Katze liegt auf dem Bett
Gefahr für Mensch und Tier

Toxoplasmose bei der Katze

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Der Erreger ist weltweit verbreitet
  • Bei einer Toxoplasmose handelt es sich um die Infektion mit dem einzelligen Parasiten Toxoplasma gondii.
  • In Deutschland sind rund 70 Prozent der Katzen mit dem Erreger infiziert. In der überwiegenden Anzahl der Fälle verläuft die Erkrankung ohne Symptome
  • Eine Gefahr besteht für Kitten und immunschwache Katzen. Darüber hinaus kann der Erreger auch von einer Katze auf den Menschen übertragen werden. 
  • Bei 90 Prozent aller an Toxoplasmose erkrankten Menschen verläuft die Erkrankung beschwerdefrei. Vorsichtsmaßnahmen sollten bei Schwangeren getroffen werden
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Illustration einer Tierärztin mit einer Katze auf dem Behandlungstisch und einer Arzttasche
Definition
Illustration einer Tierärztin mit einer Katze auf dem Behandlungstisch und einer Arzttasche
Als Toxoplasmose wird die Infektion mit dem einzelligen Parasiten Toxoplasma gondii bezeichnet. Er befällt nicht nur eine Vielzahl von Wirbeltieren, sondern ist auch bei Menschen weit verbreitet. Mit Ausnahme von Katzen dienen sie dem Parasiten lediglich als Zwischenwirt. Ausschließlich im Darm der Katze können sich der Erreger vermehren. Von dort werden sie als sogenannte Oozysten mit dem Kot ausgeschieden. Nach zirka zwei Tagen sind sie infektiös. Sie können direkt über den Kontakt mit dem Kot auf andere Tiere übertragen werden. Jedoch sind die Parasiten auch in der Lage, über viele Monate hinweg am Boden zu überleben. Bei der Nahrungsaufnahme können sie leicht von anderen Tieren wie Mäusen, Schweinen oder Schafen aufgenommen werden. Ebenso kann es zu einer Übertragung kommen, wenn eine Katze eine infizierte Maus frisst. Im Allgemeinen produzieren die Tiere ausreichend Antikörper und werden selbst mit der Infektion fertig. Nur bei Kitten und immunschwachen Katzen fallen die Symptome stärker aus und können zu ernsthaften Beschwerden führen.
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Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Wie stecken sich Katzen mit Toxoplasmose an?

Es gibt bei Katzen verschiedene Wege, wie sie sich mit dem Erreger Toxoplasma gondii infizieren können. Zum einen geschieht dies über den Kontakt von kontaminiertem Kot. Am häufigsten trifft es hierbei Freigänger, aber auch über das Katzenklo kann eine Übertragung in einem Mehrkatzenhaushalt stattfinden. Freigänger sind zudem bedroht, wenn sie auf ihren Streifzügen Jagd auf Mäuse oder Vögel machen, welche den Virus in sich tragen können. Das gilt auch für viele andere Tiere bzw. deren Fleisch, welches zum Beispiel beim Barfen zum Einsatz kommt. Vor allem bei Schafen und Ziegen ist die Durchseuchung extrem hoch, wodurch das Übertragungsrisiko beim Verzehr dieser Fleischsorten erhöht ist. Gefährdet sind außerdem Katzenwelpen, die sich bereits im Mutterleib oder kurz nach der Geburt mit Toxoplasmose anstecken können.

Wie lässt sich eine Toxoplasmose Erkrankung verhindern?

Bislang gibt es keinen Impfstoff gegen Toxoplasmose. Daher kann dem stark verbreiteten Erreger kaum vorgebeugt werden. Vor allem Freigänger sind auf ihren Erkundungstouren ständig dem Parasiten ausgesetzt. Er lauert im Kot anderer Katzen und beim Verzehr einer Beute. Wohnungskatzen sind wesentlich sicherer, außer sie werden gebarft. Rohes Fleisch gilt als einer der Hauptüberträger von Toxoplasmose. Keine Gefahr besteht bei Dosenfutter, weil dieses bei der Produktion hoch erhitzt wird, wodurch der Erreger abstirbt. Da dieser Effekt auch beim Einfrieren erfolgt (mindestens 48 Stunden), kann rohes Fleisch über diesen Umweg verfüttert werden. 

Sollten Sie einen Mehrkatzenhaushalt besitzen, können Sie bei ausreichender Hygiene eine Verbreitung des Erregers vermindern. Zum einen sollte jede Katze ihre eigene Katzentoilette besitzen, zum anderen ist es wichtig, Hinterlassenschaften noch am gleichen Tag gründlich zu entfernen. Der Parasit entwickelt sich erst nach zirka zwei Tagen zu einem infektiösen Erreger. Dementsprechend bietet eine zeitnahe Reinigung auch für Sie selbst einen Schutz.

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Anzeichen und Diagnose

Eine gesunde Katze im Erwachsenenalter zeigt in den meisten Fällen keinerlei Symptome. Nach einer einmaligen Ausscheidungsphase des Erregers, die sich ungefähr über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen hinzieht, verfügt sie über eine lebenslange Immunität. Die selbstständig gebildeten Antikörper schützen sie sehr effektiv vor einer erneuten Infektion. Anders sieht es bei Kitten und geschwächten Katzen aus. Sie können durch den Toxoplasmose-Erreger deutlich beeinträchtigt sein und Symptome wie Durchfall, Fieber, Atembeschwerden, Gelbsucht und Augenentzündungen aufweisen.  

Diagnose einer Toxoplasmose

Während der aktiven Ausscheidungsphase des Erregers, die nur etwa zwei bis drei Wochen andauert, kann mittels eines Flotationsverfahrens ein Nachweis im Kot erfolgen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Katze exakt in diesem Zeitraum getestet wird, ist jedoch sehr gering. Nur etwa ein Prozent aller Freilaufkatzen scheiden im Durchschnitt gesehen Toxoplasmose-Erreger aus. Daher wird in der Regel ein Antikörpertest durchgeführt. Hierfür wird der Katze Blut abgenommen. Da der Test bei akut infizierten Katzen kein 100-prozentiges Ergebnis hervorbringt, empfiehlt sich mit einer zeitlichen Verzögerung eine Wiederholung. 

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Krankheitsverlauf & Heilung
Katze wird beim Tierarzt abgehört
Eine Toxoplasmose verläuft bei einer ausgewachsenen, gesunden Katze in der Regel symptomlos. Da die Erkrankung in den meisten Fällen nicht auffällt, findet auch keine tierärztliche Therapie statt. Die Katze entwickelt von sich aus Antikörper und bekämpft den Parasiten. Im Laufe von etwa drei Wochen wird eine Immunität aufgebaut und der Erreger ausgeschieden. Junge und immungeschwächte Katzen sind dazu oft nur unzureichend in der Lage. Bei ihnen muss unter anderem mit Fieber, Durchfall und Atembeschwerden gerechnet werden. In diesem Fall sollte die Katze einem Tierarzt vorgestellt werden. Zur Behandlung werden Antibiotika und Medikamente zur Behandlung der jeweiligen Symptome eingesetzt. In seltenen Fällen und bei einem wiederholten Kontakt mit dem Erreger ist ein chronischer Verlauf der Krankheit nicht auszuschließen.
Katze wird beim Tierarzt abgehört
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Gefahr der Ansteckung

Bei der Toxoplasmose handelt es sich um eine Zoonose. Damit werden Krankheiten bezeichnet, die von einem Tier auf den Menschen übertragen werden können. Ebenso wie bei Katzen verläuft auch bei uns die Erkrankung fast immer symptomlos und ohne Beschwerden. Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie längst mit dem Erreger in Kontakt getreten sind und Antikörper in sich tragen. Je älter ein Mensch ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass er Antikörper besitzt. Bei einem 60-Jährigen beträgt die Wahrscheinlichkeit circa 70 Prozent. 

Beschwerden treten üblicherweise nur auf, wenn eine Abwehrschwäche des Immunsystems vorliegt, was zum Beispiel bei HIV der Fall sein kann. Darüber hinaus besteht eine Gefahr für ungeborene Kinder. Allerdings nur, wenn die Schwangere noch keine Antikörper in sich trägt. Zur Sicherheit kann diesbezüglich ein Test durchgeführt werden. Wichtig zu wissen ist, dass eine Infektion zwar stattfinden kann, indem man mit belastetem Katzenkot aus der Katzentoilette in Berührung kommt, andere Übertragungswege sind jedoch häufiger. Dazu zählt in erster Linie der Verzehr oder das Hantieren mit rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch. Darüber hinaus kann eine Infektion zum Beispiel auch bei Gartenarbeiten durch das Berühren und Aufnehmen kontaminierter Erde oder Pflanzen stattfinden.

Wer schwanger ist und eine Katze besitzt, sollte zur Sicherheit sich und seine Katze testen lassen. Möglicherweise besitzen beide bereits Antikörper, sodass keine Gefahr für das ungeborene Kind besteht. Ansonsten sollten von nun an besondere Vorkehrungen getroffen werden:

  • Kein Verzehr von nicht vollständig durchgegartem Fleisch.
  • Die Verarbeitung von rohem Fleisch sollte jemand anders übernehmen. 
  • Katzen, die gebarft werden, sollten während der Schwangerschaft der Besitzerin Dosenfutter erhalten.
  • Die Reinigung der Katzentoilette sollte möglichst auf eine andere Person im Haushalt übertragen werden.
  • Bei Gartenarbeiten empfiehlt es sich, in der Schwangerschaft Handschuhe zu tragen oder im Anschluss daran stets die Hände gründlich zu waschen.
  • Wenn Freigänger noch nicht mit dem Erreger Kontakt hatten, sollte über eine vorübergehende Ausgangssperre nachgedacht werden. Dadurch verringert sich das Ansteckrisiko.
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Illustration: Gut zu wissen
Gut zu wissen
Illustration: Gut zu wissen

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