Freistellungsauftrag ändern - jetzt einfach online.
Alles, was Sie wissen müssen

Sie möchten Ihren Freistellungs­auftrag ändern?

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Definition
Ein Freistellungsauftrag dient dazu, Sie als Steuerzahler in Bezug auf Ihre Einkünfte etwas zu entlasten und verhindert automatische Steuerabzüge.
Auf alle Kapitalerträge wie beispielsweise Zinsen oder Dividenden ist die Kapitalertragssteuer fällig. Mit einem Freistellungsauftrag erteilen Sparerinnen und Sparer Ihrer Bank den Auftrag, die Erträge vom automatischen Steuerabzug freizustellen. Je nachdem, ob Sie den Antrag als Alleinstehender oder gemeinsam mit Ihrem Ehepartner stellen, steht Ihnen ein bestimmter Freibetrag, der sogenannte Sparer-Pauschbetrags, auch Sparer-Freibetrag genannt, zur Verfügung. Das ist der Betrag, bis zu dem die Bank keine Abgeltungssteuer abführt.
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Begriffs­erklärung
Steuer-Pauschbetrag oder Steuerfreibetrag? Die Begriffe klingen sehr ähnlich, meinen aber Unterschiedliches. 
Der Freistellungsauftrag ist das Formular, mit dem die unmittelbare Abführung der Abgeltungsteuer an das Finanzamt verhindert wird. 
Der sogenannte Sparer-Pauschbetrag bezeichnet den festgelegten Freibetrag, der nicht versteuert werden muss. Diesen Betrag, können Sie von der Steuer geltend machen, ohne dafür beim Finanzamt einen Beleg vorzuweisen. Unter den Sparer-Pauschbetrag fallen zum Beispiel die sogenannte Pendlerpauschale für Arbeitspendler oder die Kosten für Verpflegung auf Dienstreisen. Ein Freistellungs­auftrag ermöglicht es Ihnen, den Freibetrag im laufenden Jahr von der Steuer abzusetzen und so Steuern zu sparen. 
Der jährliche Steuerfreibetrag (auch als Freibetrag bezeichnet) beschreibt einen festgelegten Anteil des insgesamt zu versteuernden Betrages, für den Steuerpflichtige keine Steuern zahlen müssen. Das dient vor allem zur vorzeitigen Steuerentlastung von Geringverdienern. Dieser Betrag wird alle zwei Jahre neu berechnet und wirtschaftlichen Faktoren, die sich auf die Ausgaben auswirken können wie beispielsweise die Inflation, angeglichen. Die bekanntesste Art des Steuerfrei­betrags ist der Grundfreibetrag. Darüber hinaus gibt es noch den Lohnsteuerfreibetrag und den Kinderfreibetrag. Ein Steuerfreibetrag muss immer beim Finanzamt beantragt werden.
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Das ist zu beachten
Ob und wann Sie einen Freistellungsauftrag benötigen und wie hoch Ihr Freibetrag ist, lesen Sie hier. Außerdem erfahren Sie, wie Sie auch ohne Freistellungsauftrag von der Steuer befreit werden können.
  • Wann brauche ich einen Freistellungs­auftrag?

    Prinzipiell macht es immer Sinn, einen Freistellungsauftrag zu stellen. Im Idealfall geschieht dies unmittelbar bei der Eröffnung eines neuen Depots oder Kontos. Auch für Konten, die für Minderjährige und Kinder eingerichtet werden, sollte stets ein Freistellungsauftrag eingereicht werden.

    Sie können einen Freistellungsauftrag als Ehepaar oder als alleinstehende Person erteilen. Entsprechend ändert sich hierbei auch die Höhe des Freistellungsbetrags. Sind Sie verheiratet, können Sie mit Ihrem Ehepartner getrennte oder gemeinsame Freistellungsaufträge erteilen. Wenn Sie als Ehepaar Einzeldepots oder Einzelkonten bei einer Bank haben, ist eine Verlustverrechnung zwischen diesen Konten und Depots möglich. Allerdings ist dafür ein gemeinsamer Freistellungsauftrag nötig. 

    Schöpfen Sie den Freibetrag nicht ganz aus, entsteht Ihnen kein Nachteil. Wenn Sie keinen Freistellungsauftrag erteilen, sind Sie verpflichtet, die gesamten Kapitalerträge, u.a. Zinserträge, Dividenden aus Aktien oder Gewinne beim Wertpapierverkauf, zu versteuern. 

  • Über welche Höhe kann ein Freistellungs­auftrag erteilt werden?

    Bei dem Freistellungsbetrag gibt es eine Obergrenze für den Freibetrag. Diese liegt für Alleinstehende bei 801 Euro und bei zusammen veranlagten Ehepartnern bei 1.602 Euro pro Jahr. Sie haben die Möglichkeit den Sparer-Freibetrag auf mehrere Banken oder Versicherungsunternehmen aufzuteilen. Dabei sollten Ihre einzelnen Freistellungsaufträge in Summe den entsprechenden Freibetrag (801 Euro bzw. 1.602 Euro) aber nicht überschreiten. Übersteigen die steuerpflichtigen Kapitalerträge (z.B. Zinserträge) den Freibetrag, muss das Kreditinstitut die Abgeltungssteuer einbehalten und an das Finanzamt abführen. 
  • Wann lohnt sich ein Freistellungsauftrag bei Zinsen?

    Auch Zinsen, die Sie beispielsweise für Ihr Tagesgeldkonto erhalten, müssen versteuert werden. Dies gilt auch für Zinserträge, die Sie für Ihr Sparbuch bekommen. Hier bietet sich der Freistellungsauftrag an, um zu verhindern, dass Sie sich das Geld über die Einkommensteuererklärung zurückholen müssen. 

    Wenn Ihre Zinsen als alleinstehende Person jährlich insgesamt die Höhe von 801 Euro nicht übersteigen, fallen sie unter den Freibetrag und sind von der Steuerpflicht ausgenommen. Für gemeinsam veranlagte Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner verdoppelt sich der Freibetrag auf 1.602 Euro im Jahr.

  • Sonderfall: Nichtveranlagungs­bescheinigung

    Es besteht in einigen Fällen die Ausnahme, dass Kapitalerträge nicht versteuert werden müssen, auch wenn sie den Freistellungsbetrag überschritten haben. Dies gilt beispielsweise für Personen, deren jährlicher Verdienst unterhalb der Grenze des Grundfreibetrags liegt. Bei dieser geringen Höhe des Einkommens, werden keine Einkommensteuer fällig. Desweiteren sind die Betroffenen auch von der Abgeltungssteuer freigestellt. Zu dieser Personen­gruppe gehören zum Beispiel Kinder, Rentner oder Studenten. 

    Ist eine dieser Voraussetzungen erfüllt, kann beim Finanzamt statt eines Freistellungsauftrags eine sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung beantragt und der Bank vorgelegt werden. Diese ist drei Jahre gültig, sofern die zugrundeliegenden Einkommensverhältnisse sich nicht ändern. Denn Änderungen im Einkommen sollten immer dem Finanzamt mitgeteilt werden. 

  • Wie beantrage ich eine Nichtveranlagungsbescheinigung?

    Wenn Ihre Einkünfte niedriger als der Grundfreibetrag sind, können Sie eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen. Damit haben Sie die Möglichkeit, sich auch über den Sparerfreibetrag von der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge befreien zu lassen.

    Die Beantragung erfolgt beim zuständigen Finanzamt. Dazu müssen Sie das Formular „Antrag auf Ausstellung einer Nichtveranlagungsbescheinigung“ (NV 1 A) ausfüllen und Ihre persönlichen Daten, Ihre Steuer-ID sowie eine vollständige Auflistung Ihrer Einkünfte angeben. Die Bescheinigung ist für maximal drei Jahre gültig. Nach Ablauf können Sie einen neuen Antrag stellen, wenn Ihre Einnahmen weiterhin unter dem Sparerfreibetrag liegen.

  • Was ist eine Verlustverrechnung?

    Kursverluste bei Aktien können steuerlich genutzt werden. Sie können im Rahmen einer Verlustverrechnung Ihre Verluste mit Gewinnen verrechnen lassen und haben so die Möglichkeit Steuern zu sparen. Auch für Ehepaare ist dies möglich. 

    Dabei verrechnet die Bank einmal im Jahr Gewinne und Verluste unterschiedlicher, einzelner oder gemeinschaftlich geführter Konten und Depots von Ehepartnern miteinander. Es spielt keine Rolle, ob Sie und Ihr Lebenspartner in der Steuererklärung zusammen oder getrennt veranlagt werden. Die übergreifende Verlustverrechnung erfolgt rückwirkend zum Jahresende und ist bindend.

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Vorgehens­weise
Um Ihren Freistellungauftrag zu ändern, müssen Sie nicht zwingend Ihren Steuerberater konsultieren oder viele Unterlagen unterschreiben. Bei uns können Sie Ihren Auftrag ganz einfach ändern.

Gerne ändern wir Ihren Freistellungsauftrag für Sie, wie gewohnt schnell und unkompliziert. Tragen Sie dazu die gewünschte Änderung des Freistellungsauftrags einfach in das Formular ein. Füllen Sie das Formular vollständig aus und drucken Sie es aus. Achten Sie dabei bitte darauf, dass die Qualität Ihres Ausdrucks und Ihrer Angaben gut leserlich sind.

Wichtig: Unterschreiben Sie persönlich per Hand, damit der Freistellungsauftrag gültig ist.

 

Grundsätzlich gilt ein Freistellungsauftrag ab dem 1. Januar für das gesamte Kalenderjahr, in dem Sie ihn einreichen. Kündigen können Sie Ihren Auftrag entsprechend nur zum 31. Dezember. Sie können Freistellungsaufträge Ihrer Bank auch unbefristet erteilen. Sie gelten dann so lange, bis Sie sie durch einen neuen Auftrag ändern oder widerrufen. Ihren Freistellungsauftrag können Sie vor Beginn und auch während des jeweiligen Jahres beliebig oft ändern, jedoch nicht rückwirkend auf zurückliegende Jahre. Stichtag für die Berücksichtigung von Änderungen ist spätestens der letzte Bankarbeitstag. Einige Banken setzen den Termin aber auch früher an.

Reichen Sie Ihren Freistellungsauftrag am besten schon bei der Kontoeröffnung ein, um unerwünschte Steuerzahlungen zu vermeiden. Denn Kreditinstitute führen fällige Abgeltungssteuer automatisch ans Finanzamt ab, wenn sie Ihnen Zinsen oder Ähnliches gutschreiben und kein Freistellungsauftrag vorliegt. 

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Freistellungs­auftrag in der Steuer­erklärung
Wenn Sie Ihren Freistellungsauftrag nicht früh genug bei Ihrer Bank abgeben, werden die Steuern aus Ihren Kapitalerträgen automatisch an das Finanzamt abgeführt. Sie können sich aber den zu viel gezahlten Betrag nachträglich über Ihre nächste Steuererklärung zurückzahlen lassen.

Trotz großer Sorgfalt kann es passieren, dass Sie die Freistellungsaufträge ungünstig auf verschiedene Finanzinstitute verteilt haben und deshalb insgesamt zu viel Abgeltungssteuer an das Finanzamt abgeführt wird. In diesem Fall können Sie über Ihre Einkommensteuererklärung einen Antrag auf Rückzahlung der zu viel bezahlten Steuern stellen. Dazu ist das Formular „Einkünfte aus Kapitalvermögen“ (Anlage KAP) auszufüllen, in das Sie Ihre Erträge und abgeführten Steuern eintragen. Die meisten Banken stellen Ihnen eine Steuerbescheinigung aus, mit deren Hilfe Sie die Felder in der Steuererklärung leicht ausfüllen können.

Wenn Sie spezielle Fragen zum Thema Freistellungsauftrag haben, wenden Sie sich für detaillierte Auskünfte im Zweifel bitte an Ihren Steuerberater. 

Unter folgendem Link finden Sie weitere Allianz-Services:

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Steuern sparen

Folgende Vorteile bietet Ihnen die Erteilung eines Freistellungsauftrags:

  • Mit Freistellungsaufträgen werden Ihre Kapitalerträge (z.B. Zinserträge, Dividenden, Kursgewinne) ohne Steuerabzug ausgezahlt.
  • Maximaler Sparer-Pauschbetrag beträgt bei Alleinstehenden 801 Euro und bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern 1.602 Euro pro Jahr.
  • Ein Freistellungsauftrag kann verteilt werden auf mehrere Konten. 
  • Der gesetzliche Freibetrag steht auch Kindern zu (mit einem gesonderten Freistellungsauftrag).
  • Der Freistellungsauftrag kann beliebig oft und jederzeit geändert werden.
  • Am Ende bleibt Ihnen ohne die steuerlichen Abzüge mehr Rendite übrig.
Weitere Services
Auch für andere Anliegen zur schnellen Änderung von Daten bietet Ihnen die Allianz schnelle und einfache Services, die Sie online nutzen können um Zeit zu sparen.
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Häufig gestellte Fragen
  • Wie funktioniert der Freistellungsauftrag für Kapitalerträge?

    Sie füllen einfach nur die von uns per Link bereitgestellten Anträge aus. Anschließend senden Sie die ausgedruckten Formulare unterschrieben an folgende Adresse:

    Allianz Versicherungs-AG
    10900 Berlin

    Wir berücksichtigen Ihren Freistellungsauftrag dann bei der Auszahlung Ihrer Kapitalerträge.

  • Kann ein Freistellungsauftrag auch rückwirkend für das vergangene Jahr erteilt werden?

    Die Erteilung eines Freistellungsauftrages für das vergangene Steuerjahr ist bis zur Erstellung der Steuer­bescheinigung für das vergangene Steuerjahr möglich, längstens aber bis zum 31. Januar des Folgejahres. Nach der Erstellung der Steuerbescheinigung eingereichte Freistellungsaufträge für das vergangene Steuerjahr können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Erstellung der Steuerbescheinigungen erfolgt bei der Allianz in der Regel bis Mitte Januar des Folgejahres.

    Ist eine rückwirkende Berücksichtigung des Freistellungsauftrags nicht möglich, so können Sie bereits abgeführte Steuern nur noch über Ihre Einkommen­steuererklärung geltend machen. Die entsprechenden Beträge können Sie Ihrer Steuerbescheinigung entnehmen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater.

  • Ist die Erteilung oder Änderung eines Freistellungsauftrags kostenpflichtig?

    Nein. Sowohl die erstmalige Erteilung, als auch spätere Änderungen eines Freistellungsauftrages sind für Sie kostenlos.
  • Kann ich auch für meine Kinder einen Freistellungsauftrag angeben?

    Die Kapitalerträge von Kindern werden nicht in den Sparer-Pauschbetrag bzw. den Freistellungsauftrag der Eltern eingerechnet. Für Ihre minderjährigen Kinder können Sie als Eltern jeweils einen gesonderten Freistellungsauftrag bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags von 801 Euro erteilen.
  • Inwieweit hilft eine Meine Allianz Registrierung, um den Freistellungsbetrag zu ändern?

    Sind Sie bereits bei Meine Allianz registriert, profitieren Sie automatisch von unserem Self Service. Sie müssen nur noch den richtigen Vertrag auswählen und auf den Tab Services klicken. 
    Ihr Vorteil dabei: Persönliche Daten sind im Formular schon vorausgefüllt bzw. müssen gar nicht mehr hinterlegt werden.

    Hier geht es zur Registrierung für Meine Allianz.

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