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Allianz - Vorsorgevollmacht

Vorsorgevollmacht

Bereit für den Ernstfall

Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmen Sie, wer für Sie handelt, wenn Sie selbst Entscheidungen nicht mehr eigenverantwortlich treffen können. Das hat Vorteile, doch es gibt einiges dabei zu beachten.


Vorsorgevollmacht und Betreuung

Eine Situation, in der Sie nicht mehr handlungs- bzw. geschäftsfähig sind, kann - unabhängig vom Alter - ganz plötzlich eintreten. Dann brauchen Sie einen gesetzlichen Vertreter. Für diesen Fall können Sie schon im Voraus eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens mit einer Vorsorgevollmacht ausstatten und festlegen, wofür diese gelten soll.

Eine von Ihnen bevollmächtigte Person kann sofort an Ihrer Stelle handeln, z. B. bei Bankgeschäften, in Behörden- und Versicherungsangelegenheiten oder bei der Entscheidung, wo und von wem Sie gepflegt werden sollen. Der Betreffende hat damit also die Möglichkeit, Ihre Angelegenheiten nach Ihren Vorstellungen schnell und meist auch unbürokratisch zu regeln.


Betreuung

Liegt keine Vorsorgevollmacht vor, kommt ein gerichtliches Betreuungsverfahren in Gang, das erst einmal Zeit kostet: Am Ende legt das Gericht fest, wer Sie als Betreuer in welchem Aufgabenbereich gesetzlich vertritt. Haben Sie Ihre diesbezüglichen Wünsche zuvor in einer Betreuungsverfügung festgehalten, kommt das Gericht Ihren Wünschen in der Regel, aber nicht zwingend, nach.

Anders als ein Vorsorgebevollmächtigter wird ein Betreuer vom Gericht überwacht und muss sich einige Rechtsgeschäfte, wie z. B. die Kündigung eines Mietvertrags, auch erst von diesem genehmigen lassen.


Tipps zur Wahl von Bevollmächtigten und zur Vollmachts-Ausgestaltung

Mit einer Vorsorgevollmacht geben Sie weitreichende Befugnisse ab. Überlegen Sie daher im Vorfeld gut, wer und wie im Ernstfall für sie agieren soll. Einige Anregungen in Anlehnung an die Broschüre Betreuungsrecht des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherfragen:

  • Jemanden zu bevollmächtigen ist nur sinnvoll, wenn man volles Vertrauen zu ihm hat und wenn der Betreffende seinerseits bereit ist, diese Verantwortung zu übernehmen.
  • Da Ihr Wunsch-Bevollmächtigter im Ernstfall ausfallen kann, ist es ggf. empfehlenswert, noch eine Ersatz-Person auszuwählen.
  • Wenn Sie mehrere Personen bevollmächtigen: Soll jeder ein eigenes Aufgabengebiet übernehmen oder jeder für alles zuständig sein? Dürfen Sie nur alle gemeinsam vertreten - was eine gewisse Kontrolle darstellt, bei Uneinigkeit aber die Handlungsfähigkeit blockiert – oder soll jeder für sich alleine handeln dürfen?
  • Soll Ihre Vorsorgevollmacht nur einige oder sämtliche Entscheidungsbereiche abdecken? Benennen Sie diese ausdrücklich, um Klarheit zu schaffen und auch bestimmte Fälle abzudecken, für die konkrete Vollmachten erforderlich sind: z. B. die Einwilligung in eine Organspende oder in einen lebensgefährlichen medizinischen Eingriff (grundsätzlich gemeinsam mit dem Arzt).
  • Bei Entscheidungen über Ihre medizinische Behandlung bzw. deren Unterlassung in bestimmten Situationen müssen Ärzte und Bevollmächtigte sich an Ihrem mutmaßlichen Willen orientieren. Denken Sie deshalb auch an eine gesonderte, möglichst detaillierte Patientenverfügung.
  • Eine Vorsorgevollmacht ist im Grunde nur sinnvoll, wenn sie nach außen sofortige Gültigkeit hat. Einschränkende Bedingungen wie „wenn ich einmal nicht mehr selbst handeln kann…“ machen im Ernstfall aktuelle ärztliche bzw. gutachterliche Nachweise nötig und behindern schnelles, unkompliziertes Handeln.
  • Eine Vollmacht über den Tod hinaus erlaubt dem Bevollmächtigten, auch Ihre Nachlassangelegenheiten zu regeln, z. B. Verträge zu kündigen. Andernfalls können Ihre Erben erst mit Aushändigung des Erbscheins tätig werden.
  • Einschränkungen und genaue Anweisungen, wie und ab wann der Bevollmächtige für Sie handeln soll, vereinbaren Sie im Innenverhältnis - also direkt mit ihm und außerhalb der Vollmacht. Konkrete Regelungen in Schriftform sind auch für den Streitfall für beide Vertragspartner wichtig.
  • Um einem Missbrauch der Vollmacht vorzubeugen, ist es auch möglich, einen Kontrollbevollmächtigten einzusetzen. Dieser hat die Aufgabe, den Hauptbevollmächtigten zu überwachen.


Welche formalen Ansprüche muss die Vollmacht erfüllen?

Eine Vorsorgevollmacht können Sie theoretisch mündlich erteilen. Sie ist aber nur in schriftlicher Form und versehen mit Datum, Ort und eigenhändiger Unterschrift sinnvoll. Eine Bevollmächtigung für Bankgeschäfte sollten Sie, falls überhaupt gewünscht, zusätzlich bei Ihrer Bank oder Sparkasse auf deren Formular ausstellen.

Allianz - Beglaubigung


Beglaubigung und Beurkundung

Damit die Echtheit der Unterschrift unter einer Vorsorgevollmacht später nicht in Frage gestellt wird, bietet sich eine öffentliche Beglaubigung an. Bei einer notariellen Beurkundung werden zusätzlich die Echtheit des Vollmachtinhalts und die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtausstellers zu diesem Zeitpunkt festgestellt.

Zwingend erforderlich ist eine Beglaubigung z. B. dann, wenn der Bevollmächtigte einen Reisepass oder Personalausweis für Sie beantragen oder gegenüber dem Grundbuchamt Erklärungen abgeben dürfen soll. Möchten Sie erlauben, dass Ihr Bevollmächtigter für Sie ein Verbraucherdarlehen aufnehmen darf, ist die notarielle Beurkundung der Vollmacht notwendig. Im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften wird sie zumindest empfohlen.


Aufbewahrung und Widerruf von Vorsorgevollmachten

Die Vollmachtsurkunde muss im Ernstfall schnell verfügbar sein und im Original vorgelegt werden. Bewahren Sie sie darum bei sich an einem leicht zugänglichen Ort (z. B. Ordner) auf und informieren Sie den Bevollmächtigten davon oder überlassen Sie ihm die Urkunde direkt und behalten Sie eine Kopie.

Denkbar ist auch, die Vollmacht bei einem Dritten (z. B. Hausarzt, Rechtsanwalt) treuhänderisch zu lagern, der sie dem Bevollmächtigten erst im Bedarfsfall unter abgesprochenen Bedingungen aushändigt.


Registrierung

Auch sinnvoll: einen Hinweis auf den Bevollmächtigten bei sich tragen, z. B. im Portemonnaie. Ggf. lassen Sie Vollmacht und Bevollmächtigten beim zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registrieren: Sollte jemand ein Betreuungsverfahren anregen, fragt das Betreuungsgericht hier routinemäßig nach.


Widerruf

Möchten Sie die Vollmacht widerrufen oder ändern, fordern Sie alle ausgehändigten Urkunden zurück. Informieren Sie die Bank, und ändern bzw. löschen Sie die Eintragung beim Vorsorgeregister.


Wer berät zu einer Vorsorgevollmacht?

Bei allen Fragen zu Vorsorgevollmachten und wie Sie diese am besten abfassen, helfen Anwälte und Notare, aber auch sogenannte Betreuungsvereine. Letztere stehen übrigens ebenfalls bevollmächtigten Personen zur Seite, die Rat bei der Umsetzung brauchen.

Tipp: Im Plus-Baustein der Allianz Rechtsschutzversicherung sind Beratung und die Erstellung einer Vorsorgevollmacht, einer Betreuungsverfügung und einer Patientenverfügung eingeschlossen. Auf Wunsch werden auch die Beurkundung und Archivierung der Dokumente übernommen. Und sollte es dennoch später zu juristischen Auseinandersetzungen in Zusammenhang mit diesen Vollmachten bzw. Verfügungen kommen, können Sie auf die Leistungen des Allianz Privat-Rechtschutzes vertrauen.

Sich rechtzeitig mit einer Lebensphase auseinanderzusetzen, in der man auf fremde Hilfe angewiesen sein könnte, ist sinnvoll. Dazu gehört auch das Tema Pflege mit seinen verschiedenen Aspekten.

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