- Wer bereits eine Katze besitzt und allergische Symptome entwickelt, muss sich nicht zwingend von seinem Tier trennen. Therapien können helfen.
- Katzen für Allergiker:innen sind Realität. Sogenannte hypoallergene Katzenrassen besitzen weniger Allergene als andere Arten.
- Es gibt verschiedene Tricks, wie Sie sich beim Kontakt mit Ihrer Katze vor Symptomen und allergischen Reaktionen schützen.
- Schwere Allergiker:innen sollten wegen möglicher gesundheitlicher Folgen jeglichen Kontakt vermeiden.
Katzen für Allergiker:innen
Katzen für Allergiker:innen: Das Wichtigste in Kürze
Allergisch auf Katzen
Eigentlich harmlose körpereigene Stoffe der Katze bringen das Immunsystem dazu, übersteigert zu reagieren und sich gegen sie zu wehren. Diese Stoffe heißen Allergene. Auch wenn oft von der „Katzenhaarallergie“ die Rede ist, ist diese Bezeichnung eigentlich falsch. Denn die Stoffe (vor allem das Allergen „Fel d 1“) sind vor allem im Speichel enthalten.
Es gibt Menschen, die grundsätzlich allergisch veranlagt sind. Bei ihnen tritt dann meistens nicht nur eine Allergie auf, sondern gleich mehrere. Anfällig für eine Katzenallergie – wie es richtiger heißen müsste – sind oft Personen, die bereits auf Pollen allergisch sind oder unter Neurodermitis leiden – man nennt sie auch Atopiker:innen. Eine Allergie gegen Tiere zeigt sich bei den meisten Befallenen schon im frühen Kindesalter, kann sich aber auch später noch entwickeln.
Es ist auch durchaus möglich, dass Personen, die schon über Jahre hinweg eine Katze oder einen Hund gehalten haben, plötzlich eine Allergie entwickeln. Genauso können sich Allergien aber auch nach Jahren wieder zurückbilden.
Verschiedene Umweltfaktoren und Lebensweisen spielen oft ebenfalls eine Rolle. Der Allergologe Prof. Dr. Thomas Fuchs warnt: „Gerade aktives und passives Rauchen und Alkoholkonsum können die Entstehung von Allergien provozieren. Achten Sie deshalb besonders darauf, dass Kinder keinem Zigarettenrauch ausgesetzt sind.“ Fuchs ist Leiter der Allergieabteilung der Universitätsmedizin Göttingen und Vorstand im Ärzteverband Deutscher Allergologen. Mit Katzenallergien kennt er sich aus – er ist selbst gegen Katzen allergisch.
Anzeichen einer Katzenallergie nicht ignorieren
Symptome einer Allergie sind gerötete Augen, Schnupfen, Niesreiz, Hautausschläge oder Husten. Jedoch können diese auch von Person zu Person ganz unterschiedlich ausfallen. Mit Blick auf Katzenallergien, so Fuchs, sei es meistens so, dass die Symptome sich nach und nach steigerten. „Nur in seltenen Fällen nehme sie ab oder verschwindet ganz.“ Er warnt, erste Anzeichen zu ignorieren. „Bei weiterem Kontakt mit dem Tier kann es langfristig zu chronisch entzündlichen Veränderungen der Lunge kommen, was oft zur Atemnot bei den Betroffenen führt.“
Bei Verdacht suchen Sie am besten Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin auf. Es gibt zwei verschiedene Tests:
- Ein sogenannter Prick-Test gibt meist schnell Aufschluss über eine Allergie. Den Test können alle Hautärzte und Hautärztinnen oder Allergologen und Allergologinnen durchführen. Dabei geben sie auf Ihre Unterarme verschiedene allergieauslösende Stoffe und ritzen minimal in Ihre Haut. Nach etwa 20 Minuten Einwirkzeit lässt sich sehr deutlich erkennen, ob eine Allergie vorliegt. Bei den betroffenen Stoffen ist die Hautstelle leicht gerötet und geschwollen. Allerdings, meint der Experte, wären solche „Hauttests und Blutuntersuchungen nicht immer zuverlässig“.
- Besser sind aus Sicht von Fuchs Provokationstests: „Dabei wird zum Beispiel ein Graspollen- oder Tierhaar-Extrakt in Nase oder Bronchien gesprüht oder in die Augen geträufelt. Darüber lässt sich feststellen, ob jemand tatsächlich auf Blütenstäube, Katzen oder Hunde allergisch ist.“
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