Mädchen mit fester Zahnspange trägt lächelnd ein Skateboard auf der Schulter
Wann ist sie notwendig?

Zahnspange für Kinder und Jugendliche

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Zahnkorrekturen bei Kindern und Teenagern
  • Ihr Nachwuchs hat eine Zahn- oder Kieferfehlstellung? Je nach Schweregrad kann eine Behandlung durch eine Zahnspange notwendig werden.
  • Wie lange Ihr Kind eine Zahnspange tragen muss, hängt vom Individualfall ab. In der Regel dauert die Behandlung zwischen einem und drei Jahren.
  • Die Kosten für Zahnspangen für Kinder liegen je nach Art und Modell bei 1.000 bis 6.500 Euro. Beim ersten Kind übernimmt die gesetzliche Kranken­versicherung 80 Prozent, ab dem zweiten Kind 90 Prozent der Kosten. Den Restbetrag (Eigenanteil) zahlen die Eltern.
  • Bei erfolgreichem Abschluss der Zahn­spangen-Therapie erhalten Sie den vorgestreckten Eigen­anteil zurückerstattet.
  • Häufig fallen bei einer kieferorthopädischen Behandlung Zusatzleistungen an, die nicht im Versicherungsumfang der GKV enthalten sind. Eine private Zahnzusatzversicherung kann hier Kostenlücken schließen.
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Erklärung und Funktion

Zahnspangen für Kinder sind kieferorthopädische Geräte (Apparaturen), die kieferorthopädische Maßnahmen bewirken. Sie korrigieren Zahn- und Kieferfehlstellungen, die medizinische Probleme verursachen oder die Kau- und Bissleistung beeinträchtigen. Auch Probleme wie schiefe Frontzähne lassen sich mit einer Zahnspange therapieren. Bei kieferorthopädischen Maßnahmen von Kindern und Jugendlichen steht jedoch nicht die Optik im Vordergrund - sondern das korrekt funktionierende Gebiss des Heranwachsenden.

Es gibt festsitzende und herausnehmbare Zahnspangen. Sie bestehen aus Materialien wie Kunststoff, Keramik, Stahl oder Titan. Im Zuge der Behandlung nimmt der Kieferorthopäde Abdrücke von Oberkiefer und Unterkiefer Ihres Kindes und lässt eine individuelle Zahnspange im Dentallabor fertigen. In der Zahnmedizin spricht man bei der Korrekturmaßnahme auch von Zahnregulierung.

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Zahnspange Überbiss, Vorbiss, Engstand & Co.
Jungs und ein Mädchen mit fester Zahnspange tollen lachend auf Wiese herum

Zahnfehlstellungen können die Gesundheit Ihres Kindes beein­träch­tigen: Ver­spann­ungen, Nackenschmerzen oder allgemeines Unwohlsein stehen häufig in direktem Zusammenhang mit kieferorthopädischen Problemen.

In der Regel ist eine Zahnspange für Ihr Kind notwendig, wenn das Gebiss einen Engstand von benachbarten Zähnen aufweist, oder es größere Lücken zwischen einzelnen Zähnen gibt. Dasselbe gilt bei KreuzbissVorbiss und Überbiss. Die Frage, ab welchem Alter eine Zahnspange bei Ihrem Kind empfehlenswert ist, beantwortet der behandelnde Kieferorthopäde.

Schiefe Zähne bei Ihren Jüngsten sollten Sie nicht leichthin als optischen Makel abtun, der sich gegebenenfalls verwächst. Meist überweist der Zahnarzt Ihr Kind bei erkennbaren Fehlstellungen der bleibenden Zähne direkt zu einem Kiefer­ortho­päden.

Kieferorthopädische Indikations­gruppe entscheidet

Der Kieferorthopäde unterscheidet je nach Schweregrad der Fehlstellung in fünf kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG). Diese Eingruppierung ist entscheidend für die Finanzierung der Zahnspange durch die die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre:

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Indikationsgruppe Schweregrad Behandlungsgrund Kostenerstattung durch GKV
KIG I Leichte Fehlstellungen Behandlung aus ästhetischen Gründen nein
KIG II Geringe Fehlstellungen Behandlung aus medizinischen Gründen nein
KIG III Ausgeprägte Fehlstellungen (z.B. distale Bisslagen bei Schneidezähnen, tiefer Biss, beidseitiger Kreuzbiss, Zahnengstand)  Behandlung medizinisch notwendig 80 % beim ersten Kind, 90 % beim zweiten Kind
KIG IV Ausgeprägte, dringend zu behandelnde Fehlstellungen (z.B. mesiale Bisslagen, offener Biss durch schlechte Angewohnheiten wie Nuckeln) Behandlung medizinisch notwendig 80 % beim ersten Kind, 90 % beim zweiten Kind
KIG V Extrem ausgeprägte Fehlstellungen (z.B. Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, verlagerte Zähne, angeborener offener Biss) Behandlung medizinisch notwendig 80 % beim ersten Kind, 90 % beim zweiten Kind
Illustration Info: Gut zu wissen
Gut zu wissen
Illustration Info: Gut zu wissen

Die Zahnspangen-Behandlung hängt vom Schweregrad der Zahnfehlstellung ab. Je nach Indikationsgruppe und Einzelfall setzen Kiefer­ortho­päden bei Jugendlichen beispielsweise oft eine einjährige bis dreijährige Therapie an. Ist zusätzlich ein chirurgischer Eingriff erforderlich, können es auch fünf oder mehr Jahre sein. Weist schon das Milchgebiss starke Fehlstellungen auf, kann die Behandlung mitunter bis zu zehn Jahre dauern.

Neben dem eigentlichen Einsatz von Zahnspangen sind regelmäßige Kontroll­termine Bestandteil der kieferorthopädischen Behandlung. Etwa alle fünf bis acht Wochen stellt der Arzt die Spange nach und kontrolliert den Thera­pie­verlauf.

Auf die aktive Behandlungsphase folgt die sogenannte Retentionsphase. Da sich der Kiefer ein Leben lang verändert, bringt der Kieferorthopäde nach dem Einsatz der Zahnspange dünne Drähte an der Innen­seite der Zähne an (Retainer). Alternativ können eine Aligner-Therapie oder eine heraus­nehm­bare Nacht­spange für ein bis zwei Jahre zum Einsatz kommen.

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Feste und lose Modelle
Kieferorthopäde setzt Mädchen eine herausnehmbare Zahnspange ein

Mittlerweile bietet der Markt eine große Bandbreite an Zahnspangen in verschiedensten Ausführungen. So ist für die Bedürfnisse jedes Kindes oder Teenagers das richtige Modell dabei. Welche Spange am häufigsten verwendet wird, lässt sich heutzutage nicht mehr klar sagen. Grundsätzlich entscheidet der Kieferorthopäde, welche Zahnspangen-Art bei Ihrem Kind für die Regulierung der Fehlstellung verwendet wird.

Arten von Zahnspangen im Überblick

Während Zahnspangen für kleinere Kinder oft in bunten Farben daherkommen, bevor­zugen Teenies in der Regel unauffällige Modelle. Die Ästhetik sollte dabei nie auf Kosten des medizinischen Behandlungseffekts gehen. Auch gibt es viele Sonderformen oder Sonderanfertigungen, beispielsweise transparente Spangen und Schienen.

  1. Feste Zahnspangen benötigen Kinder mit stark ausgeprägten Fehlstellungen im GebissDer Kieferorthopäde bringt dabei dünne Bänder aus Stahlblech an den Backenzähnen an und klebt Metall- oder Keramikbrackets auf die Vorder­seite der anderen Zähne. Eine weniger auffällige Alternative ist die innenliegende Lingual-Zahnspange. Bei der Lingualtechnik befestigt der Arzt die Brackets an der Zahninnenseite, sodass diese von außen nicht sichtbar sind.
  2. Lose Zahnspangen lassen sich herausnehmen und sind bei Kindern in der Wachstumsphase zu empfehlen. Die Zahnspange besteht aus einem Mittelstück aus Kunststoff, in das Klammern eingearbeitet sind. Da sie sehr eng an den Zähnen anliegt, ist eine schonende und sanfte Dehnung des Kiefers möglich.
  3. Eine Sonderform und beliebt als "unsichtbare Zahnspangen für Kinder" sind  Aligner-ZahnschienenSie sind transparent und daher besonders unauffällig. Sie ähneln damit Aufbissschienen, die nächtliches Zähneknirschen verhindern. Allerdings eignen sich diese heraus­nehmbaren Aligner nicht zur Korrektur aller Fehlstellungen. Häufig empfehlen Kiefer­ortho­päden eine Aligner-Therapie bei leichteren Korrekturen oder in der Retentionsphase.
  4. Außenspangen: Schwer korrigierbare Fehlstellungen, beispielsweise der Backenzähne, erfordern oftmals Außenspangen. Dabei werden Zahnspange und Schienen über außen­liegende Metalldrähte und Befestigungen angebracht: z. B. erfolgt bei einer Headgear-Zahnspange für Kinder die Abstützung über Gummibänder mit Befestigung an Nacken oder Kopf. Daneben können Delaire-Masken (Abstützung an Stirn und Kinn) und Kopf-Kinn-Kappen (Abstützung an Hinterkopf und Kinn) zum Einsatz kommen. Finden Sie Bilder und Details zu verschiedenen Außenspangen im Ratgeber Arten von Zahnspangen.
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Eigenleistung, Preis & Erstattung

Häufig fragen sich Eltern: Was kosten die unterschiedlichen Modelle? Was zahlt die Krankenkasse? Was zählt als Eigenleistung?

  • Je nach Behandlungsdauer, Spangenart und verwendetem Material kostet eine Zahnspange für Ihren Nachwuchs zwischen 1.000 und 6.500 Euro.
  • Transparente Aligner-Zahnschienen starten ab 3.500 Euro. Komplexe Fehlstellungen erfordern oft teure Spezialanfertigungen.
  • Bei Sonderwünschen oder in seltenen, komplizierten Fällen (etwa, wenn eine innen­lie­gende Lingual-Zahnspange gewünscht ist) kann der Preis auf bis zu 10.000 Euro steigen.
  • Nach­behand­lungen mit Retainer schlagen mit mindestens 300 Euro zu Buche.

80 Prozent Kostenübernahme durch GKV bei KIG III-V

Als Finanzierungsmaßgabe für Zahnspangen bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren dienen die fünf Schweregrade der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG)Die gesetz­liche Kranken­ver­sicherung übernimmt bei KIG III bis KIG V 80 Prozent der Kosten für die Zahnspange Ihres ersten Kindes.

Für die Zahnspangen aller weiteren Kinder zahlt die Krankenkasse 90 Prozent. Die restl­ichen 20 beziehungsweise zehn Prozent übernehmen die Eltern. Bei erfolgreichem Abschluss der Zahn­spangen-Therapie erhalten Sie den vorgestreckten Eigen­anteil zurückerstattet.

Zusatzleistungen

Zusatz­leistungen trägt die gesetz­liche Kranken­ver­sicher­ung grund­sätzlich nicht. Wünschen Sie oder Ihr Nachwuchs aus ästhetischen Gründen zum Beispiel teurere Keramik-Brackets statt Standard-Brackets aus Edelstahl, geht dies über die Kassen­leistung hinaus. Die entstehenden Mehrkosten zahlen Sie selbst.

Tipp: Bewahren Sie die Quartalsrechnungen des Kieferorthopäden im Original auf. Die Dokumente reichen Sie gemeinsam mit der Abschlussbescheinigung nach erfolgter Therapie bei der Krankenkasse ein.

Eigenanteil senken bei Zusatz­leistungen?

Mit einer Zahnzusatzversicherungen für Kinder (ZZV), die eine Erstattung für kieferorthopädische Maßnahmen beinhaltet, können Sie Kostenlücken decken. Die private Zusatzversicherung kommt für die Kosten von Zahnspangen und weiterer medizinisch notwendiger Behandlungsmaßnahmen auf, die über die Regelversorgung der GKV hinausgehen.

Ein guter Zusatztarif inklusive kiefer­ortho­pä­discher Leistungen erstattet Eltern einen Großteil der Kosten – auch bei leichteren Zahnfehlstellungen, sofern eine medizinische Notwendigkeit gegeben ist. Oft werden die Mehrkosten für Keramikbrackets jedoch auch von der privaten Zahnzusatzversicherung nicht übernommen, da für diesen rein ästhetischen Vorteil keine medizinische Notwendigkeit besteht. Darüber hinaus deckt die ZZV meist weitere zahnmedizinische Leistungen wie Fissuren­versiegel­ungen ab. 

Je nach Tarif zahlen Sie monatlich rund 14 bis 16 Euro für die ZZV Ihres Schützlings (im Allianz Tarif ZahnPrivat mit Privatpatienten-Status beim Zahnarzt sogar nur knapp 7 Euro für Kinder). Am besten ist es, den Versicherungsschutz für Kinder und Jugendliche abzuschließen, bevor es zu einer Behandlungsempfehlung durch den Zahnarzt oder Kieferorthopäden kommt.

Zu beachten:

Zahnzusatzversicherungen erstatten in der Regel nur Therapiekosten, die nach Abschluss der Versicherung anfallen. Das heißt: Hat der Kieferorthopäde bei Ihren Jüngsten bereits eine Zahnfehlstellung diagnostiziert, kommt eine nachträglich abgeschlossene ZZV nicht für die Kosten auf. Angeratene oder laufende Behandlungen übernehmen die meisten Versicherungen nicht.

Überprüfen Sie vor Abschluss der ZZV, welche Arten von Zahnkorrektur im Vertrag inkludiert sind. Auch Altersgrenzen bei Jugendlichen fallen je nach Anbieter unterschiedlich aus. Daneben setzen die meisten Versicherer individuelle Maximal­­be­träge für die Kosten­erstattung fest. Erfahren Sie im Ratgeber, worauf Sie bei einer Zahnzusatzversicherung noch achten sollten.

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Zahnkorrektur für Volljährige
Junge Frau mit braunen Locken setzt transparente Aligner-Zahnschiene in ihren Mund ein

Bei Fehlstellungen ist eine Zahnkorrektur in jedem Lebensalter zu empfehlen. Kieferorthopädische Probleme wirken sich nicht nur negativ auf das Bissverhalten aus. Oft sind sie verantwortlich für Symptome wie Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen. Eine Zahnspange kann daher selbst in fort­ge­schrittenem Alter sinnvoll sein.

Sie hatten in Ihrer Jugend eine Zahnspange und wundern sich Jahre später erneut über schiefe Zähne? Dann lohnt sich der Gang zum Kiefer­ortho­päden allemal: Selbst kieferorthopädisch behandelte Zähne können sich im Laufe der Zeit wieder verschieben oder schief stellen. Nach erneuter Behandlung sorgen dann Retainer für den Erhalt der neuen Zahnstellung. Alternativ kann der Retainer auch nur verwendet werden, um ein Voranschreiten der erneut auftretenden Fehlstellung zu verhindern.

Bei Zahnspangen-Anwärtern jenseits der 30 sind Zahnfehlstellungen schwieriger zu therapieren als bei Kindern und Jugendlichen. Zwar bewegen sich die Zähne auch im fortgeschrittenen Alter noch im Mundraum. Das Wachstum von Zähnen und Kieferknochen ist jedoch bereits abgeschlossen. Je nach Fehlstellung kann eine Behandlung mit Zahnspangen-Einsatz hier zwischen einigen Monaten und zwei Jahren dauern.

Kostenübernahme nur in Ausnahmefällen

Im Gegensatz zu Kindern und Jugendlichen übernimmt die GKV kieferorthopädische Behandlungen bei älteren Versicherungsnehmern nur in seltenen Ausnahmefällen sowie bei medizinischer Indikation. Darunter fallen beispielsweise schwere Kiefer­an­oma­lien aufgrund einer angeborenen Missbildung oder eines Unfalls. Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung ausschließlich für die Standard­be­hand­lung.

Auch private Zahnzusatzversicherungen bieten selten Zahnzusatz-Tarife, die kieferorthopädische Leistungen für Ältere enthalten. In der Regel erstattet die ZZV die Kosten im Fall einer schwerwiegenden Erkrankung oder nach einem Unfall.

  • Generell gilt: Die Kosten einer Zahnspange für ältere Menschen unterscheiden sich kaum vom Preis einer Zahnspange für Kinder. Wie teuer Sie die Zahnkorrektur zu stehen kommt, hängt von Behandlungsdauer, verwendeten Materialien, Spangenart und Zusatzkosten für medizinisches Personal ab.
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Verlust oder Beschädigung
Fröhliche Grundschulkinder im Klassenraum

Schnell passiert, oft erlebt. Die Zahnspange ist weg oder beschädigt. Was tun? Wenn Ihre gesetzliche Krankenversicherung die Kosten der Zahnspange Ihres Kindes übernommen hat, ist sie auch für Reparaturen oder Ersatz einer verlo­re­nen Zahnspange zuständig. In der Regel kommt die Krankenkasse für Schäden oder Verlust der Zahnspange bis zu einer bestimmten Höchst­grenze auf. Die Obergrenze legt jede Ver­sicher­ung individuell fest.

Entscheiden Sie sich für eine Zahnspangenthe­ra­pie, die über die Regelversorgung der GKV hinausgeht, können Sie entstehende Eigen­leist­ungen über eine Zahnzusatzversicherung auffangen. In diesem Fall erstattet Ihnen die ZZV je nach Tarif auch Reparatur­kosten oder Zahnspangenersatz.

Fröhliche Grundschulkinder im Klassenraum
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Zahnbürste
So geht's
Zahnbürste

Egal ob die Zahnspange für Kinder lose oder fest im Mund sitzt: Regelmäßiges Reinigen gehört zur täglichen Mund­hygiene. Eine saubere, gepflegte Spange trägt entscheidend zu Mundgesundheit und nachhaltiger Zahnpflege bei. Feste Spangen säubert Ihr Nachwuchs automatisch beim Zähneputzen. Darüber hinaus helfen Kindern mit Zahn­spange beispielsweise spezielle Interdentalbürsten dabei, Metalldrähte sowie Bracket-Zwischenräume von Essensresten zu befreien.

Eine herausnehmbare Zahnspange für Kinder spülen Sie zuerst unter lauwarmem Wasser ab. Anschließend reinigen Sie die Spange am besten zweimal täglich mit Zahnbürste und Zahnpasta. In der Regel erklärt der behandelnde Kieferorthopäde Ihrem Nachwuchs, wie er seine Zahnspange richtig pflegt.

Spange & Steuererklärung
Können Eltern die Zahnspangen ihrer Kinder von der Steuer absetzen?

Rechnungen von Zahnarzt oder Kieferorthopäde können Sie unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuer absetzen. Trägt weder die gesetz­liche Krankenversicherung noch Ihre ZZV die Kosten für die Zahnregulierung bei Ihren Kindern, können Sie die Eigenleistungen als "außer­ge­wöhn­liche Belast­ungen" in Ihrer Steuererklärung angeben. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie sich für höherwertige Zusatzleistungen wie eine Aligner-Therapie entschieden haben.

Das Finanzamt berechnet ausgehend von Ihrem EinkommenFamilienstand und der Anzahl Ihrer Kinder einen sogenannten zumutbaren Eigenanteil. Übersteigen Ihre Eigenleistungen diesen zumutbaren Eigenanteil wird der übersteigende Betrag als "außergewöhnliche Belastung" bei der Einkommensteuerermittlung mindernd berücksichtigt.

Wichtig: Damit Sie die Zahnspange für Ihr Kind von der Steuer absetzen können, muss ein medi­zinischer Behandlungs­grund vorliegen. Rein ästhetische Korrekturen können Sie nicht steuerlich geltend machen. Fahrtkosten zu Zahnärzten und Kieferorthopäden sind dagegen grundsätzlich bei Übersteigen des zumutbaren Eigenanteils als außergewöhnliche Belastung absetzbar.

Oft gefragt
Ich bin Hartz-4-Empfänger: Ist die Zahnspange für meine Kinder kostenlos?

Im Grunde ja. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre erhalten bei kieferorthopädischen Behandlungen von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung ausschließlich medizinisch notwendige Leistungen. Es wird nicht unterschieden zwischen Familien, bei denen die Eltern Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) erhalten oder nicht.

Die Krankenkassen übernehmen 80 Prozent der Behandlungskosten. Den Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent zahlen zunächst auch Hartz-IV-Empfänger selbst. Die Erstattung des Eigenanteils erfolgt auch in diesem Fall erst nach erfolgreich abgeschlossener Behandlung und auf Antrag. Ob ausnahmsweise Überbrückungshilfen bis zur Erstattung des Eigenanteils gewährt werden können, kann nur das Jobcenter für den jeweiligen Einzelfall entscheiden.

Die passende Versicherung
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