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So bekommen Sie die Rente vom Chef

Betriebsrente – Wann lohnt sie sich?

Betriebsrente
Allianz Betriebsrente: Zwei Männer stehen an einem Geländer
Betriebsrente
Allianz Betriebsrente: Zwei Männer stehen an einem Geländer

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Alle Themen auf einen Blick

Betriebsrente: erklärt in 30 Sekunden

Allianz - Tacho vor Allianz Logo

Die gesetzliche Rente hat eine finanzielle Lücke. Mit einer Betriebsrente schließen Sie die Lücke. Später im Ruhestand beziehen Sie eine zusätzliche Rente, oder Sie lassen sich das Kapital auszahlen.

Staatliche Förderung: Sie sparen auf die Beiträge bis zu bestimmten Grenzen Steuern und Sozialabgaben. Dadurch finanzieren Sie eine Betriebsrente sehr günstig – deutlich günstiger als wenn Sie die Beiträge aus dem versteuerten Nettoeinkommen nehmen würden.

Rechtsanspruch: Häufig haben Sie einen Anspruch auf Entgeltumwandlung, das bedeutet: Sie dürfen Teile vom Gehalt in Beiträge zu einer Betriebsrente umwandeln. Hier erfahren Sie, wie das geht.

Möglichkeiten: Je nach Vereinbarung erhalten Sie eine Rente oder bekommen das Kapital ganz oder teilweise ausgezahlt. Oft können Sie Ihre Betriebsrente auch um eine Berufsunfähigkeits- und eine Hinterbliebenenversorgung erweitern. Und wenn Sie den Job wechseln, nehmen Sie Ihre Betriebsrente einfach mit oder führen sie privat fort.

Was ist eine Betriebsrente?

Die Betriebsrente ist Teil der Altersvorsorge. Diese Altersvorsorge ruht in Deutschland traditionell auf drei Säulen:

  1. Gesetzliche Rentenversicherung
  2. Betriebliche Altersversorgung (bAV) – Ihre Betriebsrente
  3. Private Vorsorge
Allianz - Diagram Säulen der Altervorsorge

Auf dieser Seite geht es um die Betriebsrente. Die Betriebsrente ist durch die staatliche Förderung attraktiv. Denn die Beiträge sind bis zu einer bestimmten Höhe steuer- und sozialabgabenfrei. Je nach Art der Betriebsrente bleiben die Beiträge sogar unbegrenzt steuerfrei.

Arbeitgeber können mit einer Betriebsrente den gesetzlichen Anspruch der Belegschaft auf Entgeltumwandlung erfüllen. Auch der Arbeitgeber spart dadurch Sozialabgaben. Zweiter Vorteil: Der Arbeitgeber öffnet seinen Mitarbeitern den Zugang zu einer betrieblichen Altersversorgung (bAV). Er unterstützt seine Mitarbeiter dabei, ausreichend für den Ruhestand vorzusorgen.

Wer kann eine Betriebsrente abschließen?

Die gesetzliche Rente leistet kaum mehr als eine Grundversorgung. Sie wird später nicht ausreichen, wenn Sie den gewohnten Lebensstandard aufrecht erhalten möchten. Mit einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) sorgen Sie ergänzend vor.

Angestellte Arbeitnehmer
Die Betriebsrente ist eine günstige Möglichkeit, Ihren Ruhestand mit einer Zusatzrente finanziell abzusichern.  

Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH
Als Geschäftsführer ist Ihre Versorgungslücke besonders hoch, vor allem wenn Ihr jährliches Einkommen bestimmte Grenzen übersteigt (76.200 Euro in West- und 68.400 Euro in Ostdeutschland). Denn Sie zahlen in die gesetzliche Rente nur bis zu dieser Grenze ein. Mit einer Betriebsrente können Sie sich Ihren gewohnten Lebensstandard im Alter sichern – steuerlich gefördert.

Allianz - Bild Mann lehnt an Stuhl

So funktioniert die Betriebsrente

Es gibt mehrere Formen der Betriebsrente. Die häufigste Form ist die Direktversicherung. Doch alle Betriebsrenten funktionieren vom Grundsatz her nach demselben Prinzip:

  1. Sie wandeln einen Teil Ihres Gehalts in Beiträge zu einer Betriebsrente um. Das nennt man auch Entgeltumwandlung. Unter Umständen unterstützt Sie Ihr Arbeitgeber auch mit zusätzlichen Beiträgen.
  2. Ihre Beiträge fließen bis zu einer gesetzlich festgelegten Höhe steuer- und sozialabgabenfrei in die Betriebsrente.
  3. Der Arbeitgeber erteilt Ihnen eine so genannte Versorgungszusage in Höhe des umgewandelten Gehalts.
  4. Später im Ruhestand erhalten Sie die Leistung – Ihre Betriebsrente – von der Allianz ausgezahlt.

Allianz - Infografik Betriebsrente

Wer zahlt in die Betriebsrente ein: Arbeitgeber oder Arbeitnehmer?

Meist bezahlt der Arbeitnehmer seine Beiträge selbst. Oft gibt auch der Arbeitgeber etwas zu den Beiträgen dazu. Denn das Unternehmen spart durch die Entgeltumwandlung Sozialabgaben ein. Einige Unternehmer geben diese Ersparnis an die Mitarbeiter weiter. In vielen Branchen regelt auch der Tarifvertrag Arbeitgeberzuschüsse zur betrieblichen Altersversorgung (bAV).

Egal, wie die Betriebsrente bei Ihnen im Unternehmen geregelt ist: Sie müssen Ihren Anspruch auf Entgeltumwandlung geltend machen. Fragen Sie in der Personalabteilung oder bei der Mitarbeitervertretung, ob ihr Arbeitgeber bereits eine Betriebsrente anbietet und ob er sich finanziell daran beteiligt.  

Wie hoch ist meine Rente? Wie wird sie berechnet?

Erster Vorteil der Betriebsrente: Sie bezahlen Ihre Beiträge aus dem Bruttoeinkommen. Ihre Beiträge werden bis zu bestimmten Grenzen weder versteuert noch mit Sozialabgaben belastet. Der volle Beitrag fließt in Ihre Altersvorsorge.

Zweiter Vorteil: Durch die Entgeltumwandlung sinkt Ihr zu versteuerndes Bruttogehalt: Sie zahlen deswegen weniger Steuern und Abgaben. Unter dem Strich bleibt Ihnen etwas mehr Geld übrig. Denn bei einer privaten Altersvorsorge müssten Sie noch die Beiträge vom Nettoeinkommen abziehen.

Betriebliche Altersvorsorge

Ihre private Rentenvorsorge mit staatlicher Unterstützung.

Privates Sparen
Sparbeitrag aus dem Nettoeinkommen

Betriebsrente
Sparbeitrag aus dem Bruttoeinkommen

 
Bruttogehalt
Bruttogehalt
3.000 Euro
3.000 Euro

Entgeltumwandlung
= Beitrag zur Ihrer Betriebsrente

Entgeltumwandlung
= Beitrag zur Ihrer Betriebsrente

No
100 Euro (1)

Steuer- und sozial­abgaben­pflichtiges Gehalt

Steuer- und sozial­abgaben­pflichtiges Gehalt

3.000 Euro
2.900 Euro

Steuern und Sozialversicherung (2)

Steuern und Sozialversicherung (2)

-1.113 Euro
-1.063 Euro

Ausgezahltes Gehalt

Ausgezahltes Gehalt

1.887 Euro
1.837 Euro

Beitrag für das private Sparen

Beitrag für das private Sparen

100 Euro

Zur freien Verfügung …

Zur freien Verfügung …

1.787 Euro
1.837 Euro
  • Berechnungsgrundlagen (1) (2) und Hinweise
Berechnungsgrundlagen (1) (2) und Hinweise

Alle Angaben pro Monat.

(1)  Die Entgeltumwandlung kann zu geringeren Leistungen aus den gesetzlichen Sozialsystemen und zu einer Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung führen.

(2) Steuer: Ledig; Steuerklasse I inklusive Solidaritätszuschlag; 8% Kirchensteuer. Beiträge zur Sozialversicherung: 2017: gesetzliche Krankenversicherung: 8,4% inklusive 1,1% Zusatzbeitrag; gesetzliche Pflegepflichtversicherung: 1,525% inklusive Zuschlag für Kinderlose; gesetzliche Rentenversicherung: 9,35%; Arbeitslosenversicherung: 1,5% 

So fördert der Staat Ihre Betriebsrente

In der Ansparphase ist Ihre Betriebsrente jeweils bis zu bestimmten Grenzen steuer- und sozialabgabenfrei gestellt. Die Leistungen werden im Alter versteuert und bei gesetzlich Versicherten mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen belegt.

Ihr Vorteil: Im Alter liegt der persönliche Steuersatz meist deutlich niedriger als im Erwerbsleben. Die Steuerbelastung auf die Betriebsrente ist entsprechend geringer.

Betriebsrente, gesetzliche Rente und private Rente im Vergleich

Allianz - Icon Betriebliche Altersvorsorge

Betriebsrente

Die Betriebsrente ist ein wichtiger Baustein für einen finanziell abgesicherten Ruhe­stand. Die Beiträge finanziert der Arbeit­nehmer. Manche Arbeitgeber beteiligen sich und geben etwas dazu. Bis zu den gesetzlich festgelegten Obergrenzen sind die Beiträge steuer- und sozialabgabenfrei. Die Leistungen aus der Betriebsrente werden besteuert. Gesetzlich Versicherte zahlen Krankenkassen- und Pflegebeiträge.

Allianz - Icon Trenner
  • Beiträge sind steuer- und sozialabgabenfrei
  • Zuschüsse vom Arbeitgeber möglich
  • Rente oder Kapitalzahlung
  • Nach Vereinbarung auch mit Berufsunfähigkeitsversicherung und Hinterbliebenenvorsorge  möglich
Allianz - Icon Betriebsrente

Gesetzliche Rente

Eine gesetzliche Rente ist für Viele die Grundabsicherung im Ruhestand. Die Beiträge tragen je zur Hälfte der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer. Die Beiträge können steuerlich abgesetzt werden. Die Leistungen aus der gesetzlichen Rente werden besteuert – der Rentenjahrgang 2017 muss zum Beispiel 84% der gesetzlichen Rente versteuern. Wer ab 2040 in Rente geht, muss die gesetzliche Rente voll versteuern.

Allianz - Icon Trenner
  • Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer
  • Beiträge steuerlich absetzbar
  • Ansprüche auch bei Erwerbsminderung
  • Witwen- und Waisenrente möglich
Allianz - Icon private Altersvorsorge

Private Rente

Eine private Rente bietet Ihnen eine zusätzliche finanzielle Absicherung für Ihren Lebensstandard im Alter. Die Beiträge bezahlen Sie aus dem versteuerten Einkommen. Im Ruhestand werden die Leistungen aus der privaten Rentenversicherung nur ermäßigt besteuert. Es werden später auch keine Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse fällig.

Allianz - Icon Trenner
  • Steuerbegünstigte Altersrente
  • Individuelle Ausrichtung der Vorsorge durch die Vorsorgekonzepte 
  • Lebenslange Rente oder einmalige Kapitalzahlung
  • Auf Wunsch mit Berufsunfähigkeitsversicherung und Hinterbliebenenvorsorge möglich

Wie kann ich meinen Versicherungsschutz erweitern?

Eine Betriebsrente kann mehr sein als „nur“ eine weitere Altersvorsorge. Ihr Arbeitgeber kann entscheiden, ob er Bausteine für einen erweiterten Versicherungsschutz anbietet. Je nach Angebot Ihres Arbeitsgebers können Sie Ihre Altersrente um diese Bausteine ergänzen:

Allianz - Rentenretter – Arzt mit Mann auf Krücken

Der Rentenretter: Mit dem Baustein Berufsunfähigkeitsvorsorge übernimmt die Allianz bei Berufsunfähigkeit die Beiträge für Ihre Betriebsrente. So können Sie sich auf eine sichere Zusatzversorgung freuen, auch wenn Sie nicht mehr arbeiten können.

Allianz - Berufsunfähigkeitszusatzversicherung - junge Arbeiterin blickt freudig in die Kamera

Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung: Einen Schritt weiter geht die Zusatzversicherung, die Ihnen bei Berufsunfähigkeit eine Rente als Einkommensersatz bietet – die Beiträge dafür werden im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ebenfalls staatlich gefördert.

Allianz - Kind mit Mutter

Der Hinterbliebenenschutz: Im Todesfall sichert die Betriebsrente die Hinterbliebenen mit einer Rente ab – Ihren Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner ein Leben lang, Kinder bis zum 25. Lebensjahr.

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So überzeugen Sie Ihren Chef von der Betriebsrente

Sie haben zwar einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung zu Gunsten einer Betriebsrente. Aber wer möchte schon gerne etwas beim Chef durchkämpfen müssen. Besser ist es, dem Chef gute Argumente für eine Betriebsrente zu liefern – und davon gibt es einige.

1. Ihr Unternehmen spart Sozialabgaben ein
Eine Betriebsrente bringt dem Unternehmen finanziellen Gewinn. Denn der Arbeitgeber spart auch seinen Anteil an den Sozialabgaben entsprechend der Beitragshöhe.

2. Das Image Ihres Unternehmens steigt
Viele Unternehmen geben die ersparten Sozialabgaben ganz oder teilweise an die Mitarbeiter weiter – ein immenser Imagegewinn für das Unternehmen, das sich so nachhaltig um die Vorsorge und Absicherung der Mitarbeiter kümmert.

3. Ihr Unternehmen profiliert sich im Bewerbermarkt
Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) kann auf der Suche nach den besten Mitarbeitern den Ausschlag zu Gunsten Ihres Arbeitgebers geben.

4. Die Mitarbeiter-Bindung wächst
Wer in den Genuss einer attraktiven betrieblichen Versorgungslösung kommt, bleibt dem Unternehmen in aller Regel länger treu.

5. Die Mitarbeiter-Zufriedenheit steigt
Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) zeigt die Wertschätzung des Unternehmens für seine Mitarbeiter. Die damit gezeigte soziale Verantwortung steigert die Zufriedenheit in der Belegschaft.

6. Ihr Arbeitgeber zeigt unternehmerische Weitsicht
Wer an seine Mitarbeiter denkt und ihre Altersvorsorge unterstützt, der zeigt: Meine Mitarbeiter sind mir wichtig – ich weiß, dass sie den Unternehmenserfolg wesentlich beeinflussen.

Betriebsrentenstärkungsgesetz: Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) tritt am 01.01.2018 in Kraft.

Häufige Fragen zur Betriebsrente

Was möchten Sie gerne wissen?

  • Was ist das Betriebsrentengesetz – BetrAVG?
  • Kann ich meine Betriebsrente mitnehmen, wenn ich den Job wechsle oder kündige?
  • Ist meine Betriebsrente vor einer Insolvenz des Arbeitgebers geschützt?
  • Was passiert, wenn ich in Elternzeit gehe?
  • Was passiert mit meiner Betriebsrente, wenn ich länger krank bin?
  • Muss ich eine Kapitalauszahlung auch versteuern?
  • Wenn ich sterbe, bekommt dann meine Familie die Betriebsrente?
  • Wie wirkt sich die Betriebsrente auf meine gesetzliche Rente aus?
  • Spielen Tarifverträge für meine Betriebsrente eine Rolle?
  • Was regeln Tarifverträge zur Altersvorsorge für meine Betriebsrente und wann gelten Sie für mich?
  • Was bedeuten „Ertragsanteil“, „Versorgungszusage“ „Fünftelungsregelung“ und „Widerruflicher Anspruch"?
Was ist das Betriebsrentengesetz – BetrAVG?

Als Betriebsrentengesetz wird das Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) bezeichnet: Es regelt die arbeitsrechtlichen Vorschriften, aus der sich zum Beispiel Ihr Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung ableitet. Entgeltumwandlung ist die Umwandlung von Teilen Ihres Gehalts in Beiträge zu einer Betriebsrente.

Einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung haben alle rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer.

Kann ich meine Betriebsrente mitnehmen, wenn ich den Job wechsle oder kündige?

Ja, der Gesetzgeber garantiert Ihnen einen Rechtsanspruch auf Übertragung. Das bedeutet: Wenn der Arbeitnehmer aus einem Unternehmen ausscheidet und bis dahin unverfallbare Ansprüche auf eine Betriebsrente gesammelt hat, darf er diese Ansprüche mitnehmen. Dazu wird aus den Ansprüchen ein Übertragungswert berechnet. Dieser Wert wird auf den neuen Arbeitgeber übertragen (beziehungsweise auf dessen Versorgungsträger). Die Regelung gilt für Betriebsrenten in Form einer Direktversicherung, über eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds.

Bitte beachten Sie: Als Arbeitnehmer müssen Sie sich innerhalb eines Jahres nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses entscheiden, ob Sie Ihr Recht auf Übertragung ausüben werden. Tun Sie das, muss Ihnen der neue Arbeitgeber eine Betriebsrente zusagen, die dem Übertragungswert entspricht. Zusagen darf der Arbeitgeber eine Betriebsrente über eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds.

Sie können den Vertrag übrigens auch privat fortführen und beitragsfrei stellen oder selbst weiterbezahlen.

Ist meine Betriebsrente vor einer Insolvenz des Arbeitgebers geschützt?

Ja, der Gesetzgeber schützt Ihre Betriebsrente bei einer Insolvenz des Arbeitgebers.

Betriebliche Rentenanwartschaften über eine Pensionszusage, Unterstützungskasse oder einen Pensionsfonds sind durch den Pensions-Sicherungs-Verein geschützt: Der Verein zahlt bei Insolvenz eines Mitglieds die Betriebsrenten bis zu gewissen Höchstgrenzen aus.

Die gesetzliche Insolvenzsicherung tritt ein:

  • Bei Entgeltumwandlung vom ersten Tag an, wenn die Beiträge bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze West der Deutschen Rentenversicherung ausmachen.
  • Bei Entgeltumwandlung zwei Jahre nach Zusageerteilung, unabhängig von der Beitragshöhe.
  • Bei einer arbeitgeberfinanzierten bAV, wenn der Mitarbeiter mindestens 25 Jahre alt ist und die Zusage seit fünf Jahren besteht

Eine Betriebsrente über eine Pensionskasse oder über eine Direktversicherung mit unwiderruflichem Bezugsrecht unterliegt nicht dem gesetzlichen Insolvenzschutz. Allerdings haben die Arbeitnehmer in diesen Fällen einen unmittelbaren Anspruch auf die Leistungen gegenüber der Versicherung oder der Pensionskasse.

Was passiert, wenn ich in Elternzeit gehe?

In der Elternzeit können Sie – wie bei einer anderen sogenannten entgeltfreien Dienstzeit – mit den Beiträgen aussetzen. Der Versorgungsanspruch reduziert sich entsprechend.

Bei der Direktversicherung, der Pensionskasse und dem Pensionsfonds können Sie die Beiträge zu Ihrer Betriebsrente auch selbst weiterzahlen. Sie bezahlen Ihre Beiträge dann aus dem versteuerten Einkommen. Das wird später in der Leistungsphase berücksichtigt: Ihre Rente aus den versteuerten Beiträgen wird dann nur noch mit dem niedrigen Ertragsanteil besteuert.

Was passiert mit meiner Betriebsrente, wenn ich länger krank bin?

Bei längeren Erkrankungen gilt die gleiche Regelung wie in der Elternzeit, da auch solche Phasen zu den entgeltfreien Dienstzeiten gehören.

Wir empfehlen: Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob er Ihre Betriebsrente mindestens um eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit ergänzen kann. Bei einer Krankheit, die zur Berufsunfähigkeit führt, bespart die Allianz Leben dann Ihren Vertrag genau so weiter, als hätten Sie die Beiträge eingezahlt. Damit ist Ihre Betriebsrente auch bei einer Berufsunfähigkeit gerettet.

Muss ich eine Kapitalauszahlung auch versteuern?

Genauso wie die Rente wird auch eine Kapitalauszahlung der Betriebsrente versteuert. Entscheiden Sie sich für eine Auszahlung, gilt: Das ausgezahlte Kapital wird im Jahr der Auszahlung voll versteuert, wenn die Beiträge staatlich gefördert wurden.

Bei Leistungen aus der Unterstützungskasse und der Pensionszusage kann die Fünftelungsregelung Ihre Steuerlast reduzieren.

Auf die Kapitalauszahlung werden auch Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung fällig. Die Summe der Kapitalzahlung aus der Betriebsrente wird dafür durch 120 geteilt – auf diesen 120. Teil zahlen Sie dann zehn Jahre lang einen Beitrag zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. 

Wenn ich sterbe, bekommt dann meine Familie die Betriebsrente?

Ja, im Todesfall zahlen wir die Betriebsrente an die mitversicherten Personen aus. Diese Personen haben einen widerruflichen Anspruch auf die Leistungen im Todesfall.

Bezugsberechtigt sind:

  • Ihr Ehegatte oder der Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.
  • Die Kinder, solange sie das Finanzamt steuerlich berücksichtigt. Dazu zählen auch Pflege-, Stief- und faktische Stiefkinder, die auf Dauer in den Haushalt des Arbeitnehmers aufgenommen wurden.
  • Ihr namentlich benannter Lebensgefährte oder gleichgeschlechtlicher Lebenspartner einer nicht eingetragenen Lebenspartnerschaft.
  • Ihre Enkelkinder (nur bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds).

Diese Personen sind so lange bezugsberechtigt, bis Sie über Ihren Arbeitgeber etwas anderes festlegen (widerrufliches Bezugsrecht).

Gibt es keine(n) der oben genannten Berechtigten, zahlen wir bei der Direktversicherung und der Pensionskasse bis zu 8.000 Euro Sterbegeld aus. Das Sterbegeld erhält derjenige, den uns der Arbeitgeber mit Ihrem Einverständnis genannt hat. Ansonsten geht das Sterbegeld an Ihre Erben.

Wie wirkt sich die Betriebsrente auf meine gesetzliche Rente aus?

Durch die Entgeltumwandlung verringert sich die sogenannte Bemessungsgrundlage, aus der die Sozialleistungen berechnet werden. Zu den Sozialleistungen gehören zum Beispiel die Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung oder das Elterngeld. Diese Leistungen aus den Sozialsystemen können durch die Entgeltumwandlung etwas sinken. Bitte beachten Sie auch: Die Entgeltumwandlung kann zur Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung führen.

Vereinfachte Erklärung anhand der „gesetzlichen Rente“:

Der Beitrag zur gesetzlichen Rente berechnet sich aus dem sozialversicherungspflichtigen Einkommen. Da das Einkommen durch die Entgeltumwandung reduziert wird, zahlen Sie weniger in die gesetzliche Rentenversicherung ein: Sie erhalten daher etwas weniger gesetzliche Rente.

Spielen Tarifverträge für meine Betriebsrente eine Rolle?

Die betriebliche Altersvorsorge ist in vielen Branchen durch Tarifverträge geregelt. Die Verbände und Gewerkschaften handeln diese zum Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge für ihre Mitglieder aus, ganz im Sinne ihrer sozialen Verantwortung. 

Seit Einführung des gesetzlichen Rechtsanspruchs auf Entgeltumwandlung im Jahr 2002 ist die Zahl der Tarifverträge zur Altersvorsorge stark gestiegen. Der Grund: Tarifliches Entgelt darf seit 2002 nur dann in eine Betriebsrente umgewandelt werden, wenn eine gesonderte tarifvertragliche Regelung das zulässt.

Was regeln Tarifverträge zur Altersvorsorge für meine Betriebsrente und wann gelten Sie für mich?

Viele Tarifverträge gestalten die Betriebsrente dadurch vorteilhaft, dass sie den Arbeitgeber zu Zuschüssen und anderen Beiträgen für die Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter verpflichten. Häufig widmen die Tarifpartner die sogenannten Vermögenswirksamen Leistungen für den Aufbau einer Betriebsrente um – man spricht dann zum Beispiel von „Altersvorsorgewirksamen Leistungen“ oder dem „Altersvorsorgegrundbetrag“. Die meisten Tarifverträge dienen vor allem dazu, die Entgeltumwandlung festgelegter tariflicher Entgeltbestandteile zu ermöglichen.

Für Sie gelten die häufig sehr attraktiven Tarifverträge zur Altersvorsorge immer dann automatisch, wenn sowohl Ihr Arbeitgeber als auch Sie an die Tarifverträge Ihrer Branche gebunden sind. Das heißt: Ihr Arbeitgeber ist organisiert in einem Arbeitgeber-Verband und Sie in der zugehörigen Gewerkschaft.

Auch in anderen Fällen können Sie eventuell von bestehenden Tarifverträgen profitieren – zum Beispiel über eine arbeitsvertragliche Vereinbarung. Manche Unternehmen lehnen sich in diesem Punkt freiwillig an einen Tarifvertrag ihrer Branche an, weil sie dadurch ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern – und bieten Ihnen dadurch die Möglichkeit von der tariflichen Altersvorsorge zu profitieren.

Was bedeuten „Ertragsanteil“, „Versorgungszusage“ „Fünftelungsregelung“ und „Widerruflicher Anspruch"?

Fachbegriffe wie „Ertragsanteil“ sind schnell erklärt. Hier finden Sie vier Erläuterungen zu Begriffen dieser Seite:

Ertragsanteil
Der Ertragsanteil ist der steuerpflichtige Anteil einer Leibrente. Wie hoch dieser Anteil ausfällt, hängt vom Alter des Versicherten bei Rentenbeginn ab. Die Höhe gilt dann unverändert für die gesamte Dauer der Rentenzahlung. Rechtlich regelt das § 22 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Dort finden Sie auch eine Tabelle, die die Höhe des Ertragsanteils je nach Alter angibt.

Versorgungszusage
Die sogenannte Versorgungszusage ist die rechtliche Grundlage, mit der sich der Arbeitgeber auf Versorgungsleistungen in der betrieblichen Altersvorsorge verpflichtet. Bei der betrieblichen Altersversorgung sagt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer Leistungen bei Alter, Invalidität und/oder Tod zu. Diese Zusage durch den Arbeitgeber kann ausdrücklich oder stillschweigend erfolgen. Als Versorgungszusage gilt beispielsweise sowohl eine tarifvertragliche Regelung als auch eine Zusage an den einzelnen Arbeitnehmer.

Fünftelungsregelung
Die Fünftelungsregelung kann in vielen Fällen die Steuer auf eine einmalige Kapitalzahlung verringern. Für die Berechnung wird die Zahlung zuerst durch fünf geteilt. Das führt in den meisten Fällen zu einem niedrigeren Steuersatz (solange das Gesamteinkommen unter dem Spitzensteuersatz liegt). Die zu zahlende Steuer auf die Kapitalzahlung wird dann mit fünf multipliziert. Unter dem Strich ist die Steuerlast dadurch meist geringer.

Widerruflicher Anspruch
Ein widerruflicher Anspruch im Todesfall bedeutet, dass der Versicherte zu Lebzeiten noch ändern (widerrufen) kann, wer als Begünstigter Anspruch auf die Versicherungsleistung haben wird. Erst wenn der Versicherungsfall eingetreten ist, hat derjenige Anspruch auf die Leistung, der zuletzt als Begünstigter festgelegt war.

Teilen Sie mit Freunden, was Sie auf allianz.de entdeckt haben. Dabei nehmen wir die Sicherheit Ihrer Daten nicht auf die leichte Schulter: Wenn Sie auf einen der Social-Media-Links klicken, übertragen wir personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse) an das ausgewählte soziale Netzwerk. Mit Ihrem Klick stimmen Sie dieser Datenübertragung zu.

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