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Keine Chance der Pferdegrippe

Influenza Impfung: Pferd und Reiter werden geschützt

Allianz - Influenza Impfung Pferd: Ein Arzt kommt mit einer aufgezogenen Spritze auf ein Pferd zu.

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Grippe beim Pferd: Das sollten Sie wissen

Grippe-Impfung ja oder nein? Diese Diskussion wird unter Pferdeexperten mindestens genauso kontrovers geführt wie unter Humanmedizinern. Wir klären auf über Pro und Contra. Plus: Wann Impfungen sinnvoll sind, welche Nebenwirkungen auftreten können, was sie kosten.

› Influenza Impfung beim Pferd – ja oder nein?

› Grippe beim Pferd: Was Sie über die Krankheit wissen sollten

› Verlauf und mögliche Komplikationen der Influenza

› Influenza: Pferd und Reiter müssen pausieren

› Wann eine Impfung verpflichtend ist

› Wie verläuft die Immunisierung?

› Nebenwirkungen und Kosten der Immunisierung

Wenig Zeit? Das Wichtigste in 30 Sekunden

Allianz - Stoppuhr mit Allianz Logo im Hintergrund
  • Es besteht keine generelle Pflicht in Deutschland, Pferde gegen Influenza impfen zu lassen.
  • Laut der Ständigen Impfkommission für Tiere (StIKo Vet.) ist die Impfung jedoch dringend empfehlenswert, weil die Influenza im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann und hochansteckend ist.
  • Wirkliche Sicherheit bieten nur regelmäßige Wiederholungsimpfungen.
  • Die Pferdegrippe ist für Menschen nicht gefährlich. Menschen können das Influenza-Virus aber auf andere Tiere übertragen.

Influenza Impfung beim Pferd – ja oder nein?

Allianz - Influenza Impfung Pferd: Ein Pferd wird geimpft.

Jeder Pferdehalter steht vor der Frage, ob und wogegen er sein Pferd impfen lassen sollte. Ebenso wie beim Menschen sind Impfungen beim Pferd umstritten. Während Befürworter mit der statistisch belegten Abnahme der Infektionsanfälligkeit argumentieren, führen Impfgegner die zum Teil heftig ausfallenden Impfreaktionen an. Wer nach einer allgemeingültigen Antwort auf die Frage, welche Impfungen er bei seinem Pferd vornehmen lassen sollte, sucht, wird enttäuscht. Die Notwendigkeit ist von mehreren Faktoren abhängig, die man als Pferdebesitzer kennen sollte.

Immer bewusst sein sollte man sich jedoch darüber, dass die Entscheidung nicht nur Auswirkungen auf das eigene Pferd hat: Impfungen dienen nicht nur der Gesunderhaltung eines Einzeltieres, sondern verhindern auch so genannte Infekt-Ketten. Denn im schlimmsten Fall kann ein erkranktes Tier den gesamten Bestand eines Stalls anstecken.

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Core-Komponenten vs. Non-Core-Komponenten

Trotzdem gibt es in Deutschland keine Impfpflicht. Aber es existieren wissenschaftliche Empfehlungen, etwa von der Ständigen Impfkommission Vet. (StIKo Vet.) in Zusammenarbeit mit dem Paul-Ehrlich-Institut, das für die Zulassung von Impfstoffen zuständig ist. Beide Institutionen haben eine Leitlinie herausgegeben, die über Pferdekrankheiten und Impfungen informiert und Empfehlungen zu Grundimmunisierung sowie Folgeimpfungen gibt. Da Grippeviren mutieren können, werden dieser Leitfaden und zulässige Impfstoffe regelmäßig aktualisiert. Als hilfreiche Strukturierung existiert eine Unterscheidung zwischen zu impfenden Core- und Non-Core-Komponenten.

Core-Komponenten sind Impfungen gegen Infektionen, die schwerwiegende oder tödliche Krankheiten verursachen können und zu denen die StIKo Vet. dringend rät. Non-Core-Komponenten sind nicht weniger wichtig, allerdings nicht für jedes Pferd zu jedem Zeitpunkt bedeutend. Die Influenza-Impfung zählt wie die Impfung gegen Tetanus und die Herpesvirus-Infektion der Typen 1 und 4 zu den Core-Komponenten.

Das Veterinäramt rät dringend zu Impfungen gegen Influenza. „Paragraf zwei des Tierschutzgesetzes verlangt vom Halter eine angemessene Gesundheitsfürsorge und -vorsorge. Impfungen sollten selbstverständlich sein. Es gibt sogar einige Gerichtsurteile, die besagen, dass ein verantwortungsvoller Halter diese Impfungen durchführen lassen sollte. Leider unterscheiden sich viele Veterinärämter in ihrer Haltung dazu“, so Swantje Schumacher, Tierärztin im Veterinäramt Aachen, und fügt hinzu: „Meine eigenen Pferde sind alle gegen diese Influenza geimpft.“

Allianz - Icon von einer Spritze.

Definition von Influenza

Influenza beim Pferd, auch unter den Namen „Pferdegrippe“, „Equine Influenza“ oder „Hoppegartener Husten“ bekannt, ist eine Infektionskrankheit der oberen und unteren Atemwege. Auslöser sind Influenzaviren der Familie der Orthomyxoviridae.

Grippe beim Pferd: Was Sie über die Krankheit wissen sollten

Allianz - Syptom Influenza: Pferd liegt apathisch auf einer Wiese.

Vorkommen der Pferdekrankheit

Die Pferdegrippe ist mehr oder weniger weltweit verbreitet. Man vermutet, dass die Influenza zunächst bei Pferden in Nordamerika auftrat und von dort aus durch Rennpferde in die übrige Welt verschleppt wurde. Insbesondere die Internationalisierung des Pferdesports und -handels haben dazu beigetragen, dass sich die Krankheit grenzüberschreitend ausbreiten konnte.

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Übertragung von Influenzaviren

Die Influenzaviren werden über die Atemwege aufgenommen und ausgeschieden. Die Übertragung durch die Luft sorgt dafür, dass andere Tiere im Umkreis von 40 Metern um das erkrankte Pferd herum ansteckungsgefährdet sind. Die Viren vermehren sich in der Schleimhaut der Nüstern (so genannte lokale Infektion), greifen das Gewebe an und gelangen so in den gesamten Atemapparat. Über das Blut können sie auch in die Lungen gelangen, worauf das kranke Tier mit starkem Husten reagiert. Dies begünstigt eine Ausbreitung des Virus, bis hin zur seuchenhaften Ansteckung des gesamten Pferdebestands eines Stalles.

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Symptome von Influenza beim Pferd

Nach einer Inkubationszeit von 12 bis 24 Stunden (bei einigen Subtypen des Virus bis zu 8 Tagen) treten erste Symptome auf. Typisch sind:

  1. schubweises Fieber bis 42°
  2. zunächst trockener Husten
  3. wässriger bis schleimiger Nasenausfluss
  4. schmerzhaft, wenn auch nur wenig vergrößerte Lymphknoten
  5. Appetitlosigkeit, Apathie, Muskelzittern
  6. bei starker Influenza sogar Herzschwäche und Gliedmaßenödeme

Verlauf und mögliche Komplikationen der Influenza

Was den Krankheitsverlauf angeht, ist es bei Pferden ähnlich wie bei uns Menschen. Je besser die Umstände, desto schneller die Genesung. Ein Pferd, das in einem trockenen, warmen Stall steht und professionelle Pflege erfährt, bei dem sind Husten und Bronchitis in der Regel nach drei Wochen ausgeheilt.

Komplikationen bei der Pferdegrippe

Besonders gefährlich kann die Pferdegrippe für trächtige Stuten werden. Hier kann es zum Verlust des Fohlens oder zur Fehlgeburt kommen. Bei unhygienischen Bedingungen und einer in der akuten Phase unbehandelten Influenza können sogenannte Sekundärinfektionen auftreten, die wiederum Folgeerkrankungen auslösen können wie Hufrehe, Lungenödeme, Kehlkopfentzündungen oder Druse. Im schlimmsten Fall führt die Infektion sogar zu einer chronischen Schädigung der Lunge – was das Pferd sein Leben lang belastet und schwächt.

Influenza: Pferd und Reiter müssen pausieren

Allianz - Influenza Impfung: Pferd steht alleine auf einer Weide.

Nach ausgeheilter Krankheit sollten Sie mit dem Pferd mindestens sechs Wochen lang nur schonend arbeiten. Beim Sportpferd ist davon auszugehen, dass es erst nach drei Monaten seine alte Form wiedererlangt. Spätschäden sind möglich, wenn das Pferd nach Abklingen der Krankheitserscheinungen zu zeitig wieder belastet wird. Auch hier gibt es Parallelen zu uns Menschen: Schließlich kommt der Rat, dass Überbelastung bei oder direkt nach einer Grippe aufs Herz gehen kann, nicht von ungefähr.

Für den Menschen ist die Pferdegrippe übrigens ungefährlich. Trotzdem sollte man beim Kontakt mit dem vierbeinigen Patienten vorsichtig sein – denn man selbst kann den Virus auf andere Pferde übertragen.

Wann eine Impfung gegen Influenza verpflichtend ist

Allianz - Influenza Impfung: Rennpferde bei einem Turnier.

Für Turnierpferde

„Wenn sich viele Pferde aus unterschiedlichen Ställen auf engem Raum befinden, besteht die Gefahr, dass jedes das Virus in den heimischen Stall einschleppt. Turnierpferde dürfen nur starten, wenn man den Impfpass vollständig vorzeigen kann“, erklärt Yvonne Brüning, Berufsreiterin und mit den Richtlinien im Profisport vertraut.

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Allianz - Influenza Impfung: Pferde stehen in einem Gemeinschafts-Stall.

Für Pferde in Gemeinschafts-Ställen

Eine Infektion mit Influenza verbreitet sich rasend schnell. Pferdebetriebe versuchen sich außerdem dadurch abzusichern, dass sie Boxen nur an Pferdebesitzer vermieten, deren Tiere gegen Influenza geimpft sind“, so Brüning weiter. Zudem müssten sich Halter, die ihre Pferde einstellten, oft vertraglich zu Auffrischungsimpfungen in vorgeschriebenen Abständen verpflichten.

Wie verläuft die Immunisierung gegen Influenza?

Allianz - Influenza Impfung: Pferd schaut traurig.

Für einen möglichst sicheren Schutz gegen Influenza braucht es zunächst eine Grundimmunisierung. Dazu wird das Pferd innerhalb eines Zeitraums von 18 bis 20 Monaten jeweils dreimal gegen diesen Krankheitserreger geimpft. Der Impfschutz für den Influenzaerreger ist zeitlich limitiert.

Nur eine an die Grundimmunisierung anschließende regelmäßige Auffrischung gewährleistet bestmöglichen Schutz. Bei den meisten Tieren genügt dies einmal pro Jahr. Bei Pferden, die häufig in Kontakt mit Artgenossen aus anderen Ställen kommen, wie es bei Turnierpferden oder Wanderreitpferden der Fall ist, ist ein sechsmonatiger Turnus sinnvoll. Da Tierärzte neben dem Influenza-Schutz auch häufig eine Grundimmunisierung gegen Tetanus und Herpes empfehlen, besteht die Möglichkeit, einige der Behandlungen als Kombinationsimpfungen durchzuführen.

Impfungen sollte man immer in den Pferdepass eintragen, und zwar komplett mit Datum, Impfstoff und ausführendem Tierarzt. Fehlt der Impfpass oder entsprechen die Eintragungen nicht den Empfehlungen der StIKo Vet., ist eine erneute Grundimmunisierung nötig.

Allianz - trennstrich_950x3

Warum die Impfstoffe ständig weiterentwickelt werden

Hin und wieder erkranken auch geimpfte Pferde. Wann das geschehen kann, weiß Franziska Schill, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, nämlich „vor allem dann, wenn sie mit Impfstoffen geimpft wurden, die nicht die aktuell kursierenden Influenzaviren enthalten. Grund dafür ist die Fähigkeit dieser Viren, ihre Eigenschaften von Zeit zu Zeit zu verändern.“

Daher werden Viren aus den Atemwegen erkrankter Pferde regelmäßig in Labors untersucht. Dabei können die verfügbaren Impfstoffe hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft und gegebenenfalls neue Impfstoffe entwickelt werden.

Allianz - trennstrich_950x3

Influenza Impfung bei Fohlen

Ab welchem Alter eine Influenza Impfung sinnvoll ist, hängt vom Impfschutz der Mutter ab, denn sie gibt bereits Antikörper an ihr Fohlen weiter. Eine Impfung sollte, wenn möglich, erst dann stattfinden, wenn das Fohlen keine oder nur noch wenig mütterliche Antikörper in sich trägt. Das lässt sich beispielsweise durch einen Bluttest herausfinden.

In der Regel werden Fohlen nicht vor dem sechsten Lebensmonat geimpft. Nach der Erstimpfung folgt nach sechs bis acht Wochen die zweite, nach sechs oder zwölf Monaten die dritte Impfung. Wenn Sie eine solche Auffrischungsimpfung versäumen, kann es sein, dass eine erneute komplette Grundimmunisierung erforderlich wird.

Grundsätzlich sollte das zu impfende Pferd gesund und entwurmt sein. Eine Impfung stellt immer eine Belastung für das Tier dar. Daher sollten Sie ihm anschließend eine Ruhepause gönnen. Wie lange diese dauern sollte, ist von Pferd zu Pferd verschieden. Wer unsicher ist, fragt am besten den impfenden Tierarzt nach dessen Einschätzung.

Allianz - Ein Icon von einem Pferd und einem Fohlen.

Können Nebenwirkungen bei der Influenza Impfung beim Pferd auftreten?

Allianz - Eine Grafik mit den wichtigsten Zahlen zu Influenza beim Pferd

Wer sich Sorgen macht, dass die Impfung das Pferd schwächt oder beeinträchtigt, wird bei seinem Tierarzt Gehör und Auskunft erhalten. Die Anzahl der Pferde, bei denen ernsthafte Nebenwirkungen auftreten, ist verschwindend gering. Bei den meisten dokumentierten Fällen handelt es sich um Schwellungen an der Injektionsstelle oder eine Verhärtung der Muskeln – Nebenwirkungen, die wir auch von Impfungen bei uns selbst kennen. Das Risiko, dass das Pferd ungeimpft an Influenza erkrankt und ernsthaften Schaden nimmt, ist viel größer, als die Gefahr, die von einer unerwünschten Nebenwirkung ausgeht.

Kosten einer Influenza Impfung

Einige Pferdebesitzer lassen ihr Pferd aus Kostengründen nicht impfen. Das allerdings ist kurzsichtig gedacht: Obwohl die meisten Impfungen nicht billig sind, sind sie noch immer weitaus kostengünstiger als die Behandlung eines erkrankten Pferdes. Tierarztkosten lassen sich durch kombinierte Impfungen einsparen, doch sind separate Impfungen nachhaltiger und minimieren das Risiko einer körperlichen Beeinträchtigung des Tieres.

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