Die notwendige Absicherung für alle privat Krankenversicherten

Pflegepflicht­versicherung

Zur Beratung
Kurz erklärt in 30 Sekunden
Die Pflegepflichtversicherung als Basisschutz
  • Wer privat krankenversichert ist, muss eine private Pflegepflichtversicherung abschließen. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Eine Befreiung ist in Deutschland nicht möglich.
  • Die Pflegepflichtversicherung ist Ihr Basisschutz, falls Sie pflegebedürftig werden sollten.
  • Die Versicherung übernimmt nur einen Teil der Kosten für Ihre ambulante und stationäre Pflege. Deshalb ist eine zusätzliche private Pflegeversicherung wichtig.
  • Die Pflegebedürftigkeit wird in fünf Pflegegrade eingeteilt. Dabei ist es egal, ob körperliche, geistige oder psychische Einschränkungen die Ursache sind. Es zählt allein die Hilfsbedürftigkeit oder die fehlende Selbstständigkeit.
Die Leistungen im Überblick
Allianz - Infografik - Leistungen der Pflegepflichtversicherung
Allianz - Private Pflegeversicherung: Paar in der Beratung
Allianz - Private Pflegeversicherung: Paar in der Beratung
  • Private Pflegeberatung compass: Die Pflegeberatung der privaten Krankenversicherer berät Pflegebedürftige und Ihre Angehörigen zu Fragen rund um das Thema Pflege, wie z. B. Kosten der Pflegebedürftigkeit oder der Auswahl von Pflegediensten und Einrichtungen. Unter 0800 1018800 erreichen Sie die Experten kostenlos – auf Wunsch auch persönlich zu Hause.
  • Versorgung mit Pflegehilfsmitteln: Bei Pflegebedürftigkeit werden auch die Kosten für Verbrauchs- oder technische Hilfsmittel übernommen.
  • Wenn Angehörige einmal ausfallen, werden die Kosten für Ersatz- oder stationäre Kurzzeitpflege erstattet.
Gut zu wissen
Pflegepflichtversicherung - Pflegerin und Seniorin im Gespräch

Gesetz verpflichtet zur Pflegeversicherung 
Die Pflegepflichtversicherung gibt es seit 1995. Sie war von Beginn an verpflichtend für alle Menschen, die in Deutschland krankenversichert sind. Jeder gesetzlich Versicherte ist automatisch in der Pflegeversicherung seiner Krankenkasse mitversichert.

Pflicht auch für Privatversicherte 
Für privat Krankenversicherte gilt diese Pflicht ebenfalls. Sie müssen eine private Pflegepflichtversicherung als Basisschutz abschließen. Wenn Sie freiwillig Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) sind, können Sie sich dort mitversichern. Die Leistungen beider Versicherungen sind gleichwertig.

Ihre Vorteile
Allianz - Private Pflegepflichtversicherung: Seniorin und Pflegerin lachend
Gut zu wissen
Allianz - Private Pflegepflichtversicherung: Seniorin und Pflegerin lachend

Ja, die Leistungen sind identisch. Die Leistungen der privaten Pflegepflicht- sowie der gesetzlichen Pflegeversicherung sind im Sozialgesetzbuch (SGB) XI geregelt und vom Umfang gleichwertig. Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung werden Sach- und/oder Geldleistungen erbracht. Ein ambulanter Pflegedienst oder eine stationärer Aufenthalt werden dabei direkt von der Versicherung als Sachleistung gezahlt. Geldleistungen erhalten Sie etwa in Form von sogenanntem Pflegegeld, wenn Sie ein Angehöriger pflegt. Möglich ist auch eine Kombination aus Sach- und Geldleistungen. Bei der privaten Pflegepflichtversicherung werden, wie bei der privaten Krankenversicherung, die entstandenen Kosten der Pflege erstattet. Dies bedeutet, dass zunächst in Vorleistung gegangen und dann die Rechnung eingereicht wird.

Seit 2017 liegen die Beitragssätze für die Pflegeversicherung der gesetzlich versicherten Arbeitnehmer bei 2,55 Prozent des Bruttogehalts. Der Arbeitgeber beteiligt sich daran mit einem Zuschuss von 1,275 Prozent. Er trägt also die Hälfte der Kosten. Kinderlose zahlen einen Zuschlag von 0,25 Prozent. Die Beiträge für private Pflegepflichtversicherungen sind dagegen einkommensunabhängig. Sie berechnen sich aber nach Alter und Lebenssituation der Versicherten. Hier lohnt sich dann ein Vergleich der Pflegepflichtversicherungen.

Info
Allianz - Icon Information zum Thema Pflegepflichtversicherung

Lehrer, Richter, Polizisten und andere Beamte mit Anspruch auf Beihilfe oder freie Heilfürsorge müssen eine private Pflegepflichtversicherung abschließen. Diese muss die Kosten tragen, die die Beihilfe nicht übernimmt. Eine Ausnahmeregelung gilt, wenn Sie als Beamter freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse sind. In diesem Fall sind Sie direkt über diese pflegepflichtversichert. Sie zahlen dann auch nur den halben Beitragssatz, genauso wie alle anderen Mitglieder der GKV. Die andere Hälfte trägt allerdings nicht der Dienstherr, sondern in der Regel die Beihilfe. Da die Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung nicht ausreichen, um im Pflegefall die Kosten vollständig zu decken, empfiehlt sich auch für Beamte eine Pflegezusatzversicherung.

Brauchen Soldaten eine Pflegepflichtversicherung? 
Als Soldat der Bundeswehr sind Sie grundsätzlich über den Bund krankenversichert. Allerdings schließt das keine Pflegepflichtversicherung ein. Sowohl Soldaten auf Zeit als auch Berufssoldaten als auch Freiwillig Wehrdienstleistende müssen sich selbst um diese Versicherung kümmern und sie innerhalb von drei Monaten nach Dienstantritt nachweisen.

Allianz - Icon Information zum Thema Pflegepflichtversicherung
Häufige Fragen
  • Können Sie Kranken- und Pflegeversicherung bei unterschiedlichen Anbietern abschließen?

    Es ist nicht vorgeschrieben, dass Sie die private Pflegepflichtversicherung beim gleichen Anbieter abschließen wie die private Krankenversicherung (PKV). Da aber die Kranken- und Pflegeversicherung eng verzahnt sind, empfiehlt es sich, dass Sie beides kombinieren. Wollen Sie dennoch verschiedene Anbieter wählen, müssen Sie sich innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss der PKV für einen anderen Anbieter entscheiden. Ansonsten sind Sie automatisch in Ihrer PKV pflegeversichert. 

    Freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) können sich entscheiden, ob sie sich in einer privaten Pflegepflichtversicherung oder in der GKV versichern wollen. Auch hier gilt die Frist von sechs Monaten.

  • Was hat sich durch das Pflegestärkungsgesetz (PSG) II geändert?

    Durch das PSG II gibt es seit Anfang 2017 neue Regeln, wie Pflegebedürftigkeit festgestellt und eingestuft wird. Aus den bisherigen drei Pflegestufen wurden fünf Pflegegrade. Dadurch sollen mehr Betroffene im Pflegefall staatliche Leistungen erhalten. Wer bei Einführung der Pflegegrade schon pflegebedürftig war, erhält dieselben oder sogar höhere Leistungen. Dennoch ist eine zusätzliche private Vorsorge zu empfehlen.
  • Können Sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen?

    Nein. Die Versicherung ist verpflichtend für gesetzlich wie auch privat Versicherte, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Wer gesetzlich krankenversichert ist, zahlt automatisch in die Pflegeversicherung. Als Privatversicherte müssen Sie sich grundsätzlich selbst um den Versicherungsschutz kümmern. Eine Befreiung ist aber auch hier nicht möglich.
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