Allianz - Hundekrankheiten - Spondylose: Hund liegt auf dem Sofa und kuschelt mit Kind
Probleme mit der Wirbelsäule    

Spondylose beim Hund

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Die Krankheit verläuft in Schüben und ist nicht heilbar
  • Bei Spondylose handelt es sich um eine Abnutzung der Wirbelsäule. Elastische Teile zwischen den Wirbeln werden abgebaut, wodurch es zu einer Verknöcherung kommt.
  • Typische Symptome einer Spondylose beim Hund sind Beschwerden beim Aufstehen, Treppensteigen, Laufen oder Springen.    
  • Als Ursache kommen vor allem genetisch bedingte Gründe und eine Überbelastung des Hundes durch körperliche Anforderungen in Frage.  
  • Spondylose ist nicht heilbar, jedoch können die Schmerzen bekämpft und der Krankheitsverlauf mit gezielten Maßnahmen deutlich verbessert werden.

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Definition
Die Wirbelsäule besteht aus einer Vielzahl von Wirbelknochen, welche durch elastische Bänder und Bandscheiben miteinander verbunden sind. Beim Gehen wird die Wirbelsäule stets wellenförmig bewegt. Die elastischen Verbindungen puffern dabei Stöße ab und ermöglichen einen reibungslosen Bewegungsablauf. Verschleißen Bandscheiben und Bänder im Laufe des Lebens, verlieren die einzelnen Gelenke zunehmend an Beweglichkeit und Stabilität. Der Organismus versucht entgegenzusteuern und baut knöcherne Verbindungen zwischen den Wirbeln auf, die den Druck auf die Bandscheiben verringern. Treffen zwei Verbindungen aufeinander, erzeugt die Reibung beim Hund große Schmerzen. Sind die Verbindungen vollzogen, lässt zwar der Schmerz nach, dafür ist keinerlei Flexibilität mehr gegeben. Die betroffenen Wirbel sind zueinander nicht mehr beweglich, wodurch ein Abkrümmen unmöglich ist. Aufgrund der Versteifung ist der Hund in seinem Bewegungsablauf deutlich eingeschränkt.    
Allianz - Hundekrankheiten - Spondylose: Weiß-brauner Shi-Tzu liegt unter dem Sofa
Anzeichen und Diagnose
Allianz - Hundekrankheiten - Spondylose: Weiß-brauner Shi-Tzu liegt unter dem Sofa

So macht sich Spondylose bemerkbar

Im Anfangsstadium ist Spondylose äußerlich nicht zu erkennen. Es kommt immer wieder vor, dass es im Zuge einer Behandlung zufällig vom Tierarzt festgestellt wird. Erst wenn die Elastizität von Bändern und Bandscheiben deutlich nachlässt und es zu einer Verknöcherung der Wirbelsäule kommt, erleidet der Hund Schmerzen und wird in seinem Bewegungsablauf beeinträchtigt. Folgende Symptome sind typische Anzeichen für Spondylose beim Hund:

  • Mag nicht mehr ins Auto springen
  • Scheint Treppensteigen vermeiden zu wollen
  • Reagiert empfindlich auf Berührungen im Rückenbereich
  • Hat keine Lust zu rennen
  • Mag nicht springen oder Hundesport ausüben
  • Das Gangbild ist ungewöhnlichen
  • Wirkt abgeschlagen und faul
  • Hat Schwierigkeiten beim Aufstehen
  • Rüden haben teilweise Probleme mit dem Beinheben

Wann muss ich zum Tierarzt?

Wenn Sie aufgrund einer der oben genannten Symptome die Vermutung haben, dass Ihr Hund an Spondylose erkrankt ist, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. Zwar ist Spondylose nicht heilbar, der Krankheitsverlauf kann jedoch erheblich beeinflusst werden. Wichtig zu wissen ist, dass es sich bei Spondylose um eine schubhafte Erkrankung handelt. Es kann also ohne weiteres sein, dass der Hund vorübergehend einige typische Symptome zeigt und anschließend über einen längeren Zeitraum keinerlei Beschwerden mehr hat. Gehen Sie besser auf Nummer sicher und lassen den Hund untersuchen. Der Tierarzt kann per Röntgenbild und Tastuntersuchung eine Spondylose sicher diagnostizieren. Erkennbar ist sie vor allem anhand der knöchernen Brücken zwischen den Wirbeln. Das Röntgenbild gibt Aufschluss darüber, an welchen Stellen es Verknöcherungen gibt und wie weit diese bereits fortgeschritten sind.

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Auslöser und vorbeugende Maßnahmen

Wer kann an Spondylose erkranken?

Als Auslöser für eine Spondylose kommen verschiedene Ursachen in Frage. Grundsätzlich kann die Krankheit jeden Hund ereilen, genetisch bedingt trifft es jedoch gehäuft große und schwere Rassen, vor allem Molosser und Boxer. Bei ihnen erkranken gelegentlich auch schon junge Tiere, während Spondylose im Allgemeinen deutlich häufiger bei alten Hunden aufgrund eines allgemeinen körperlichen Verschleißes in Erscheinung tritt. Gründe für eine Erkrankung bereits in mittleren Jahren können mit einer zu frühen oder dauerhaften Belastung eines Hundes zusammenhängen. Gefährdet sind insbesondere Diensthunde und Hunde, die sportlich stark beansprucht werden oder hyperaktiv sind. Außerdem kann Übergewicht Spondylose begünstigen.

 

Lässt sich Spondylose verhindern?

Genetisch bedingte Spondylose lässt sich nicht vermeiden, durch eine angepasste Haltungsform kann jedoch der Beginn hinausgezögert und der Verlauf gemildert werden. Voraussetzungen dafür können Sie bereits im Welpenalter schaffen: Ermuntern Sie einen jungen Hund nicht dazu, bereits frühzeitig Treppen zu steigen, ins Auto zu springen oder irgendwo herunter zu hüpfen. Auch sollte Hundesport während der Wachstumsphase nur in sehr begrenzten Umfang ausgeübt werden. Selbiges gilt für neben dem Rad herlaufen oder wilde Ballspiele mit abruptem Abbremsen oder raschen Richtungswechseln. Vor allem bei großen Hunderassen braucht es viel Geduld, bis diese im Alter von zirka 15 bis 20 Monaten ausgewachsen sind.

Sobald ein Hund seine Endgröße erreicht hat, sollte nur soviel von ihm verlangt werden, wie seine Konstitution zulässt. Nicht jeder Hund ist für Dogdancing oder Agility geeignet. Suchen Sie nach Aktivitäten, die den Hund geistig und körperlich auspowern aber nicht überanstrengen. Achten Sie zudem auf eine gesunde Ernährung. Diese beinhaltet zum einen ein hochwertiges Futter, zum anderen sollte stets das Gewicht des Hundes im Auge behalten werden. Übergewicht ist eine Belastung für den Hund und sollte vermieden werden.

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Tipps für den Hunde-Alltag
 Allianz - Hundekrankheiten - Spondylose: Tierärztin lächelt einen grauen Pudel an während sie seinen Kopf hält

Verlauf einer Spondylose

Bei Spondylose handelt es sich um eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule: Es kommt zu einem unaufhaltsamen Verschleiß einzelner Wirbelkörper. Die Abnutzung verläuft nicht gleichbleibend schnell, sondern erfolgt in Schüben. Hierbei sind nicht alle Wirbel gleichermaßen betroffen. Bevorzugt entsteht Spondylose an Übergängen von sehr beweglichen zu eher starren Wirbeln. An diesen Stellen kommt es zu einer erhöhten Belastung der Bänder und Bandscheiben. Daraufhin wird eine Verknöcherung zwischen den Wirbeln in Gang gesetzt, die für den Hund äußerst schmerzhaft ist. Bei einem Schub sollten Sie mit dem Hund sofort zum Tierarzt gehen, damit er schmerzstillende Medikamente erhält.



Mögliche Folgen einer Spondylose

Eine Spondylose führt früher oder später zu einer gewissen Bewegungseinschränkung des Hundes. Wurde die Krankheit rechtzeitig diagnostiziert, kann ein Hund noch viele Jahre relativ problemlos weiterleben. Seine Lebenserwartung sinkt dadurch nur unwesentlich und es gibt keinen Grund, ans Einschläfern zu denken. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist jedoch eine gewisse Schonung des Hundes. Wird er weiterhin körperlich stark beansprucht, steigt das Risiko von Folgeerkrankungen. Dazu zählen Bandscheibenvorfälle, Arthrose, chronisch auftretende Schmerzattacken, Entzündungen und eingeklemmte Nerven. Als Folge davon kann es zu extremen Bewegungseinschränkungen, Inkontinenz und Lähmungen kommen.

 

Was macht der Tierarzt?

Beim Verdacht auf Spondylose sollte der erste Weg zum Tierarzt führen. Es bedarf einer sicheren Diagnose, bevor therapeutische Maßnahmen ergriffen werden. Ein Röntgenbild und das Abtasten des Hundes ermöglichen einen sicheren Befund bei Spondylose. Leider ist die Krankheit nicht heilbar, weshalb es für einen Tierarzt üblicherweise erst einmal keinen Grund für einen Eingriff gibt. Wichtig ist eine gute Schmerzbehandlung während akuter Phasen der Spondylose. Sie erleichtert dem Hund das Leben enorm und beugt chronisch auftretenden Schmerzen vor, welche mit psychischen Problemen einhergehen können. Von Bedeutung ist zudem, dass der Tierarzt auf Entzündungsvorgänge achtet und diese gegebenenfalls behandelt. Normalerweise muss lediglich bei Komplikationen wie zum Beispiel einer Beeinträchtigung des Rückenmarks oder einem Bandscheibenvorfall eine Operation in Betracht gezogen werden.

 

Was können Sie selbst tun?

Wurde bei Ihrem Hund Spondylose diagnostiziert, können Sie einiges unternehmen, um den Hundealltag zu erleichtern:

  • Achten Sie auf das Gewicht des Hundes
  • Vermeiden Sie körperliche Überanstrengung
  • Umgehen Sie nach Möglichkeit Treppen
  • Wählen Sie einen zugfreien Liegeplatz und ein bequemes Hundebett
  • Heben Sie Ihren Hund ins Auto oder verwenden Sie eine Steighilfe
  • Fragen Sie Ihren Tierarzt nach geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln
  • Ein Hundemantel schützt im Winter vor eventuellem Auskühlen

 

Behandlungsmöglichkeiten bei Spondylose

Zwar ist eine Heilung ausgeschlossen, der Verlauf und die Schwere der Krankheit lässt sich jedoch mit physiotherapeutischen Maßnahmen verbessern. Eine regelmäßige Behandlung kann zu einer Entlastung verspannter Körperpartien und einem Aufbau involvierter Muskelstränge führen. Diese sorgen für eine Entlastung der Wirbelsäule. Die Behandlung kann auf herkömmlichem Weg durch Massagen und spezielle Handgriffe erfolgen. Ebenso eignen sich Unterwasserlaufbänder als therapeutische Maßnahme.

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Die passende Versicherung
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Service und Kontakt
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