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Aus dem Leben erzählt

Allianz - Hugo Prochazka, 97 Jahre, im Rollstuhl, erzählt

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Ein Opa, seine Enkelin und die Erinnerungen von fast 100 Jahren

97 Jahre ist Hugo Prochazka alt. Seit einem halben Jahr besucht ihn seine Enkelin Veronika Keller alle paar Wochen und lässt sich von ihm sein Leben erzählen. Hier bedankt sie sich bei ihm für die Geschichten.

Zwei Kleinkinder spielen am Straßenrand, ein Junge und ein Mädchen, das Spiel heißt Beerdigung. Der Tote ist ein Regenwurm. Mit ihm in Händen schreiten sie die Straße entlang: ein Leichenzug, wie sie ihn bei den Erwachsenen gesehen haben. Der Kleine singt einen Trauermarsch, sie bedeckt das Tier mit Erde.

Der Junge, das bist du, Opa, und das Mädchen ist eine Spielkameradin aus deiner Nachbarschaft im Sudetenland der 1920er Jahre. Das ist deine frühste Erinnerung. Du hast sie mir erzählt, und jetzt bewahre ich sie für dich auf.

Nicht verschwinden lassen: Erinnerungen von fast 100 Jahren

»Schade, dass die Erinnerungen von fast hundert Jahren irgendwann einfach verschwinden«, hattest du vor einem halben Jahr gesagt. Es war eines unserer langen Telefonate, in denen ich dir erzähle, was in meinem Leben passiert, und in denen du alles in heitere Gelassenheit tauchst, aus der zurückgelehnten Perspektive eines 97-Jährigen. Seit ich denken kann, haben wir diese Art von Freundschaft.

Dich faszinieren meine Gegenwart und meine Zukunft, und mich die unvorstellbare Spanne der Vergangenheit, die du überblickst. Also habe ich dir vorgeschlagen, dass wir sie festhalten, deine Erinnerungen. Ein paar Wochen später sitzen wir in deinem Esszimmer. Neben mir steht meine Kamera, an deinem Kragen klemmt ein Mikro, und du fängst an mit dem Allerersten, das du noch weißt: mit der Wurmbestattung.

Enkelin Veronika: Hättest du früher jemals gedacht, dass du so alt werden würdest?
Hugo Prochazka: Nie!
Was glaubst du, wieso du es geworden bist?
Ich weiß nicht. Ich habe einfach immer versucht, Blödsinn zu vermeiden.

Auf wie vielen Beerdigungen du wohl warst seit dem Begräbnis des Regenwurms? »Zu viele«, sagst du, und ich fürchte, jetzt denken wir beide an deinen schwersten Abschied, den von Oma. Ich frage, wie das war, als ihr euch kennengelernt habt, damals in der Apotheke, du der Chef, sie die Praktikantin. »Sie hat mir gefallen«, sagst du: »Wir haben uns Zettel geschrieben.«

Allianz - Hugo Prochazka und seine Enkelin betrachten alte Fotos

Und wie alt werden Sie?

Ein langes Leben wünscht sich jeder – aber wie alt werden wir eigentlich tatsächlich? Mit unserem Lebenserwartungsrechner ermitteln Sie Ihre durchschnittliche Lebenserwartung. Und wenn Sie länger leben? Kein Problem – die Allianz Rente wird gezahlt, solange Sie leben.

Verliebtheit? Eher: Gegenseitige Unterstützung

Du erzählst vom förmlichen Treffen mit ihrer Mutter, die dich als Schwiegersohn billigen musste, und dann vom unangenehmen Vieraugengespräch mit dem Verlobten, den Oma dummerweise schon hatte. Ich versuche mir dich vorzustellen, den stattlichen jungen Mann mit zurückgekämmtem Haar, den ich von Fotos kenne, wie du dem anderen erklärst, dass du seine Verlobte heiraten wirst.

Ich muss lachen, aber du bist ernst: »Ich habe sie ihm ungern ausgespannt, es hat mir leidgetan. Aber sie wollte es so.« Von Verliebtheit redest du nicht, sondern von gegenseitiger Unterstützung und von deiner Dankbarkeit, eine Familie haben zu dürfen.

Wenn ich meine Straße so anschaue, alle von früher sind gestorben, nur ich lebe noch.
Ist das traurig?
Nein, interessant! Es kommen ja immer Neue.

Kreuz und quer hangeln wir uns durch dein Leben. In meinem Kopf entstehen Bilder, manche schwarz-weiß, manche in Sepia, andere bunt mit 60er-Jahre-Grauschleier. Wort für Wort fließen deine Geschichten auf meine Speicherkarte wie ein Schatz, den wir zusammen bergen. Natürlich geht das nicht in einer einzigen Sitzung. Wenn ich es einrichten kann, komme ich mit der Kamera vorbei, dann drehen wir ein paar Stunden, bis wir müde sind. Am flüssigsten läuft das Erzählen, wenn wir Fotoalben anschauen.

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Allianz - Bilderrahmen: Hugo Prochazka mit Enkelin in Rückentrage
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Fotos machen die Vergangenheit wieder lebendig

Drei Pferde liegen leblos auf einem winterlichen Feld in Russland. In der Eiseskälte bleibt ein junger Soldat stehen und öffnet seine Gürteltasche. Er hat sie sich aus einem Lederstiefel machen lassen, extra für seine Leica. Er holt die Kamera heraus, die ihn den ganzen Krieg über begleitet, und macht ein Foto. Auch das warst du, Opa.

Mit Anfang 20 eigentlich Pharmaziestudent, aber dann plötzlich im Sanitätszug der Wehrmacht, auf dem Weg zu irgendeinem Gräuelort, um Verwundete zu versorgen. Heute sitzt du über dem alten Lederalbum voller kleinformatiger Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit geriffeltem weißen Rand, und ich verstehe, wie wichtig es dir schon damals gewesen sein muss, dass deine Erinnerungen nicht verschwinden.

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„Ich habe immer versucht, Blödsinn zu vermeiden“

Ein Weg, dem Motto von Hugo Prochazka zu folgen: frühzeitig an die eigene Vorsorge zu denken. Was für wen am sinnvollsten ist, erfahren Sie im Gespräch mit Ihrem Allianz Vertreter. Auf unserer Seite "Vorsorge und Vermögen" finden Sie einen ersten Überblick über die Absicherungsmöglichkeiten.

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Erlebtes ist über den Verdacht der Floskel erhaben

Leidenschaftlich hast du fotografiert. Auch diesen Mann mit Bart und Pelzmantel. Nur du erinnerst dich, dass er ein russischer Bauer war, der unter dem Mantel kein Hemd trägt, weil er keines hat. Nur du weißt, dass er dir geholfen hat und dass du, woher auch immer, ein Hemd für ihn aufgetrieben hast. Und jetzt weiß ich es auch.

Dann musst du an diesen Moment denken, als es einmal im Wald laut geknallt hat, ganz in deiner Nähe. Der Arzt, der gerade noch neben dir stand, fiel tot um. Es hätte leicht auch dich erwischen können. »Wir dürfen es nie wieder so weit kommen lassen, dass es Krieg gibt«, sagst du. Dieser Satz, der aus einem anderen Mund wie eine Floskel klingen würde, ist bedeutungsvoll, weil er von dir kommt.

Hättest du rückblickend gern etwas anders gemacht in deinem Leben?
Ich hätte Englisch gelernt.
Wieso?
Ohne Englisch kommt man doch heute nicht mehr weiter.

Eine Bahnhofskneipe voller amerikanischer Besatzer, Mädchen, Schnaps, Musik. Mittendrin steht ein Kellner mit hellblauen Augen und Seitenscheitel. Jemand klopft ans Fenster, der Kellner macht auf, und draußen steht ein Deutscher, der fragt: »Sind Sie der Pharmazeut?« Der Kellner nickt. »Wir brauchen einen Krankenhausapotheker«, sagt der Mann, und du, Opa, hast einen neuen Job. Aus deiner Zeit als Kellner kennst du noch eine der wenigen englischen Vokabeln, die du perfekt wie ein Amerikaner aussprichst: »candied carrots«.

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Ist es blöd, alt zu sein?

Überhaupt haben viele deiner Erinnerungen mit dem Essen zu tun, der Schüleraustausch in Tschechien zum Beispiel. Bei einer Metzgersfamilie warst du untergebracht, da gab es Pastete, von der du heute noch schwärmst, und ich weiß: Wir müssen bald eine Mittagspause einlegen.

Dann fragst du mich nach dem Internet, das dir ein Rätsel geblieben ist. Du willst die Apps auf dem Handy verstehen und wissen, was es mit Pokemon Go auf sich hat. Ich zeige dir Facebook-Posts von mir und deinen anderen Enkeln und versuche zu erklären, dass du gar nicht so viel verpasst.

Ist es blöd, alt zu sein?
Dass ich nicht mehr Auto fahren kann, ist blöd.
Warum hast du dich eigentlich immer so für Autos interessiert?
Na weil es prima Packesel sind.

Meistens sind deine Erinnerungen klar. Wenn du Zeit zum Überlegen brauchst, legst du eine Hand über Stirn und Augen, und ich lasse dich in der Schatztruhe wühlen. Manchmal verschwimmen die Epochen, das wundert mich nicht. Es muss schwierig sein, den Überblick über 97 Jahre Geschichte zu behalten. Ganz selten geraten die Namen der Frauen durcheinander, die dir wichtig waren, deine Ehefrau, deine Töchter, deine Enkelinnen. Aber nur die Namen, nie die Personen.

Allianz - Hugo Prochazka zeigt ein altes Auto-Foto
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An die nächste Generation denken

Bedarf ein älterer Mensch intensiver Pflege, belastet das meist auch die Angehörigen stark. Langfristig gibt es viel zu übernehmen und kurzfristig viel zu klären - egal wie schlecht das in ihre Lebensplanung passt. Eine Pflegeversicherung kann hier wertvolle Unterstützung bieten.

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Weißt Du, was ich an dir bewundere, Opa?

Weißt du eigentlich, dass du die Menschen in Erstaunen versetzt mit deinem immer noch eleganten Auftreten, mit deinen charmanten Kommentaren? Wie viel du weißt, wie leidenschaftlich du das Weltgeschehen verfolgst, wie offen du bist für das Leben, das sich, seit es dich gibt, so radikal verändert hat – all das bewundere ich. Würden deine Geschichten vergessen, wäre das ein großer Verlust.

Mein fotografisches Gedächtnis leidet.
Was meinst du damit?
Ich kann mich nicht mehr an die Gesichter von alten Bekannten erinnern.
Ist das schlimm?
Für sie nicht, die sind ja schon tot.

Eine Frau weit über 90 sitzt im Ohrensessel. Neben ihr zieht ein junger Mann eine Schachtel aus einer Schublade und fragt: »Was ist denn da drin, Oma?« Sie setzt ihre Lesebrille auf, betrachtet die Schachtel und lächelt: »Das sind Speicherkarten mit den Erinnerungen von meinem Opa«, sagt sie. »Als ich in deinem Alter war, habe ich ihn beim Erzählen gefilmt.«

Dieser Text stammt aus dem Allianz Deutschland Kundenmagazin „1890“. Alle Ausgaben der Zeitschrift werden online zum Download angeboten.

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