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Stärkste Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerz: Was tun?

Allianz - Clusterkopfschmerzen: Frau hält sich vor Schmerz Kissen an den Kopf

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Cluster-Kopfschmerz – Das sollten Sie wissen

Cluster-Kopfschmerz – Das Wichtigste in 30 Sekunden

Allianz - Stoppuhr mit Allianz Logo im Hintergrund

Cluster-Kopfschmerzen zählen zu den schwersten Kopfschmerzerkrankungen. Der Name kommt daher, dass die Attacken periodisch gehäuft (engl.: cluster = Gruppe, Häufung) auftreten.

  • Die Schmerzen treten attackenartig auf, sind streng einseitig und am stärksten hinter dem Auge.
  • Die meisten gängigen Kopfschmerztherapien helfen nicht gegen Cluster-Kopfschmerz. Schmerzmittel sind wirkungslos. Auch Hausmittel, Entspannung, Sport, Massagen, Akupunktur etc. haben keinen Effekt.
  • Die Erkrankung ist selten und wird oft erst nach Jahren erkannt, dann gibt es wirksame
    Therapien. Kompetenten Rat und Hilfe finden Sie bei einem Neurologen oder kopfschmerz­erfahrenen Facharzt.

Wie fühlt sich Cluster-Kopfschmerz an?

Allianz - Infografik: Symptome Cluster-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerzen sind verheerend. Sie zählen zu den stärksten Schmerzen überhaupt, die einen Menschen heimsuchen können. „Als würde mir jemand ein glühendes Messer zwischen die Augen rammen“, beschreibt ein Betroffener die Attacken. Der 49-Jährige Mann leidet seit 10 Jahren unter Cluster-Kopfschmerz. „Manchmal war der Schmerz so heftig, dass ich ohnmächtig geworden bin.“

Cluster-Kopfschmerzattacken kommen ohne Vorzeichen und dauern zwischen 15 Minuten und 3 Stunden. Die unerträgliche Pein macht Stillsitzen unmöglich. „Ich bin dann wie ein Tier im Käfig“, erklärt der Patient, „getrieben, aggressiv und permanent in Bewegung“.

Allianz -

Cluster-Kopfschmerz sitzt hinter dem Auge, im Bereich der Stirn und der Schläfe. Der Schmerz ist streng einseitig und kann in das Ohr, den Kiefer, den Nacken oder die Schulter ausstrahlen.

In 80 Prozent der Fälle kommt und geht der Cluster-Kopfschmerz. Das heißt, die Betroffenen erleben immer wieder Wochen bis Monate, in denen gehäuft Attacken auftreten. Dazwischen sind sie über Monate bis Jahre schmerzfrei. Dauert die Kopfschmerzphase länger als ein Jahr, spricht man von chronischem Cluster-Kopfschmerz.

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Ursachen und Auslöser von Cluster-Kopfschmerz

Allianz - Das sind die Auslöser und Ursachen: Weinglas, Käse, Tabletten, Licht, Zigarette

Typisch für Cluster-Kopfschmerz ist, dass die Attacken immer zur gleichen Tageszeit auftreten, oft ein bis zwei Stunden nach dem Einschlafen oder in den frühen Morgenstunden. Im Frühjahr und im Herbst häufen sich Clusterepisoden. Experten werten das als Zeichen für eine biologische Rhythmusstörung. Die Ursachen von Cluster-Kopfschmerz liegen aber noch im Dunkeln.

Die meisten Betroffenen kennen die Faktoren, die die Schmerzattacken auslösen. Neben Alkohol gehören dazu histaminhaltige Lebensmittel wie reifer Käse, das Herzmedikament Nitroglycerin, blendendes Licht oder Nikotin. Die Auslöser sind von Mensch zu Mensch verschieden. Sie zu meiden, kann Attacken vorbeugen.

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Warum Cluster-Kopfschmerz ein Fall für den Facharzt ist

Viele Betroffene haben eine lange Leidensgeschichte hinter sich, bevor ihre Kopfschmerz­erkrankung erkannt wird. Oft haben sie über Jahre versucht, die Beschwerden selbst zu behandeln. Ohne Erfolg, denn gegen Cluster-Kopfschmerzen hilft nichts, was andere Kopfschmerzen vertreibt. Übliche Schmerztabletten bleiben wirkungslos. Viele bemerken das lange nicht, weil die Kopfschmerzen nach einiger Zeit von alleine abklingen. Das kann zeitlich mit der Einnahme zusammenpassen, ist aber kein Verdienst der Tablette. Auch Hausmittel, Entspannung, Physiotherapie oder Sport helfen Cluster-Kopfschmerz-Patienten nicht.

Trotzdem ist niemand Cluster-Kopfschmerz hilflos ausgeliefert. Es gibt wirksame Behandlungsmethoden. Die Medikamente sind jedoch verschreibungspflichtig und müssen individuell angepasst werden. Kompetente Hilfe finden Cluster-Kopfschmerz-Patienten bei Neurologen oder schmerztherapeutisch geschulte Fachärzten. Sie haben das meiste Wissen und die meiste Erfahrung mit der Therapie der seltenen Kopfschmerz­erkrankung.

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Beratung und Services für Betroffene und Angehörige

Sie haben Beschwerden, die denen eines Cluster-Kopfschmerz entsprechen, wissen
aber nicht, an wen Sie sich am besten wenden? Mit Hilfe der Arztsuche (online oder
telefonisch) der Allianz Gesundheitswelt finden Sie schnell und unkompliziert einen
passenden Facharzt oder die entsprechende Klinik für Ihre Diagnose.

Arztsuche

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Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) ist eine interdisziplinäre wissenschaftliche Fachgesellschaft. Ihr Ziel ist es, das Wissen über die Entstehung von Kopf- und Gesichtsschmerzen sowie deren Vorbeugung und Behandlung sowohl in Fachkreisen als auch bei Patienten, Betroffenen und anderen Interessierten zu verbreiten.

Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft

Die Allianz Private Krankenversicherung bietet ihren Mitgliedern ein kostenfreies Patienten-Coaching zum Thema „Schmerzfrei leben“. Mit diesem telefonischen Coaching gehen Sie den Ursachen Ihres Schmerzes auf den Grund und lernen, dem Schmerz effektiv zu begegnen. Das Coaching gilt als unverbindliche Ergänzung zur ärztlichen Therapie.

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Allianz - Frau mit Nackenschmerzen
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Das hilft bei einer Cluster-Kopfschmerzattacke

Allianz - Das hilft bei einer Cluster-Kopfschmerz-Attacke: Sauerstoff, Sumatriptan und Nasenspray Icon

Cluster-Kopfschmerzen sind nicht heilbar, aber mit der richtigen Behandlung können die Attacken erträglicher und seltener werden. Leider gibt es keine Therapie, die bei allen gleichermaßen gut wirkt. Oft heißt das für Arzt und Patient, auszuprobieren, was am besten hilft:

  • Sauerstoff atmen: Schonend und wirksam ist das Inhalieren von reinem Sauerstoff über eine Mund- oder Gesichtsmaske. In 78 Prozent der Fälle gelingt es damit, den Cluster-Kopfschmerz zu unterbrechen. Am Anfang der Attacke ist die Sauerstoff­behandlung besonders wirksam. Die Behandlung hat keine Nebenwirkungen.
  • Sumatriptan-Injektion: Am effektivsten stoppt der Wirkstoff Sumatriptan unter die Haut gespritzt. Mit einer Fertigspritze (Autoinjektor) können sich auch medizinische Laien das Medikament leicht selbst verabreichen.
  • Zolimitriptan- und Sumatriptan-Nasenspray: Eine Alternative zur Spritze sind Zolimitriptan oder Sumatriptan als Nasenspray. Über die Nasenschleimhaut ist das Medikament nicht ganz so effektiv wie unter die Haut gespritzt und es wirkt etwas langsamer. Sumatriptan und Zolimitriptan sind Wirkstoffe aus der Gruppe der Triptane. Sie binden sich im Gehirn an Andockstellen für den Botenstoff Serotonin und werden auch gegen Migräne eingesetzt.
  • Lidocain-Nasenspray: Eine Alternative ohne Nebenwirkungen ist Lidocain-Nasenspray. Das örtliche Betäubungsmittel wird in das Nasenloch auf der schmerzenden Seite gegeben und verhindert innerhalb weniger Minuten, dass der Schmerz sich ausbreitet. Lidocain ist gut verträglich, wirkt aber nur bei jedem dritten Patienten.
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Schmerzattacken wirksam vorbeugen

Ein wesentliches Ziel der Clusterkopfschmerztherapie ist es, Schmerzphasen und Attacken vorzubeugen. Der Arzt kann dafür verschiedene Medikamente verschreiben. Gute Erfahrungen hat man mit Verapamil, einem Wirkstoff der unter anderem auch den Blutdruck senkt, und Kortikoiden gemacht. Auch Lithium und das Epilepsie- und Migräne-Medikament Topiramat können Cluster-Kopfschmerzen vorbeugen.

Je nach Medikament dauert es bis zu zwei Wochen, bis ein Effekt eintritt. Einige Wirkstoffe dürfen aufgrund ihrer Nebenwirkungen nur kurzfristig eingenommen werden. Die vorbeugende Behandlung sollte deshalb ein erfahrener Neurologe oder Kopfschmerz­experte koordinieren.

Spricht der Cluster-Kopfschmerz auf keine akute oder vorbeugende Therapie an, kann im Einzelfall eine Operation helfen. Welches Verfahren dafür am besten geeignet ist, wird derzeit in klinischen Studien geprüft.

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Hinweise zur Medikamenteneinnahme

Alle Schmerzmedikamente können schwere Nebenwirkungen hervorrufen, vor allem, wenn sie sehr häufig oder in hoher Dosis eingenommen werden. Dosierung und Dauer der Medikamenten­einnahme sollten Sie deswegen immer mit Ihrem Arzt absprechen!
Bitte erkundigen Sie sich gegebenenfalls im Vorfeld bei Ihrer Krankenversicherung, ob eine Kostenübernahme für vorbeugende Medikamente oder Medikamente, die gegen andere Krankheiten entwickelt wurden, gewährleistet ist.

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