Vermieten über Airbnb

Bei unerlaubter Vermietung drohen hohe Bußgelder

(04.09.2019) Immobilien sind seit jeher beliebte Geldanlagen. Doch immer mehr Vermieter entscheiden sich bewusst gegen die langfristige Vermietung und stellen leerstehende Wohnungen und Zimmer stattdessen auf Portalen wie Airbnb ein.

Zwar ist die kurzfristige Vermietung an Touristen in der Regel mit mehr Aufwand verbunden, doch winken gerade in Großstädten deutlich höhere Einnahmen. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Empirica zeigte beispielsweise, dass die Vermietung über Airbnb etwa dreimal so lukrativ ist wie eine gängige Langzeitvermietung. Aufgrund des grassierenden Wohnraummangels ist Airbnb vielen Städten jedoch ein Dorn im Auge: Zweckentfremdungsverbote und hohe Bußgelder sollen Abhilfe schaffen.

Frankfurter Vermieterin muss 6.000 Euro zahlen

Gemäß des Hessischen Wohnungsaufsichtsgesetzes ist die vorrübergehende Vermietung an Touristen nur mit Genehmigung erlaubt. Eine Vermieterin aus Frankfurt bat wiederholt um die Zulassung. Als diese jedoch ausblieb, bot sie ihre Wohnung dennoch auf Airbnb zur Miete an. Die Stadt forderte daher ein Bußgeld in Höhe von 6.000 Euro. Daraufhin zog die Vermieterin vor Gericht – ohne Erfolg. Das Oberlandesgericht Frankfurt erklärte die Geldstrafe für zulässig.

Woher weiß ich, ob ich über Airbnb vermieten darf?

Wenn auch Sie überlegen, Ihre Wohnung über Airbnb an Touristen zu vermieten, sollten Sie zunächst in Erfahrung bringen, ob für die entsprechende Stadt oder Gemeinde ein Zweckentfremdungsverbot gilt. Meist brauchen Sie dann eine Genehmigung, wenn Sie Ihre Wohnung für mehr als acht Wochen pro Jahr an Touristen vermieten möchten. Dies ist beispielsweise in Hamburg und München der Fall. In Berlin ist die Vermietung an Touristen immer genehmigungspflichtig. Zusätzlich benötigen Sie dort – ebenso wie in Hamburg – eine Registrierungsnummer für Ihre Wohnung. Wenden Sie sich hierzu an das zuständige Bezirksamt.

Keine Genehmigung brauchen Sie in der Regel, wenn Sie nur Teile der Wohnung an Touristen vermieten. Haben Sie beispielsweise ein leerstehendes Zimmer, ist die Vermietung meist problemlos möglich. Achten Sie aber darauf, nicht mehr als die Hälfte der Gesamtwohnfläche zu vermieten. Auch bei dieser Teilvermietung ist in einigen Fällen eine Registrierungsnummer nötig, so etwa in Berlin.

Airbnb muss keine Vermieterdaten herausgeben

Um unerlaubten Vermietungen auf die Spur zu gehen, führen viele Städte Stichproben durch. So untersuchte ein Münchner Sonderermittlungsteam im Jahr 2017 beispielsweise 21.000 Wohnungen und stellte dabei Bußgeldbescheide in Höhe von insgesamt 851.110 Euro aus.

Die Stadt München zog im Kampf gegen Airbnb sogar vor Gericht und forderte die pauschale Herausgabe von Vermieterdaten. Vor dem Verwaltungsgericht München bekam die Stadt zunächst Recht, doch stellte sich der Bayerische Verwaltungsgerichtshof schließlich auf die Seite von Airbnb. Das Online-Portal kann nicht dazu verpflichtet werden, Vermieterdaten herauszugeben. Lediglich in Einzelfällen muss Airbnb der Stadt Auskunft erteilen.

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