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Corona bedingte Reisestornierungen

Reisegutscheine mit staatlicher Garantie

(06.08.2020) Der Tourismus ist eine der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Branchen. Lange wurde darüber diskutiert, ob Kunden bei ausgefallenen Reisen auf ihre Rückerstattung verzichten und stattdessen Gutscheine akzeptieren müssten. Die Verluste der Reiseveranstalter sollten so im Rahmen gehalten werden. Da diese Regelung jedoch nicht mit den EU-Reiserichtlinien vereinbar ist, war sie so einfach nicht umzusetzen. Vergangene Woche wurde schließlich ein Kompromiss gefunden: Dank staatlicher Beihilfen der Bundesregierung können Reiseveranstalter nun gesicherte Gutscheine ausgeben. Die EU-Kommission gab bereits grünes Licht.

Um Gutscheine attraktiver zu machen, springt die Bundesregierung mit staatlichen Beihilfen in Höhe 840 Millionen Euro ein. Das Geld dient als Absicherung im Falle einer Insolvenz des Reiseveranstalters. 

Gutscheinlösung mit Insolvenzabsicherung

Die Gutscheinlösung gilt aktuell bei stornierten Pauschalreisen, die vor dem 8. März 2020 gebucht wurden. Statt einer Rückerstattung können Reiseveranstalter ihren Kunden zunächst einen Gutschein anbieten, der bis Ende 2021 eingelöst werden kann. Wenn die Kunden den Gutschein bis zu diesem Zeitpunkt nicht nutzen, muss der Reiseveranstalter ihnen den vollen Reisepreis zurückerstatten. Hat dieser bis dahin Insolvenz angemeldet, springt die Bundesregierung ein. Ihr Geld erhalten Reisende so in jedem Fall zurück – nur der Zeitpunkt der Rückerstattung verschiebt sich nach hinten.

Wichtig ist, dass die Gutscheinlösung das Recht auf Entschädigung nicht beschneidet. Reisende sind nicht verpflichtet, sich auf einen Gutschein einlassen und können auch direkt die Erstattung des Reisepreises einfordern.

Gutscheine im Wert von 1,5 Milliarden Euro

Die EU-Kommission, die die Regelung für angemessen hält und entsprechend genehmigt hat, geht davon aus, dass die annullierten Pauschalreisen zum Stand Ende April einem Wert von insgesamt sechs Milliarden Euro entsprachen. Allerdings hätten die meisten Urlauber bereits eine Entschädigung bekommen oder eine Ersatzbuchung akzeptiert. Schätzungen zufolge gehe es noch um gesicherte Gutscheine im Wert von 1,5 Milliarden Euro.

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