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Allianz - Passworttipps

Wussten Sie schon, wie schnell ein sechsstelliges Passwort geknackt ist?

Um ein sechsstelliges Passwort aus Klein- oder Großbuchstaben zu knacken, brauchen Hacker nicht einmal neun Sekunden. Deshalb muss man es ihnen deutlich schwerer machen. Wir verraten Ihnen ein paar Tricks, wie Sie sichere Passwörter erstellen und verwalten können.

Die Zahlenfolge „123456“ und das Substantiv „Passwort“ sind angeblich die am häufigsten genutzten Zugangsdaten für Online-Accounts. Damit haben Hacker natürlich leichtes Spiel. Doch auch andere beliebte Codes, die im Internet kursieren, oder Begriffe aus dem Wörterbuch sind mit der passenden Software schnell geknackt. Brute-force-Attacken mit großen Rechnerleistungen probieren darüber hinaus alle möglichen Zeichenkombinationen durch. Solchen Angriffen halten insbesondere kurze Passwörter nicht lange stand.


Sichere Zeichenfolgen festlegen

Starke Passwörter bestehen aus mindestens acht Zeichen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schlägt sogar einen zwölfstelligen Code vor. Gängige Wörter und Namen, das Geburtsdatum, Reihenfolgen im Alphabet bzw. von Zahlen oder auch Symbole, die auf der Tastatur nebeneinanderliegen, unbedingt meiden! Stattdessen sollten Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern sowie Sonderzeichen möglichst abwechslungsreich miteinander kombiniert werden.


Einheitliche Zugangsdaten meiden

Auch wenn es Mühe macht: Um Ihre diversen Online-Konten zuverlässig zu schützen, sollten Sie für jeden Dienst ein eigenes Passwort festlegen. Denn wer immer denselben Code nutzt, stellt Hackern einen Generalschlüssel zur Verfügung, der ihnen Tür und Tor öffnet. Laut einer repräsentativen Umfrage vom Mai 2014 verhalten sich in diesem Punkt mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer sehr leichtsinnig.

Allianz - Nutzen Sie unterschiedliche Passwörter für unterschiedliche Dienste?


Passwörter mehrmals wechseln

Experten raten nicht nur zu unterschiedlichen Passwörtern, sondern auch dazu, diese regelmäßig zu ändern: Codes für wichtige Anwendungen, etwa E-Mail-Postfächer, Online-Shops oder Konten bei Sozialen Medien, sollten alle drei bis vier Monate ausgetauscht werden. Für selten genutzte Zugangsdaten wird mindestens ein jährlicher Wechsel empfohlen.

Wie entwickelt man ein gutes Passwort?

Um Zeichenfolgen festzulegen, die sicher und trotzdem gut zu merken sind, gibt es verschiedene Methoden. Hier eine kleine Auswahl:

  1. Einen Satz bilden
    Formulieren Sie selbst einen langen Satz, der möglichst nicht in einem Buch vorkommt oder allgemein bekannt ist. Notieren Sie sich nun von jedem Wort einen bestimmten Buchstaben:  Wählen Sie beispielsweise immer den ersten, dann besteht Ihre Zeichenfolge bereits aus Groß- und Kleinbuchstaben. Nun ergänzen Sie ihn um Zahlen und Sonderzeichen. Damit Sie sich Ihre Auswahl besser merken können, nutzen Sie einen Trick: Ersetzen Sie Buchstaben durch ähnlich aussehende Zahlen und verwenden Sie Sonderzeichen, die im Satzzusammenhang Sinn machen.
    Beispielsatz: Der Hund von nebenan bellt immer, wenn der Briefträger kommt.
    Ersetzen Sie nun etwa den Buchstaben „i“ durch eine 1 und das „B“ durch eine 8, und ergänzen Sie die Satzzeichen, so erhalten Sie DHvnb1,wd8k.
  2. Wörter verknüpfen
    Suchen Sie sich zwei bis drei Begriffe oder Namen, die Sie miteinander in Verbindung bringen. Verwenden Sie von jedem Begriff eine bestimmte Menge Buchstaben, etwa am Wortanfang oder- ende. Ergänzen Sie passende Sonderzeichen und nutzen Sie dabei auch die Leertaste.
    Beispiel: Goethe und Schiller in Weimar wird zu Ge.+Sr. inWr!  
  3. Mehrsprachige Collage
    Die Leibnitz Universität Hannover schlägt ihren Studierenden vor, ein Wort aus einer natürlichen Sprache in eine oder zwei andere Sprachen zu übersetzen. Aus allen Begriffen entnimmt man dann bestimmte Buchstaben und verbindet sie mit Ziffern und Sonderzeichen. Zur Erhöhung der Sicherheit zusätzlich Groß- und Kleinbuchstaben verwenden!
    Beispiel: Pferd, Horse, Cheval wird verbunden zu P:rs$val

Zugangscodes richtig verwalten

Will man sich mehrere Passwörter merken, braucht man dafür ein System. Am einfachsten ist es, wie beschrieben ein gutes (Master-) Passwort zu entwickeln und es dann für jeden Dienst um eine individuelle Kennung zu ergänzen. Das dürfen natürlich keine naheliegenden Namen, Buchstaben oder Ziffern sein, sondern möglichst variantenreiche Kürzel. Diese Anhängsel können Sie sich auf einem Papier notieren, Ihr Masterpasswort schreiben Sie auf einen separaten Zettel.


Nie unverschlüsselt speichern

Auch wenn man Zugangscodes am besten nur im Kopf hat: Sie schriftlich zu notieren und sicher aufzubewahren ist allemal besser, als Passwörter unverschlüsselt auf dem PC abzulegen. Experten raten sogar von der Möglichkeit ab, Zugangsdaten vom Browser automatisch speichern zu lassen. Wer diese Funktion trotzdem nutzen möchte, sollte den Datenzugriff auf jeden Fall mit einem Masterpasswort schützen.


Passwort-Safe nutzen

Um bei vielen Onlinekonten den Überblick zu behalten, empfiehlt das BSI einen Passwort-Safe, zum Beispiel die kostenfreie Software keepass. Solche Verwaltungsprogramme speichern die Zugangsdaten verschlüsselt ab und können außerdem starke Passwörter generieren. Das Masterpasswort für Ihren Safe dürfen Sie allerdings nicht vergessen, sonst wird der Zugriff verweigert.

Passwort geknackt: Was tun?

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass Sie das Opfer von Hackern werden.
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Konto geentert wurde, müssen Sie handeln.

Spätestens, wenn Ihnen ein materieller Schaden entstanden ist, sollten Sie bei der Polizei Strafanzeige gegen unbekannt stellen. Allerdings können Sie erst auf Schadenersatz klagen, wenn der Täter ermittelt und verurteilt ist. Ob das dann überhaupt sinnvoll ist, klären Sie am besten mit einem Anwalt. Mit einer privaten Rechtsschutzversicherung sind Sie dafür gut gerüstet, denn sie übernimmt die Kosten für die Beratung und Vertretung sowie mögliche Gerichtskosten für die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen.

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