Bestattungsformen, Kosten und Hilfe zur Auswahl

Bestattungs­arten: Welche Möglich­keiten gibt es?

  • In Deutschland besteht grundsätzlich Friedhofs­zwang. Das heißt: Die Beisetzung des Leich­nams oder der Asche muss auf einem Friedhof erfolgen. Aus­nahmen gibt es nur für die Urnen­bestattung, die auf speziellen Flächen im Wald oder auf See stattfinden kann.
  • Es besteht die Wahl zwischen einer Erd­bestattung und einer Ein­äsche­rung. Darüber hinaus gibt es Varianten der Feuer­bestattung wie z. B. See- oder Baum­bestattung.
  • In anderen Ländern sind alternative Bestattungs­formen möglich. In Deutsch­land sind die meisten Sonder­formen nicht oder nur unter Um­ständen umsetzbar.
  • Wer seine Angehörigen entlasten will, erstellt zu Leb­zeiten eine Bestattungs­verfügung mit Informationen zur gewünschten Bei­setzungs­art und schließt eine Sterbegeld­versicherung für deren Finanzierung ab.
1 von 5
Welche Bestattungs­arten gibt es?
In Deutschland gibt es Bestattungen in einem Sarg oder nach Kre­mation in einer Urne. Für gewöhn­lich findet die Bei­setzung auf einem Friedhof statt. Alternativ stehen einige andere Bestattungs­arten zur Auswahl.
Eine der klassischen Bestattungs­arten in Deutsch­land ist die Bei­setzung des Leich­nams im Sarg auf einem Fried­hof. Meist dürfen sich Angehörige am offenen Sarg von dem oder der Ver­storbenen ver­abschieden. Für die Zeremonie sind die Kleidung der ver­storbenen Person, die Art des Sarges und dessen Aus­stattung sowie Blumen­schmuck individuell anpassbar. Bei der Bei­setzung tragen meistens vier bis sechs Träger:innen den Sarg zum vor­gesehenen Bestattungs­ort. Eine Bestattung außerhalb eines Fried­hofs ist nur in Ausnahme­fällen möglich.

Für die Feuerbestattung bringt ein Bestattungs­institut den Leich­nam in ein Krematorium. Dort findet die Ein­äscherung der oder des Ver­storbenen statt. Kurz zuvor muss eine Rechts­medizinerin oder ein Rechts­mediziner den Leichnam bei einer zweiten Leichen­schau begutachten, um Fehler bei der Fest­stellung der Todes­ursache auszuschließen.

Die Asche wird nach der Kremation in eine Urne gefüllt. Die klassische Urnen­bestattung erfolgt auf einem Friedhof. Bei Beerdigungen auf anderen Flächen sind meist zusätz­liche Regularien zu beachten. Daher tragen die Bestattungs­arten andere Namen (z. B. Wald­bestattung, See­bestattung – auch, wenn es Feuer­bestattungen sind).

Wer sich mit der Natur verbunden fühlt, kann eine Wald­bestattung wählen. Dabei handelt es sich um eine Urnen­bestattung, die nicht auf einem Friedhof, sondern in einem dafür vor­gesehenen Wald­stück stattfindet. Die Urne ist biologisch abbau­bar, sodass der oder die Verstorbene laut Konzept der Wald­bestattung zu einem Teil des Wald­bodens wird und damit Nähr­boden für neues Leben wie Vegetation schafft.

Viele Bestattungsinstitute bieten die Möglich­keit an, verwaltet werden die Flächen unter anderem von der FriedWald GmbH oder RuheForst GmbH. Zudem gibt es zahl­reiche un­ab­hängige Bestattungs­wälder. Die Zeremonie kann mit oder ohne Trauer­gäste abgehalten werden. Eine Kenn­zeichnung des Grabes ist möglich, aller­dings gibt es keine Kerzen, Grabsteine oder Grabpflege.

Teilweise werden Wald- und Baum­bestattung synonym verwendet. Allerdings kann eine Baum­bestattung im Gegen­satz zur Wald­bestattung auch in einem Fried­hof stattfinden. Das wesent­liche Merkmal dieser Bestattungs­art ist die Bei­setzung der Asche im Wurzel­werk eines Baumes. Auch hier soll die ver­storbene Person symbolisch der Natur zurück­geführt werden. In der Regel erinnert ein Schild an die Tote bzw. den Toten.
Die Seebestattung ist eine Spezialform der Feuer­bestattung. Nach Kremation des Leich­nams kommt die Asche in eine biologisch abbau­bare, wasser­lösliche Spezial­urne und wird auf einem dafür frei­gegebenen Gebiet im Meer versenkt. Angehörige erhalten eine See­karte, auf der der Ort der Bestattung festgehalten ist. Auch eine anonyme See­bestattung ist möglich. Frei­gegebene Gebiete in Deutsch­land befinden sich in Nord- und Ostsee außer­halb der sogenannten Drei­meilen­zone (also weiter als drei Meilen von der Küste entfernt).
Eine anonyme Bestattung bietet die Möglich­keit, ohne nament­liche Kenn­zeichnung und im Regel­fall auch ohne An­ge­hörige bei­gesetzt zu werden. Dabei erfolgt die Be­stattung entweder als Sarg- oder Urnen­beisetzung auf einem dafür vor­gesehenen Areal eines Fried­hofs. Die Pflege eines individuellen Grabes entfällt, da die genaue Grab­stelle nicht bekannt ist.
Die muslimische Bestattung richtet sich nach den Riten des Islam und erfolgt traditionell als Erd­bestattung in einem Sarg. Feuer­bestattungen sind im Islam nicht üblich und meist nur in Ausnahme­fällen möglich. Besonders viel Wert wird auf eine rasche Bestattung gelegt, meist inner­halb von 24 Stunden nach dem Todesfall. Der oder die Ver­storbene wird in einem weißen Tuch, dem Kafan, bestattet und mit dem Gesicht zur Kaaba in Mekka ausgerichtet. Grab­male sind schlicht gehalten, da im Vorder­grund die Erinnerung an Allah und das Leben nach dem Tod stehen. Diese Bestattungs­art erfordert spezielle Friedhofs­areale oder Abschnitte, um den islamischen Gebräuchen gerecht zu werden.
2 von 5
Was außerhalb Deutsch­lands möglich ist
In Deutschland gilt die Friedhofspflicht. Sprich: Es sind in der Regel nur Be­stattungs­arten zulässig, bei denen der Leich­nam oder die Asche auf einem Fried­hof bei­gesetzt werden. Aus­nahmen sind See- und Wald­bestattung. In anderen Ländern gibt es aller­dings Alternativen.
  • Luftbestattung / Flug­bestattung

    Bei der Luftbestattung verstreut man die Asche der ver­storbenen Person aus einem Flug­zeug oder Heißluft­ballon in die freie Natur. Es gibt spezielle Gebiete, in denen diese Art der Bestattung zugelassen ist. Sie symbolisiert das Frei­werden und die Rück­kehr in den Kreis­lauf der Natur. In einigen Nachbar­ländern wie der Schweiz, der Tsche­chi­schen Republik, Österreich, Frankreich oder in den Nieder­landen ist das möglich.
  • Diamantbestattung / Edel­stein­bestattung

    Bei der Diamantbestattung wird ein Teil der Asche unter hohem Druck zu einem Diamanten gepresst. Dieser Edel­stein dient als ewiges Andenken und kann beispiels­weise als Schmuck­stück getragen werden. Bekannt für Diamant­bestattungen ist die Schweiz. Aber Vorsicht in Deutsch­land: In Branden­burg beispiels­weise stellt das Tragen eines Erinnerungs­diamanten eine Ordnungs­widrigkeit dar. Wer einen ähnlichen Gegen­stand möchte, darf in Deutsch­land nur ein Objekt aus den Haaren der ver­storbenen Person herstellen lassen.
  • Ökobestattung

    Die Ökobestattung legt Wert auf einen umwelt­freundlichen Abschied. Verwendet werden biologisch abbau­bare Särge oder Urnen, chemische Konservierungs­mittel entfallen bei der Auf­bereitung des Körpers. Der Fokus liegt auf Nach­haltig­keit und Respekt vor der Natur. Diese Bestattungs­art ist auch in Deutschland möglich. Denn durch die Verwendung wasser­löslicher bzw. biologisch abbau­barer Urnen ist sie Teil der Wald-, Baum- und Seebestattung.
  • Erinnerungsbaum / Tree of Life Bestattung

    Beim Erinnerungsbaum mischt man die Asche des oder der Toten mit spezieller Erde und pflanzt daraus einen Baum. Dieser Baum dient als lebendiges An­denken und erinnert Angehörige an das Leben und Weiter­bestehen in der Natur. "Tree of Life" ist der Marken­name des gleich­namigen Unter­nehmens, das diese Bestattungs­art anbietet. Die deutsche Firma organisiert die Bei­setzung in Ländern wie der Schweiz, der Tsche­chi­schen Republik oder den Niederlanden.
  • Weltraumbestattung

    Spezialunternehmen ermöglichen die Weltraum­bestattung. Sie schicken einen Teil der Asche von Ver­storbenen ins Welt­all. Das ist in den USA und Russland erlaubt.
  • Weltreise-Bestattung

    Bei der Weltreise-Bestattung nimmt ein vertrauter Mensch die Asche des oder der Ver­storbenen mit auf Reisen. Diese Reise symbolisiert das Weiter­reisen und die Un­endlich­keit der Existenz. Oftmals besuchen Angehörige dabei spezielle Orte, die dem oder der Ver­storbenen wichtig waren. In Deutsch­land ist das möglich, die Bei­setzung muss nach der Reise dennoch auf konventionellem Weg erfolgen.
  • Kryonik

    Die Idee von Kryonik: Der Körper von unheil­bar kranken Menschen wird nach Ihrem Ableben bei sehr niedrigen Tem­pe­ra­turen gelagert. Wer sich dafür ent­scheidet, hofft auf zu­künftige medi­zinische Fort­schritte, die eine Wieder­belebung sowie die Heilung der Krank­heit er­möglichen. In Deutsch­land ist das nur mit einer umfassenden, individuellen Vor­bereitung möglich. Auch das Ein­frieren einzelner Organe oder nur des Kopfes ist möglich. In Deutsch­land ist das Lagern von toten Körpern auf Dauer nicht erlaubt, da dies als Bestattung gilt. Daher ist nach dem Ein­frieren eine Überführung, z. B. in die USA nötig.
  • Plastination

    Die Plastination wandelt den Leich­nam in ein dauer­haft halt­bares Präparat um, das z. B. zu Bildungs­zwecken oder in Aus­stellungen verwendet wird. Die Konservierung erfolgt durch den Austausch von Körper­flüssig­keiten und Fetten durch Kunst­stoffe. In Deutsch­land ist das mittels Körper­spende möglich. Am bekanntesten ist das Heidel­berger Institut für Plastination, das für die Aus­stellung "Körper­welten" verantwortlich ist.
  • Naturbestattung

    Naturbestattungen sind in Deutsch­land nur auf offiziellen Wald­friedhöfen möglich. Die beiden Unter­nehmen RuheForst und FriedWald betreiben in Deutsch­land jeweils an mehreren Orten Wald­friedhöfe und bieten dort Baum­bestattungen an. Die Beisetzung der Asche erfolgt in einer biologisch abbau­baren Urne unter einem Baum. Im Aus­land sind die Möglich­keiten der Natur­bestattung in der Regel zahl­reicher als in Deutsch­land. Für die Natur­bestattung sind abseits der deutschen Bestattungs­gesetze verschiedene Orte denkbar:

    • Almwiesenbestattung / Berg­wiesen­bestattung: Die Bei­setzung in den Höhen von Alm- oder Berg­wiesen soll dem oder der Ver­storbenen eine Ruhe­stätte im Einklang mit der alpinen Natur bieten.
    • Felsbestattung: Die Fels­bestattung soll eine ewige Ver­bindung mit dem stabilen und un­ver­änderlichen Charakter des Gesteins symbolisieren. Die Asche wird dabei an einem Felsen verstreut.
    • Flussbestattung: Das Verstreuen der Asche in einen Fluss soll Ver­storbene mit dem fließenden Wasser auf eine letzte Reise schicken und sie mit der Natur vereinen.
    • Wasserfallbestattung: Das Verstreuen der Asche an einem Wasserfall soll das Fort­führen und Frei­setzen der Seele inmitten der Kraft des fallenden Wassers symbolisieren.
    • Bergbachbestattung: Ähnlich der Flussbestattung soll das Ver­streuen der Asche in einen klaren Berg­bach den oder die Ver­storbene auf eine letzte Reise bis ins Meer schicken.
    • Anonyme Naturbestattung: Die anonyme Natur­bestattung findet in einem natür­lichen Umfeld statt. Der genaue Ort der Ruhe­stätte wird nicht markiert.
3 von 5
Kann man sich bestatten lassen, wie man will?
In Deutschland ist die Ausformulierung der Bestattungs­gesetze Länder­sache. Das heißt, in jedem Bundes­land gelten teil­weise andere Bestimmungen. Bundes­weit besteht zwar Friedhofs­zwang, es gibt allerdings Ausnahmen.

Der Friedhofszwang ist in allen Bestattungs­gesetzen der Länder festgehalten. Demnach ist es grund­sätzlich nicht erlaubt, einen Leichnam außer­halb eines Friedhofs­geländes zu beerdigen. Außerdem dürfen Angehörige nicht über die sterb­lichen Über­reste von Ver­stor­benen verfügen. Aus­nahmen sind Bestattungen auf behörd­lich frei­gegebenen Flächen in Wäldern und auf See. Eine Übersicht der Bestattungs­gesetze der Bundes­länder bietet die Verbraucher­initiative Bestattungs­kultur Aeternitas.

Nicht eingeäscherte Leich­name müssen in einem Sarg bei­gesetzt werden; ledig­lich Berlin hat eine gelockerte Sarg­pflicht: Hier ist die Beerdigung in einem Leichen­tuch auf bestimmten Flächen auf einem Friedhof möglich. Nach der Kremation muss die Asche von Ver­storbenen in einer Urne bei­gesetzt werden. Bremen bietet eine Ausnahme: Hier dürfen Angehörige die Asche auf einem Privat­grundstück oder fest­gelegten öffent­lichen Flächen verstreuen.

Die Beisetzung im eigenen Garten ist in Deutsch­land grund­sätzlich nicht möglich. Nur Bremen erlaubt das Ver­streuen der Asche von Ver­storbenen auf Privat­grundstücken. Auch hier unter­stützen meist Bestattungs­unter­nehmen bei der Orga­ni­sa­tion und Durch­führung der Beisetzung.
Nein, in Deutschland dürfen Angehörige die Urne mit der Asche einer ver­storbenen Person nicht zu Hause auf­bewahren. Das verbietet die Friedhofs­pflicht, die alle Bundes­länder in ihren Bestattungs­gesetzen verankert haben. Auch in Bremen ist das unzulässig: Die Auf­bewahrung der Urne im eigenen Zuhause stellt eine Ordnungs­widrigkeit dar.
4 von 5
Entscheidende Faktoren
Für alle Bestattungsarten fallen je nach Aufwand unter­schiedliche Kosten an. Sie setzen sich aus Friedhofs­gebühren, Kosten für das Bestattungs­unter­nehmen und weiteren externen Kosten zusammen. Auch die Grab­art wirkt sich auf den Preis aus.

Eine Feuerbestattung ist meist günstiger als eine Bestattung im Sarg. Eine Urne kostet normaler­weise weniger als ein Sarg. Zudem wird weniger Fläche auf dem Fried­hof benötigt, die gepflegt werden muss. Auch die Zeremonie kann günstiger sein. Zum Beispiel braucht es anstelle von mehreren Sarg­träger:innen nur eine Person als Urnen­träger:in. Das Grab­mal sowie die Trauer­feiern können dagegen bei beiden Bestattungs­arten ähnliche Kosten verursachen.

Für die Beisetzung auf dem Friedhof ist es möglich, den Ort des Grabes zu wählen. Die Beerdigung in einer bestehenden Reihe (Reihen­grab) ist meist günstiger als ein frei gewählter Platz (Wahlgrab). Günstiger sind in der Regel Gemein­schafts- oder Familiengräber.

Bei der Seebestattung entfallen die Kosten für die Grab­pflege. Daher ist das Ver­streuen der Asche auf dem Meer die in Deutsch­land günstigste Bestattungs­art – vor allem, wenn es sich um eine anonyme Beerdigung ohne Trauer­feier handelt. Ein Überblick über die Bestattungs­kosten nach Bestattungsart laut Rechner des Bundes­verbandes Deutscher Bestatter e.V.:

Wischen um mehr anzuzeigen

Bestattungsart
Bestatterkosten in €
Friedhofgebühren in €
Grabmalkosten in €
Gesamtkosten in €
Feuerbestattung (Urnenbestattung) 3.200 650 810 4.660
Erdbestattung 3.300 1.300 810 5.410
Baumbestattung 3.200 1.200 0 4.400
Seebestattung 3.500 0 0 3.500
Die passende Versicherung für Sie
Allianz BestattungsSchutzbrief
5 von 5
Entscheidungshilfe
Welche Bestattungsart die richtige ist, kommt auf die individuellen Wünsche des oder der Ver­storbenen an. Im Ideal­fall ist durch eine im Vor­feld erstellte Bestattungs­verfügung alles geregelt.

Verstirbt ein nahestehender Mensch, ist das eine emotionale, aber auch finanzielle Belastung. Denn die nächsten An­ge­hörigen tragen in der Regel die Kosten für die Bei­setzung. Daher kann eine Bestattungs­vorsorge wie zum Beispiel eine Sterbegeldversicherung sinnvoll sein.

Sind Sie in der Pflicht, die Bei­setzung zu organisieren, müssen Sie sich für eine Bestattungs­art ent­scheiden. Prüfen Sie zunächst, ob eine Bestattungs­verfügung vorhanden ist. Folgende Punkte sind bei der Wahl einer Bestattungs­art wichtig:

  • Sarg oder Urne: Wollen sich Angehörige von der ver­stor­benen Person ein letztes Mal ver­ab­schieden, eignet sich die Erd­bestattung. Bei der Urnen­bestattung lassen sich persön­liche Momente zu Leb­zeiten etwa bei einer Rede in Erinnerung rufen.
  • Friedhof, Wald- oder Seebestattung: Für besonders natur­verbundene Menschen eignet sich die Bei­setzung im Wald oder auf See. Eine Be­erdigung auf einem kirch­lichen Fried­hof kann sich anbieten, wenn die ver­storbene Person gläubig war.
  • Individuell oder anonym: Manche Personen wollen ihren Hinter­bliebenen nach ihrem Tod nicht zur Last fallen und möchten ihnen die Grab­pflege ersparen. Andere haben vielleicht gar keine An­ge­hörigen. In solchen Situationen fällt die Wahl häufig auf ein anonymes Grab.
  • Erhalt der Grabstätte: Legen Sie fest, wie lange das Grab für das individuelle Gedenken bestehen bleiben soll.
  • Grabpflege: Ist ein dekoratives Blumen­beet auf dem Grab wichtig? Alternativ gibt es Bestattungs­arten ohne Grabpflege.
  • Grabstein-Kosten: Je aufwendiger der Grab­stein, desto höher fallen die Kosten für den Stein­metzbetrieb aus.
  • Gesamtkosten: Planen Sie eine Trauer­feier nach der Bei­setzung, wollen Sie eine Todes­anzeige in der Lokal­zeitung schalten oder Trauer­karten verschicken? Legen Sie ein Limit für die Gesamt­kosten fest und entscheiden Sie dann, welche Elemente am wichtigsten für einen pietät­vollen Abschied sind.

Die meisten Menschen in Deutschland wünschen sich eine natur­nahe Baum­bestattung. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag von Aeternitas aus dem Jahr 2022. Demnach wünschen sich 25 Prozent der Deutschen die Baum­bestattung in einem Bestattungs­wald. 18 Prozent möchten zwar auf dem Fried­hof bei­gesetzt werden, aller­dings ohne Grab­pflege. Mit 14 Prozent liegt das klassische Urnen­grab auf dem Friedhof auf Platz drei. Nur zwölf Prozent wählen eine traditionelle Erd­bestattung.

Fast jede:r achte Deutsche (13 Prozent) möchte die eigene Asche in der freien Natur verstreuen lassen – aller­dings ist das hierzu­lande nicht möglich. Acht Pro­zent möchten die Urne bzw. Asche im eigenen Garten ver­streuen oder bei­setzen, aller­dings ist das nur in Bremen möglich. Die See­bestattung wünschen sich sechs Prozent der Befragten, der Rest weiß es nicht.

Immer weniger Deutsche wünschen sich eine Sarg­bestattung – das spiegelt sich auch in der Statistik der vor­ge­nommenen Bestattungs­arten in Deutsch­land wider. Laut einer Erhebung der Güte­gemein­schaft Feuer­bestattungs­anlagen aus dem Oktober 2022 waren 77 Prozent aller Bestattungen in Deutsch­land eine Urnen­bestattung – 22 Prozent eine traditionelle Erd­bestattung. Fünf Jahre zuvor, im Jahr 2016, lag der Anteil an Erd­bestattungen noch bei 33 Prozent.

Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen e.V. – Aktuelles: 

Umfrage zu Sarg- und Urnenbestattungen in Deutschland
Im Anteil der Urnen­bestattungen sind auch alternative Bestattungs­arten enthalten – die Statistik der Güte­gemeinschaft sagt über die Beliebt­heit von beispiels­weise Wald- oder See­bestattungen nichts aus. Ein Hinweis über die Art der Zere­monie liefert Aeternitas: Demnach geht die Anzahl kirch­licher Bestattungen seit dem Jahr 2000 kontinuierlich zurück.
Service und Kontakt
Haben Sie noch Fragen zur Sterbegeld­versicherung der Allianz?
Ihr Ansprechpartner vor Ort
Kontaktieren Sie die Allianz Service-Hotline
Melden Sie sich bei dem Allianz Service
Schreiben Sie Ihr Anliegen in unser Kontaktformular – wir kümmern uns darum.
Berechnen Sie Ihren Tarif zur Allianz Versicherung
Finden Sie den passenden Tarif
Berechnen Sie Ihren individuellen Tarif zur Sterbegeldversicherung.
Ihre Meinung ist uns wichtig
Geben Sie uns ein Feed­back
  • Leider ist der Live-Chat momentan nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.