13. Allianz Motor Day – Aktuelle Umfrage zum autonomen Fahren

28. Oktober 2025 – Pressemitteilung – Allianz Versicherungs-AG
Deutsche Autofahrer setzen beim autonomen Fahren auf Komfort und Kontrolle und haben Zweifel an der technologischen Reife der Fahrzeuge
  • Als größter gesellschaftlicher Nutzen wird ein Gewinn an Mobilität für benachteiligte Gruppen gesehen.
  • Autofahrer mit praktischer Erfahrung mit der Technik stehen dem autonomen Fahren positiv gegenüber.
  • Es bestehen noch große Zweifel an der Reife der Technologie in kritischen Verkehrssituation.
  • Über 80 Prozent der Befragten wollen Kontrolle über das Fahrzeug behalten.

Im Rahmen des diesjährigen 13. Allianz Motor Day hat die Allianz Versicherung eine internationale repräsentative Befragung in sieben europäischen Ländern zum Thema autonomes Fahren durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Stimmungsbild: Während ein Großteil der Befragten den persönlichen Komfortgewinn hervorhebt, bestehen gleichzeitig erhebliche Vorbehalte gegenüber der Reife der Technologie.

Umfrageergebnisse für Deutschland: Komfort im Vordergrund

In Deutschland erwarten die meisten Befragten durch autonomes Fahren vor allem Stressreduktion im Verkehr (45 Prozent) und die Möglichkeit, sich während der Fahrt anderen Tätigkeiten zuwenden zu können (50 Prozent). Als größten Vorteil für die Gesellschaft sehen die Befragten eine verbesserte Mobilität für ältere Menschen oder Personen mit Einschränkungen (65 Prozent).

Eigene Erfahrungen sind jedoch kaum vorhanden. Insgesamt gibt weniger als die Hälfte der Befragten (42 Prozent) an, mit dem Thema autonomes Fahren oder dessen Vorstufen vertraut zu sein. Insgesamt bestehen bei vielen Befragten Zweifel am Reifegrad der autonomen Systeme.

„Zwar glauben mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent), dass autonome Fahrzeuge mindestens genauso sicher oder sogar sicherer sind als menschliche Fahrer. Dennoch bezweifeln 66 Prozent, dass die Technologie bei der Bewältigung von kritischen Fahrsituationen derzeit bereits ausgereift ist“, erklärt Christian Sahr, Leiter des Allianz Zentrum für Technik (AZT).

Dazu kommt die teilweise negative Berichterstattung in den Medien. Unfälle mit autonomen Fahrzeugen schaffen es sofort in die Schlagzeilen. Das prägt die Wahrnehmung, während die vielen sicheren Fahrten kaum erwähnt werden.

„Die Befragung verdeutlicht, dass in der deutschen Bevölkerung große Unsicherheit bezüglich des autonomen Fahrens herrscht. Viele Menschen äußern generelle Skepsis an der Technologie, andere sehen vor allem die Innovation und den Komfortgewinn“, sagt Lucie Bakker, Schadenvorständin Allianz Versicherungs-AG.

Kontrollmöglichkeit entscheidend

Die Umfrage zeigt deutlich: 81 Prozent der Befragten finden es wichtig oder sehr wichtig, beim autonomen Fahren jederzeit selbst wieder die Kontrolle über das Auto übernehmen zu können.

„Die Ergebnisse machen deutlich, dass Vertrauen in autonomes Fahren nicht allein von der Technik abhängt, sondern auch von der psychologischen Dimension der Kontrolle“, so Michael Praxenthaler, Verkehrspsychologe am Allianz Zentrum für Technik (AZT) und Autor der Umfrage. „Dieses Misstrauen entsteht weniger durch eigene Erfahrungen, sondern vor allem durch psychologische Faktoren: fehlende Vertrautheit mit der Technologie, die Angst vor Kontrollverlust, Schlagzeilen zu Einzelfällen und eine generelle Tendenz, unbekannte Risiken zu überschätzen.“

Vertrauen schaffen durch Kommunikation und Aufklärung

Für die Akzeptanz braucht es daher nicht nur eine technische Weiterentwicklung, sondern auch Kommunikation, Transparenz und positive Alltagserfahrungen, die Vertrauen schaffen. Das zeigt sich auch in der Befragung:

„Wir sehen, dass über die Hälfte (58 Prozent) der Befragten Fahrzeuge mit Level 2 Ausstattung positiv bis sehr positiv bewerten, wenn sie diese Fahrzeuge bereits nutzen konnten,“, erläutert Praxenthaler. Nur 7 Prozent stehen der Technik negativ bis sehr negativ gegenüber.“

*Repräsentative Online-Erhebung der Allianz von 8.464 Personen über 18 Jahre (95 Prozent mit Führerschein) im Jahr 2025 in Deutschland (N=1.215), Italien (N=1.206), Frankreich (N=1.207), Großbritannien (N=1.214), Österreich (1.207), Schweiz (1.206) und Tschechische Republik (N=1.209) durch die Allianz Marktforschungsexperten der DrivenBy GmbH und das Allianz Zentrum für Technik (AZT). Alle Ergebnisse haben wir in einem Report zusammengefasst, den wir Ihnen gerne in elektronischer Fassung zusenden.

Weitere Informationen zum 13. Allianz Motor Day und eine Video-Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie unter  Aufzeichnung und Infos.

Kontakt
Christian Weishuber 

Allianz Versicherungs-AG
Unternehmenskommunikation

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Bildquellen:

Allianz in Deutschland