Warnung: Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte wechseln Sie zu einem moderneren Browser wie Chrome, Firefox oder Microsoft Edge.

Impfstoff-Entwicklung

Forschen gegen die Corona-Krise

22. Juli 2020 – Text: Verena Haart Gaspar & Nina Himmer 
Sommer 2020, die COVID-19-Pandemie ist erst einige Monate alt – noch gibt es keinen Impfstoff. In dieser Zeit der Ungewissheit erscheint im Allianz Makler Magazin eine Artikel-Reihe, die aufklärt und Mut macht. Nachträglich wurde sie beim Best of Content Marketing Award 2021 mit Silber ausgezeichnet. Lesen Sie hier Auszüge aus dem Corona-Spezial und gelangen Sie weiter unten zu den Original-Beiträgen im Online-Archiv oder in der App des Allianz Makler Magazin.   

Corona ist das bestimmende Thema. Was man darüber wissen muss und wie die Allianz die drängenden Fragen angeht lesen Sie in den folgenden Artikeln:

»Warum SARS-CoV-2 so gefährlich ist.« – Alles Wissenswerte zum Coronavirus »

»Das Vertrauen in die Allianz ist groß« – Wie die Allianz ihren Kunden durch die Krise hilft. Ein Interview mit Allianz Vorstand Bernd Heinemann »

»Bei uns steht der Mensch im Vordergrund« – Wie die Allianz Versicherte unterstützt, die an COVID-19 erkrankt sind. Interview mit Patientenbegleiterin Astrid Di Leo »


IMPFSTOFFFORSCHUNG: DIE ZEIT LÄUFT

Am 11. März 2020 erklärt die WHO COVID-19 zur Pandemie, bereits im Sommer des gleichen Jahres laufen 130 Impfstoffprojekte, um die Krankheit und ihren Erreger SARS-CoV-2 zu stoppen. Dabei konzentrieren sich die meisten Forscher auf eine neuartige genbasierte Impftechnologie: die mRNA-Technologie. mRNA-Impfstoffe sollen die ungefährliche Erbinformation des Spike-Proteins des Coronavirus in die Zellen des menschlichen Körpers bringen und so das Immunsystem aktivieren. Das reagiert dann auf die »Attrappe« wie auf das echte Virus. An mRNA-Impfstoffen gegen das Coronavirus forschen unter anderem auch die deutschen Unternehmen CureVac aus Tübingen und BioNTech aus Mainz. BioNTech startete bereits in Phase 1 und testet seit Ende April Impfstoffkandidaten am Menschen.

Der Vorteil der biotechnologischen Methoden: Sie sparen Zeit, da nicht erst aufwendig Viren angezüchtet und vermehrt werden müssen. Außerdem lassen sich die Impfstoffe schnell anpassen und in großen Mengen herstellen. Allerdings ist die Technologie trotz 20 Jahren Forschung noch recht neu. Ein COVID-19-Impfstoff könnte weltweit der erste zugelassene mRNA-Impfstoff überhaupt werden. Denn der Weg bis zum fertigen Impfstoff ist lang und streng geregelt. Die Zulassungsverfahren laufen in Europa, den USA und Asien gleich ab. Am wichtigsten sind dabei die Sicherheit der Impfstoffe und vergleichbare Standards. Experten sind aber optimistisch, dass ein Corona-Impfstoff deutlich schneller entwickelt werden könnte. Denn die Voraussetzungen sind gut. Wissenschaftler können auf bereits erfolgreiche Impfstoffprojekte aufbauen und arbeiten weltweit zusammen. Auf Initiative der EU-Kommission sind schon 7,4 Milliarden Euro für die Entwicklung von Impfstoffen zusammengekommen. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, das in Deutschland für die Impfstoffzulassung zuständig ist, zeigte sich in einem Interview mit tagesschau.de optimistisch: »Wenn die Ergebnisse der Phase 1 sehr gut sind, können wir im Herbst oder zum Jahresende mit fortgeschrittenen klinischen Prüfungen, also Phase 2 bis 3, beginnen. Vielleicht auch schon etwas früher.«

 
ZUM CORONA-IMPFSTOFF IM SCHNELL­DURCHLAUF
Forschung und Präklinik
Forscher identifizieren Impfstoffkandidaten. Erste Tests an Versuchstieren. Nur etwa sechs Prozent der Impfstoffkandidaten schaffen es dann weiter in die klinische Phase.
Klinische Phase 1
Erste Tests an freiwilligen und gesunden Menschen (unter 100). Bereits einige Corona-Impfstoffe befinden sich in diesem Stadium.
Phase 2
Tests an Hunderten Menschen inkl. Kontrollgruppen, die nur Placebos erhalten. Ziel ist vor allem, die Dosis des Impfstoffs zu bestimmen.
Phase 3
Tests an mehreren Tausend Menschen. Darunter auch Risikogruppen. Bereits Ende 2020 könnte ein Corona-Impfstoff Phase 3 erreichen.
Zulassung
Bei Ebola dauerte es von 2014 bis 2019, bis ein Impfstoff gefunden und zugelassen war. Bei COVID-19 könnte es in 15 bis 18 Monaten so weit sein – dank Vorkenntnissen zu SARS und weltweiter Forschung.
Herstellung 
Auch die Produktion des Impfstoffs kostet Zeit. Wobei ein mRNA-Impfstoff sehr schnell in großen Mengen verfügbar wäre.
 
DIE ERFOLGS­GESCHICHTE DES IMPFENS
1796 // Das Impfen wird erfunden. Der Arzt Edward Jenner infiziert einen achtjährigen Jungen mit harmlosen Kuhpocken. Der Junge ist fortan gegen die gefährlichen Menschenpocken immun.
1885 // Man erkennt, dass Krankheiten von Viren und Bakterien via Tröpfcheninfektion übertragen werden. Louis Pasteur entwickelte erste Impfstoffe gegen Milzbrand und Tollwut.
1944 // Erste Schutzimpfung gegen Influenza.
1955 // Erste Impfungen gegen Kinderlähmung (Polio).
1980er // Anfang der 80er-Jahre erklärt die Weltgesundheitsorganisation die Welt für pockenfrei.
2006 // Ein Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs wird zugelassen.
20?? // Die wichtigsten Projekte der Zukunft sind, neben der Entwicklung eines COVID-19-Impfstoffs, mögliche Impfungen gegen Krebs, etwa gegen Nieren- und Eierstockkrebs.

Bildquellen

cornavirus-folgen: Bildrechte beim Autor

Coronaimpfung Allianz: ThisisEngineering RAEng on Unsplash

+
  • Leider ist der Live-Chat momentan nicht verfügbar. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.