Dumpfer Druck im Kopf

Spannungs­kopfschmerz - was hilft?

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Was sind Spannungskopfschmerzen und was hilft dagegen?
  • Gelegentliche Spannungskopfschmerzen können Sie unkompliziert selbst behandeln. Meistens gelingt es mit gängigen Schmerztabletten, den Brummschädel zu vertreiben.
  • Wenn die Kopfschmerzen sich häufen oder chronisch werden, sollte man sanfte Alternativen zur Tablette bevorzugen. Denn durch zu viele Schmerzmittel können Kopfschmerzen noch schlimmer werden.
  • Regelmäßiges Ausdauertraining, ein stressarmer Alltag und Pausen für die Entspannung wirken vorbeugend.
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Symptome
  • Schmerzausbreitung: von Nacken über Hinterkopf bis Stirn oder umgekehrt
  • Drückende Last auf dem Kopf
  • Dauer: wenige Minuten bis Tage
  • Gefühl eines zu engen Helmes
  • Manchmal schmerzende Augen und Wangen
  • Spannungskopfschmerzen kennt beinahe jeder, denn von allen Kopfschmerzarten treten sie am häufigsten auf.
  • Spannungskopfschmerzen sind lästig und unangenehm, aber in der Regel beeinträchtigen sie den Alltag kaum. Selten sind die Symptome so schwer, dass man nicht mehr arbeiten kann. Meistens lassen die Kopfschmerzen nach, wenn man sich bewegt, Sport treibt oder an die frische Luft geht. In diesem Punkt unterscheiden sich Spannungskopfschmerzen von Migräne – da ist es genau umgekehrt.
  • Spannungskopfschmerzen kommen ohne Begleitsymptome. Manche sind während der Attacke etwas licht- und geräuschempfindlicher. Übelkeit und Erbrechen sind aber untypisch.
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Behandlung

Genauso wirksam wie eine Schmerztablette, vertreibt Pfefferminzöl Kopfschmerzen – und das ohne Nebenwirkungen. Tragen Sie das ätherische Öl großflächig auf die Stirn, die Schläfen und den Nacken auf. Diese Behandlung können Sie wiederholen, so oft es guttut.

Aber Vorsicht:
 Achten Sie darauf, dass das Pfefferminzöl nicht in die Augen oder auf die Schleimhäute gelangt. Zudem wird Pfefferminzöl erst für Kinder ab sechs Jahren empfohlen. Babys und Kleinkinder können von ätherischen Ölen schwere Atemprobleme bekommen.

Sie können auch versuchen, den lästigen Brummschädel mit sanften Hausmitteln zu vertreiben. Oft reichen eine Tasse Kaffee, ein großes Glas Wasser oder feuchte Kompressen. Lesen Sie hierzu unseren Ratgeber Hausmittel Kopfschmerzen.

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Häufigkeit der Kopfschmerzen

Wer regelmäßig von einem Brummschädel geplagt wird, sollte die Beschwerden vom Arzt abklären lassen.

Als chronisch bezeichnet man Schmerzen, die über ein Vierteljahr an mehr als 15 Tagen pro Monat auftreten. Chronische Spannungskopfschmerzen sind selten und entwickeln sich fast immer aus gelegentlichen Kopfschmerzen. Das Risiko, dass der Brummschädel irgendwann chronisch wird, steigt, wenn man regelmäßiger Schmerztabletten schluckt. Zudem gibt es eine erbliche Veranlagung für chronische Kopfschmerzen.

Was bei Spannungskopfschmerz im Körper passiert und warum der Schmerz bei manchen Menschen chronisch wird, ist noch nicht vollständig erforscht. Vermutlich spielen Störungen der Schmerzverarbeitung im Gehirn eine Rolle. Experten vermuten, dass häufige Verspannungen der Nackenmuskulatur mit der Zeit die Empfindlichkeit der Schmerzzentren im Gehirn erhöht. So entsteht ein Teufelskreis, in dem der Körper lernt, auf alle möglichen Reize mit Kopfschmerzen zu reagieren.

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Prävention

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Auslöser
Behandlung
Stress und Sorgen Entspannungs­techniken ggf. Psychotherapie
Muskuläre Fehlbelastungen wie Nackenverspannungen (z.B. durch sitzende Tätigkeit oder Smartphone-Gebrauch: „Handynacken“), 
Fehlfunktion des Kiefergelenks (kraniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD) und vermehrtes Zähneknirschen (Bruxismus)
 
  • Physiotherapie mit gezieltem Training von Nacken-, Hals-, und Schultermuskulatur
  • Dehn- und Gymnastikübungen
  • Massagen
Es hat sich gezeigt, dass Therapien, die an diesen Auslösern ansetzen, Spannungskopfschmerzen lindern können. Gegen gelegentlich auftretendes Kopfweh haben Massagen und Gymnastikübungen keinen Effekt.
Allianz - Verkabelte Hand eines Patienten
Biofeedback ist ebenfalls wirksam, um chronischen Kopfschmerzen vorzubeugen. Bei der Therapie lernt man, unbewusste Körpervorgänge wahrzunehmen und zu steuern. Um sie erfahrbar zu machen, wird der Patient verkabelt und seine Körperfunktionen, etwa der Blutdruck oder die Muskelspannung, aufgezeichnet. Technische Geräte übersetzen die biologische Aktivität in Töne oder Linien auf einem Computerbildschirm. Der Patient bekommt damit eine direkte Rückmeldung (engl. feedback) über sein Inneres und lernt, die Töne oder Linien mit der Kraft seiner Gedanken zu verändern. Zur Ruhe zu kommen hilft, die Kopfschmerzattacke abzumildern oder zu verhindern.
Zur Wirksamkeit der Akupunktur gegen chronische Schmerzen gibt es nur wenige wissenschaftliche Studien. Vieles deutet darauf hin, dass sie Kopfschmerzattacken vorbeugen kann. Allerdings hat sich gezeigt, dass eine Scheinakupunktur beliebiger Hautstellen genauso wirkt, wie eine echte Akupunktur nach den Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin.

Häufen sich die Kopfschmerztage trotz aller Maßnahmen, kann der Arzt Medikamente verschreiben, die zur Behandlung von Spannungskopfschmerzen zugelassen sind, aber auch vorbeugend genommen werden können bzw. sollten. Dafür haben sich Arzneien bewährt, die ursprünglich gegen andere Krankheiten entwickelt wurden, zum Beispiel gegen Depressionen.

Vorbeugende Medikamente muss man täglich einnehmen, auch wenn man noch gar keine Kopfschmerzen hat. Ob sie wirken, lässt sich nach vier bis sechs Wochen abschätzen. Wenn ja, bekommt man sie für mindestens sechs bis neun Monate verschrieben.

Tabletten allein können die Häufigkeit der Kopfschmerzattacken um fast die Hälfte reduzieren. Noch wirksamer ist die Prophylaxe, wenn man sie mit nicht medikamentösen Maßnahmen ergänzt, wie zum Beispiel Bewegung, Physiotherapie und Entspannungs­maßnahmen.

Bitte erkundigen Sie sich gegebenenfalls im Vorfeld bei Ihrer Krankenversicherung, ob eine Kostenübernahme für vorbeugende Medikamente oder Medikamente, die gegen andere Krankheiten entwickelt wurden, gewährleistet ist.

Medikamenteneinnahme: Alle Schmerzmedikamente können schwere Nebenwirkungen hervorrufen, vor allem, wenn sie sehr häufig oder in hoher Dosis eingenommen werden. Dosierung und Dauer der Medikamenteneinnahme sollten Sie deswegen immer mit Ihrem Arzt absprechen!
Therapie: Bitte erkundigen Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Krankenversicherung über eine mögliche Kostenübernahme für Biofeedback oder Akupunktur.
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Der richtige Schutz bei Krankheit
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