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Nachhaltiges Flotten­management

Strategien für eine effiziente und grüne Trans­formation
Allianz - Flottenversicherung: Ein Geschäftsmann lädt sein Elektroauto vot einem Bürogebäude.
  • Nachhaltiges Flotten­management verbindet ökologische und ökonomische Ziele durch reduzierte Emissionen und geringere Betriebs­kosten.
  • Unternehmen sind verpflichtet, den CO₂-Fußabdruck ihrer Flotte exakt zu erfassen und Vorgaben wie das CSRD-Reporting einzuhalten.
  • Neben der Elektri­fizierung spielen auch alter­native Mobilitäts­lösungen und die digitale Steuerung der Fahrzeuge eine zentrale Rolle.
  • Eine nachhaltige Flottenversicherung schützt vor finan­ziellen Risiken und unter­stützt aktiv bei der Umsetzung von Nach­haltig­keits­zielen.

Die EU-Richtlinie „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD) verpflichtet viele Unter­nehmen, ihre Bericht­erstattung zur Nach­haltig­keit auszuweiten. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der Erfassung und Bewertung von Scope-3-Emissionen, also aller indirekter Treibhaus­gas­emissionen, die in einem und um ein Unternehmen herum entstehen. Hierzu zählen der betrieb­liche Fuhrpark ebenso wie die Mitarbeiter­mobilität. Damit steigt die Bedeutung von Nach­haltig­keits­strategien im Flotten­management deutlich.

Um die gesetz­lichen Anfor­derungen zu erfüllen, ist es notwendig, den CO₂-Ausstoß der gesamten Unter­nehmens-Flotte zu ermitteln und wichtige Kennzahlen früh­zeitig zu erfassen. Die zentralen KPIs lassen sich in vier Bereiche einteilen:

Eine durch­gängige Verk­nüpfung von Telematik-Systemen, Tank- oder Ladekarten und Versicherungs­daten verein­facht die Prüfung erheb­lich. Erst durch die Inte­gration dieser Daten­quellen wird ein auto­matisiertes und verläss­liches Reporting möglich. Eine sauber doku­mentierte CO₂-Bilanz entwickelt sich damit zu einem zentralen Bestand­teil einer nach­haltigen Unter­nehmens­führung.

Entscheidend für die Wirtschaft­lich­keit eines nach­haltigen Fuhr­parks ist die Analyse der Total Cost of Ownership (TCO). In der TCO-Analyse werden sämtliche Kosten­faktoren der Fahrzeuge gegen­über­gestellt – darunter Anschaffungs­kosten, Investitionen in Lade­infra­struktur, Energie­aufwendungen sowie Einnahmen aus der THG-Quote. Ergänzend fließen Ein­sparungen ein, etwa durch weg­fallende Kfz-Steuern, geringeren Wartungs­aufwand und niedrigere Betriebs­kosten bei elektri­fizierten Fahrzeugen.

Für den Wert­erhalt von Elektro­fahrzeugen ist insbesondere der Zustand der Batterie entscheidend. Dieser wird anhand sogenannter „State of Health“-Zertifikate und dem daraus resul­tierenden SOH-Wert gemessen. Er beein­flusst nicht nur die Restwert­berechnung, sondern bildet auch die Basis für passgenaue Versicherungs­lösungen im Fuhrpark.

In der Gesamt­kalkulation müssen zudem versteckte Kosten einbezogen und den Einsparungen gegen­über­gestellt werden, beispiels­weise für die Wartung der Lade­infra­struktur. Transparente Kosten­strukturen unter­stützen Fuhrpark­verantwortliche dabei, die passenden Mobilitäts­optionen zu wählen und Einspar­potenziale früh­zeitig zu erkennen.

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Der Ausbau der Lade­infra­struktur zählt zu den wesent­lichen Heraus­forderungen im nach­haltigen Flotten­management. Dabei stehen ins­besondere flexible Lade­möglich­keiten im Vorder­grund – sowohl am Unter­nehmens­standort als auch am Wohnort der Mit­arbeitenden (Home-Charging).

Beim Home-Charging sind trans­parente Abrechnungs­modelle sowie steuer­liche Rahmen­bedingungen zu berück­sichtigen. Eine zusätz­liche Absicherung für Wallboxen oder fest installierte Lade­punkte kann helfen, poten­zielle Risiken zu minimieren. Am Firmen­standort trägt ein intelligentes Last­management dazu bei, Strom­kosten zu optimieren.

Die Einbindung von Photo­voltaik­anlagen ermög­licht weitere Einsparungen bei Kosten und CO₂. Gleich­zeitig gewinnt der Brand­schutz, vor allem in Tief­garagen und gewerb­lich genutzten Lade­bereichen, zunehmend an Bedeutung und erfordert klar definierte Richt­linien sowie geeignete Sicher­heits­konzepte. Versicherungs­lösungen, die Schäden an Personen und Sachwerten im Zusammen­hang mit Lade­vorgängen abdecken, sind daher ein wichtiger Bestand­teil eines zuver­lässigen Risiko­managements.

Eine nach­haltige Flotten­versicherung geht über den reinen Versicherungs­schutz hinaus und fungiert als Impuls­geber für die öko­logische Trans­formation. Zeitgemäße innovative Lösungen integrieren die Nutzung von intelligenten Dashcam-Systemen. Durch gezieltes Fahrercoaching soll unaufmerksames und riskantes Fahren vermieden werden. Ziel ist die deutliche Reduktion von Unfällen, welche perspektivisch zu einer positiven Schadenbilanz und damit auch zu einer Senkung der Versicherungsprämie führen kann.

Darüber hinaus umfassen spezielle Deckungs­konzepte für Elektro­fahrzeuge auch den Akku im Sinne einer Allgefahren­deckung sowie Schäden an unter­nehmens­eigener Lade­infra­struktur und mögliche Cyber­risiken. Für Elektro- und Hybrid­fahrzeuge bein­halten moderne Versicherungs­policen zudem Leistungen wie:

  • Pannenhilfe bei leerer Batterie
  • Absicherung von Ladekabeln und Wallboxen
  • Prämien beim Umstieg auf voll­elektrische Modelle
  • Ergänzende Services rund um den Handel mit THG-Quoten

Ein weiterer Bestandteil dieses nach­haltigen Ansatzes ist ein fort­schritt­liches Schaden­management, unter anderem durch:

  • Schadenprävention
  • Digitale Prozesse in der Schaden­bearbeitung
  • Virtuelle Begut­achtungen
  • Umweltschonende Instandsetzungsmethoden („Reparatur statt Replace“)

Maßnahmen wie diese tragen dazu bei, die Umwelt­bilanz Ihres Unter­nehmens-Fuhrparks deutlich zu verbessern.

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