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Ein Mann sitzt vor einem Monitor und lehnt sich entspannt zurück.
Wie Sie staatlich gefördert für das Alter vorsorgen

Entgelt­umwandlung

Kurz erklärt in 30 Sekunden
Für Sie zusammengefasst
  • Bei der Entgeltumwandlung verzichten Sie auf einen Teil Ihres Gehalts. Dieser wird von Ihrem Arbeitgeber in eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) eingezahlt.
  • Die Gehaltsumwandlung wird staatlich gefördert. Sie sparen Steuern und ggf. Sozialabgaben und verringern Ihre Versorgungslücke im Alter – unterstützt durch Ihren Arbeitgeber. 
  • Seit 2002 haben Sie als Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung in Höhe von 4% der Beitragsbemessungsgrenze DRV (West).
  • Selbst für Arbeitnehmer, die über 50 Jahre alt sind, lohnt sich häufig noch eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge.
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So funktioniert es
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Entgeltumwandlung vereinbaren

Sie vereinbaren mit Ihrem Arbeitgeber, dass ein Teil Ihres Gehalts direkt in eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) fließt. Das wird Entgeltumwandlung, Lohnumwandlung oder Gehaltsumwandlung genannt. 

Illustration - Zwei Männer schütteln sich die Hände.
Illustration - Zwei Männer schütteln sich die Hände.
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Illustration - Zwei Männer sitzen an einem Tisch. Vor ihnen liegen zwei Münzstapel.

Von Geldvorteilen profitieren

Jährlich können Sie bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung (West) steuerfrei umwandeln – in Direktversicherung oder Pensionsfonds. Abgezogen werden davon pauschal versteuerte und im Rahmen der bAV riestergeförderte Beiträge.  Bis zu vier Prozent der genannten Beitragsbemessungsgrenze sind im Jahr frei von Sozialabgaben. Alternativ nutzen Sie für die Entgeltumwandlung auch die so genannte Riester-Förderung.

Pensionszusage und Unterstützungskasse sind dagegen unbegrenzt steuerfrei.

Illustration - Zwei Männer sitzen an einem Tisch. Vor ihnen liegen zwei Münzstapel.
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Mehr Rente im Alter genießen

Wählen Sie bei den Leistungen aus Ihrer Betriebsrente zwischen lebenslanger Rente, einmaliger Kapitalzahlung oder einer Kombination aus beidem. Als gesetzlich Krankenversicherte müssen Sie in der Regel Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung auf die Leistungen entrichten. Ihr Vorteil: Steuern fallen erst im Alter an, wenn Ihr persönlicher Steuersatz meist deutlich geringer ist.

Illustration - Ein älteres Paar sitzt auf einer Parkbank und genießt den Sonnenuntergang.
Illustration - Ein älteres Paar sitzt auf einer Parkbank und genießt den Sonnenuntergang.
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Hätten Sie das gewusst?
Spontan bleiben – auch in der Rente: Im Video erfahren Sie mehr zur betrieblichen Altersvorsorge der Allianz: 
Eine junge Frau läuft am Strand und trägt eine Luftmatratze in Form eines Flamingos.

Wenn Sie einen Teil Ihres Gehalts per Entgeltumwandlung in eine Betriebsrente investieren, bringt Ihnen das richtig viel. Sie sorgen effektiv fürs Alter vor und profitieren zusätzlich von folgenden Vorteilen:

  • Steuerersparnis in der Ansparphase
  • Ggf. Sozialversicherungsersparnis in der Ansparphase 
  • Lebenslange Zusatzrente, Kapitalauszahlung oder eine Kombination aus beidem im Alter

Die betriebliche Altersvorsorge lohnt sich nicht nur für Mitarbeiter größerer Firmen, auch für Angestellte in kleinen und mittleren Unternehmen rechnet sie sich durch das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG).

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Beispiel­rechnung einer Brutto-Entgelt­umwandlung bei Gehalts­erhöhung

Jede Gehaltserhöhung ist erst einmal ein Grund zur Freude. Die Ernüchterung folgt oft bei der nächsten Lohnabrechnung, denn: Gleichzeitig steigen auch die Abgaben an den Staat. Da bleibt vom Plus häufig nicht mehr viel übrig.

Tipp: Hier lohnt es sich zu rechnen. Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) bietet sich als attraktive Möglichkeit an, gleich doppelt zu sparen: einmal bei Steuern und Sozialabgaben - und zusätzlich für den eigenen Ruhestand.

Annahmen zur Musterrechnung

Infografik - Rechenbeispiel Entgeltumwandlung: Rente fast zum halben Preis

Wie die Beispielrechnung zeigt, brauchen Sie hier bei einem Entgeltumwandlungsbetrag in Höhe von 100 Euro nur etwa die Hälfte mit eigenen Mitteln aufzuwenden. Die andere Hälfte erhalten Sie über die staatliche Förderung.

Schon gewusst? Bei Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung oder Pensionsfonds kommt sogar noch ein gesetzlicher Arbeitgeberzuschuss hinzu – indem eingesparte Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von bis zu 15 Prozent des Umwandlungsbetrages an Sie als Arbeitnehmer weitergegeben werden.

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Es ist nie zu spät für eine betriebliche Alters­vorsorge
Eine Frau und ein Mann sind in einem Gespräch und unterhalten sich.

Viele glauben, mit 50 Jahren ist es zu spät, noch zusätzlich fürs Alter vorzusorgen. Auf die betriebliche Altersversorgung (bAV) trifft das auf keinen Fall zu. Dank Entgeltumwandlung können Sie auch mit 50+ noch eine attraktive Netto-Rendite erzielen. 

Von betrieblicher Altersvorsorge profitieren: Unsere Allianz Experten beraten Sie gerne und berechnen mit Ihnen Ihre individuelle Betriebsrente. 

Drei starke Vorteile
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Betriebliche Alters­vorsorge

Optimal für angestellte Arbeitnehmer

Sie sind als angestellter Arbeitnehmer in der gesetzlichen Rente pflichtversichert? Wählen Sie zwischen drei Formen der Betriebsrente, mit denen Sie effizient ein zusätzliches Polster fürs Alter schaffen:

  1.  Allianz Direktversicherung,
  2. Allianz Pensionsfonds

Eine Entgeltumwandlung lohnt sich: Für viele Arbeitnehmer bringt sie die Rente zum Vorzugspreis – denn Sie sparen in der Ansparphase Steuern und Sozialabgaben. Übrigens: Auf alle drei Modelle der betrieblichen Altersversorgung haben Sie einen Rechtsanspruch.

Wählen Sie dabei zwischen zwei Förderarten: 

  • Bei der Bruttoentgeltumwandlung ist der Beitrag von Steuern und Sozialabgaben befreit
  • Bei der sogenannten Riester-Förderung erhalten Sie Zulagen und gegebenenfalls einen Sonderausgabenabzug. In diesem Fall erfolgt die Beitragszahlung aus dem Nettogehalt.

Im Folgenden beschreiben wir die Vorsorge aus dem Bruttoeinkommen.

  • Ihre Einzahlung ist bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung (West) steuerfrei (2021: 6.816 Euro, gilt für Kunden aus allen Bundesländern). Bis zu vier Prozent der genannten Beitragsbemessungsgrenze sind im Jahr sozialabgabenfrei (2021: 3.408 Euro). Pauschal versteuerte und im Rahmen der bAV riestergeförderte Beiträge werden auf den Förderrahmen von acht Prozent angerechnet.
  • Seit dem 01.01.2019 gilt zudem für neue, ab dem 01.01.2022 für bestehende Vereinbarungen: Soweit die Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung oder einen Pensionsfonds sozialabgabenfrei ist, ist der Arbeitgeber zu einem Zuschuss in Höhe von bis zu 15 Prozent des umgewandelten Entgelts bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze West verpflichtet.
  • Bei Jobwechsel haben Sie das Recht, Ihre bisher erworbenen Rentenansprüche zum neuen Arbeitgeber mitzunehmen. Alternativ können Sie Ihre Betriebsrente privat fortführen. So bleiben Sie flexibel. 
  • Durch flexible Anlagemöglichkeiten können Sie darüber hinaus die Chancen des Kapitalmarktes nutzen.
Allianz - Schema: So funktioniert die Entgeltumwandlung bei der Direktversicherung

Optimal für leitende Angestellte und Besserverdiener

Mit der Unterstützungskasse bietet Ihnen die Allianz eine Top-Vorsorge-Variante, die besonders für leitende Angestellte und Besserverdiener interessant ist. Gerade bei Ihnen ist die Rentenlücke im Alter oft hoch.

Sie entscheiden, wie viel Sie einzahlen möchten, um später Ihren Lebensstandard zu halten. Gleichzeitig sparen Sie bereits während der Einzahlung Steuern. Tipp: Fragen Sie nach, ob Ihre Firma eine Unterstützungskasse anbietet – einen Rechtsanspruch darauf haben Sie allerdings nicht.

  • Die Beiträge sind unbegrenzt steuerfrei. Arbeitgeberfinanzierte Beiträge stellen in unbegrenzter Höhe, Beiträge aus Entgeltumwandlung stellen bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Deutschen Rentenversicherung (West) kein (beitragspflichtiges) Arbeitsentgelt dar.
  • Sie profitieren von Steuerermäßigungen, auch wenn Sie die Fördergrenze einer Direktversicherung oder eines Pensionsfonds bereits ausgeschöpft haben.
  • Effizient, flexibel und sicher: Sie können Ihr Vorsorgekonzept individuell gestalten und sind flexibel bei Rentenbeginn ab dem 62. Geburtstag. Zudem stellen Ihre gesetzlich unverfallbaren Anwartschaften nicht verwertbares Vermögen dar. Das bedeutet: Im Falle der Arbeitslosigkeit werden sie für die Bemessung der Hartz-IV-Leistungen grundsätzlich nicht berücksichtigt.
Allianz - Schema: So funktioniert die Entgeltumwandlung bei der Unterstützungskasse

Für leitende Angestellte und Besserverdiener

Interessant für Sie als leitende Angestellte und Besserverdiener ist auch die Pensionszusage – eine weitere Möglichkeit, im Alter eine größere Rentenlücke zu verringern. Sie haben es in der Hand, wie viel Sie einzahlen möchten und vor allem auch, auf welche Gehaltsteile Sie verzichten möchten.

Sie können regelmäßige Beiträge genauso wie Sonder- und Einmalzahlungen nutzen, um mit dieser Zusatzrente den späteren Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig senken Sie schon während der Einzahlung Ihre Steuerlast. Tipp: Fragen Sie nach, ob Ihre Firma eine  Pensionszusage  anbietet. Einen Rechtsanspruch haben Sie darauf allerdings keinen.

  • Die Beiträge sind unbegrenzt steuerfrei. Arbeitgeberfinanzierte Beiträge stellen in unbegrenzter Höhe, Beiträge aus Entgeltumwandlung stellen bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Deutschen Rentenversicherung (West) auch sozialversicherungsfrei.
  • Sie haben die Wahl zwischen fester und variabler Einzahlung. Das heißt, auch einmalige Boni und Tantiemen (zum Beispiel Extravergütungen in Form einer Gewinnbeteiligung) können zur Altersvorsorge genutzt werden.
  • Sie profitieren von zusätzlichen Steuer-Ermäßigungen, wenn die Fördergrenzen einer Direktversicherung oder eines Pensionsfonds schon ausgeschöpft sind
  • Der Leistungsbeginn kann auf das vollendete 62. Lebensjahr oder später flexibel festgelegt werden. Zudem sind Ihre gesetzlich unverfallbaren Anwartschaften nicht verwertbar und somit anrechnungsfrei auf Hartz-IV-Leistungen sowie insolvenzgeschützt. 
Allianz - Schema: So funktioniert die Entgeltumwandlung bei der Pensionszusage
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Häufige Fragen
  • Was ist eine Entgeltumwandlung?

    Bei einer Entgeltumwandlung wandeln Sie einen festgelegten Teil Ihres Verdienstes in einen Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge um und sparen ihn in einer Betriebsrente an. So erwerben Sie zusätzliche Rentenansprüche.

    Attraktiv ist die Vorsorge,

    • da die Einzahlungen aus Gehaltsumwandlungen gem. § 3 Nr. 63 EStG (bei der Direktversicherung oder dem Pensionsfonds) bis zu acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung (West) steuerfrei sind. Dies gilt für Kunden aus allen Bundesländern. Aktuell liegt der Satz bei 6.816 Euro steuerfrei (Stand 2021). Sozialabgabenfrei sind im Jahr bis zu vier Prozent der genannten Beitragsbemessungsgrenze. 2021 sind das 3.408 Euro.

      Zusätzlich gibt es einen gesetzlichen Arbeitgeberzuschuss bei Entgeltumwandlung durch Weitergabe der eingesparten Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von bis zu 15 Prozent des umgewandelten Entgelts an Sie als Arbeitnehmer.

      Im Rahmen der Entgeltumwandlung hat der Arbeitnehmer zudem die Möglichkeit, anstelle der Befreiung des Beitrags von Steuern und Sozialabgaben (die sogenannte Bruttoentgeltumwandlung) von Zulagen und gegebenenfalls einem Sonderausgabenabzug im Rahmen der sogenannten Riester-Förderung zu profitieren. In diesem Fall erfolgt die Beitragszahlung aus dem Nettogehalt.

    • Die Beiträge sind unbegrenzt steuerfrei. Arbeitgeberfinanzierte Beiträge stellen in unbegrenzter Höhe, Beiträge aus Entgeltumwandlung stellen bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Deutschen Rentenversicherung (West) sozialversicherungsfrei.
  • Lohnt sich eine Entgeltumwandlung in Zeiten niedriger Zinsen überhaupt noch?

    Auf jeden Fall. Die aktuell niedrigen Zinsen sind zwar für jede Form von Vorsorge eher negativ – doch mit den modernen Vorsorgekonzepten der Allianz sind Sie gut gerüstet. Auf der Basis unserer Erfahrungen und Anlagekompetenzen können Sie je nachdem welche Vorsorgekonzepte Ihr Arbeitgeber anbietet zwischen sicherheits- und chancenorientierten Anlagestrategie wählen.

    Egal, für welches Vorsorgekonzept Sie sich entscheiden: Jedes bietet Ihnen eine garantierte Mindestrente zum Rentenbeginn.

  • Habe ich einen gesetzlichen Anspruch auf eine Entgeltumwandlung?

    Ja, seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer, der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist, einen Anspruch auf Entgeltumwandlung. Der Grund: Die gesetzliche Rente wird künftig nur noch eine Grundversorgung leisten können. Damit kommt der betrieblichen Altersversorgung (bAV) eine wachsende Bedeutung zu.

    Der Arbeitgeber ist verpflichtet, entsprechende Lösungen anzubieten. Wichtig zu wissen: Es besteht für ihn jedoch keine Pflicht, seinen Angestellten alle Varianten der bAV zu ermöglichen. Erkundigen Sie sich daher zunächst, welche Möglichkeiten Sie in Ihrer Firma haben.

  • Was kann ich alles umwandeln und wo liegen die Höchstgrenzen?

    Der Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung ist auf 4% der Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung (West) - 3.408 Euro in 2021 - begrenzt. Neben Zahlungen aus Ihrem laufenden Gehalt, können Sie auch Gehaltserhöhungen, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen umwandeln. Die mögliche Beitragshöhe hängt von der Art der betrieblichen Altersversorgung ab:

    • Bei Direktversicherung oder Pensionsfonds ist sie im Rahmen der Bruttoentgeltumwandlung auf 6.816 Euro im Jahr begrenzt (2021). Dies entspricht acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung (West) und gilt einheitlich für Angestellte aus allen Bundesländern. Bereits pauschal versteuerte und im Rahmen der bAV riestergeförderte Beiträge werden auf den Förderrahmen von acht Prozent angerechnet. Sozialversicherungsfrei sind 3.408 Euro im Jahr, dies entspricht vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Deutschen Rentenversicherung (West).
    • Bei Unterstützungskasse und Pensionszusage sind die Beiträge nach oben nicht gedeckelt. Daher sind diese beiden Modelle besonders interessant für Gutverdiener und für diejenigen, die Ihre Fördergrenzen bei Direktversicherung, Pensionsfonds und -kasse gem. § 3 Nr. 63 EStG bereits ausgeschöpft haben.
  • Wird meine Betriebsrente auf die Grundsicherung angerechnet?

    Früher wurden Leistungen aus einer freiwilligen zusätzlichen Altersversorgung auf die staatlich zugesicherte Mindestversorgung (auch Grundsicherung genannt) angerechnet. Zum 01.01.2018 wurde ein Freibetrag bei der Grundsicherung eingeführt, so dass sich eine Zusatzrente nun für jeden lohnt, auch für Geringverdiener. Beziehen Sie als Rentner nun gesetzliche Leistungen aus der Grundsicherung, können sie zum Beispiel aus einer Betriebsrente bis zu 223 Euro monatlich erhalten, ohne dass diese auf die Grundsicherung angerechnet werden.

    Mehr Informationen erhalten Sie auf der Ratgeberseite zum Betriebsrentenstärkungsgesetz.

  • Jobwechsel, Kündigung, Firmenpleite: Was wird aus meiner Betriebsrente?

    Ob Sie Ihre Betriebsrente weiterführen können, hängt von der Art Ihrer betrieblichen Altersversorgung ab:

    • Wenn Sie über eine Direktversicherung oder einen Pensionsfonds in Ihre Betriebsrente eingezahlt haben, können Sie Ihre erworbenen Rentenansprüche zum neuen Arbeitgeber mitnehmen, wenn Sie Ihren Job kündigen oder wechseln. Auch, wenn Ihr Arbeitgeber Insolvenz anmelden muss, ist ihre Betriebsrente sicher. Alternativ können Sie den Vertrag privat beitragsfrei oder beitragspflichtig fortführen.
    • Anders ist das bei Unterstützungskasse und Pensionszusage: Hier ist eine private Fortführung nicht möglich. Unter Umständen werden die Pensionsansprüche bis zum Rentenantritt vom alten Arbeitgeber verwaltet. Aber keine Sorge, Ihre eingezahlten Beiträge sind auch hier vor Insolvenz geschützt.

    Generell sind gesetzlich unverfallbare Anwartschaften auf eine betriebliche Altersversorgung nach dem Betriebsrentengesetz nicht verwertbar und somit Hartz-IV-sicher.

  • Was passiert bei Elternzeit oder längerer Krankheit?

    Wenn Sie in Elternzeit gehen und keine weiteren Bezüge erhalten, können Sie die Beitragszahlungen aussetzen. Dadurch reduzieren sich allerdings die Versicherungsleistungen. Bei der Direktversicherung und dem Pensionsfonds können Sie die Beiträge auch selbst aus Ihrem versteuerten Einkommen weiterzahlen. Auch bei längerer Krankheit können Sie die Beiträge aussetzen oder einstellen.

    Unsere Empfehlung: Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber ab, ob er Ihre Betriebsrente mindestens um eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit ergänzt. Bei einer Krankheit, die zur Berufsunfähigkeit führt, bespart die Allianz dann Ihren Vertrag genau so weiter, als hätten Sie die Beiträge eingezahlt. Damit ist Ihre Betriebsrente auch bei einer Berufsunfähigkeit gerettet.

  • Werden im Alter Abgaben auf die Leistungen aus der Entgeltumwandlung fällig?

    Wenn Sie im Rentenalter Ihre Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge bekommen, müssen Sie diese zwar versteuern – doch der Steuersatz ist meistens günstiger als zuvor im Erwerbsleben. Die Leistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung unterliegen in der Regel der Beitragspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, wenn der Rentner pflichtversichert oder auch freiwillig in einer gesetzlichen Krankenversicherung ist. Privatversicherte sind beitragsfrei.
  • Wie wirkt sich die Entgeltumwandlung auf die gesetzlichen Sozialsysteme aus?

    Die Entgeltumwandlung verringert in der Regel Ihr Bruttogehalt. Daher zahlen Sie auch weniger in die gesetzlichen Sozialsysteme ein. Eventuell bekommen Sie daher auch etwas weniger heraus, wenn Sie Arbeitslosen-, Renten-, Pflege- oder Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Diese Differenz beträgt oft allerdings nur wenige Euro.

    Fällt Ihr Bruttojahreseinkommen unter 64.350 Euro – also unter die Versicherungspflichtgrenze für Kranken- und Pflegeversicherung –, kann die Entgeltumwandlung zudem dazu führen, dass Sie statt in die private wieder in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen müssen. Aber keine Sorge: Unsere Experten beraten Sie gerne, wie sich die Entgeltumwandlung konkret für Sie auswirkt – sprechen Sie einfach Ihren Allianz Vertreter an!

  • Betriebliche Altersvorsorge im Minijob – geht das?

    Ja. Auch als geringfügig Beschäftigter haben Sie einen Anspruch auf Entgeltumwandlung – sofern Sie rentenversicherungspflichtig sind. 

    Tipp: Geschickt eingesetzt kann sie sogar dafür sorgen, dass Ihr Bruttogehalt über der 450-Euro-Grenze liegen darf. Denn durch den Abzug der Entgeltumwandlung kann Ihr Gehalt wieder darunterfallen. Dann bleibt Ihr Status als Minijobber  trotz höherer Bruttobezüge erhalten. Und Sie sorgen zusätzlich vor.

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