Umtausch nach Weihnachten

Wohin mit den ungewollten Geschenken?

Umtausch nach Weihnachten

(26.12.2019) Alle Jahre wieder liegen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum, die nach dem Auspacken doch nicht gefallen. Der Umtausch des ungeliebten Präsents ist da ein naheliegender Gedanke. Doch nicht jedes Geschenk kann ohne Weiteres umgetauscht werden. Um einen Umtausch zu verhindern, greifen viele auf einen Gutschein als Geschenk zurück. Schließlich kann sich der Beschenkte so das kaufen, was er wirklich möchte. Aber wie lange sind diese Gutscheine gültig?

Gültigkeit von Gutscheinen

Jahr für Jahr finden immer mehr Gutscheine ihren Weg unter den Weihnachtsbaum. Gerät der Gutschein dann in Vergessenheit, stellt sich spätestens bei der Wiederentdeckung die Frage, ob der Gutschein noch gültig ist.

Grundsätzlich verjähren Gutscheine – wie jeder andere zivilrechtliche Anspruch auch – nach drei Jahren. Gerechnet wird dabei ab Ende des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde. Händler dürfen auch kürzere Fristen festlegen, müssen sich dann aber an bestimmte Regeln halten. Eine Verkürzung der Laufzeit ist vor allem bei Gutscheinen für Dienstleistungen der Fall. Ein Gutschein für einen Friseurbesuch kann also beispielsweise weniger als drei Jahre gültig sein, weil davon auszugehen ist, dass die Kosten für Strom, Personal etc. mit der Zeit steigen. Eine Frist von unter einem Jahr ist dennoch unzulässig, es sei denn, der Gutschein ist für eine bestimmte Veranstaltung an einem bestimmten Tag.

Recht auf Umtausch beim Onlinekauf

Ein Recht auf Umtausch gibt es an und für sich nicht. Jedenfalls nicht beim Händler vor Ort – nimmt der Verkäufer die Ware trotzdem zurück, dann aus reiner Kulanz. Deshalb besteht für ihn auch keine Verpflichtung Bargeld auszuhändigen. Er kann stattdessen zum Beispiel einen Gutschein ausstellen.

Wenn das Geschenk online gekauft wurde, haben Sie ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Diese zweiwöchige Frist beginnt nach Erhalt der Ware. Es gibt allerdings Waren, die auch beim Onlinekauf vom Umtausch ausgeschlossen sind. So zum Beispiel bei CDs oder DVDs, deren Versiegelung geöffnet wurde. Auch Spezialanfertigungen können nicht umgetauscht werden.  

Gut zu wissen: Bei mangelhaften oder beschädigten Geschenken ist der Verkäufer – egal ob im Einzelhandel oder bei Online-Bestellungen – bis zu zwei Jahren nach dem Verkauf gesetzlich verpflichtet, die Ware zu ersetzen oder nachzubessern. Einen Kassenbon brauchen Sie für die Reklamation nicht unbedingt. Sie müssen lediglich beweisen, wann Sie die Ware wo gekauft haben. Dafür reicht zum Beispiel ein Kontoauszug, wenn Sie mit Karte bezahlt haben, oder ein Zeuge, der beim Ladenkauf anwesend war.

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