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Allianz – Private Haftpflicht - Drohnenversicherung: Eine Drohne in der Luft
Fluggeräte richtig absichern

Drohnen und die Haftpflichtversicherung

Kurz erklärt in 30 Sekunden
Für Drohnenpiloten ist eine Versicherung Pflicht
  • Wer in Deutschland unter freiem Himmel eine Drohne fliegen lassen will, ist gesetzlich verpflichtet, vor dem ersten Start eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. 
  • Dieser Haftpflichtschutz kann über eine spezielle Drohnenversicherungen oder über die private Haftpflichtversicherung erlangt werden.
  • Sämtliche Versicherungen rund um die Drohne greifen nur, wenn Sie die gesetzlichen Vorschriften für die Nutzung von unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS) einhalten. 
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Rechtlicher Rahmen

Seit April 2017 sind Drohnenhalter in Deutschland gesetzlich verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Die Versicherungspflicht gilt laut Luftverkehrsgesetz (LuftVG) sowohl für privat als auch gewerblich genutzte Drohnen. Nur, wenn Sie Ihr Flugmodell ausschließlich in geschlossenen Räumen nutzen, benötigen Sie keine Haftpflichtversicherung.

Hintergrund der gesetzlichen Vorschrift: Eine Haftpflicht, die Drohnenschäden abdeckt, schützt Versicherungsnehmer vor den finanziellen Konsequenzen, wenn ihr Flugmodell fremde Gegenstände beschädigt oder andere Personen verletzt. Ohne Haftpflichtschutz ist der Drohnenpilot selbst für alle Unfälle und Schäden haftbar, die sein Gerät verursacht. Das gilt auch, wenn er die Kontrolle über die Drohne unverschuldet verliert – zum Beispiel, weil eine Windböe sie erfasst und zum Absturz bringt.

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Privat-Haftpflicht oder spezielle Drohnenversicherung?
Um die gesetzlichen Vorgaben zur Haftpflichtversicherung für Drohnenhalter zu erfüllen, ist normalerweise keine spezielle Drohnenversicherung nötig. Den entsprechenden Schutz gibt es ganz einfach im Rahmen der privaten Haftpflichtversicherung. 
Kleines Maedchen schaut eine Drohne an und berührt einen Flügel

 

So bietet die Allianz Privat-Haftpflicht Ihnen und allen im Versicherungsschein aufgeführten Personen in den Tarifen Komfort und Premium den passenden Versicherungsschutz – und das sogar weltweit. Voraussetzung ist dabei, dass Sie Ihr Luftfahrzeug ausschließlich privat zu Sport- oder Freizeitzwecken nutzen und sein Startgewicht maximal fünf Kilogramm beträgt. 

Bei älteren Haftpflicht-Verträgen ist hingegen Vorsicht geboten, diese bieten häufig noch keinen Schutz für Drohnenpiloten. Alle drei bis fünf Jahre sollte daher der eigene Vertrag entsprechend überprüft werden

Übrigens: Neben Drohnen bietet die Allianz Privat-Haftpflicht Komfort und Premium auch Schutz beim Gebrauch von anderen Flugmodellen mit oder ohne Motor sowie Lenkdrachen.

Hersteller oder Luftfahrtbehörde geben Auskunft, ob und welche Versicherung Ihre Drohne braucht

Wer auf Nummer sichergehen möchte, ob bzw. welcher Versicherungsschutz für sein Flugmodell vorgeschrieben ist, fragt beim Hersteller oder der zuständigen Luftfahrtbehörde nach. Die Allianz übernimmt als Versicherer weder Einstufung noch Einordnung von Luftfahrzeugen.

Versicherungsbeitrag

Im Allianz Tarif Komfort und Premium ist die Haftpflichtversicherung für Drohnen bis fünf Kilogramm Startgewicht automatisch enthalten, es fallen keine zusätzlichen Beitragskosten an. 

Wie viel Sie für die Haftpflichtpolice zahlen, hängt unter anderem davon ab, wie hoch Sie die Deckungssumme ansetzen und ob Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren.

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Wichtige Tipps
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gibt für den Betrieb von Drohnen und anderen unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS) in Deutschland klare Regeln vor. Die Drohnen werden hierzu in drei Kategorien unterteilt: „Offen“, „Speziell“ und „Zulassungspflichtig“. Wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert seinen Versicherungsschutz und bleibt im Zweifel auf hohen Kosten sitzen, die ein Drohnenunfall oder -absturz nach sich zieht.
 Frau in einem Kornfeld lenkt eine Drohne

Drohnen dürfen maximal 120 Meter hoch fliegen

Sogenannte „offene“ Drohnenmodelle dürfen genehmigungsfrei geflogen werden und sind nicht zulassungspflichtig. „Offen“ steht hier für „Offen für Jedermann“. Das sind die üblichen Modelle, wie sie private Drohnenpiloten nutzen. Diese Drohnen werden zusätzlich in die Unterklassen A1, A2 und A3 unterteilt. Diese Unterteilung bezieht sich unter anderem darauf, ob sich unbeteiligte Menschen in der Nähe aufhalten.

Solche „offenen“ Flugmodelle dürfen nicht höher als 120 Meter steigen und nicht schwerer als 25 Kilogramm wiegen. Zudem dürfen Sie diese Drohnen nur auf Sichtweite steuern. Das bedeutet: Als Pilot müssen Sie das Gerät noch mit bloßem Auge erkennen können. Auch dürfen diese Geräte keine gefährlichen Gegenstände transportieren oder abwerfen. Beachten Sie: Kinder unter 16 Jahren dürfen diese Geräte nur unter Aufsicht steuern.

Drohnen, die Sie außerhalb Ihrer Sichtweite steuern möchten, die höher als 120 Meter fliegen sollen und/oder schwerer als 25 Kilogramm sind, zählen zur Kategorie „Speziell“. Hierfür gelten besondere Regeln und es müssen Genehmigungen eingeholt werden.

Kennzeichnungspflicht für Drohnen

Unbemannte Fluggeräte, die mehr als 250 Gramm wiegen, sind mit einer feuerfesten Plakette zu kennzeichnen, auf der Name und Adresse des Besitzers vermerkt sind. Die Regelung sorgt dafür, dass der Eigentümer der Drohne sich schnell ausfindig machen lässt, wenn es zu einem Unfall oder Absturz kommt. „Drohnen-Kennzeichen“ sind unter anderem über den Bundesverband Copter Piloten e.V. (BVCP) erhältlich.

Für Drohnen ab 250 Gramm ist ein Kenntnisnachweis erforderlich

Wer unbemannte Luftfahrtsysteme mit einem Startgewicht von über 250 Gramm außerhalb von Modellflugplätzen steigen lassen möchte, benötigt außerdem einen „Drohnenführerschein” als Kompetenznachweis. Hier kommt es auf das jeweilige Modell an. Für „offene“ Drohnen der Unterkategorien A1 und A3 reicht  ein theoretischer Online-Test  auf der Webseite des Luftfahrt-Bundesamtes (LBA) aus. Als Kenntnisnachweis für Drohnen anderer Kategorien wird anerkannt:

  • eine gültige Pilotenlizenz
  • eine Bescheinigung, die eine vom Luftfahrtbundesamt anerkannte Stelle nach Prüfung ausstellt (Mindestalter: 16 Jahre)
  • eine Bescheinigung über eine entsprechende Einweisung durch den Deutschen Modellfliegerverband (DMFV), den Deutschen Aero Club (DAeC) oder einen anderen Luftsportverein (Mindestalter: 14 Jahre)

Nachtflüge sind generell nicht mehr genehmigungspflichtig

Seit dem 31. Dezember 2020 gibt es keine Genehmigungspflicht mehr von Nachtflügen für Drohnen. Allerdings muss Ihr Fluggerät ab dem 1. Juli 2022 nachts während des Betriebs mit einem grünen Blinklicht ausgestattet sein.

In der Übergangszeit bis zum 1. Juli 2022 müssen Sie Ihre Drohne bei Nachtflügen mit Lichtern versehen, sofern sie nicht bereits mit einem grünen Blinklicht ausgestattet ist. Die Lichter müssen die Drohne erkennbar machen und klar von anderen Luftfahrzeugen zu unterscheiden. Wie auch am Tag darf der Flug nur in Sichtweite durchgeführt werden. Das Luftfahrtamt empfiehlt außerdem zusätzliche Positionslichter, die es dem Piloten erleichtern, die Position der Drohne zu erkennen.

Über sensiblen Bereichen ist Drohnenbetrieb verboten

Wer unbemannte Fluggeräte über Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, über Krankenhäusern, Industrieanlagen oder wichtigen Bundes- und Landesbehörden steigen lässt, riskiert ein Bußgeld. Auch Naturschutzgebiete, bestimmte Verkehrswege sowie An- und Abflugbereiche von Flughäfen sind Flugverbotszonen für Drohnen.

Vorsicht ist über Wohngrundstücken geboten: Hat Ihr Fluggerät mehr als 250 Gramm Startgewicht oder kann es beispielsweise Videos aufzeichnen, dürfen Sie es nicht über Wohngebieten außerhalb Ihres eigenen Grundstücks fliegen lassen. Andernfalls verletzen Sie Persönlichkeitsrecht und Privatsphäre der betroffenen Bewohner. Auch aus Datenschutzgründen ist es verboten, wenn Sie als Drohnenpilot Aufnahmen von Privatgelände anfertigen, speichern oder weitergeben. Einzige Ausnahme: Die in ihren Rechten betroffenen Personen, etwa Ihre Nachbarn, haben dem Überflug ausdrücklich zugestimmt.

Ausführliche Informationen zu den gesetzlichen Regelungen finden Sie auf der Webseite des Luftfahrt-Bundesamtes.

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