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Tiere versichern

Tierunfälle: Ich glaub', mich tritt ein Pferd!

Allianz - Pferd hat einen Teil der Haustür um den Hals hängen

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Wenn sich Mensch und Tier ins Gehege kommen

Bei einem Tierunfall geht es immer auch um Haftungsfragen. Ob eigenes oder fremdes Haustier oder Tiere in der Natur – am konkreten Beispiel auch mit kurioser Beteiligung zeigen wir Ihnen Möglichkeiten der Absicherung.

› Gar nicht so selten: Tierunfälle

› Zehn außergewöhnliche Versicherungsfälle

› Giraffe in der Falle

› Vorsicht vor sprunghaften Kängurus

› Trifft ein Elch auf einen Bär...

› Dieser Schuss ging nach hinten los

› Auch Kleinvieh macht Mist

› Unachtsame Halter machen sich strafbar

Tierische Versicherungsfälle - das Wichtigste in 30 Sekunden…

Allianz - Stoppuhr mit Allianz Logo im Hintergrund
  • Unfälle mit Tierbeteiligung kommen häufig vor – nicht nur in exotischen Weltgegenden, sondern auch in unseren heimischen Gefilden.
  • Neugierige Giraffen, phlegmatische Elche, entwischte Pferde – nicht immer ist es das eigene Haustier, welches als Unfallverursacher auftritt.
  • Als Tierhalter sollten Sie prüfen, ob Sie bei möglichen Unfällen unter Beteiligung Ihres Tieres ausreichend geschützt sind.

Gar nicht so selten: Tierunfälle

Allianz - Statistische Werte zu Tierunfällen

Zehn außergewöhnliche Versicherungsfälle

Wer ist eigentlich verantwortlich, wenn Klein- oder Großvieh sprichwörtlich Mist machen? Wie beispielsweise der Schäferhund, der in Franken in einem Karpfenteich wilderte: Rund 40 Leckerbissen schwammen direkt vor seiner Schnauze herum, doch der Hund angelte sich ausgerechnet die dicksten Fische im Teich: drei Koi-Karpfen, die erlesensten Fische überhaupt. Die japanischen Edelfische waren zusammen rund 17.000 Euro wert. War ziemlich teuer, dieses Sashimi.

Wenn Tiere zum Versicherungsfall werden, klingen die dazugehörigen Schadenakten oft wie das Drehbuch einer Komödie - oder eines Horrorfilms: Ein Seehund beißt einen Strandgänger in den Hintern. Ein Schwein versetzt beim Füttern einem Bauern einen wuchtigen Kopfstoß. Eine Elster reißt eine Fleischwunde ins Gesicht eines Spaziergängers. Eine Maus schnappt zu, als ein Tierfreund sie vor einer Katze retten will. Ein Baby-Hai beißt einen Fischer in den Zeh.

Allianz - Giraffe steckt Kopf in geöffnetes Autofenster

Giraffe in der Falle

Eine kuriose Geschichte erlebte auch ein Allianz Kunde, der mit seiner Familie mit offenem Seitenfenster durch den Serengeti-Park Hodenhagen bei Hannover fuhr. Während eines kurzen Stopps steckte plötzlich eine Giraffe ihren Kopf in den Wagen, um an im Fußraum liegendes Obst zu gelangen. Das Tier erschrak ebenso sehr wie die Autoinsassen. Es versuchte, den Kopf zurückzuziehen, blieb jedoch mit den Hörnern am Türrahmen hängen.

Erst nach einigem Hin und Her gelang es der Giraffe, den Kopf wieder aus dem Fahrzeug zu ziehen. Die Familie beendete darauf hin ihren Ausflug, kam ansonsten aber mit dem Schrecken davon. Die Allianz ersetzte den Schaden an der Tür, immerhin mehrere Tausend Euro.

Häufiger als Unfälle mit Giraffen sind freilich Zusammenstöße mit Rehen, Hirschen, Feldhasen, Luchsen oder Füchsen - dem sogenannten "Haarwild". 2013 registrierten die deutschen Versicherer rund 247.000 solcher Unfälle, das sind fast 700 pro Tag. Insgesamt verursachten die Tiere Schäden in Höhe von über 560 Millionen Euro. Bei Unfällen mit Haarwild übernimmt die Teilkaskoversicherung den Schaden in voller Höhe.

Allianz - Kopf eines Kängerus von vorne

Vorsicht vor sprunghaften Kängurus

Wer allerdings mit einem Pferd, einem Rind oder einem Schaf kollidiert, kann oft nicht mit einer Entschädigung seines Versicherers rechnen. So wie ein 30-jähriger Autofahrer, dem ein ausgebüxtes Känguru vor den Kühler lief. Nicht in Australien, sondern in der Oberpfalz, wohlgemerkt. Das Beuteltier war einem 49-jährigen Zoohändler entwischt, dem es nicht gelang, es wieder einzufangen. Auf der Flucht hüpfte das Tier vor das Auto des jungen Mannes. Das Tier kam mit dem Schrecken davon, der Fahrer mit einem Blechschaden.

Wer im Straßenverkehr auf Nummer sicher gehen will, kann einen Versicherungsschutz wählen, der neben Haarwildschäden auch den Zusammenstoß mit Pferden, Rindern, Schafen oder Ziegen absichert. Bei der Allianz ist das in der Teil- und Vollkasko der Kfz-Versicherung enthalten. Beim "MeinAuto Top-Paket" sind sogar Zusammenstöße mit allen Tieren versichert, also auch mit sprunghaften Kängurus oder halsstarrigen Giraffen.

Allianz - Ein Elch überquert eine Straße auf der Autos nahen

Trifft ein Elch auf einen Bär…

Oder mit einem herrenlosen Kamel, wie es einem deutschen Entwicklungshelfer auf einer kenianischen Schotterpiste passierte. Das Tier schreckte aus einem Gebüsch auf und lief gegen den Jeep des Deutschen. Windschutzscheibe und Karosserie des Fahrzeugs wurden bei dem Zusammenprall nahe einer Brücke stark beschädigt. Die Allianz regulierte den Schaden über ihre Auslandsabteilung in Frankfurt innerhalb weniger Tage. Für das Kamel endete der Unfall allerdings tödlich.

Glimpflicher ging ein Unfall für einen Elch in Norwegen aus. Ein Autofahrer war gegen Mitternacht auf einer Landstraße unterwegs und konnte ihn gerade noch rechtzeitig erkennen. Reaktionsschnell wich der Fahrer dem Elch aus – und fuhr geradewegs in einen Bären hinein, der ein paar Meter weiter am Straßenrand stand. Der Fahrer hatte sein Auto schon stark abgebremst, sodass der Bär nur leicht verletzt wurde.

Allianz - Ein Fuchs kommt aus dem Wald

Dieser Schuss ging nach hinten los

Es sind aber nicht immer nur die Tiere, die am Ende als die Leidtragenden dastehen. In einem Wald bei Grodno in Weißrussland hatte ein Jäger einen Fuchs angeschossen und näherte sich dem Tier. Reflexartig schlug der Fuchs mit der Pfote aus – und traf dabei ausgerechnet den Abzug der Waffe. Die Kugel durchschlug den Oberschenkel des Jägers. Während der Mann in eine Klinik gebracht werden musste, konnte der nur leicht verletzte Fuchs entkommen.

Mit Wildschweinen haben es Jagdpächter oft zu tun: Sie sind dafür verantwortlich, dass deren Bestand nicht zu groß wird. Wenn eine fahrlässig große Rotte das benachbarte Kartoffelfeld eines Bauern umpflügt, muss der Jagdpächter unter Umständen dafür haften. An einem Schaden, den ein Wolf anrichtet, trägt ein Jagdpächter dagegen keine Mitschuld.

Allianz - Pferde strecken Kopf aus dem Stall

Auch Kleinvieh macht Mist

Wenn kleine Haustiere wie Katzen, Kaninchen oder Meerschweinchen einen Schaden verursachen, übernimmt den die Privathaftpflichtversicherung. Für Hunde und Pferde ist aber in einigen Bundesländern eine spezielle Tierhalterhaftpflicht vorgeschrieben.

Weshalb es sinnvoll ist, diese abzuschließen, zeigt der Fall einer Pferdebesitzerin, deren Gestüt in der Nähe einer Landstraße lag. Nach einem Ausritt hatte sie den Riegel der Pferdebox nicht richtig geschlossen. Das Pferd konnte die Tür aufdrücken und brach aus. Auf der Straße kollidierte es mit einem Auto, ein weiterer Wagen fuhr auf den ersten auf. Der eine Autofahrer ist seither querschnittsgelähmt, der andere konnte ein halbes Jahr lang nicht arbeiten. Schmerzensgeld, Verdienstausfall, Pflegekosten und Sachschaden summierten sich auf 620.000 Euro.

Allianz - Ein Schwarm Koi-Karpfen in einem Teich

Unachtsame Halter machen sich strafbar

Im Extremfall können sich Tierhalter strafbar machen, wenn sie ihre Tiere nicht unter Kontrolle halten. In Teltow bei Potsdam wurde eine Spaziergängerin von einem Kamel umgerannt. Das Tier war bereits zum zweiten Mal aus einem Wanderzirkus ausgebrochen. Der Besitzer bekam das Kamel wieder – zusammen mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Auch der Fall des fränkischen Schäferhundes, der drei Koi-Karpfen verspeist haben sollte, beschäftigte am Ende ein Gericht. Der Hundehalter hatte zwar eine Hundehaftpflichtversicherung abgeschlossen, die aber weigerte sich zu zahlen, weil keine Fischköpfe, Gräten oder sonstige Reste der Fische zu finden waren. Den delikaten Fall entschied dann das Landgericht Coburg. Der als Zeuge aufgerufene Fischhändler konnte sich dann aber auch nicht mehr daran erinnern, die Fische jemals verkauft zu haben. Für die Richter war das zu viel Anglerlatein auf einmal, weshalb sie den Versicherer von der Zahlungspflicht befreiten.

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