Allianz - Katzenversicherung - Zecken bei Katzen: Schwarz Weiße Katze steht im Wald
Rechtzeitig entfernen und davor schützen

Zecken bei Katzen

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Die Parasiten lauern fast das ganze Jahr
  • Zecken sind ab einer Temperatur von 7 Grad aktiv. Daher muss selbst an einem milden Wintertag mit ihnen gerechnet werden.
  • Freigängerkatzen sollten regelmäßig auf Zecken untersucht werden, denn Zecken sind nicht nur lästig, sondern können Krankheiten übertragen.
  • Wenn Sie bei Ihrer Katze eine Zecke entdecken, sollte diese sofort mit einer speziellen Zeckenzange entfernt werden.
  • Um Zecken bei der Katze vorzubeugen, bietet sich vor allem der Einsatz von Spot-on-Präparaten an.
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Typische Merkmale
Weltweit gibt es ungefähr 900 Zeckenarten, wovon 20 in Deutschland beheimatet sind. Zecken sind keine Insekten, sondern zählen zu den Spinnentieren. Daher besitzen sie vier Beinpaare. Ihr Lebenszyklus beginnt als winziges Ei, aus dem eine Larve schlüpft. Diese verwandelt sich anschließend zu einer sogenannten Nymphe. In diesem Stadium sind die Tiere höchstens einen Millimeter groß und mit bloßem Auge kaum auszumachen. Erst nach der Umwandlung zum geschlechtsreifen Tier nehmen sie eine Größe von 3 bis 8 Millimeter an. Zu erkennen sind sie an ihrem ovalen, tropfenförmigen Körper, der zumeist grau, braun oder schwarz gefärbt ist. Unübersehbar sind weibliche Zecken, die mit Blut vollgesogen sind. In diesem Zustand erreichen die Parasiten eine Länge von bis zu drei Zentimetern.
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Lebensräume und Aktivitätsphasen
Allianz - TKV: Zecke bei Katze - Katze sitzt im hohen Gras

Zeckenzeit ist von März bis Oktober

Die Hauptaktivität von Zecken liegt zwischen Ende März und Anfang Oktober. Am liebsten sind ihnen mittlere Temperaturen von zirka 15 bis 20 Grad. Wenn es im Hochsommer besonders heiß wird, verkriechen sie sich, weshalb in dieser Zeit die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenbefalls sinkt. Bei Temperaturen unter 7 Grad muss man sich keinerlei Sorgen mehr machen, dass die Katze von einer Zecke gebissen wird, denn bei Kälte sind die kleinen Blutsauger inaktiv.  Das hängt damit zusammen, dass sich ihre Körpertemperatur stets der Umgebungstemperatur anpasst. Beträgt diese nur noch ein paar Grad über null, sind sie bewegungsunfähig. Steigen die Temperaturen an einem milden Wintertag jedoch wieder an, kommt Leben in ihren Körper. Unter Umständen kriechen sie aus ihren Verstecken und halten Ausschau nach einem Wirtstier. 

Lebensräume der Zecken

Der Großteil der Zecken lebt am Boden oder in einer Höhe von bis zu 1,5 Metern. Sie stürzen sich nicht von Bäumen in die Tiefe, wie gelegentlich noch immer berichtet wird. Die meisten warten einfach zwischen Gräsern und Blättern, an hohen Halmen oder Ästen von Büschen, bis sich ihnen ein Wirtstier nähert. Zur Orientierung stehen ihnen spezielle Sinnesorgane zur Verfügung, die es ihnen ermöglichen, den CO2-Ausstoß, die Erschütterungen und den Geruch der Tiere wahrzunehmen. Streift eines vorbei, strecken sie einfach ihre Beine aus und krallen sich in dessen Fell fest. Anschließend machen sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz für ihre Blutmahlzeit. Am liebsten sind ihnen gut durchblutete Stellen mit nicht zu viel Fell. Da sich Katzen viel putzen, müssen die Zecken darauf achten, dass der Platz möglichst ungestört ist. Das gilt zum Beispiel für Ohren, Nacken und Brust. Beliebt sind auch dünnhäutige Stellen wie die Achseln. Beim Absuchen einer Katze sollten Katzenhalter aber sicherheitshalber immer den kompletten Körper einbeziehen.

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Gut zu wissen
Dadurch, dass die geliebte Schmusekatze meist in sehr engem Kontakt mit ihren Besitzern lebt, ist es nicht selten, dass die von der Katze transportierten Zecken auch dem Menschen gefährlich werden. Laut des Robert Koch-Instituts bringen nicht nur Freigänger- sondern auch Hauskatzen von ihren Streifzügen häufig Zecken mit nach Hause, die auch auf den Menschen übergehen können, was dann zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko für die Katzenhalter führt. Daher die Katze nach einem Streifzug immer gründlich nach Zecken absuchen.  
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Greifen Sie sofort zur Zeckenzange
Allianz - Katzenversicherung - Zecken bei Katzen: Zecke wird mit Zange von einer Katze entfernt

Geeignetes Werkzeug

Bei Wohnungskatzen ist die Gefahr eines Zeckenbefalls beinahe ausgeschlossen, bei Freilaufkatzen muss jedoch ständig mit den kleinen Blutsaugern gerechnet werden. Empfehlenswert ist es daher, die Katze nach jedem Freigang einmal kurz zu überprüfen. Entdecken Sie eine Zecke im Katzenfell, sollte diese umgehend entfernt werden. Krabbelt sie noch umher, können Sie mit einem Klebestreifen oder einer normalen Pinzette versuchen, sie dingfest zu machen. Hat sie sich jedoch bereits festgebissen, dann benötigen Sie einen Zeckenhaken oder eine Zeckenzange. Diese ermöglichen einen sicheren Zugriff, ohne dabei die Zecke zu zerquetschen. In diesem Fall bestünde eine erhöhte Gefahr, dass das Tier noch Krankheitserreger überträgt. Selbiges gilt beim Einsatz von Klebstoff, Öl oder Nagellackentferner. Zwar schädigen diese Mittel die Zecke tatsächlich, es ist jedoch wesentlich besser, die Tiere sofort zu entfernen.    

Sicheres Entfernen

Wenn Sie das Entfernen einer Zecke hinauszögern oder gar auf den nächsten Tag verschieben, steigt mit jeder Stunde die Gefahr, dass der Parasit Krankheitserreger auf die Katze überträgt. Das geschieht aufgrund eines Sekrets, welches die Zecke in die Wunde abgibt. Dieses verhindert, dass die Wunde sich schließt und dient gleichzeitig als Betäubungsmittel, damit der Stich für die Katze möglichst unbemerkt bleibt. Greifen Sie daher sofort zu einem speziellen Werkzeug und entfernen Sie die Zecke. Packen Sie sie so nahe wie möglich an der Einstichstelle und beginnen Sie langsam, zu ziehen. Ein Drehen ist nicht notwendig, da Zecken keinen Bohrrüssel besitzen, sondern sich lediglich zangenartig festkrallen. Reißen Sie keinesfalls an dem Tier, da es dadurch auseinandergerissen werden könnte. Erhöhen Sie zunehmend den Zug und warten Sie, bis sich der Parasit löst. Zerquetschen Sie ihn mit einem harten Gegenstand auf einem Stück Papier. Sie können auch ein Feuerzeug benutzen oder die Zecke mit einem breiten Klebestreifen umschließen und im Müll entsorgen.    

Hilfe, der Kopf ist noch drin!

In den meisten Fällen gelingt das Entfernen von Zecken problemlos. Gelegentlich kann es jedoch vorkommen, dass sich noch Teile der Zecke in der Wunde befinden. Versuchen Sie, mit einer spitzen Pinzette nachzuarbeiten. Gelingt dies nicht, ist dies normalerweise kein Grund zur Sorge, da die Teile mit der Zeit über die Wundheilung ausgestoßen werden. Befindet sich noch der Kopf der Zecke, bzw. der gesamte Stechapparat in der Haut der Katze und das Entfernen gelingt Ihnen nicht, sollten zum Tierarzt fahren, der normalerweise schnell und unkompliziert hilft. Manchmal ist dies auch der einzige Weg, um überhaupt eine Zecke zu entfernen. Denn zum einen ist die Entfernung nicht jedermanns Sache, zum anderen sind manche Katzen so widerspenstig, dass selbst mit beruhigenden Worten, Leckerlis oder einer zweiten Person nicht an sie heranzukommen ist. Wichtig ist in jedem Fall, die Wunde in nächster Zeit zu beobachten. Eine kleine Schwellung ist nicht ungewöhnlich, eine Entzündung oder farbliche Veränderung der Haut sollte dagegen untersucht werden.    

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Prophylaxe
Allianz - Katzenversicherung - Zecken bei Katzen: Katze bekommt ein Spot on gegen Zecken
Es existiert keine Möglichkeit, Katzen gegen Zecken zu impfen. Glücklicherweise sind sie weniger krankheitsanfällig als Hunde. Dennoch empfiehlt sich bei Freilaufkatzen, die sich regelmäßig in zeckenreichen Gegenden aufhalten, sie regelmäßig zu überprüfen und eventuelle Plagegeister zeitnah zu entfernen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten einer Zeckenprophylaxe

Präparate gegen Zecken

Spot-on-Präparate werden der Katze im Nacken direkt auf die Haut geträufelt. Von dort verteilen sie sich über den gesamten Körper. Sie stellen den einfachsten und effektivsten Weg dar, Parasiten abzuhalten. Bei dem Wirkstoff  der Präparate handelt es sich allerdings um ein Nervengift. Es hält Zecken oft bereits vom Zustechen ab und wirkt spätestens dann tödlich. Um eine durchgängige Zeckenprophylaxe aufrecht zu erhalten – also Zecken möglichst bereits von einem Biss abzuhalten – muss das Präparat regelmäßig neu aufgetragen werden. Bei Zecken Sprays sollten Sie aufpassen, dass diese keine ätherischen Öle, wie etwa Teebaumöl enthalten. Diese sind für die Katze giftig. Lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten und bestellen nicht bei dubiosen Händlern im Internet. 

Zeckenhalsband für Katzen

Zeckenhalsbänder haben in der Regel eine Wirkungsdauer von mehreren Monaten. Sie sind jedoch umstritten: Katzen reagieren empfindlicher als Hunde auf die als Wirkstoffe eingesetzten Insektizide. Daher darf einer Katze niemals ein speziell für Hunde vorgesehenes Zeckenhalsband angelegt werden. Ein weiterer Nachteil eines Halsbandes bei Freilaufkatzen ist die Gefahr, dass sie damit auf ihren Streifzügen irgendwo hängen bleiben könnten. Zwar gibt es Zeckenhalsbänder mit Sollbruchstelle, doch wenn sich diese öffnet, ist das Band verloren. 

Natürliche Anti-Zecken-Mittel für die Katze

Es gibt allerlei Hausmittel gegen Zecken, deren Wirkungsweise von Katzenhaltern jedoch unterschiedlich bewertet wird. Dazu zählen unter anderem Bierhefe und Kokosöl. Bierhefe muss die Katze lediglich als Tablette oder in Pulverform mit dem Futter aufnehmen. Daraufhin ändert sich ihr Hautmilieu, was Zecken vom Zustechen abhalten soll. Bei Kokosöl reicht eine kleine Menge, die Sie in Ihren Händen zergehen lassen und die Katze damit ausgiebig streicheln – schon verteilt sich das Öl auf dem Fell und soll Zecken vom Zustechen abhalten. Manche Katzen akzeptieren dies, andere beginnen sofort mit der Katzenwäsche. Zwar werden sie dadurch sicherlich etwas Kokosöl aufnehmen, dies ist aber ungefährlich. Wirkt die Katze irritiert oder beginnt sich übermäßig zu putzen, sollte auf die weitere Verwendung von Kokosöl verzichtet werden.

Keinesfalls sollten Sie Ihre Katze mit ätherischen Ölen
wie Schwarzkümmelöl oder Teebaumöl beträufeln. Diese sind für Katzen giftig!

Katzenversicherung
Bei der Allianz sind Operationen an Ihrer Katze nach Unfällen inklusive Voruntersuchung, Medikamenten, Röntgenbilder/ MRT in allen Tarifen versichert. Als Unfall zählen beispielsweise Verkehrsunfälle, Kreuzbandrisse, aber auch Bisse von Zecken, Verschlucken von Gift und Fremdkörpern oder Magendrehung. Der Tarif Premium Krankenschutz umfasst nicht nur Operationen, sondern auch ambulante und stationäre Heilbehandlungen: Dazu zählen ärztliche Beratungen, Untersuchungen, Diagnosen und Therapien, außerdem Arzneien und Verbandsmittel – z. B. Behandlung von Entzündungen.
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