Junge Familie sitzt mit einem kleinen Kind vor einem ein Solarpanel
Unsere Verantwortung für die Zukunft

Nachhaltigkeit

Kurz erklärt in 30 Sekunden
Für Sie zusammengefasst
  • In den vergangenen Jahrzehnten erlebte die Gesellschaft einen kulturellen Wandel. Früher sahen viele sich hauptsächlich als „Konsumenten“ ihrer Welt. Heute verstehen sie, dass alle ihr Umfeld und Leben aktiv mitgestalten müssen. Denn das Handeln jedes Einzelnen hat Folgen – im Positiven wie im Negativen.
  • Übernimmt man Verantwortung und setzt sich das Ziel, etwas zu verändern, ist es am besten, man tut sich mit anderen zusammen. Dadurch lässt sich die Wirkung des eigenen Engagements potenzieren. 
  • Auch große Unternehmen – wie etwa die Allianz – haben erkannt, dass sie eine wichtige Rolle als ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Gestalter spielen.
  • Als führendes Unternehmen der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche nimmt die Allianz ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und ihren Kunden wahr. Dazu verfolgt sie einen gesamtheitlichen Nachhaltigkeitsansatz und berücksichtigt Nachhaltigkeitsaspekte auch in der Kapitalanlage.
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Allianz - Icon: 17 bunte Segmente symbolisieren die SDG Ziele der UN
Für eine gemeinsame Lösung
Allianz - Icon: 17 bunte Segmente symbolisieren die SDG Ziele der UN

Die UN-Nachhaltigkeitsziele – Sustainable Development Goals (SDG) – sind ein breit angelegter Aufruf zum Handeln: zur Beendigung von Armut, zum Schutz des Planeten und zur Verbesserung der globalen politischen und wirtschaftlichen Stabilität.

Mit 17 Zielen will die SDG-Agenda globale Aktivitäten zur Lösung gesellschaftlicher, ökologischer und ökonomischer Entwicklungsfragen bis 2030 entscheidend vorantreiben.

Der Anspruch der Allianz: Wir wollen eine Verbindung schaffen zwischen unseren Investitionen und den SDGs. Nur gemeinsam mit dem privaten Sektor wird eine Umsetzung der Ziele realistisch.

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Die ESG-Strategie
Unsere ESG-Strategie verbindet langfristige ökonomische Wertschöpfung mit einem Konzept für soziale Verantwortung, ökologische Selbstverpflichtung und gute Unternehmensführung.
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Die Allianz als Investor
Als eines der finanzstärksten deutschen Wirtschaftsunternehmen orientieren sich die Investitionsentscheidungen der Allianz an einem gesamtheitlichen ESG-Ansatz. Bei der Umsetzung der ESG-Strategie arbeitet die Allianz konsequent mit folgenden sechs Hebeln:
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Kapitalanlagen, die überraschen
Allianz - Nachhaltigkeitssiegel ESG

Sie profitieren von einer professionellen, weltweit ausgerichteten und breit gestreuten Kapitalanlage. Durch unsere Struktur- und Kostenvorteile legen wir besonders effizient an. Wir investieren in viele Objekte, die Sie bestimmt kennen, wie z.B. in Bürokomplexe, Infrastrukturprojekte und Wind- und Solarparks auf der ganzen Welt. 

Neben der finanziellen Rendite achten wir aber auch auf unsere realwirtschaftlichen Auswirkungen. Seit 2005 hat die Allianz Lebensversicherung bereits 2,7 Mrd. Euro in erneuerbare Energien, 10 Mrd. Euro in zertifizierte grüne Gebäude und bereits 5,9 Mrd. Euro in nachhaltige Unternehmensanleihen (Green Bonds, Social Bonds, Sustainability Bonds) investiert.

Seit 2019 hat die AZL eine eigene Impact Investing Strategie, bei der neben finanziellen Zielgrößen für diese Investments auch realwirtschaftliche Ziele gemessen und gesteuert werden. So wird der positive Effekt sichtbar gemacht, indem z. B. geprüft wird, wie viele Tonnen Plastik recycelt oder wie viele CO2-Emissionen eingespart wurden.

Allianz - Nachhaltigkeitssiegel ESG
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Informationen nach der Offenlegungsverordnung
  • Strategie zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in unsere Investitionsentscheidungsprozesse (gemäß Artikel 3)

    Unser Verständnis als Allianz Lebensversicherung von Nachhaltigkeitsrisiken umfasst Ereignisse oder Bedingungen in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (ESG), deren Eintreten potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögenswerte, Rentabilität oder Reputation der Allianz Gruppe oder eines ihrer Unternehmen haben könnte. Beispiele für ESG-Risiken umfassen den Klimawandel, Biodiversitätsverlust, einen Verstoß gegen anerkannte Arbeitsstandards und Korruption.

    Die Allianz Lebensversicherung hat die Verwaltung für ihre Kapitalanlage an die Allianz Investment Management SE (AIM) ausgelagert. AIM SE berücksichtigt Nachhaltigkeitsrisiken über den gesamten Investitionsentscheidungsprozess hinweg, einschließlich Asset-Liability-Management, Investitionsstrategie, Betreuung und Kontrolle der Vermögensverwalter, Investitionskontrolle und Risikomanagement. Die Investitionen werden von ausgewählten Vermögensverwaltern durchgeführt, wobei die AIM SE klare Anforderungen an die Vermögensverwalter in Bezug auf die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken stellt (weitere Einzelheiten siehe unten).

    Die Allianz Lebensversicherung verfolgt einen umfassenden und fundierten ESG-Integrationsansatz in Bezug auf die Investition von Sicherungsvermögen, welcher folgende Elemente umfasst:

    1. Zusammenarbeit mit Vermögensverwaltern:

      Wir berücksichtigen neben wirtschaftlichen Aspekten auch Faktoren aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Alle Vermögensverwalter, die im Auftrag von uns Investitionen tätigen, müssen ESG-Aspekte in ihren Investitionsprozess miteinbeziehen. Vermögensverwalter können diese Anforderungen erfüllen, indem sie die Grundsätze für verantwortungsvolles Investieren (Principles for Responsible Investment, PRI) unterzeichnen (mit einem PRI-Assessment-Rating von mindestens „B“) oder wenn sie eine eigene ESG-Richtlinie haben. Außerdem sind sie dazu verpflichtet, alle von der Allianz definierten Ausschlusskriterien einzuhalten (mehr dazu unter Punkt 4). Wir überwachen sehr genau, ob Vermögensverwalter die entsprechenden Ausschlusskriterien erfüllen und ihre eigenen ESG-Richtlinien einhalten. Für Vermögenswerte, die von uns intern verwaltet werden, gilt die Allianz ESG „Functional Rule for Investments“, welche die ESG-Integration in unseren Vermögensverwaltungsprozess beschreibt.

    2. Potenzielle ESG-Risiken erkennen, analysieren und abwenden:

      Anlagegeschäfte in nicht börsennotierte Anlageklassen wie Immobilien, Infrastruktur oder nicht gehandelte Schuldverschreibungen (Private Placements) werden von uns in Kooperation mit AIM und konzerninternen Vermögensverwaltern auf die Einhaltung der ESG-Richtlinien überprüft. Diese ESG-Richtlinien basieren auf internationalen Best-Practice-Standards und umfassen Aspekte wie Risiken für die Biodiversität, Schutzgebiete, Arbeitskräfte und regionale Kommunen. Wenn im Rahmen der Bewertung ein ESG-Risiko erkannt wird, entscheiden ESG- und Risikoexperten auf Allianz-Gruppenebene, ob mit einer Transaktion fortgefahren wird, ob unter der Voraussetzung, dass es eine Minimierung und ein Management der ESG-Risiken gibt, fortgefahren wird oder ob eine Transaktion aus ESG-Gründen abgelehnt wird.

      Bei Investitionen in börsennotierte Anlageklassen wie Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder Aktien verwenden wir ESG-Daten von einem externen Datenprovider, MSCI ESG Research, in Kombination mit unseren eigenen Recherchen, um wesentliche ESG-Risiken zu bewerten und bei der Portfoliosteuerung zu berücksichtigen.

    3. Engagement:

      Engagement: Die Allianz SE tritt im Namen all ihrer Tochtergesellschaften im Versicherungssektor in einen Dialog mit ausgewählten Beteiligungsgesellschaften, bei denen die Allianz systematische ESG-Risiken erkennt. Diese Mitwirkung zielt darauf ab, das ESG-Risikomanagement der Unternehmen zu stärken und Verbesserungen der gesamten Nachhaltigkeitsleistung voranzutreiben. Eine bedeutsame Veränderung kann mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Wir betrachten unser Engagement als einen fortlaufenden Prozess, der wirkungsvoll sein und beiden Seiten Nutzen bringen soll. Die Allianz könnte zu diesem positiven Wandel nichts beitragen, wenn sie ihre Investitionen automatisch zurückziehen würde. Wenn sich jedoch herausstellt, dass unser Engagement vergeblich ist, kann es dazu kommen, dass wir uns von bestimmten Emittenten trennen. Außerdem vertreten unsere internen Vermögensverwalter AllianzGI und PIMCO auch im Bereich ESG die Interessen des Sicherungsvermögens der Allianz Lebensversicherung.

      Mitbestimmung: Stimmrechte werden von AllianzGI oder von externen Vermögensverwaltern ausgeübt, die Aktienmandate im Namen der Allianz Gruppe betreuen. Nähere Informationen zur Abstimmungspolitik von AllianzGI sowie Abstimmungsunterlagen finden Sie hier.

    4. Bestimmte Branchen und Unternehmen sind konsequent ausgeschlossen:

      Dies umfasst: (1) den Ausschluss von Unternehmen, die kontroverse Waffen herstellen oder damit in Verbindung stehen, (2) den Ausschluss von kohlebasierten Geschäftsmodellen und (3) Emittenten von Staatsanleihen prüfen wir unter anderem anhand von MSCI ESG Ratings und anderen Quellen sowie Informationen auf schwere Menschenrechtsverletzungen oder andere erhebliche Nachhaltigkeitsrisiken und schließen Investitionen in deren Anleihen aus (4) Einzelne Emittenten mit hohen ESG-Risiken, bei denen unser Engagement nicht erfolgreich war, können ebenfalls ausgeschlossen werden.

    5. Risiken des Klimawandels und der Dekarbonisierung:

      Die Begrenzung der globalen Erderwärmung und die Bekämpfung des Klimawandels haben für die Allianz höchste Priorität. Wir sehen uns dazu verpflichtet, dabei zu helfen, dass das Pariser Klimaabkommen von 2015 eingehalten wird, und glauben, dass zum Erreichen der Ziele eine zügige Dekarbonisierung der Weltwirtschaft in Richtung eines Netto-Null-Emissionsniveaus bis 2050 notwendig ist. Die Allianz erkennt klimabedingte Risiken und Chancen und begegnet ihnen wie folgt:

      • Wir verpflichten uns, kohlebasierte Geschäftsmodelle im gesamten Versicherungsanlagevermögen bis spätestens 2040 nach und nach vollständig abzubauen. Die Schwellenwerte von aktuell 30 % werden wir bis spätestens 2040 auf 0 % reduzieren. Der nächste Schritt ist eine Reduzierung auf 25 % ab 2023.
      • Die Allianz ist ein Gründungsmitglied der UN-gestützten Net-Zero Asset Owner Alliance (AOA) und hat sich dazu verpflichtet, ihr Portfolio auf eine Temperaturerhöhung von maximal 1,5°C auszurichten, d.h. Netto-Null-Treibhausgasemissionen aus unserem Portfolio bis 2050. Als ersten Meilenstein auf dem Weg zu unserem Netto-Null-Ziel wollen wir bis 2025 die Treibhausgasemissionen bei Aktien und Unternehmensanleihen im Vergleich zu 2019 um 25 % reduzieren. Zusätzlich werden bis 2025 alle von der Allianz investierten Immobilien in der Summe ihrer Emissionen in Übereinstimmung mit wissenschaftlich fundierten 1,5-Grad-Pfaden sein.

      Außerdem sind wir am Auswahlprozess für fondsgebundene Versicherungsprodukte beteiligt, bei denen die Kunden das Anlagerisiko tragen und damit das Nachhaltigkeitsrisiko der Fonds oder anderer Anteile, in die Versicherungsprämie investiert wird. Wir erwarten, dass die Vermögensverwalter der Fonds die Grundsätze für verantwortungsvolles Investieren (PRI) unterzeichnen oder eine eigene ESG-Richtlinie haben. Auf Fondsebene berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsrisiken basierend auf dem Morningstar Sustainability Rating, welches die Höhe der ungesteuerten Nachhaltigkeitsrisiken gegenüber der Peergroup des Fonds bewertet.

      Weitere Informationen zum ESG-Risikomanagement in den Investitionsprozessen der Allianz Gruppe finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht der Gruppe (Abschnitt 03.2) und im ESG Integration Framework. Näheres zum ESG-Ansatz von AllianzGI finden Sie hier. Näheres zum ESG-Ansatz von PIMCO finden Sie hier.

  • Strategie zur Berücksichtigung nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkung (gemäß Artikel 4)

    A. Richtlinien zur Feststellung und Gewichtung der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen und -indikatoren, Beschreibung der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen sowie aller in diesem Zusammenhang ergriffenen oder gegebenenfalls geplanten Maßnahmen.

    Die Allianz Lebensversicherung berücksichtigt die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen ihrer Investitionsentscheidungen in Bezug auf das Sicherungsvermögen und verfügt über ein robustes Rahmenwerk, um diese Auswirkungen zu identifizieren und zu bewerten. Zentrale interne Grundsatzdokumente definieren und regeln diesen Ansatz.

    Zu den wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen zählen Treibhausgasemissionen, Biodiversitätsverluste, Wasserstress, Menschenrechtsverletzungen, negative Auswirkungen auf die Umwelt, Bestechung und Korruption. Um diese Auswirkungen zu identifizieren und zu bewerten, berücksichtigen wir mehrere Indikatoren in Abhängigkeit von ihrer Bedeutung für die jeweilige Investition. 

    Die Allianz Gruppe berichtet in ihrer TCFD-Offenlegung speziell über die folgenden Kohlenstoffindikatoren für das Konzernportfolio: absolute und relative Kohlenstoffemissionen, gewichtete durchschnittliche Kohlenstoffintensität. Weitere Details finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht der Gruppe in Kapitel 5.6.

    Wir haben eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, um diese wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen zu vermeiden oder abzuschwächen, beispielsweise: 

    • Einschränkung von Investitionen in bestimmte Sektoren und Emittenten: Dies umfasst: (1) den Ausschluss von Unternehmen, die kontroverse Waffen herstellen oder damit in Verbindung stehen, (2) den Ausschluss von kohlebasierten Geschäftsmodellen, (3) Emittenten von Staatsanleihen prüfen wir unter anderem anhand von MSCI ESG Ratings und anderen Quellen sowie Informationen auf schwere Menschenrechtsverletzungen oder andere erhebliche Nachhaltigkeitsrisiken und schließen Investitionen in deren Anleihen aus (4) Einzelne Emittenten mit hohen ESG-Risiken, bei denen unser Engagement nicht erfolgreich war, können ebenfalls ausgeschlossen werden.
    • Wir verpflichten uns, kohlebasierte Geschäftsmodelle im gesamten Sicherungsvermögen bis spätestens 2040 nach und nach vollständig abzubauen.
    • Wir verpflichten uns, bis 2050 ein Portfolio mit Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Als Zwischenziel sollen bis 2025 die Emissionen für ausgewählte Anlageklassen im Portfolio der Kundengelder um 25 % im Vergleich zu 2019 reduziert werden.
    • Zusammenarbeit mit ausgewählten Unternehmen, um ein besseres Management von ESG-Risiken und -Auswirkungen zu erreichen. Nähere Informationen hierzu finden Sie in Abschnitt B.

    Angesichts der breiten Palette von Anlageklassen, in die wir investieren, und der unterschiedlichen Investitionsprozesse, die wir anwenden, verwenden wir eine Reihe von Ansätzen, um die wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen zu identifizieren, zu bewerten und zu gewichten:

    • Auswahl und Überwachung der Vermögensverwalter: Wenn AIM Vermögensverwalter (z. B. AllianzGI und PIMCO) mit der Durchführung von Investitionen beauftragen, müssen diese Vermögensverwalter die Grundsätze für verantwortungsvolles Investieren (PRI) unterzeichnen (mit einem PRI-Assessment-Rating von mindestens “B”) oder als Grundvoraussetzung über eine eigene ESG-Richtlinie verfügen. Gemäß den PRI-Grundsätzen verpflichten sich die Unterzeichner unter anderem dazu, „ESG-Aspekte in die Investitionsanalyse und die Entscheidungsfindungsprozesse miteinzubeziehen“. Für bestehende Mandate halten AIM und wir zweimal jährlich ein ESG-spezifisches Review-Meeting mit den Vermögensverwaltern ab. Zweck dieser Kontrollgespräche ist es, die ESG-Richtlinien der Vermögensverwalter, deren Anwendung sowie damit verbundene Prozesse zu bewerten. Bei neuen Mandaten macht es einen Hauptbestandteil des Auswahlverfahrens aus zu prüfen wie und welche ESG-Aspekte berücksichtigt werden.
    • ESG-Scoring-Ansatz für börsennotierte Vermögenswerte: Basierend auf den ESG-Ratings von MSCI ESG Research haben wir einen Ansatz entwickelt, um ESG-Faktoren systematisch in unseren Investitionsentscheidungsprozess zu integrieren. Die ESG-Ratings von Unternehmen basieren auf der Analyse der Schlüsselfaktoren aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, die für jeden Sektor als wesentlich erachtet werden. Dazu gehören Treibhausgasemissionen, Biodiversität, Menschenrechte, Arbeitsrichtlinien und Corporate Governance. Unternehmen mit einem niedrigen ESG-Score werden mit hohen, ungesteuerten ESG-Risiken und gravierenden nachteiligen Auswirkungen in Verbindung gebracht. Zur Identifizierung dieser Unternehmen nutzt das Scoring-Verfahren eine ESG-Mindestschwelle. Bei der Analyse aktueller Anlagen in einem bestimmten Portfolio sowie bei der Auswahl neuer Investitionen müssen wir und der beauftragte Vermögensverwalter den ESG-Score der Anlage sowie den anzuwendenden Schwellenwert berücksichtigen. Das bedeutet, dass Investitionen in Emittenten unter dem festgelegten Schwellenwert zu vermeiden sind. Dies gilt für bestehende Investitionen, Reinvestitionen und neue Investitionen. Sollte der Vermögensverwalter Anlagen unterhalb des Schwellenwertes halten, tritt eine Comply-or-explain-Klausel in Kraft. Die Vermögensverwalter müssen diese Investitionen in halbjährlich stattfindenden ESG-Review-Meetings mit AIM oder uns begründen. Außerdem unterzieht die Allianz Emittenten unter dem festgelegten Schwellenwert in ihrem Portfolio einem systematischen, zielgerichteten und zeitlich begrenzten Engagementprozess. Ein Engagement wird entweder von AIM und/oder dem jeweiligen Vermögensverwalter durchgeführt. Der Ansatz für die Mitwirkung wird weiter unten in Abschnitt B näher beschrieben. Nähere Einzelheiten zum ESG-Scoring finden Sie im ESG Integration Framework in Kapitel 3.6.
    • ESG-Richtlinien und Weiterleitung für nicht börsennotierte Anlagen: Anlagegeschäfte in nicht börsennotierte Anlageklassen wie Immobilien, Infrastruktur oder nicht gehandelte Schuldverschreibungen (Private Placements) werden von uns in Zusammenarbeit mit AIM und konzerninternen Vermögensverwaltern auf die Einhaltung der ESG-Richtlinien überprüft. Diese Richtlinien wurden 2013 für 13 sensible Geschäftsbereiche, die von uns als besonders exponiert gegenüber potenziellen ESG-Risiken und nachteiligen Auswirkungen eingestuft wurden, verfasst. Zu diesen Geschäftsbereichen zählen beispielsweise Öl und Gas, Bergbau und Landwirtschaft. Wir haben im Dialog mit Nichtregierungsorganisationen sowie in einem fortwährenden internen Prozess entsprechende Richtlinien erarbeitet. Diese basieren auf internationalen Best-Practice-Standards und umfassen Aspekte wie Auswirkungen auf die Biodiversität, Schutzgebiete und lokale Kommunen sowie Menschenrechtsverletzungen. Die verpflichtende Anwendung der ESG-Richtlinien bei allen Anlagegeschäften in den definierten Geschäftsbereichen gewährleistet, dass potenzielle nachteilige Auswirkungen erkannt und weiter geprüft werden. Wird im Rahmen der Bewertung ein ESG-Problem erkannt, entscheiden ESG- und Risikoexperten auf Allianz-Gruppenebene, ob mit einer Transaktion fortgefahren wird, ob die Transaktion unter der Voraussetzung, dass eine Minimierung und ein Management der ESG-Risiken und -Auswirkungen erfolgt, fortgesetzt wird, oder ob eine Transaktion aus ESG-Gründen abgelehnt wird. Nähere Informationen zu den ESG-Richtlinien und zu den behandelten Themen nach Geschäftsbereich finden Sie im ESG Integration Framework in Kapitel 3.4.

    B. Kurze Zusammenfassung des Engagement Ansatzes

    Engagement: Die Allianz SE tritt im Namen all ihrer Tochtergesellschaften im Versicherungssektor in einen Dialog mit ausgewählten Unternehmen, bei denen die Allianz systematische ESG-Risiken und/oder wichtige nachteilige Auswirkungen erkennt. Dieses Engagement zielt darauf ab, das ESG-Risikomanagement der Unternehmen zu stärken und Verbesserungen der gesamten Nachhaltigkeitsleistung voranzutreiben. Die Themenfelder im Bereich Engagement umfassen u.a. CO2-Emissionen und -Management, Gesundheit und Sicherheit, Schadstoffemissionen und Giftmüll, Biodiversität und Flächennutzung. Nähere Informationen hierzu finden Sie in Abschnitt 3.2 des Allianz Nachhaltigkeitsberichts.

    Außerdem wirken unsere internen Vermögensverwalter AllianzGI und PIMCO im Bereich ESG im Interesse des von ihnen verwalteten Vermögens, einschließlich des Sicherungsvermögens der Allianz Lebensversicherung, mit. Näheres zur Mitwirkung von AllianzGI finden Sie hier. Näheres zur Mitwirkung von PIMCO finden Sie hier.

    Abstimmung: Stimmrechte werden von AllianzGI oder von externen Vermögensverwaltern ausgeübt, die Aktienmandate im Namen der Allianz Gruppe betreuen.

    C. Bezugnahme auf die Beachtung eines Kodex für verantwortungsvolle Unternehmensführung und international anerkannter Standards

    Die Allianz Gruppe ist Unterzeichner/Mitglied zahlreicher Kodizes für verantwortungsvolle Unternehmensführung und international anerkannter Standards. Die wichtigsten Beispiele: Unterzeichner der Grundsätze für verantwortungsvolles Investieren (Principles for Responsible Investment, PRI), der Prinzipien der vereinten Nationen für nachhaltige Versicherungen (Principles for Sustainable Insurance, PSI), des Global Compact der Vereinten Nationen und der Climate Action 100+; Mitglied von RE100 und der Science-Based Targets Initiative (SBTi), Gründungsmitglied der UN-gestützten Net-Zero Asset Owner Alliance (AOA) und Unterstützer der Task Force on Climate-related Financial Disclosure (TCFD). Mit unserer AOA-Mitgliedschaft verpflichten wir uns, unser Versicherungsanlageportfolio am 1,5-Grad-Ziel gemäß Artikel 2.1c des Pariser Abkommens auszurichten.

    Eine vollständige Liste aller Mitgliedschaften und Partnerschaften kann Abschnitt 6.2 des Allianz Nachhaltigkeitsberichts entnommen werden.

  • Strategie zu Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in unsere Vergütungspolitik (gemäß Artikel 5)

    Die Vergütungspolitik der Allianz Gruppe, die für alle Allianz Gesellschaften gilt, behandelt die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in mehrfacher Hinsicht:

    1. Grundsätze der Zielsetzung:

      Ausgewählte Leistungskennzahlen bilden die Grundlage für die finanziellen und operativen Ziele für die variable Vergütung auf Gesellschaftsebene. Diese Ziele enthalten gegebenenfalls ESG-Leistungskennzahlen und sind so angelegt, dass das Eingehen unverhältnismäßig hoher ESG-Risiken verhindert wird.

    2. Variable Vergütung von Vorstandsmitgliedern der Allianz Lebensversicherung:

      Die variable Komponente der Vergütung von Vorstandsmitgliedern der Allianz Lebensversicherung berücksichtigt die Leistung im Hinblick auf Umweltziele, die in der Unternehmensstrategie der Allianz SE festgelegt wurden. Für jedes Vorstandsmitglied wird die Erreichung des finanziellen Konzernziels mit einem individuellen Beitragsfaktor multipliziert. Seit dem 01.01.2021 fließt in die Berechnung des individuellen Beitragsfaktors eines jeden Vorstandsmitglieds die Erreichung bestimmter Umweltziele ein, gemessen an definierten Zielwerten zu Treibhausgasemissionen und erneuerbaren Energien.

    3. Variable Vergütung von Vorstandsmitgliedern der Allianz – Malus-Regelung:

      Im Fall einer erheblichen Verletzung von Standards und Grundsätzen der Allianz, einschließlich des Allianz „Standard for Reputational Risk and Issues Management“ und der ESG Functional Rule for Investments, kann es dazu kommen, dass variable Vergütungskomponenten nicht ausgezahlt werden oder dass deren Auszahlung eingeschränkt wird. Diese beiden internen Richtlinien regeln das ESG-Risikomanagement für Anlagegeschäfte. Nähere Informationen zum ESG-Risikomanagement finden Sie unter „Offenlegung gemäß Artikel 3“ und im ESG Integration Framework.

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