Bauchspeichelblasenentzündung: Hund liegt matt auf dem Sofa
Eine ernst zu nehmende Erkrankung

Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund

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Kurz erklärt in 30 Sekunden
Die Krankheit ist schwer zu diagnostizieren
  • Symptome einer Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund sind unter anderem Bauchschmerzen, Mattigkeit, Durchfall, Fieber und Erbrechen.
  • Eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung kann verschiedene Ursachen haben. Auslöser können zum Beispiel fettreiches Futter, Medikamente, Durchblutungsstörungen oder Diabetes sein. 
  • Bei einem Erkrankungsverdacht sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, denn bei schweren Verlaufsformen kann es zu einer Schädigung mehrerer Organe kommen
  • Je nach Zustand des Hundes kann ein stationärer Aufenthalt notwendig sein. Dabei erhält das erkrankte Tier Infusionen und Schmerzmittel
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Illustration eines Hundes neben einem Erste Hilfe Koffer
Definition
Illustration eines Hundes neben einem Erste Hilfe Koffer
Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung wird von Tierärzten als Pankreatitis bezeichnet. Sie kann plötzlich (akut) auftreten oder wiederkehrend (chronisch) sein. Bei der Bauchspeicheldrüse handelt es sich um ein Organ, welches im Oberbauch zwischen Magen und Dünndarm liegt. Es übernimmt wichtige Aufgaben: Zum einen produziert es das Hormon Insulin, welches den Blutzuckerspiegel reguliert. Zum anderen ist es für die Produktion, Speicherung und Freisetzung von Verdauungsenzymen zuständig. Damit verbunden ist die Gefahr, dass bei einem schweren Verlauf der Pankreatitis die Bauchspeicheldrüse dauerhaft geschädigt wird. Um es nicht soweit kommen zu lassen, empfiehlt sich bei einem Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenentzündung frühzeitig den Tierarzt aufzusuchen.
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Welche Faktoren spielen eine Rolle?
Jack Russel Terrier schaut nach oben zum Grill, auf dem Essen liegt

Was löst eine Bauchspeichel­drüsenentzündung beim Hund aus?

Die Ursache einer Pankreatitis kann oft nicht eindeutig geklärt werden. In solchen Fällen spricht man von einer „idiopathischen“ Bauchspeicheldrüsenentzündung. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren, die mit dem Auftreten einer Pankreatitis in Zusammenhang stehen. Dazu gehören:  

  • Fettreiche Nahrung und Übergewicht
  • Durchblutungsstörungen, z. B. aufgrund einer Narkose
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • Diabetes
  • Bakterielle Entzündungen
  • Nebenerscheinung von Babesiose oder Leishmaniose
  • Krankheitsveranlagung bestimmter Rassen, die sogenannte Rasseprädisposition, bei z. B. Cocker Spaniel, Boxer oder Yorkshire Terrier

Wie lässt sich eine Bauchspeicheldrüsenentzündung verhindern?

Die eine Ursache für eine Pankreatitis ist oftmals schwer auszumachen. Daher kann einer Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund nur schwer vorgebeugt werden. Vermeiden sollten Sie fetthaltiges Futter, welches bei empfänglichen Hunden schnell zu einer Entzündung führen kann. Darüber hinaus sollte der Hund keine unnötigen Medikamente erhalten (z. B. Azathioprin, Tetrazyklin), die als Auslöser in Frage kommen. Sollte Ihr Hund eine Narkose bekommen, ist es außerdem wichtig mithilfe von Infusionen für eine gute Durchblutung der Organe zu sorgen.

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Anzeichen und Diagnose

Die Symptome einer Bauchspeicheldrüsenentzündung sind relativ unspezifisch und vielfältig, weshalb bei einem Verdacht eine tierärztliche Untersuchung durchgeführt werden sollte. Ein milder Verlauf bleibt häufig unentdeckt, bei einem schweren Verlauf können folgende Symptome auftreten:

  • Bauchschmerzen 
  • Appetitlosigkeit 
  • Schwäche
  • Durchfall 
  • Erbrechen 
  • Fieber
  • Dehydration 

Diagnose einer Bauchspeicheldrüsenentzündung

Im ersten Schritt der Diagnose wird der Tierarzt Ihrem Hund unter anderem Blut abnehmen. Bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung verändern sich die Blutwerte Ihres Hundes nämlich signifikant: Ist der ausschlaggebende Wert, die Pankreatische-Lipase-Immunreaktivität, erhöht, ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung sehr hoch. Zusätzlich wird der Tierarzt auch Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen durchführen, um die Diagnose weiter zu erhärten und andere Krankheiten auszuschließen. Ein eindeutiger Nachweis ist aber nur per Biopsie möglich, bei der ein Stück Gewebe der Bauchspeicheldrüse operativ entfernt und in einem Labor untersucht wird. Dieser Nachweis ist aber in den meisten Fällen nicht notwendig.

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Die Behandlung umfasst mehrere Punkte
Kleiner weiß-brauner Terrier bekommt eine Infusion

Prognose einer Bauchspeicheldrüsenentzündung

Der Verlauf einer Pankreatitis hängt davon ab, wie schwer und weit fortgeschritten die Erkrankung ist. Bei einer milden Form tritt mit entsprechender Behandlung bereits nach wenigen Tagen eine Besserung ein. Sollte der Hund jedoch schwer erkrankt sein, kann sich der Gesundheitszustand jederzeit rapide verschlechtern, weil möglicherweise auch andere Organe wie Herz, Leber und Lunge geschädigt wurden. Wird der Hund in diesem Fall nicht möglichst schnell stationär behandelt, ist ein tödlicher Verlauf nicht auszuschließen. Wurde die Behandlung mit Erfolg durchgeführt, kann es sein, dass Ihr Hund den Rest seines Lebens beschwerdefrei bleibt. Es besteht aber die Möglichkeit, dass die Pankreatitis erneut auftritt und einen chronischen Verlauf nimmt. In diesem Fall kann eine lebenslange Therapie notwendig sein.

Wie lässt sich eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund behandeln?

Die Behandlung einer Pankreatitis umfasst mehrere Punkte. In der Regel wird als erstes eine Stabilisierung des Patienten vorgenommen. Da eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung zumeist von Erbrechen und Durchfall begleitet wird, erfolgt eine mindestens 24-stündige Infusionstherapie, um den Flüssigkeits- und Elektrolytehaushalt auszugleichen. Der Hund darf vorerst nicht essen und trinken, um der Bauchspeicheldrüse eine Erholung zu ermöglichen. Da eine schwere Pankreatitis mit starken Schmerzen verbunden ist, erhält der Hund Schmerzmittel

Sobald Erbrechen, Durchfall und Schmerzen abgeklungen und über einen Zeitraum von zirka zwölf Stunden nicht mehr aufgetreten sind, sollte dem Hund Wasser und ein fettarmes Futter zur Verfügung gestellt werden. Da die Ursache einer Pankreatitis oftmals nicht eindeutig zu klären ist, empfiehlt sich als Vorsichtsmaßnahme, den Hund ein Leben lang fettarm zu ernähren. Könnten bestimmte Medikamente der Auslöser gewesen sein, ist zu klären, ob auf diese verzichtet werden kann oder es Alternativen gibt. Darüber hinaus muss individuell geklärt werden, ob weitere vorbeugende Maßnahme getroffen werden könnten. Da Pankreatitis lediglich symptomatisch behandelt wird, lässt es sich nicht durch die Einnahme eines Medikaments therapieren oder zukünftig vermeiden.

Ist der Hund schwer erkrankt, sollte er stationär behandelt werden. Je nach Verlauf der Krankheit kann ein mehrtägiger oder gar zwei Wochen andauernder Aufenthalt in einer Tierklinik notwendig sein. Während dieser Zeit kontrolliert der Tierarzt regelmäßig die Blutwerte des Tiers, versorgt es mit Schmerzmittel und Medikamenten und verabreicht notfalls Infusionen.

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Gut zu wissen
Gut zu Wissen Illustration: Weibliche Person mit langen brauen Haaren hält ein Informationsschild vor sich und zeigt darauf. Im Hintergrund Charts und Diagramme als Bilder

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