- Bei einem Giftköder handelt es sich zum Beispiel um ein Fleischbällchen, welches mit Schneckenkorn, Rattengift oder Nägeln gefüllt ist.
- Typische Anzeichen einer Vergiftung sind unter anderem Erbrechen, Durchfall, Blut im Rachenraum, Unruhe, Lähmungserscheinungen und Krämpfe.
- Bei Verdacht auf Vergiftung sollte keine Zeit verschwendet werden. Suchen Sie sofort einen Tierarzt oder eine Tierärztin auf.
- Um das Aufnehmen eines Giftköders zu vermeiden, kann ein Maulkorb, Giftköderschutznetz oder spezielles Anti-Giftköder-Training hilfreich sein.
Giftköder für Hunde
Giftköder für Hunde: Das müssen Sie wissen
Wo werden die meisten Giftköder gefunden?
Leider sind Hunde beim Aufspüren wesentlich erfolgreicher als wir, da sie eine viel feinere Nase besitzen. Üblicherweise liegen Giftköder nicht gut sichtbar aus, sondern werden im Gras, zwischen Laub oder unter Gebüschen versteckt. Wir haben also nur eine geringe Chance, diese vor unseren Hunden zu entdecken.
Wo erhalte ich Giftköder-Warnungen?
Unter Hundehaltern und Hundehalterinnen spricht es sich schnell herum, wenn in einem bestimmten Gebiet ein Giftköderfund stattgefunden hat. Es lohnt sich daher immer, im Gespräch zu bleiben. Hilfreich sind auch Meldungen in regionalen Zeitungen oder Aushänge in Arztpraxen. Vor allem aber können Sie im Internet nach Warnungen Ausschau zu halten. Auf den Webseiten giftkoeder-radar.com und dooggs.de/giftkoeder werden regelmäßig Einträge gepostet, wo Giftköder gefunden wurden. In den entsprechenden Regionen sollten sich Hunde nicht zu weit entfernen dürfen und im Zweifelsfall besser angeleint werden.
Was tun, wenn ich einen Giftköder finde?
Wenn Sie einen Giftköder finden, sollten Sie umgehend die Polizei informieren! Denn beim Auslegen von Giftködern handelt es sich um eine Straftat bzw. Ordnungswidrigkeit. Die Gerichte unterscheiden hierbei zwischen Strafrecht und Zivilrecht. Je nach Anwendung drohen dem oder der Täter:in aufgrund von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldbuße von bis zu 25.000 Euro. Am besten warten Sie am Fundort bis die Polizei eintrifft, die Gegend absucht und eventuell weitere Köder einsammelt. Oder aber Sie nehmen einen Kotbeutel bzw. eine Plastiktüte, womit Sie den Giftköder zur nächsten Polizeidienstelle transportieren können. Dort sollten Sie einen Strafantrag stellen, da es sich bei der Tat um ein sogenanntes Antragsdelikt handelt. Ohne dieses sieht die Behörde kein öffentliches Interesse und würde die Tat nicht weiter verfolgen.
Sollte Ihr Hund einen Giftköder verschluckt haben und der oder die Täter:in ausfindig gemacht werden, haben Sie zudem die Möglichkeit, auf zivilrechtlichem Weg Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Dies kann sich zum Beispiel auf entstandene Tierarztkosten, Fahrtkosten oder die Einäscherung des Hundes beziehen.
Schwer zu erkennen: Das Aussehen von Giftködern
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Was kann ich selbst, der Tierarzt oder die Tierärztin im Notfall tun?
Sofortmaßnahmen beim Verzehr eines Giftköders
Aufgrund der unterschiedlichen Stoffe, die zu einer Vergiftung geführt haben können, ist es für einen Laien oder eine Laiin unmöglich, dem Hund gezielt zu helfen. Je nachdem, ob Sie den Hund direkt beim Verzehr eines Köders beobachten oder zu einem späteren Zeitpunkt den Verdacht einer Vergiftung haben, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:
- Entfernen Sie den Giftköder bzw. ziehen Sie den Hund weg.
- Versuchen Sie nicht, den Hund zum Erbrechen zu bringen.
- Sichern Sie eventuelle Köder oder Erbrochenes mit Hilfe einer Tüte, um den Giftköder unter Umständen untersuchen zu lassen.
- Wirken Sie beruhigend auf den Hund ein und leinen Sie ihn an.
- Kohletabletten binden Giftstoffe im Körper. Eine Einnahme sollte jedoch nur erfolgen, wenn Sie für eine Notfallsituation die Dosierung zuvor mit Ihrem Tierarzt oder Ihrer Tierärztin durchgesprochen haben.
- Wenn der Hund bewusstlos werden sollte, bringen Sie ihn in eine stabile Seitenlage, halten Sie die Atemwege frei und legen Sie ihm keinesfalls eine Maulschlinge an. Sie könnte verhindern, dass Erbrochenes problemlos aus dem Maul abfließen kann.
- Suchen Sie so schnell wie möglich einen Tierarzt oder eine Tierärztin auf.
Behandlung beim Tierarzt oder bei der Tierärztin
Hundekrankenversicherung: Das leistet die Allianz
Sowohl im OP-Schutz als auch im Vollschutz in allen vier angebotenen Tarifen – Basis, Smart, Komfort und Premium – übernimmt die Allianz die Kosten für Operationen nach Unfällen inklusive Voruntersuchung, Medikamenten und bildgebenden Verfahren wie Röntgenbilder oder MRT.
Als Unfall zählt auch das Verschlucken von Gift und Fremdkörpern. Im Vollschutz steht zudem unabhängig von einer OP jährlich – je nach gewähltem Tarif – bis zu 8.000 Euro für Heilbehandlungen, Medikamente und Arzneimittel zur Verfügung. Insgesamt gilt zudem die Jahreshöchstleistung pro Versicherungsjahr.