So sparen Sie bares Geld

Zahnersatz: Kosten im Überblick

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Mit welchen Kosten muss man für Zahnersatz rechnen und wer bezahlt's?
  • Ein hochwertiger Zahnersatz kann ganz schön teuer werden, denn die gesetzliche Krankenkasse übernimmt nicht die gesamten Behandlungskosten.
  • Ein Zahnersatz ersetzt Ihnen einen oder mehrere Zähne, falls Ihre natürlichen Zähne beschädigt oder nicht mehr vorhanden sind. Das kann zum Beispiel eine Krone, eine Brücke oder ein Implantat sein.
  • Die Kosten für einen Zahnersatz liegen in der Regel zwischen 600 und 4.000 Euro, schwanken aber stark je nach Therapie.
  • Durch das Bonusheft oder eine Zahnzusatzversicherung können Sie Ihren Eigenanteil deutlich reduzieren.
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Kostenübernahme
Allianz - Was kostet Zahnersatz: 3 Frauen essen Melone

Schmerzfrei kauen können, sein schönstes Lächeln zeigen und das so lange wie möglich? Ein hochwertiger Zahnersatz kann wieder neue Lebensqualität schenken. Damit Ihre Freude nicht von unerwarteten Kosten getrübt wird, erklären wir Ihnen im Folgenden, was Ihre gesetzliche Krankenversicherung bezahlt, wie sich die Kosten für einen Zahnersatz zusammensetzen und was die einzelnen Begrifflichkeiten bedeuten, damit Sie genau verstehen, wovon Ihre Versicherung und Ihr Zahnarzt sprechen.

Als Regelversorgung bezeichnet man die gesetzlich vorgesehene ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung für den jeweiligen Gebisszustand. Diese Behandlungen sind Standardtherapien, die für Kronen, Brücken oder Prothesen gelten. Die Regelversorgung legen die gesetzlichen Krankenkassen und Zahnärzteschaft fest und ermitteln die Durchschnittskosten für diese.

Von den ermittelten Durchschnittskosten übernehmen die Krankenkassen die Hälfte. Diese Durchschnittskosten bezeichnet man als Festzuschuss. Bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung können Sie sich die Festzuschuss-Richtlinien herunterladen. Dort sehen Sie, welche Behandlungen einen Festzuschuss erhalten und wie hoch dieser ist.

Der Festzuschuss deckt somit 50 % der Regelversorgungskosten. Bei einem gepflegten Bonusheft mit lückenlosem Nachweis von fünf Jahren erhöht sich der Zuschuss um 20 %, bei 10 Jahren um 30 %. Wählen Sie eine höherwertige Versorgung, steigen auch die Kosten und somit Ihr Eigenanteil. Sofern Sie keine Zahnzusatzversicherung haben, müssen Sie die restlichen Kosten aus eigener Tasche bezahlen.

Was ist zu beachten?
Je nachdem welche Behandlung bei Ihnen geplant ist, gibt es für Ihren Befund einen bestimmten Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse. Damit diese weiß, welcher Festzuschuss Ihnen zusteht, muss Ihr Zahnarzt vorab einen Heil- und Kostenplan ausfüllen. Dieser besteht in der Regel aus zwei Teilen:
  • Im ersten Teil des Heil- und Kostenplans hält Ihr Zahnarzt Folgendes fest:
  • Ihren Befund
  • die Regelversorgung
  • Therapieplanung (ggf. über die Regelversorgung hinaus gehend)
  • wie hoch die voraussichtlichen Kosten sind
  • Der zweite Teil wird auch „Anlage zum Heil- und Kostenplan“ genannt. Ihr Zahnarzt füllt ihn nur aus, wenn Ihre Behandlung von der Regelversorgung abweicht. Das heißt: wenn Sie eine gleichartige oder andersartige Versorgung möchten.
  • Es wird eine genaue Kostenaufstellung eingetragen, damit die Kosten der Behandlung für Sie so transparent wie möglich sind. In der Anlage sehen Sie auch eine Information über die Kosten der Regelversorgung, so dass Sie sich einen Überblick über die voraussichtlichen Kosten machen können.
  • Den Heil- und Kostenplan (Teil 1) unterschreibt Ihr Zahnarzt und verschickt ihn an Ihre Krankenkasse. Ihre Krankenkasse muss Ihnen die Behandlung erst zusagen, damit sie sich auch an Kosten beteiligt.

Gleichartige und andersartige Versorgung im Detail

Wenn Sie und Ihr Zahnarzt der Meinung sind, dass die bestmögliche Therapie für Sie nicht die ist, die von der Krankenversicherung durch die Regelversorgung abgegolten ist, haben Sie die Möglichkeit einer gleichartigen oder andersartigen Versorgung.

Gleichartige Versorgung

Ein gleichartiger Zahnersatz heißt, dass Sie die Standardleistung von der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch nehmen, aber noch zusätzliche Leistungen möchten, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht bezahlt. Zum Beispiel, wenn Sie eine Verblendung Ihrer Brücke möchten, die in einem nicht sichtbaren Bereich liegt. Die gesetzliche Krankenkasse erstattet nur Leistungen für die Brücke und nicht für die Verblendung. Die Verblendung würde sie nur bezahlen, wenn die Brücke sich im vorderen Zahnbereich (Sichtbereich) befindet.

Andersartige Versorgung

Andersartiger Zahnersatz bedeutet, dass Sie einen Zahnersatz möchten, der sich vollkommen von dem in der Regelversorgung unterscheidet. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn für Ihren Befund eine Brücke vorgesehen ist, Sie aber lieber ein Zahnimplantat möchten.

Von der gesetzlichen Krankenversicherung bekommen Sie immer den Festzuschuss, der Ihnen für Ihren Befund zusteht. Bei der gleichartigen Versorgung wären das zum Beispiel die Kosten für die Brücke. Bei der andersartigen Versorgung würden Sie den Festzuschuss für eine Brücke erhalten, auch wenn Sie sich für das Implantat entscheiden. Alle Kosten, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, müssen Sie selber tragen.

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Kostenüberblick
 Allianz - Kostenüberblick für Zahnersatz: Zähne im Zahnlabor

Sie haben sich gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt für eine andere Therapie entschieden und fragen sich nun, mit welchen Kosten Sie dafür rechnen müssen? Wir klären Sie auf:

Wenn Ihre Therapie über die Regelversorgung hinausgeht, werden alle weiteren Gebühren nach der Gebührenordnung der Zahnärzte (GOZ) abgerechnet. Dort ist festgehalten, in welcher Höhe Ihr Zahnarzt Ihnen Kosten für die Behandlung in Rechnung stellen kann, die Ihre Krankenversicherung nicht mehr bezahlt.

Mit welchen Kosten Sie für einen Zahnersatz rechnen können, hängt von verschiedenen Punkten ab. Zum Beispiel von

  • dem Honorar des Zahnarztes,
  • den Labor- und Materialkosten (Kunststoff, Gold, Zirkon).

Labore können außerdem Ihre Preise selbst bestimmen und müssen sich an keine Gebührenordnung halten. Deshalb können die Preise von Labor zu Labor stark schwanken.

Damit Sie trotzdem eine gute Vorstellung der Kosten für einen Zahnersatz bekommen, zeigen wir Ihnen die ungefähren Preisspannen für verschiedene Arten des Zahnersatzes. Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass es sich bei den Angaben um nicht festgesetzte Werte handelt, die je nach Behandlung und Zahnarzt abweichen können.

Festsitzender Zahnersatz

Bei einem festsitzenden Zahnersatz können Sie sich ganz entspannt zurücklehnen, denn er wird fest angebracht und Sie müssen Ihn nicht regelmäßig selbst einsetzen oder zum Reinigen herausnehmen.

Die folgenden Zahlen geben Ihnen die Gesamtkosten für den Zahnersatz ohne Abzug des Festzuschusses an.

  • Implantate: 2.500 bis 3.000 Euro pro Zahn
  • Zahnbrücken: 1.400 bis 2.100 Euro pro Brücke
  • Kronen: 600 bis 1.400 Euro pro Zahn
  • Veneers: 700 bis 1.500 Euro pro Stück

Inlays und Zahnfüllung: Bis 955 Euro

Ein Inlay (Einlagefüllung aus zahnärztlichen Materialien wie beispielsweise Edelmetall, Keramik oder Zirkonoxid) ersetzt die fehlende Zahnsubstanz und kann alternativ zur Füllungstherapie herangezogen werden. Ein Inlay muss auf Basis eines Zahnabdrucks in einem zahntechnischen Labor angefertigt und anschließend vom Zahnarzt im präparierten Zahn befestigt werden. 
Die Zahnfüllung wird verwendet, wenn ein Zahn durch Karies beschädigt wurde, er aber noch soweit intakt ist, dass es keiner Zahnkrone bedarf.

Herausnehmbarer Zahnersatz

Wenn Ihnen bereits mehrere Zahnreihen fehlen, die durch einzelne Implantate nicht ersetzt werden können, bekommen Sie in der Regel einen herausnehmbaren Zahnersatz. Dieser entlastet Ihren Kiefer, da die Kaukraft wieder gleichmäßig verteilt ist.

Bei den folgenden durchschnittlichen Kosten ist der Festzuschuss bereits abgezogen.

  • Teilprothese: 600 bis 2.000 Euro pro Prothese
  • Totalprothese: 600 Euro pro Kiefer
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Von Härtefall bis Zusatzversicherung
Allianz - Illustration: Frau vor Taschenrechner

Ihnen wird gerade etwas unwohl bei den Gedanken an die hohen Kosten? Das muss es nicht. Wir stellen Ihnen drei Möglichkeiten vor, wie Sie bei Ihrem Zahnersatz Ihren Eigenanteil reduzieren können. Im Folgenden erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt.

Härtefall

Wenn Sie einen Härtefall beantragen, kann Ihre gesetzliche Krankenversicherung den Festzuschuss verdoppeln. Einen Härtefallantrag können Sie stellen, wenn Sie sehr wenig verdienen oder zum Beispiel Hartz-IV empfangen und die Kosten für Zahnersatz eine unzumutbare Belastung für Sie darstellen. Eine unzumutbare Belastung liegt vor, wenn Ihre monatlichen Bruttoeinnahmen 2019 die Grenze von 1.246,00 Euro (mit einem Angehörigen 1.713,25 Euro, mit zwei Angehörigen 2.024,75 Euro und mit drei Angehörigen 2.336,25 Euro) nicht übersteigen.


Bonusheft

Das Bonusheft erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrem Zahnarzt. Dort können Sie Ihre jährliche Vorsorgeuntersuchung eintragen lassen. Wenn Sie fünf Jahre lang mindestens einmal pro Jahr bei der Vorsorgeuntersuchung waren, erhalten Sie 20 Prozent mehr Festzuschuss. Bei zehn Jahren sind es sogar 30 Prozent.


Zahnzusatzversicherung

Eine private Zahnzusatzversicherung übernimmt je nach Tarif zusätzliche Kosten, die Ihre gesetzliche Krankenkasse nicht bezahlt. Wenn Sie also einen Zahnersatz erhalten, der nicht vollständig von Ihrer Krankenkasse bezahlt wird, erstattet die private Zahnzusatzversicherung die restlichen Kosten tariflich.

Wie viel Kosten die private Zahnzusatzversicherung übernimmt, hängt vom Tarif ab, den Sie wählen. Bei der Allianz finden Sie u.a. die Zahnzusatzversicherungstarife DentalBest und DentalPlus. Diese übernehmen im Bereich Zahnersatz zusammen mit der gesetzlichen Krankenversicherung 90 bzw. 75 Prozent der Kosten. Das gilt auch für Implantate und Inlays.

Allianz - Illustration: Frau vor Taschenrechner

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Zahnzusatz
mit beispielhaften Kosten
Gesamtkosten
Eigenanteil
ohne Zusatzversicherung
Festzuschuss
(=Erstattung der GKV,
ohne Bonus)

Eigenanteil mit
DentalPlus (75 %)

Eigenanteil mit
DentalBest (90 %)

Zahnkrone

755,80 €

598,57 €

157,23 €

188,95 €

75,58 €

Einzelimplantat

~2.760 €

2.396,54 €

363,46 €

690,00 €

276,00 €

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Gut zu wissen
Damit Sie sofort verstehen, wovon Ihre Versicherung und Ihr Zahnarzt sprechen, haben wir nochmals alle wichtigen Fachbegriffe zum Thema Zahnzusatz für Sie zusammengefasst.

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Regelversorgung Entspricht dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Mit der Regelversorgung ist eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung des jeweiligen Gebisszustandes  gewährleistet.
Festzuschuss Das ist der Betrag, den die gesetzliche Krankenversicherung für Ihren Zahnersatz bezahlt. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Befund.
Heil- und Kostenplan Wird vom Zahnarzt ausgefüllt und an Ihre gesetzliche Krankenversicherung geschickt. Er beinhaltet den Befund, die geplante Therapie und die voraussichtlichen Kosten.
Gleichartige Versorgung Das heißt, dass Sie sich für die Regelversorgung, jedoch mit zusätzlichen Leistungen, entschieden haben.
Andersartige Versorgung Davon spricht man, wenn Sie eine andere als die Regelversorgung wählen.
Gebührenordnung der Zahnärzte (GOZ) Sie regelt die Vergütung von zahnärztlichen Leistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung.
Härtefall Geringverdiener haben die Möglichkeit, den Härtefall bei Ihrer Krankenkasse zu beantragen. Liegt ein solcher Härtefall vor, erhalten Sie maximal den doppelten Festzuschuss.
Bonusheft Sie erhalten dieses bei Ihrem Zahnarzt. Dort werden die Vorsorgeuntersuchungen dokumentiert, um bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse ggf. einen höheren Festzuschuss zu Zahnersatz zu erhalten.
Weitere Fachbegriffe rund um die Zahnzusatzversicherung finden Sie im Zahn Glossar.
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