kann und sich das Pferd ständig kratzt – bis hin zur offenen Wunde.
  • Mauke wird begünstigt durch schlechte hygienische Bedingungen und meistens hat sie auch noch psychische oder ernährungsbedingte Ursachen.
  • Hilfreich kann auch eine Behandlung beim Tierheilpraktiker sein. Er testet mit einer Biofeld-Haaranalyse, welche Mineralien oder Spurenelemente einem Pferd fehlen. Die kann man dann mit entsprechenden Kräutermischungen zufüttern.

Krankheit erkennen

Mauke: Entstehung und Symptome

Allianz - Mauke Pferd: Ein Mann streichelt sein Pferd, das gerade frisst.

Mauke ist eine hartnäckige Erkrankung der Haut in der Fesselbeuge. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Raspe, die nicht nur die Fesselbeuge, sondern das gesamte Bein des Pferdes befällt. Jedes Pferd kann Mauke bekommen, meistens sind es jedoch Kaltblutrassen.

Entstehung

Nasse Beinhaare und durch Feuchtigkeit durchweichte Haut bieten perfekte Bedingungen für den Beginn einer Mauke. Wenn dann auch noch Hautirritationen durch Abschürfungen oder auch Verletzungen von beispielsweise Dornenbüschen auf der Weide oder hartes Stroh dazukommen, muss die Haut Schwerstarbeit leisten. Die wird vielleicht noch durch chemische Reize, wie durch Streusalz, weiter erschwert.

Auch schlechte Hygiene durch mit Urin und Kot versetzte Einstreu im Pferdestall fördert die Krankheit. Die gereizte Haut reagiert mit einer Entzündung. Daraus entwickeln sich nässende Stellen, auf denen sich aus dem eitrigen Sekret Krusten bilden. Hier siedeln sich Bakterien an. Spätestens jetzt juckt die Infektion.

Zeitraum des Auftretens

Anders als das Sommerekzem, das sich als juckende Entzündung der Haut meistens zwischen April und Oktober zeigt, tritt Mauke vor allem in den Wintermonaten auf. Dann ist die Haut durch die kalte und feuchte Luft weniger elastisch und neigt leichter zu Rissen als bei trockenen, warmen Bedingungen.

Die Symptome der Mauke gehen von einer einfachen Hautrötung oder Schwellung, über eine Knötchen-, Pickel- oder Blasenbildung der Haut, bis hin zu einem nässenden Ekzem mit Schorf oder Krusten. Wunden und Risse in der Haut können heftige Schmerzen verursachen, die im Extremfall dazu führen, dass das Pferd lahmt.

Symptome von Mauke

„Für ein Pferd ist die Mauke eine sehr unangenehme Hauterkrankung. Sie ist zwar nicht lebensbedrohend, kann ihm aber den Spaß am Leben rauben“, erklärt Michael Janz, „Mauke ist sehr lästig, sie verursacht beim Pferd meistens einen extremen Juckreiz. Der ist teilweise so stark, dass sich die Pferde die Ekzeme regelrecht aufbeißen. Sogar so weit, dass es zu bluten anfängt.“

Extremfall der Erkrankung

Unbehandelt kann die Mauke zu heftigen Verhaltensstörungen beim Tier führen. Oder es kommt wegen der offenen, blutenden Stellen zu Infektionen, beschreibt Janz den Extremfall. Der Tierheilpraktiker arbeitet im Tierheilkundezentrum Nehls in Warburg-Scherfede, im Osten Nordrhein-Westfalens. Dort werden Pferde, Hunde, Katzen und Kleintiere homö­opathisch betreut und - wenn nötig - kräuterheilkundlich behandelt. Übrigens ist Mauke als eine der nicht ansteckenden Pferdekrankheiten weder melde- noch anzeigepflichtig.

Nach den Gründen suchen

Mauke kann vielfältige Ursachen haben

Allianz - Mauke Pferd: Drei Pferde essen aus einem Trog

„Weil die Gründe für eine Erkrankung an Mauke sehr vielfältig sind, macht es Sinn, neben der oberflächlichen Behandlung auch nach den Ursachen dafür zu suchen“, erklärt Tierheilpraktiker Janz. „Es kann eine Überempfindlichkeit gegen eine bestimmte Nahrung oder ein Pflegemittel sein, vielleicht ist es eine Stoffwechselstörung oder das Pferd hat eine Veranlagung für diese Krankheit.“

Veranlagung

So gibt es Rassen, die prädestiniert für Mauke sind: zum Beispiel die Tinker oder die Friesen, die einen sehr starken Fesselbehang haben. Besonders bei den Tieren mit langem Behang an der Fesselbeuge muss der Halter auf die hygienischen Bedingungen achten. Wenn sie im Winter permanent im feuchten Matschauslauf stehen, hat die Mauke beste Voraussetzungen.

Gleiches gilt übrigens auch für die Strahlfäule, der bakteriellen Infektion des Hufhorns. Auch diese Krankheit entwickelt oder verstärkt sich wie die Mauke unter diesen Haltungsbedingungen besser oder leichter als bei trockenen Bedingungen.

Psychischer Stress

Häufig ist auch Stress verantwortlich für die Entstehung von Mauke. Der wiederum kann verschiedene Ursachen haben: zum Beispiel einen Stallwechsel, die Integration in eine neue Herde oder eine lange Reise von einem Turnier.

Das gestresste Immunsystem ist dann gerade nicht fit genug, um Keime oder Bakterien abzuwehren, die sich immer wieder im längeren Behang an den Beinen aufhalten. Für eine intakte Immunabwehr stellen sie kein Problem dar, aber wenn sie gerade schwächelt, kann sich die Haut entzünden. Denn dieses Organ ist – genauso wie bei uns Menschen – besonders anfällig für eine Attacke von außen.

„Dazu kommt meistens, dass der Hautstoffwechsel nicht im Gleichgewicht, also gestört ist“, erklärt Janz. „Es kommt somit eine innerliche Ursache hinzu. Deswegen behandeln wir die Tiere nicht nur äußerlich, sondern unterstützen den Heilungsprozess auch von innen.“

Unverträglichkeiten

Unverträglichkeiten gegen synthetische Mineralstoffe oder bestimmte Futtermittel können die Entstehung einer Erkrankung an Mauke begünstigen. Eine natürliche beziehungsweise naturnahe Fütterung kann hier Abhilfe schaffen. Gerade bei den für Mauke disponierten Rassen ist das neben einer möglichst tiergerechten Haltung eine sinnvolle Möglichkeit, der Erkrankung vorzubeugen.

Video

Mauke beim Pferd - was kann ich tun?

Video zur Mauke beim Pferd

Mauke ist eine Hauterkrankung in der Fesselbeuge, die besonders häufig bei Pferden mit langem Behang vorkommt und schnell behandelt werden sollte. In diesem Video erfahren Sie mehr über die Ursachen und die Behandlung von Mauke beim Pferd.

Besuch vom Tierarzt

Mauke: Bluttest und Haaranalyse geben Aufschluss

Allianz - Mauke Pferd: Eine Tierärztin untersucht das Bein eines Pferdes.

Biofeld-Haaranalyse

Zur Feststellung, welche Futtermittel einem Pferd besonders gut bekommen, empfiehlt der Tierheilpraktiker eine Biofeld-Haaranalyse. „Die ist aussagekräftiger als ein Bluttest, denn bei ihm werden nur die aktuellen Daten gemessen beziehungsweise ermittelt. Dagegen ist die Biofeld-Haaranalyse eine Langzeitaufnahme: Sie gibt den Zustand der Biofelder des Organismus der letzten sechs Monate wieder.“

Der Test beantwortet Fragen wie „Liegen Allergien vor?“ oder „Wie ausgeglichen ist der Mineralienhaushalt?“. „Wenn wir diese Werte haben, können wir gezielt auf die Probleme beziehungsweise Mangelerscheinungen des Pferdes eingehen“, so Michael Janz. Bestimmte Mineralienhaushalte könnte man mit einem Bluttest kaum überprüfen, da diese Mineralien Depots in Organen, Muskeln oder Knochen anlägen, die nicht mitgemessen werden könnten. Ob also ein Mangel oder eine Überversorgung vorläge, könne nicht geprüft werden, erklärt der Tier-Experte.

Außerdem analysiere ein Bluttest in der Regel nur Normwerte, aber ginge nicht auf rassenspezifische Unterschiede ein. „Es ist doch wohl logisch, dass ein Isländer andere Bedürfnisse hat als ein Araber“, nennt er ein Beispiel, „aber für beide Rassen gelten beim Bluttest die gleichen Normwerte.“ Deswegen ermitteln er und seine Kollegen für jedes Pferd individuelle Zielwerte.

Bluttests durch den Tierarzt

Der Tierarzt dagegen wird per Abstrich von der Wunde und mittels eines Bluttests nach der Ursache der Mauke forschen: Bakterien, Pilze, Milben, Viren oder Allergien? Stellt er eine bakterielle Infektion fest, so wird er bestimmte Antibiotika verschreiben, bei Pilzen können Medikamente helfen - oder eine Impfung. Parasiten wie Milben werden durch häufiges Waschen mit speziellen Shampoos beziehungsweise Seifen bekämpft. Um einen Virus zu vertreiben, müssen Sie das Immunsystem des Pferdes stärken.

Kompliziert wird es bei einer Allergie: Vielleicht helfen Medikamente, eventuell muss auf bestimmte Nahrungsmittel verzichtet werden, vielleicht dürfen aber auch Gamaschen aus einem bestimmten Stoff nicht mehr getragen werden. Hier ist es durchaus möglich, dass der Tierarzt noch weitere Tests durchführen muss.

Schnelle Hilfe bei Juckreiz

Mauke behandeln und richtig pflegen

Allianz - Mauke beim Pferd: Eine junge Frau streichelt liebevoll ihr Pferd.

Oberflächlich behandeln - Dos und Donts

Viele Halter leiden mit ihren Pferden mit, wenn sie die eitrigen Ekzeme bemerken. Und das zu Recht: Die Entzündungen peinigen das Tier, und daher sollten Sie sie schnellstens oberflächlich behandeln:

  • Reinigen und trocknen Sie die Stellen. Um der Wundheilung eine Chance zu geben, darf die Haut nicht zu oft feucht gereinigt werden. Stattdessen sollten Sie die Stellen trocken ausbürsten.
  1. Kratzen Sie niemals die Krusten von der Haut, die fallen idealerweise von alleine ab.
  • Anschließend versorgen Sie das Fesselekzem mit einer wundheilenden Paste. Das kann eine Zinksalbe sein, oder eine Propolis-Salbe. Propolis ist der Baustoff, aus welchem Bienen ihren Bienenstock basteln. Er ist eine Mischung aus Baumharz, Bienenwachs, ätherischen Ölen, Antibiotika und Vitaminen sowie Mineralien und Spurenelementen.
  1. Auf gar keinen Fall sollten Sie Melkfett verwenden, denn das würde die Wunde nur   luftdicht verschließen, jedoch nicht die Wundheilung unterstützen. Eher das Gegenteil wäre der Fall: unter dem luftdichten Verschluss könnten sich die Bakterien vermehren.
  • Viel sinnvoller ist ein altes Hausmittel: Sauerkrautumschläge. Betroffene Stellen werden mit Sauerkraut belegt und anschließend mit einer Stoffbandage etwa zwei Tage lang fixiert. Die im Gemüse enthaltenen Glukosinolate und Senföle wirken zum einen antibakteriell, zum anderen helfen sie dabei, die Krusten aufzuweichen.

Tritt bei der von Ihnen gewählten Behandlung nicht umgehend eine Besserung ein, sollten Sie das Pferd möglichst bald einem Tierarzt vorstellen.

So helfen Kräutermischungen bei Mauke

Deswegen geben er und seine Kollegen Kräutermischungen. Aus ihnen zieht sich das Pferd die Mineralien, die es braucht. „Früher hat sich das Steppentier Pferd selbst in der Wildnis die Kräuter gesucht, die ihm fehlen. Heute kommen die Tiere in Europa meistens auf Weiden, wo optimale Gräser für Kühe wachsen – allerdings nicht für die Fütterung der Pferde.“

Deswegen müsse man Kräuter zufüttern. Dafür ist der Verdauungstrakt eines Pferdes von der Natur perfekt angelegt: Die ihm fehlenden Mineralien zieht er aus den Kräutern. Und die Mineralien, die er nicht benötigt, scheidet er ohne Nebenwirkungen wieder aus. Es kann also nicht zu einer Überdosierung kommen. Bei einem synthetischen Mineral dagegen kann es leicht passieren, dass zu viel oder zu wenig davon zu Schäden führt.

Wer regelmäßig die Fesseln seines Pferdes pflegt und säubert, muss keine Angst vor Mauke haben. Sollte sie trotzdem auftreten: Je früher Sie die Erkrankung behandeln, desto schneller die Heilung. Und beachten Sie bitte, dass die Entzündung nicht nur äußerliche, sondern auch innerliche Gründe haben kann.

Mittel gegen Juckreiz

Schon vor einer Haaranalyse ist es sinnvoll, pflegende Mittel auf die Haut aufzutragen. Die sollen die gereizte Haut beruhigen und den Juckreiz lindern. Dazu sollte man das Futter durch spezielle Nahrungsmittel ergänzen, um den Hautstoffwechsel zu regulieren. Eine Zinksalbe könnte als pflegende Wundcreme durchaus helfen.

„Zink als Einzelpräparat zu füttern, zur Beschleunigung der Regeneration der Haut, bringt dagegen eher nichts“, sagt Janz, „denn schließlich wissen wir erst nach der Analyse, welche Minieralien fehlen.“ Im Körper konkurrieren sämtliche Mineralien um die Aufnahme miteinander. Optimal ist ein ausgeglichenes Verhältnis untereinander, ein Zuviel bei dem einen würde ein Zuwenig bei einem anderen bedingen.

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