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Existenzgründer

Kurz erklärt in 30 Sekunden
  • Die Zahl der Existenzgründer in Deutschland steigt.
  • Eine Existenzgründung bedeutet Selbstverwirklichung, birgt aber auch Risiken. Sie ist daher eine Herausforderung, die aber viel Potential für persönlichen Wohlstand bietet.
  • In manchen Fällen bezuschusst der Staat eine Existenzgründung.
  • Existenzgründer sollten sich absichern, zum Beispiel mit einer Betriebshaftpflichtversicherung.
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Staatliche Zuschüsse
Auf Arbeitnehmer kommen in einer Festanstellung nur wenige Kosten zu. So wird beispielsweise die Krankenversicherung mit dem Arbeitgeber geteilt. In der Selbstständigkeit müssen Sie hingegen mit wesentlich höheren Ausgaben rechnen, können im Gegenzug aber staatliche Zuschüsse wie den Gründungszuschuss beantragen oder sich bei der Künstlersozialkasse anmelden. 
Zwei Frauen sitzen sich im Gespräch gegenüber in einer Büroumgebung.
 
Gerade zu Beginn einer Selbstständigkeit können Ausgaben wie Krankenkassenbeiträge oder Erstinvestitionen schnell zum Problem werden. In manchen Fällen steht Ihnen als Existenzgründer der Staat mit finanziellen Zuschüssen zur Seite. Zu erwähnen ist hier u.a. der Gründungszuschuss, eine Ermessensleistung der Agentur für Arbeit zur Förderung einer Existenzgründung.

Die wichtigsten Voraussetzungen, um einen Gründungszuschuss in Anspruch nehmen zu können, sind:

  • Sie müssen arbeitslos gemeldet sein und zu Beginn der Tätigkeit noch mindestens 150 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.
  • Sie üben die selbstständige Tätigkeit hauptberuflich aus.
  • Bei der Agentur für Arbeit muss eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle (Tragfähigkeitsbescheinigung) eingereicht werden - diese können Sie z.B. bei der IHK, HWK oder Ihrem Steuerberater einholen. Hierfür benötigte Unterlagen sind:
  • Businessplan
  • Kapital- und Finanzplan
  • Umsatz- und Rentabilitätsvorschau
  • Ihr Lebenslauf und Ihre Angaben zur selbstständigen Tätigkeit

Kommen Sie für einen Gründungszuschuss infrage, wird dieser zunächst für sechs Monate gewährt. Sie erhalten eine Grundförderung in Höhe Ihres bisherigen Arbeitslosengeld-I-Anspruchs plus 300 Euro Zuschuss für Sozialversicherungsausgaben wie Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung.

Nach den ersten sechs Monaten können Sie die Pauschale in Höhe von 300 Euro für weitere neun Monate beantragen. Als Grundlage für eine weitere Gewährung des Gründungszuschusses wird eine Übersicht über Ihre unternehmerischen Tätigkeiten und Erfolge der letzten Monate herangezogen. Zudem müssen Sie die Planung für Ihre Zukunft darlegen, inklusive einer Auflistung von Einnahmen und Ausgaben. Weiter prüft die Agentur für Arbeit, ob bei Ihnen eine intensive und hauptberufliche Tätigkeit vorliegt.    

Eine weitere Unterstützung für Selbstständige bietet die Künstlersozialkasse (KSK). Sie ist Pflichtversicherung, speziell an diejenigen gerichtet, die eine selbstständige künstlerische oder publizistische Tätigkeit ausüben. Das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) und die Künstlersozialkasse als ausführendes Organ sorgen dafür, dass selbstständige Künstler und Publizisten einen ähnlichen Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung genießen wie Arbeitnehmer. Hierbei zahlen Sie als Selbständiger einen einkommensgerechten Betrag und die KSK stockt auf wie ein Arbeitgeber in einem Anstellungsverhältnis.

Bitte beachten Sie: Die KSK ist keine Krankenkasse im eigentlichen Sinn. Ihre Krankenkassen-Chipkarte, Krankengeld, Reha-Leistungen und Rente müssen Selbstständige bei der jeweiligen Krankenkasse bzw. dem Rentenversicherungsträger beantragen. 

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Chancen und Risiken
  • Verwirklichung der eigenen Geschäftsidee
  • Flexible Einteilung der Arbeitszeiten
  • Höheres Einkommen erzielen
  • Selbstbestimmtes Arbeiten
  • Eigene soziale Absicherung notwendig
  • Größere Verantwortung, auch für Mitarbeiter
  • Unregelmäßiges Einkommen
  • Gefahr des Scheiterns
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Arten der Existenzgründung 
Für Existenzgründer gibt es je nach Risikobereitschaft und finanziellen Mitteln verschiedene Möglichkeiten, ihre berufliche Selbstständigkeit aufzustellen. Wir stellen Ihnen hier die drei gängigsten Gründungsarten vor.
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Nicht zu unterschätzen
Existenzgründer sind zu Beginn Ihrer Selbstständigkeit meist voller Tatendrang und hoch motiviert, wollen ihre Geschäftsidee möglichst schnell zum Erfolg führen. Dabei vergessen viele, dass es nicht reicht, gut in dem zu sein, was man tut oder gelernt hat: Selbstständige oder Freiberufler müssen sich auch mit vielen anderen Aspekten  der Geschäftstätigkeit auseinandersetzen und ihre Risiken kennen.
Junge Frau und junger Mann mit Tablet prüfen an einem großen Arbeitstisch in einem hellen Büro Papiere.
 
Der Beruf des Buchhalters ist nicht umsonst ein eigenes und zu erlernendes Berufsfeld. Die Buchhaltung erfordert viel Zeit: Das Einhalten von Fristen, die Steuerangelegenheiten an sich und die Kalkulation von Angeboten gehören dazu und stellen eine große Herausforderung dar.
Akquirieren Sie immer mehrere Kunden bzw. lukrative Projekte und behalten Sie die Auftragslage im Blick. Denn fallen Kunden und damit verbundene Aufträge weg, fehlen Ihnen Einnahmen.
All Ihre Innovationen, Domainname, Marken usw. müssen rechtlich abgesichert sein. Sie müssen sicher gehen, dass Sie als Existenzgründer nicht des Ideenraubs bezichtigt werden.
Cyberattacken haben über die letzten Jahre extrem zugenommen. Dabei ist nicht nur schlimm, dass diese Ihrem Unternehmen direkten Schaden zufügen können, sie halten auch den Workflow auf und verlangsamen somit Ihre Arbeit.
Für Selbstständige zeigt sich die Sozialversicherung zu Beginn sehr zuvorkommend und reduziert die Beiträge für junge Unternehmen. Aber nicht vergessen: Im dritten Jahr holt sie sich die Beiträge in voller Höhe zurück.
Sie als Existenzgründer teilen sich die Arbeitszeiten selbst ein. Sie müssen dabei bedenken, dass Sie in Notfällen und anderen dringlichen Angelegenheiten immer zur Verfügung stehen müssen. Hierunter können das Privatleben wie auch die Gesundheit des Existenzgründers leiden.
Krankheiten haben das Potenzial, ein großes Risiko für Ihre Selbstständigkeit zu werden. Kurze Krankheitsphasen sind mit guter Planung natürlich gut überbrückbar. Wird daraus etwas Chronisches, läuft Ihr Unternehmen Gefahr, Konkurs anzumelden. 
Bedenken Sie: In Zeiten des Stillstands und der Auftragsflauten verdienen Sie kein Geld, benötigen es aber für Miete, Werbung usw. Auftraggeber, die nicht zahlen wollen oder können, stellen ein zusätzliches Risiko dar, das Sie mit einkalkulieren sollten.
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Kleine Fehler, große Folgen
Im privaten Bereich wie auch im Geschäftsleben gilt: Wer anderen Schaden zufügt, muss dafür aufkommen und für Wiedergutmachung sorgen. Denn leichter als gedacht können Sie in Ihrem Berufsleben in eine Situation geraten, in der Sie für einen Fehler einstehen müssen. Dabei sind die Gefahrenquellen vielfältig und können Sie im Ernstfall die betriebliche Existenz kosten. 

Mit dem maßgeschneiderten Versicherungsschutz einer Berufshaftpflichtversicherung (oder Betriebshaftpflichtversicherung) schützen Sie sich vor den meist unabsehbaren Folgen einer oft nur kleinen Unachtsamkeit.

Fallbeispiele:

  1. Ein Geschäftspartner, der zu Ihnen ins Büro kommt, stolpert über eine Getränkekiste. Der Geschäftspartner bricht sich dabei ein Bein. In diesem Fall wird Ihnen die Rechnung präsentiert. Diese kann, wenn Krankenhaus- und Reha-Kosten zusammenkommen, sehr hoch ausfallen.
  2. Ein Gefahrgutbeauftragter gibt eine falsche Anweisung beim Beladen eines Gefahrguttransporters, weshalb dieser einen Unfall hat. Angenommen, bei diesem Missgeschick kommen Mensch und Natur zu Schaden, kann das für Sie ohne Berufshaftpflicht schlimmstenfalls das betriebliche Aus bedeuten.

Wie wir helfen:
Im Schadenfall prüft die Allianz, ob Sie aufgrund gesetzlicher Bestimmungen haftbar gemacht werden und ob die Höhe der Ansprüche gerechtfertigt ist. Bei berechtigten Ansprüchen begleichen wir diese bis zur Höhe der vereinbarten Deckungs- bzw. Versicherungssummen. Unberechtigte oder überhöhte Ansprüche wehren wir für Sie und die Versicherten ab, notfalls vor Gericht.

Versichert sind:

  • Personenschäden (Heilbehandlungskosten, Schmerzensgeld)
  • Sachschäden (Reparatur- oder Wiederbeschaffungskosten)
  • Vermögensschäden als Folge eines Personen- oder Sachschadens (Verdienstausfall, Nutzungs- und Gewinnausfall)
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