- Bei einer Magendrehung handelt es sich um einen akuten Notfall, der so schnell wie möglich behandelt werden muss.
- Betroffen sind vor allem große Hunde mit tiefem Brustkorb. Grundsätzlich kann es jedoch jeden Hund treffen.
- Symptome einer Magendrehung sind unter anderem ein aufgeblähter Bauch, unruhiges Verhalten, Fressunlust, Würgereiz, starker Speichelfluss und Teilnahmslosigkeit.
- Als Hundehalter:in haben Sie keine Möglichkeit, Ihrem Tier zu helfen. Der Hund muss sofort zu einem Tierarzt oder einer Tierärztin gebracht werden, der oder die in der Lage ist, einen operativen Eingriff vorzunehmen.
Magendrehung beim Hund
Magendrehung beim Hund: Das Wichtigste in Kürze
Frühzeitig erkennen: Symptome einer Magendrehung
- ein aufgeblähter Bauch
- der Hund legt und setzt sich abwechselnd hin
- starke Unruhe
- hecheln und speicheln
- gekrümmter Rücken
- tief hängender Kopf
- Fressunlust
- häufiger Würgereiz (ohne Erbrochenes)
- Atemnot
- Schwäche und Apathie
- erhöhter Puls
Krankheitsverlauf: Was passiert bei einer Magendrehung beim Hund?
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Vorbeugung: Kann man einer Magendrehung beim Hund vorbeugen?
- Verteilen Sie die tägliche Futterration mindestens auf zwei, besser auf drei oder gar vier Portionen pro Tag.
- Liegen keine zwingenden Gründe vor, verzichten Sie auf einen erhöhten Napf. Während Hunde beim Fressen vom Boden üblicherweise über die Nase atmen, wird hierbei vermutet, dass sie teilweise auch durch das Maul atmen und „Luft verschlucken“. Selbiges kann bei schlingenden Hunden der Fall sein. Hier hilft ein Anti-Schlingnapf.
- Trockenfutter quillt (im Gegensatz zu Nassfutter) im Magen auf und kann eine Ausdehnung des Magens fördern.
- Der Hund sollte nach der Fütterung ein bis zwei Stunden nicht herumtollen oder sich wälzen.
- Sollte es bereits zu einer Magendrehung gekommen sein, ist der beste Weg einer zukünftigen Vermeidung, zum Schluss der Operation den Magen an die Bauchwand zu nähen (Gastropexie). Damit wird ein erneutes Drehen des Magens verhindert, zu welchem es mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder kommen würde.
- Ob die Fütterung von Knochen das Risiko einer Magendrehung erhöht, ist nicht bekannt. Da Knochen bei manchen Hunden jedoch zu Verdauungsproblemen führen, sollte die Menge sicherheitshalber stets begrenzt sein.
- Wer eine gefährdete Rasse besitzt, sollte die Symptome genau kennen und sofort handeln. Dadurch steigen die Chancen deutlich, Spätfolgen oder gar den Tod des Hundes zu verhindern.
Erhöhtes Risiko: Welche Hunde sind bedroht?
Prinzipiell kann eine Magendrehung bei jedem Hund auftreten, die Wahrscheinlichkeit ist bei mittleren und besonders bei großen Rassen jedoch deutlich höher. Vor allem, wenn das Tier darüber hinaus über einen großen bzw. tief liegenden Brustkasten verfügt. Diese Anatomie lässt eine größere Beweglichkeit des Magens zu. Besonders bedroht sind Deutsche Doggen. Die Wahrscheinlichkeit einer Magendrehung liegt bei ihnen bei etwa 40 Prozent. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter, da die Aufhängung des Magens mit der Zeit nachzulassen beginnt.
Neben der Deutschen Dogge sind unter anderem auch folgende Rasse in erhöhtem Maß von einer Magendrehung bedroht: Deutscher Schäferhund, Rottweiler, Boxer, Dobermann, Bernhardiner, Greyhound, Irish Wolfhound, Königspudel, Chow Chow, Deerhound, Molosser. Darüber hinaus deren Mischlinge bzw. Rassen mit einer vergleichbaren Anatomie.
Behandlung: Ist bei einer Magendrehung eine OP notwendig?
Es gibt keinerlei „Hausmittelchen“, die Sie anwenden können. Einzig und allein der Tierarzt oder die Tierärztin kann das Leben Ihres Hundes retten. Wenn Sie einen Hund mit einer ausgeprägten Anfälligkeit für eine Magendrehung besitzen, ist es sinnvoll, sich vorab zu informieren, welche Tierärzte und Tierärztinnen bzw. Kliniken gegebenenfalls einen Eingriff vornehmen können. Dies ist nicht in jedem Fall gewährleistet.
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Erklärvideo: Wie Tiermediziner:innen eine Magendrehung behandeln