Das ändert sich für Auto- und Radfahrer

Feb 20, 2020

Am 14. Februar hat der Bundesrat der Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) zugestimmt, die der Bundesverkehrsminister im Herbst 2019 vorgelegt hatte und die schnell in Kraft treten soll. Diese sieht neben hohen Bußgeldern für Falschparker auch höhere Strafen für Raser vor. Das hitzig diskutierte Tempolimit 130 kommt unterdessen nicht.

Zu schnell fahren wird teuer

Auch wenn das Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen keine mehrheitliche Zustimmung im Bundesrat fand, müssen Sie künftig mit höheren Strafen rechnen, wenn Sie zu schnell fahren. Zwar bleiben die Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen gleich, doch droht Ihnen schon ab einer einmaligen Überschreitung von 21 km/h innerhalb von geschlossenen Ortschaften ein einmonatiges Fahrverbot. Bisher mussten Temposünder erst dann mit einem Fahrverbot rechnen, wenn sie innerorts innerhalb von zwölf Monaten wiederholt mehr als 26 km/h zu schnell gefahren sind.

Höhere Bußgelder für „Falschparker“

Falschparken wird künftig teurer, vor allem das Parken auf Geh- und Radwegen oder Halten und Parken in zweiter Reihe. Kostete das bisher nur etwa 15 Euro Strafe, könnte Sie das zukünftig bis zu 100 Euro Bußgeld kosten. Noch teurer wird es, wenn Sie durch das unerlaubte Parken andere Verkehrsteilnehmer behindern oder gefährden oder Sie länger als eine Stunde auf einem Geh- oder Radweg parken. Für solche Vergehen kann künftig ein Punkt im Fahreignungsregister verhängt werden.

Parken Sie unerlaubt auf einem Schwerbehindertenparkplatz, an einer unübersichtlichen Kurve oder unberechtigt auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge, müssen Sie auch hier mit deutlich höheren Bußgeldern als bisher rechnen.

Mehr Sicherheit für Fahrradfahrer

Gute Nachrichten für Fahrradfahrer und Fußgänger. Autofahrer müssen künftig einen höheren Mindestabstand einhalten, wenn sie Radfahrer, Fußgänger oder E-Scooter überholen: Innerorts mindestens 1,5 Meter Abstand und außerorts mindestens 2 Meter. An besonders engen Stellen wird Überholverbot verhängt. Dafür gibt es sogar das neue Verkehrszeichen „Überholverbot von Zweirädern“. Für Kraftfahrzeuge ab 3,6 Tonnen gilt künftig außerdem Schrittgeschwindigkeit beim Rechtsabbiegen innerhalb geschlossener Ortschaften.

Um Radfahrer im Straßenverkehr weiter zu stärken, könnte es außerdem bald eigene Verkehrszeichen geben. So könnten Sie als Fahrradfahrer beispielsweise an einer roten Ampel rechts abbiegen, wenn ein entsprechender Grünpfeil für Radfahrer vorhanden ist oder sich über spezielle Fahrradzonen freuen, in denen Autos höchstens Tempo 30 fahren dürfen.

Behinderung von Rettungsfahrzeugen wird strenger sanktioniert

Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, fordert der Bundesrat außerdem Anpassungen bei Bußgeldregelungen, die Rettungsgassen und Behinderung von Rettungsfahrzeugen betreffen. Sie sollten demnach keinesfalls unerlaubt eine Rettungsgasse benutzen, um an einem Stau vorbei zu kommen. Hier könnten Bußgelder in Höhe von bis zu 320 Euro fällig werden ebenso wie ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Auch wenn Sie keine Rettungsgasse bilden, müssen Sie künftig mit einem einmonatigen Fahrverbot zuzüglich zu einem Bußgeld und zwei Punkten rechnen.

Gut zu wissen: Wer sich bei den höheren Strafen nun über seine Blitzer-App freut, die Radarfallen rechtzeitig anzeigt, der wird enttäuscht. Die Verwendung von Apps auf Smartphones oder Navis, die auf Blitzer aufmerksam machen, wird in der neuen Straßenverkehrsordnung ausdrücklich verboten. Wer sich nicht daran hält kassiert einen Punkt in Flensburg und zahlt 75 Euro.

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