Warnung: Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte wechseln Sie zu einem moderneren Browser wie Chrome, Firefox oder Microsoft Edge.

Mann mittleren Alters sieht as dem Fenster
Vor­sorge für das Renten­alter

Renten­beitrag

  • Damit Sie auch nach dem Renteneintritt finanziell gut abgesichert sind, ist eine ausreichende Altersvorsorge wichtig.
  • Als versicherte Person zahlen Sie dafür monatlich einen bestimmten Betrag in die Rentenkasse ein. Dieser wird als Rentenbeitrag bezeichnet.
  • Die Höhe ist abhängig von Ihrem Erwerbseinkommen, der abzuführende Anteil liegt jedoch derzeit bei 18,6 Prozent.
  • Auch als nicht-pflichtversicherter Selbstständiger und als freiwillig Versicherter haben Sie die Möglichkeit, Rentenbeiträge in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen und so für Ihr Alter vorzusorgen.
1 von 4
Erklärung
Als Versicherter zahlen Sie in der Regel monatlich einen bestimmten Beitrag in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Damit erwerben Sie einen eigenen, gesetzlich festgelegten Anspruch auf Rentenleistungen im Alter. Diese Zahlungen werden als Rentenbeitrag bezeichnet. 
Wie viel Sie genau in die Rentenkasse einzahlen, hängt von Ihrem Erwerbseinkommen ab.
Der festgelegte Beitragssatz liegt derzeit bei 18,6 Prozent des Bruttolohns. Arbeitnehmer zahlen davon nur Beiträge in Höhe der Hälfte des aktuellen Beitragssatzes, also 9,3 Prozent. Die andere Hälfte übernimmt Ihr Arbeitgeber. Sind Sie selbstständig oder freiwillig versichert, müssen Sie in der Regel den kompletten Beitrag in Höhe von 18,6 Prozent selbst einzahlen.
In Deutschland sind Arbeitnehmer dazu verpflichtet, in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen. Auch pflichtversicherte Selbstständige fallen unter die Versicherungspflicht. Dazu zählen unter anderem Handwerker, Erzieherinnen und Hebammen. Andere Selbstständige, Freiberufler oder nicht erwerbstätige Menschen können zur finanziellen Vorsorge freiwillig Beiträge leisten.

Sie merken, zum Beispiel mithilfe der Renteninformation, dass Sie durch Ihre bisher eingezahlten Beiträge keine ausreichend hohe Altersrente erhalten werden, um Ihren bisherigen Lebensstandard nach dem Renteneintritt zu halten? In solch einem Fall haben Sie die Möglichkeit, Rentenpunkte zu kaufen und damit fehlende Beiträge auszugleichen. Das gilt auch, falls Sie vor dem regulären Renteneintrittsalter den Ruhestand antreten möchten. Denn: In der Regel werden Ihre Bezüge für jeden Monat, den Sie früher in Rente gehen, um 0,3 Prozent gekürzt. Ausnahmen gelten hier unter anderem für besonders langjährig Versicherte, die bereits 45 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt haben.

Das Mindestalter für den Erwerb zusätzlicher Rentenpunkte liegt in Deutschland bei 50 Jahren. Um Beiträge nachzuzahlen oder Rentenabschläge auszugleichen, wenden Sie sich mit einem entsprechenden Antrag an die Deutsche Rentenversicherung. Dort erhalten Sie Auskunft über entsprechende Möglichkeiten, um Ihre Rente aufzustocken.

2 von 4
Nicht fest angestellt?
Bei angestellten Arbeitnehmern wird der Beitrag zur Rente automatisch monatlich von Ihrem Bruttogehalt abgezogen. Als selbstständige Person haben Sie hingegen unterschiedliche Möglichkeiten. Abhängig sind diese davon, ob Sie als pflichtversicherter Selbstständiger gelten oder nicht. Tun Sie das nicht, haben Sie die Wahl zwischen mehreren Versicherungsmodellen.
 
Gelten Sie als pflichtversicherter Selbstständiger, gibt es einen bestimmten Mindestbeitrag, den Sie monatlich an die gesetzliche Rentenversicherung abführen sollten. Dieser beträgt 611,94 Euro in den alten Bundesländern und 579,39 Euro in den neuen Bundesländern. Für Einsteiger kann innerhalb der ersten drei Kalenderjahre nach dem Jahr der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit ein halber Regelbeitrag abgeführt werden. 2021 liegt dieser den alten Bundesländern bei 305,97 Euro und in den neuen Bundesländern bei 289,70 Euro monatlich. Der Beitrag kann nach Wunsch auch einkommensgerecht angepasst werden. Um ein entsprechend abweichendes Einkommen nachzuweisen, ist der letzte Einkommenssteuerbescheid nötig. Angepasste Beiträge liegen 2021 sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern bei einem Mindestbeitrag von 83,70 Euro. Möchten Sie Ihren Beitrag nach oben hin anpassen, ist dies bis zu einem Höchstbetrag von 1.320,60 Euro in den alten Bundesländern und bis zu 1.246,20 Euro in den neuen Bundesländern möglich.

Ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer ist automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Gehören Sie nicht dazu, gibt es die Möglichkeit freiwillig Beiträge zu leisten. Haben Sie beispielsweise die Regelaltersgrenze erreicht, aber die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren beziehungsweise 60 Monaten für den Bezug einer Altersrente noch nicht erfüllt, können Sie fehlende Beiträge als freiwillig Versicherter nachzahlen und so einen Rentenanspruch erwerben.

Beachten Sie jedoch, dass diese Regelung nicht für Rentner gilt, die bereits eine Altersrente beziehen. Bei Interesse an einer freiwilligen Versicherung, kontaktieren Sie die Deutsche Rentenversicherung für Auskünfte zu Ihrem konkreten Fall.

Ist eine freiwillige Versicherung in Ihrem Fall möglich, haben Sie freie Wahl bei der Beitragshöhe. Das heißt, Sie bestimmen die Anzahl und Höhe der Beiträge selbst. Wählen können Sie 2021 zwischen einem Mindestbeitrag von 83,70 Euro und einem Höchstbetrag von 1.320,60 Euro monatlich. Dies gilt sowohl für die alten als auch für die neuen Bundesländer. 

Zählen Sie nicht zu den pflichtversicherten Selbstständigen in Deutschland, können Sie sich entweder freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichern oder einen Antrag auf Versicherungspflicht stellen.

Möchten Sie sich pflichtversichern, sollte innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme Ihrer selbstständigen Tätigkeit ein entsprechender Antrag eingereicht werden. Stellen Sie Ihren Antrag innerhalb von drei Monaten, beginnt Ihre Versicherungspflicht mit dem Tag, an dem Sie erstmals die nötigen Voraussetzungen dafür erfüllen. Bei späterer Antragsstellung werden Sie einen Tag nach Eingang bei der Rentenversicherung pflichtversichert. Geben Sie Ihre Selbstständigkeit auf, endet die Versicherungspflicht mit Ablauf des Tages, an dem die Voraussetzungen dafür weggefallen sind. Wichtig: Sobald Sie sich für eine Pflichtversicherung entschieden haben, ist diese nicht mehr kündbar und bleibt bis zur Aufgabe der Selbstständigkeit bestehen.

Möchten Sie sich nicht pflichtversichern, ist auch für Selbstständige eine freiwillige Versicherung möglich. 

Klarheit von Anfang bis Rente
Rentenkompass
3 von 4
Gut zu wissen
Die gesetzliche Rente in Deutschland organisiert sich nach dem sogenannten Umlageverfahren. Das heißt, jeder Beitrag, den Sie als Versicherter in die Rentenkasse einzahlen, finanziert die Bezüge aktueller Rentner. Sie bilden demnach keinen eigenen Kapitalstock, sondern erwerben durch Ihre Beiträge einen eigenen Anspruch auf Rentenzahlungen, die durch die nachfolgende Generation aufgebracht werden müssen.
4 von 4
Wovon die Beitrags­höhe noch ab­hängig sein kann
Das Rentensystem in Deutschland beinhaltet einige Besonderheiten. Verdienen Sie überdurchschnittlich gut, kann die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze die Höhe Ihres Rentenbeitrags begrenzen. Jedoch kann nicht nur diese für Ihre Beitragshöhe ausschlaggebend sein, auch Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland wirken sich darauf aus.
Bei der Beitragsbemessungsgrenze handelt es sich um den Höchstbetrag, bis zu dem Arbeitsentgelt und -einkommen bei der Berechnung des Rentenbeitrags berücksichtigt werden. Entgelt oder Einkommen, welches darüber hinausgeht, wird bei der Beitragszahlung und somit auch bei der Ermittlung der Rentenhöhe nicht berücksichtigt. Ab 01.01.2021 liegt die Beitragsbemessungsgrenze in den alten Bundesländern bei 85.200 Euro pro Jahr oder bei 7.100 Euro pro Monat. In den neuen Bundesländern gilt eine Beitragsbemessungsgrenze von 80.400 Euro pro Jahr oder 6.700 Euro pro Monat.
Sowohl die Beitragsbemessungsgrenze als auch bestimmte Mindest- und Höchstbeträge werden in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich hoch angesetzt. Der Grund dafür sind Verdienstunterschiede, die teilweise 30 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch vorhanden sind. Das Niveau der Renten im Osten lag im Vergleich zum Westen ursprünglich bei knapp 40 Prozent. Mittlerweile hat sich dieser Wert auf 97 Prozent erhöht. Bis 2025 wird der Angleichungsprozess vollständig abgeschlossen sein und es wird einheitliche Beiträge in ganz Deutschland geben. Die Grundlage hierfür bildet das 2017 beschlossene Gesetz über den Abschluss der Rentenüberleitung. Darin sind die letzten Schritte hin zu einem einheitlichen Rentenrecht in Ost- und Westdeutschland geregelt.
Service und Kontakt
Die Allianz Agentur in Ihrer Nähe
Allianz Service jetzt kontaktieren
Melden Sie sich bei dem Allianz Service
Schreiben Sie Ihr Anliegen in unser Kontaktformular - wir kümmern uns darum.
Berechnen Sie Ihren Tarif zur Allianz Versicherung
Rentenkompass
Schaffen Sie Rentenklarheit.