Das Gender Pension Gap bezeichnet die geschlechtsspezifische Rentenlücke in der Altersvorsorge von Frauen im Vergleich zu Männern. Die Kennzahl wird auf Basis von Durchschnittswerten erhoben, um den relativen Unterschied der geschlechtsspezifischen Altersvorsorgelücke in Länder und Regionen vergleichbar zu machen.
Eine weltweite Berechnung des Gender Pension Gap gibt es nicht (Stand 2021). In den 26 Mitgliedstaaten der OECD in Europa haben Frauen im Durchschnitt ein um 26 Prozent geringeres Alterssicherungseinkommen als
Männer. In Deutschland beträgt das Gender Pension Gap aktuell immer noch mehr circa 37 Prozent. Auch bei der gesetzlichen Rente zeigt sich in Deutschland ein geschlechtsspezifischesRentengefälle: Männer erhalten durchschnittlich 1.486 Euro gesetzliche Rente im Monat, Frauen nur 985 Euro. Die Allianz Studie zu Equal Pension zeigt, dass sich vielen Frauen dieser deutlichen geschlechtsspezifischen Rentenlücke in Deutschland nicht bewusst sind.
Das Gender Pension Gap
Das Gender Pension Gap kurz erklärt
Trotz Fortschritt: Frauen sind schlechter für das Alter abgesichert
Was ist das Gender Pension Gap?
Was sind die Gründe für niedrigere Einkommen von Frauen im Alter?
Gender Pay Gap
Es gibt in Deutschland immer noch eine Lohnlücke, also ein Gender Pay Gap, zwischen Männern und Frauen. Diese Lücke liegt bei ca. 16 Prozent. Frauen und Männer in den gleichen Positionen verdienen immer noch nicht gleich. Dieses Gap hat wiederum einen großen Einfluss auf die Rente, denn: Wer weniger verdient, zahlt in der Regel auch weniger in die Rentenkasse ein.
Teilzeitarbeit
Der Trend geht zur Teilzeitarbeit – und bei Frauen ist Teilzeitbeschäftigung üblicher als bei Männern. Beispielsweise arbeiten 68,4 Prozent aller Mütter nicht Vollzeit. Bei den Männern sind es hingegen nur 8,3 Prozent.
Mehr Unterbrechungen
Care-Arbeit
Höhere Lebenserwartung
Niedrigere Renten für Frauen
Die Folgen der geringeren Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung werden spätestens beim Renteneintritt sichtbar: Frauen haben im Alter häufig zu wenig Geld, um ihren Lebensstandard zu halten. Das Gender Pension Gap wird hier in der durchschnittlichen gesetzlichen Rentenhöhe deutlich: Im Schnitt erhält eine Frau 985 Euro gesetzliche Rente. Ein Mann hingegen durchschnittlich 1.486 Euro. Die Zahlen zeigen es eindringlich: Die gesetzliche Rente alleine reicht im Alter nicht aus, für Frauen sogar noch weniger als für Männer. Umso mehr müssen Frauen sich um ihre Altersvorsorge kümmern.
Was sagen betroffene Frauen dazu?
- 75 Prozent der Befragten kannten das Gender Pension Gap nicht
- 36 Prozent wissen nicht, mit wie viel Geld sie im Alter rechnen können
- Frauen schätzen den Abstand in der Vorsorge zu Männern auf 27 Prozent ein
- 61 Prozent der Frauen fühlen sich stark vom Gender Pension Gap betroffen
Was Sie tun können: Pension Gap Checkliste
- Befassen Sie sich mit Ihrer Vorsorge und schieben Sie sie nicht vor sich her.
- Gehen Sie Ihre Altersvorsorgelücke realistisch an: Was erwarten Sie im Alter, was erhalten Sie Stand jetzt? Einen Überblick dazu bietet Ihnen der Rentenkompass.
- Vorsorge ist Familiensache. Das bedeutet, sich nicht nur gemeinsam um die aktuellen Ausgaben zu kümmern, sondern auch um die zukünftigen. Die finanzielle Zukunft jedes Familienmitglieds sollte diskutiert und selbstverständlich auch gesichert sein.
- Auch kleine Schritte führen zum Ziel. Bereits kleine Beiträge haben einen großen Effekt.
Alles über das Gender Pension Gap in der Versicherungsplauderei
Das Gender Pension Gap trifft meistens Frauen. Erfahren Sie in unserem Podcast, warum das so ist und was die genauen Gründe für das Gender Pension Gap sind. Außerdem sprechen wir darüber, warum es sich für Sie lohnt, sich bereits jetzt mit der eigenen Altersvorsorge zu beschäftigen. Zudem zeigen wir Ihnen, wie Sie mit dem Rentenkompass der Allianz Ihre voraussichtliche Rentenlücke berechnen. All das und mehr gibt es in Folge 14 der Versicherungsplauderei zu hören.
Veröffentlicht am 06.06.23