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Flexibler Renten­eintritt

Flexi­rente

  • Bei der Flexirente handelt es sich um ein Rentenmodell, das Versicherten größtmögliche Flexibilität im Übergang zum Renteneintritt ermöglichen soll.
  • Im Gegensatz zum gesetzlichen Rentenmodell bietet Ihnen die Flexirente insgesamt drei neue Optionen: Sonderzahlungsmöglichkeiten ab dem 50. Lebensjahr, eine neue Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro bei Frührente und Rentenzuschläge.
  • Die Flexirente ist mit Vorteilen wie größtmöglicher Entscheidungsfreiheit verbunden, hat jedoch für bestimmte Versicherte auch einige Nachteile.
  • Zudem können Sie durch die Flexirente von steuerlichen Vorteilen profitieren.
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Erklärung und Definition
Das sogenannte Flexirentengesetz wurde im Herbst 2016 durch den Bundestag als „Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“ beschlossen. Die Flexirente ist demnach ein Rentenmodell, das Ihnen den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand erleichtern soll. Im Fokus stehen zum einen vor allem die Möglichkeit über das Rentenalter hinaus weiterzuarbeiten und somit die Rentenbeiträge aufzustocken. Zum anderen soll die Flexirente Beschäftigten ab 63 Jahren bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze einen einfachen Weg zur Kombination der Teilzeitarbeit mit einer Teilrente ermöglichen. Übrigens: Dafür wird keine Zustimmung des Arbeitgebers benötigt, jedoch sollte er früh genug über die Pläne in Kenntnis gesetzt werden.
Klarheit von Anfang bis Rente
Rentenkompass
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Flexible Möglich­keiten
Mit den neuen Regelungen der Flexirente wird Arbeitnehmern nicht nur der Übergang zwischen Arbeitsleben und Ruhestand erleichtert, sie bietet Ihnen durch drei verschiedene Optionen auch Freiheiten bei der Planung Ihres Ruhestands.
Möchten Sie früher in Rente gehen, können Sie mithilfe der Flexirente ab dem 50. Lebensjahr Sonderzahlungen nutzen und nicht wie zuvor erst mit 55 Jahren. Damit lassen sich Abschläge ausgleichen und sie können Ihre Rente aufstocken. Denn: Möchten Sie nicht bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze warten, müssen Sie für jeden Monat, den Sie früher in Rente gehen, einen Abschlag von 0,3 Prozent hinnehmen – das gilt auch bei der Flexirente. Um das zu vermeiden, teilt die Deutsche Rentenversicherung Ihnen dafür auf Wunsch in einer speziellen Rentenauskunft mit, wie hoch Ihre Sonderzahlung ausfallen müsste, damit Rentenabschläge ausgeglichen werden können. Die Auskunft enthält Informationen über Ihre voraussichtliche Rentenhöhe zum beabsichtigten Rentenstart, die Rentenminderungshöhe sowie die daraus resultierende Beitragshöhe zum Ausgleich der Rentenminderung.
Eine weitere Möglichkeit Ihre Rente  aufzubessern, obwohl Sie frühzeitig in den Ruhestand gehen möchten, ist, indem Sie zumindest teilweise weiterarbeiten. Dank der Flexirente ist ein Hinzuverdienst von bis zu 6.300 Euro brutto im Jahr ohne Rentenkürzung möglich. Überschreiten Sie diese Grenze, werden alle darüber liegenden Beträge zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Übrigens: Ein uneingeschränkter Hinzuverdienst ist nach Erreichen der Regelaltersgrenze ebenfalls möglich.
Auch nach dem Erreichen der Regelaltersgrenze ist ein Weiterarbeiten problemlos möglich. Dafür bekommen Sie sogar Rentenzuschläge: Für jeden Monat, den Sie noch nicht in Rente gehen, erhalten Sie einen Zuschlag in Höhe von 0,5 Prozent. Arbeiten Sie beispielsweise ein Jahr länger, erhalten Sie einen Rentenzuschlag von sechs Prozent zu Ihrer Altersrente.
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Klarheit für Sie
Im Gegensatz zur gesetzlichen Rente können Arbeitnehmer mit der Flexirente flexiblere Entscheidungen in Bezug auf den Renteneintritt treffen. Das ist mit vielen Vorteilen, jedoch auch mit bestimmten Nachteilen verbunden.
  • Vor allem der demografische Wandel ist ausschlaggebend für die Einführung der Flexirente. Sowohl Personen, die früher in Rente gehen möchten, als auch Rentner, die sich fit genug fühlen, auch nach regulärem Renteneintrittsalter weiterzuarbeiten, können ihre Altersplanung nun flexibler gestalten.
  • Während das vorhergehende Rentenmodell sehr starr war und wenig Handlungsspielraum zuließ, können Sie nun selbst entscheiden, ob Sie sich im Alter etwas dazuverdienen möchten oder nicht.
  • Zudem profitieren Arbeitgeber von der längeren Beschäftigungsmöglichkeit Ihrer Angestellten und somit von deren Erfahrung und Knowhow. Darüber hinaus sparen sie sich die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.
  • Trotz Flexirente müssen Versicherte mit Abschlägen rechnen, falls sie vorzeitig in Rente gehen möchten und diese Abschläge nicht ausgleichen (z. B. durch Sonderzahlungen).
  • Zudem gilt eine 40-Prozent-Regelung: jeder über 6.300 Euro liegende Verdienst wird zu 40 Prozent auf Ihre Rente angerechnet. Es gibt jedoch eine Obergrenze für Ihren Hinzuverdienst. Überschreitet die Summe aus Ihrer Teilrente und dem Hinzuverdienst Ihr höchstes Einkommen der letzten 15 Jahre, wird der Betrag, der darüber liegt, zu 100 Prozent auf die verbliebene Teilrente angerechnet.
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Gut zu wissen

Auch im Hinblick auf steuerliche Aspekte kann sich die Flexirente lohnen. Denn: Je später Sie in Rente gehen, desto höher ist der zu versteuernde Anteil, da das Jahr des Eintritts in den Ruhestand für die Rentenbesteuerung maßgebend ist. Dafür sorgt die sogenannte nachgelagerte Besteuerung, die im Alterseinkünftegesetz geregelt ist. Durch diese steigt der zu versteuernde Anteil Ihrer Rente von Jahr zu Jahr. 2021 liegt er bei 81 Prozent. Im Jahr 2040 müssen 100 Prozent Ihrer Alterseinkünfte versteuert werden.

Ab dem Zeitpunkt, zu dem Sie eine vorzeitige Rente mit Abschlägen beziehen können, bietet sich Ihnen die Möglichkeit, nur eine Teilrente von mindestens 10 Prozent der Vollrente in Anspruch zu nehmen. Trotzdem können Sie in Voll- oder Teilzeit bis zur regulären Altersgrenze weiterzuarbeiten. Die daraufhin durch den vorgezogenen Renteneintritt anfallenden Abschläge beziehen sich nur auf die vorab in Anspruch genommene Teilrente. Der Rest steht Ihnen mit Erreichen der Altersgrenze ohne Abschläge zu. Durch einen früheren Rentenbeginn  ist der zu versteuernde Anteil Ihrer Rente niedriger und verändert sich auch im Nachhinein nicht mehr.

Beachten Sie jedoch, dass dieses Vorgehen sich nur lohnt, wenn Sie vergleichsweise hohe Rentenansprüche haben oder noch weiteres, zu versteuerndes Einkommen erzielen (beispielsweise aus Mieteinnahmen). Haben Sie einen niedrigen oder durchschnittlichen Rentenanspruch, sind die geringen Steuersparnisse meist kaum lohnend, da sie durch die Rentenabschläge Ihrer Teilrente wieder ausgeglichen werden.

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